Größe der Wärmepumpe

Diskutiere Größe der Wärmepumpe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir haben die Heizlastberechnung für unser Passivhaus vorliegen und sind jetzt am überlegen welches Gerät (Sole/Wasser WP mit...

  1. Mikalaya

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    Hallo,

    wir haben die Heizlastberechnung für unser Passivhaus vorliegen und sind jetzt am überlegen welches Gerät (Sole/Wasser WP mit Tiefenbohrung) wir nehmen.
    Es stehen im Prinzip 2 zur Auswahl.
    Eine kleine Variante, die aber erst im Herbst auf den Markt kommt, die ziemlich genau passen würde (4,6KW Heizleistung, 3KW Kühlung).
    Wir kommen, je nach Berechnung des Wärmepumpentarifzuschlags, inkl. Warmwasser ziemlich genau dort an.
    Oder eine Nummer größer, das Gerät schon länger am Markt mit guten Kritiken (gleicher Hersteller), 5,8 KW Heizleistung, 3,8KW Kühlung.
    Die errechnete Bohrtiefe für diese Variante (der TGA-Planer hat für die kleine Anlage nicht alle Daten und hat deshalb die größere angenommen) mit 92m grenzwertig. Da kann uns eine zweite Bohrung passieren.
    Ohne zweite Bohrung ist der Preisunterschied wahrscheinlich nicht dramatisch.

    -> Macht es Sinn die etwas größere Anlage zu nehmen?
    Wieviel Unterschied macht die höhere Kühlkapazität? (passive Kühlung im Sommer)
    Ist es nachteilig, die Wärmepumpe am Limit zu fahren oder macht es eher Sinn den Bedarf möglichst genau zu treffen?
    Das kleine Gerät wäre brandneu, quasi erste Charge.. ist das potentiell ein Problem?
    Mal davon ab, dass eine verzögerte Erhältlichkeit echt dumm wäre ;)

    Lieben Dank!
     
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  3. ralf9000

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    Passivhaus und 4,6kW Heizleistung/Heizbedarf, wie passt das zusammen? Habt Ihr über 500m² Wohnfläche?
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Net bös sein, aber Passivhaus und 4,6 kW Heizleistung gehen für mich nicht recht zusammen!

    Bohrungen: Weiter oben in der Gegend um den Stadtbahnendpunkt gibts nach 10 oder 20 m Sandstein im Untergrund. Bei Euch im "Tal" weiß ichs nicht genau. Dies nur als Hinweis, viellecht nochmal in die Bodenkarte zu sehen.

    Grösse der Pumpe - da ist die Frage, wie WW angesetzt wurde und ab wann die Zuheizung eigeplant wurde. Ich hab lieber etwas Reserve drin, aber das ist eher pers. Meinung als fachlich dezidiert belegbar.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Zwei mit dem gleichen Gedanken - liegst am Namen??? Jetzt fehlt nur noch R.B. :D
     
  6. R.B.

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    Ich glaube ich hole mir erst einmal ein Stück Kuchen.....;)

    4,6kW, das reicht für 3 Passivhäuser, und die Bohrtiefe mit 92m wurde anscheinend auch mehr geschätzt.

    Also lehnen wir uns zurück und.......Kuchen :)

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich wäre jetzt mehr für ein warm breakfast (fried eggs, bacon, toast, sausages, grilled tomatos, nur bitte ohne kipper filets)
     
  8. ralf9000

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    Hallo Mikalaya,

    geh mal in Deine PHPP-Projektierung und lies mal für uns auf der Seite "Heizlast" die Werte
    • "Energiebezugsfläche AEB" (ganz oben rechts) und
    • "Heizwärmelast PH" (Mitte)
    ab. Danach kann man mehr sagen.

    Grüße, Ralf.
     
  9. flo79

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    Mika. Bitte gib uns mal ein paar Daten zu deinem PH. Größe Grundstück, Wohnfläche, Anzahl Bewohner, Besonderheiten beim Warmwasser wie Pool usw.?

    Mal paar Infos von meiner Seite. Habe ne 6kw WP aber kein Passivhaus. WP-Tarif beim Strom rechnet sich schon für mich nicht. Du müßtest noch darunter liegen. Daher finde ich auch evtl. in deiner Heizlastberechnung vorhandene Zuschläge für Sperrzeiten oder Wiederaufheizung nicht sinnvoll. Ein Passivhaus muß das abkönnen wenn die WP mal ne Stunde nicht läuft.

    Es macht nichts wenn die 4,6 kw WP am Limit arbeiten würde. (sollte die Berechnung korrekt sein) Das neue Modell hat auch einen deutlich besseren COP-Wert von 4,8 zum jetzigen Modell von rund 4,4.

    Generell finde ich eine Tiefenbohrung im Zusammenhang mit einem richtigen Passivhaus grenzwertig. Die Kosten für die Bohrung sind ja normalerweise recht hoch. Was soll die bei euch kosten. Evtl. wäre eine Grabenkolli sinnvoller wenn es euer Grundstück hergibt. Habt ihr ein Bodengutachten?

    Gruß Flo
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    flo - ich kenne den Acker, auf dem Mika baut. Lößlehm, kleine Grundstücke, RW-Versickerung gefordert.

    In dem Baugebiet hat man alles, was gut und öko klingt, in einen Pott geworfen und dann vergessen, die wichtigste Zutat -grosse Grundstücke mit optimaler Ausrichtung- hinzu zu fügen!
    Dat Dingen ist ein Krampf, nicht mehr.

    Daher würde ich bezweifeln, dass sich die errechnete Heizlast anders als über eine Reise in Richtung Mittelpunkt der Erde auftreiben lässt!
     
  11. Mikalaya

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    *tse* Ralf, nun mal nicht persönlich werden :D unser schicker acker hier ;)
    Gibt ja nix anderes..

    Also, ich war mal wieder zu ungenau, nicht-Techniker, der ich bin ;)
    Heizlast des Gebäudes liegt bei 2,9kw + Warmwasser 1kw + wp-tarifzuschlag 0,6 für 3x2std Sperrung. Mehr Daten hab ich hier grad nicht.. Klingt das unrealistisch für 166qm Wohnfläche?
    Das ist hoffentlich nicht geschätzt, da an Profis vergeben und teuer bezahlt ;)
    Mit der kleinen wp wären es rechnerisch 70m bohrung und eher eine Chance mit einer hinzukommen.. Ralf, die Karten haben wir im Blick, danach passt es für die große wp mit einer bohrung entweder genau oder genau nicht..

    Sole/Wasser ist technisch übertrieben, das ist uns schon klar ;)
    Verbucht es unter *will_aber* ;)

    Viele grüße und lieben dank!
     
  12. ultra79

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  13. flo79

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    Mika. Die 5,8 WP ist eindeutig zu groß. Selbst die 4,6 wird meistens zu groß sein. Der WW-Zuschlag wurde großzügig angesetzt. Ich würde auch versuchen einen Anbieter zu finden bei dem du die WP über den Haushaltsstrom betreiben kannst. WP-Strom wird sich bei euch nicht lohnen. Also scheidet ein Grabenkolli aus aufgrund der Grundstücksgröße und der Bodenbeschaffenheit??? Sehr schade. Ne Bohrung mit ca. 80 Meter ist halt nicht billig. Evtl. wäre eine modul. Luft-WP ne Alternative. Wie isn die Auslegungstemp. für Hannover? -12 oder -14 Grad?

    Und ja die Heizlast ist biserl hoch für ein richtiges Passivhaus.
     
  14. ralf9000

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    Hallo Mikalaya,

    das können unmöglich die Zahlen aus der PHPP-Projektierung sein, hasst Du die wirklich als PH und AEB da abgelesen? Damit wäre es kein Passivhaus und zudem ist das Rechenverfahren mit PHPP nicht mehr ganz anwendbar, Du bist bei 17 W/m² wohnflächenspezifische Heizwärmelast, Du musst als Anhaltspunkt hier ungefähr bei 10 W/m² sein, um mit den anderen Randbedingungen zusammen das als Passivhaus hinzubekommen. Da stimmt schwer etwas nicht. Kannst du mal das Blatt "Nachweis" hier annoymisiert einstellen, oder die Werte uns listen?

    Grüße,

    Ralf.
     
  15. #14 Achim Kaiser, 16. Juli 2013
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    Ich staune immer wieder .....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  16. Mikalaya

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    Warum staunst du?

    Ralf9000: das sind Werte von tga planer, mehr habe ich grade nicht zur hand.
    Grdsl glaube ich unseren Architekten, dass die Werte nach phpp und für die kfw hinkommen. Wir bauen kein ph aus Überzeugung, sondern weil nichts anderes erlaubt ist. Daher haben wir keine Ambitionen die vorgegebenen Werte zu unterschreiten.
     
  17. Mikalaya

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    Sorry, ich muss einzeln antworten, mein Handy bekommt längere Beiträge nicht hin..
    Flo: Luft wp kommt nicht in Frage, nicht aus rationalen Erwägungen, sondern, weil wir keine wollen ;)

    Ultra: projektiert von Architekten mit weiteren Bauvorhaben im gleichen Gebiet und bislang ohne Probleme bei den dortigen nachweisen.. Der qs-Mensch, den wir ebenfalls einschalten müssen ( ein Traum an Vorgaben auf diesem Acker..) hatte bzgl der Planung bislang auch nix zu meckern. Daher denke ich eigentlich, dass das passt?
     
  18. Mikalaya

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    Aber nochmal auf die Frage zurück - das klingt, als wäre die kleinere Variante sinniger?
    Habt ihr Erfahrungen was die kühlleistung angeht?
    Hättet ihr Bedenken eins der ersten lieferbaren Exemplare einzusetzen?
    Lieben dank!
     
  19. ralf9000

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    Glauben ist vielleicht nicht genug beim Bauen ... man sollte zumindest gute Gründe haben, zu vertrauen und da hilft nur Hinterfragen, Einsicht in Dokumente usw ....

    Es geht nicht um Unterschreiten der PH-Limits, Ihr seit nach den Werten fast den Faktor 2 von ein PH entfernt, das führt dazu, dass Du so eine fürs PH völlig überdimensionierte WP brauchst. Und es ist doch Euer Geld mit dem gespielt wird, oder?

    Da würde ich an Deiner Stelle mir doch zumindest mal die Unterlagen besorgen und dann mir - auch wenn es Geld kostet - einen unabhäng vom Architekten und Technikplaner reinholen. Das was Du hier schreibst, die Zahlen, die große WP, ein PH haben zu müssen und die Randbedingungen sprechen eher dafür, dass die dicksten Klöpper noch kommen ....
     
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  21. flo79

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    Kleinere Variante auf jeden Fall sinnvoll.
    Ich kühle nicht über FBH und bisher auch nicht vermisst. Außerdem kostet das Kühlmodul wieder mehr.
    Nein hätte ich nicht. Garantie ist doch vorhanden.
    Bedenke bitte das bei dem neuen Modell der COP deutlich besser ist.
     
  22. ultra79

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    Wir kühlen mit der WP (Sole) - macht den Boden gerade im Fliesenbereich sehr kalt - aber zieht auch tatsächlich einiges an Wärme aus dem Haus.
     
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