Grundlagenfrage zur ENEV

Diskutiere Grundlagenfrage zur ENEV im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, wir planen ein Haus, und ich war mir ganz sicher, dass es ein KfW60-Haus wird. Wir verwenden den Poroton-T9 und der Architekt hat...

  1. Octo

    Octo

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    Hallo,

    wir planen ein Haus, und ich war mir ganz sicher, dass es ein KfW60-Haus wird.
    Wir verwenden den Poroton-T9 und der Architekt hat überall
    gedämmt, was das Zeug hält (mit Vakumdämmung etc. etc.).

    Das Haus bekommt eine Luft-Wärmepumpe und eine Lüftungsanlage mit
    Wärmerückgewinnung. Nun kommt der Statiker beim Wärmeschutznachweis
    auf einen Wert von ca 65 kWh/(a m²). Ich denke er ist sicherlich ein guter
    Statiker, aber ob diese Berechnung stimmt? Daher meine Fragen:

    - Wo gibt es eine gute Kurzeinfürhung zur Berechnung?

    - Wird eine Südseite mit circa 40m² Fensterfläche nicht auch positiv
    eingerechnet wg. der Sonneneinstrahlung?

    - Muß nicht eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung positiv einfließen?

    - Wie fließt die Wärmepumpenheizung ein und als letztes:

    - Was macht man, wenn der Statiker sagt: "Eine Lüftung mit
    Wärmerückgewinnung ist in meinem Programm so nicht vorgesehen?"
    (Statiker wechseln nicht möglich)


    Gruß Octo
     
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  3. Bruno

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    Kurzeinführung: Berechnungsbeispiel hier http://www.bauphysik-software.de/beispiele.html

    solare Gewinne berücksichtigt jede Software automatisch, Stichwort g-Wert der Verglasung

    Wärmerückgewinnung gibt man bei der Anlagentechnik an, wird berechnet

    die Daten der Wärmepumpe kann man als Herstellerangaben eingeben, falls die hinterlegten Musteranlagen nicht passen

    "Was macht man, wenn der Statiker sagt": austauschen. Wenn der Nächste etwas ganz anderes herausbringt, liegt der Verdacht nahe, dass eine der Berechnungen mangelhaft war, wodurch im Normalfall auch nur einmal Honorar anfällt.
     
  4. #3 Olaf (†), 3. März 2007
    Olaf (†)

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    Hallo Octo,

    noch wissen wir ja nicht, wie groß den Dein Häusel werden soll. 40m² Fensterfläche an einer Seite:confused: Ich stell mir vor 2 Vollgeschosse und 10 m breit: Da sind das 2/3 Wand oder anders: auf 2/3 ist der Dämmwert (im Vergleich zum Rest) nicht grade erhebend ist. Ists denn auf den anderen Seiten auch so viel? Da könnt ich mir schon vorstellen, dat dat knapp wird.
    Kurz nochmal zur Sonne (solarer Eintrag): Das ist nicht etwa nur ein PLUS was Du da einheimst, vereinfacht gesacht, mildert das nur die Höhe des Verlust durch die Fensterfläche gegenüber MW. (ungefähr so: Verlust MW [10] < Verlust Fensterfläche [50] - solare Gewinnung [10]) Heißt also, mit jedem m² Fenster steigt der Bedarf (jedenfalls in unseren Breitengraden) - Schlussfolgerung: alles zumauern:lock
    Was sagt denn der Archi dazu? Wolltest Du ein gefühltes KfW 60 oder hatte er einen Auftrag in dem Sinne? Hast Du Werte (Uf der Fenster) mit denen gerechnet wurde?
    Olaf
     
  5. Bruno

    Bruno

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    Obs stimmt Olaf? Ich dachte, der solare Gewinn der Fenster ist höher als der Transmissionswärmeverlust.
     
  6. Octo

    Octo

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    http://eiden.de/haz/010-plaene/20070202/
    Wir wollen ein "gefühltes" KfW60-Haus. Auf den speziellen Kredit sind wir nicht
    scharf; der bringt nicht soviel. Nun könnte man sagen: Dann ist ja egal, wenns
    denn gut gemacht ist. Aber zum einen habe ich mich gewundert, dass es nicht
    klappen soll, zum anderen traue ich in diesem Fall nicht dem Statiker.

    Die Fenster haben eine U-Wert von 1,1 (glaube ich).

    Gruß Octo
     
  7. #6 Olaf (†), 3. März 2007
    Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Ja Bruno..

    ich bin ja lernfähig (besonders nachdem ich nochmal Deinen Beitrag vom 30.1.2006 nochmal durchgelesen habe:konfusius ). Ich hab das etwas zu "global" betrachtet. Irgendwie läufts auf ein Nullsummenspiel raus
    Also hat sich mgl.weise der Statiker wirklich verrechnet (ich dachte, dass macht der Computer:cool: ) oder der g-Wert is mies (3-Scheibenglas oder Sonnenschutzglas?) Vielleicht habe ich doch noch ein bissel recht:mad:
     
  8. #7 VolkerKugel (†), 3. März 2007
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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Aber nur unwesentlich ...

    ... ich habe gerade mal in einer Berechnung in der Südwand 30m² Wandfläche durch Fenster ersetzt.
    Ergebnis (bei UW = 1,2 und g = 0,58):
    HT = 0,41 statt 0,37 = 9,76% "schlechter" und
    QP = 81,28 statt 81,53 = 0,03% "besser".
     
  9. Bruno

    Bruno

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    So ähnlich habe ich es erwartet. Dass HT in die Knie geht ist klar. Wenn aber beim Fragesteller QP mit 65 > 60 überschritten ist, hat das nicht mit zu großer Fensterfläche zu tun.

    Interessant wäre eP. Mit Wärmepumpe und WRG müsste eP deutlich unter 1 sein. Dann sollte KfW-60 gut erreichbar sein.
     
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  11. planfix

    planfix Gast

    Ich habe gerade gestern erst den g-wert der Fenster bei einem EnEV Nachweis, von (...von mir vermuteten) 58 auf 52 (Herstellerangabe) angepasst. Die Fensterfläche des Hauses ist relativ normal, keine Glasfronten 2 Terrassentüren a 1,51m breite. Durch diese Änderung hat sich der Primärenergiebedarf gleich um 2kW/m²a erhöht, und das obwohl WP.
     
  12. planfix

    planfix Gast

    ähmm, was ich eben übersehen hatte: bei manchen Nachweisen drückt die Lüftungsanlage die Bilanz erheblich. Den Aufwand an Primärenergie für die Lüftung kann auch die Wärmerückgewinnung nicht toppen. Lass doch in der Berechnung mal die Anlagendaten zu der Wärmepumpe einsetzen. Die Standardwerte nach der Din wurden auch von einigen Herstellern getoppt.
     
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