Grundsätzliche Frage zur EnEV

Diskutiere Grundsätzliche Frage zur EnEV im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich blicke bei der EnEV nicht ganz durch. Sinn der EnEV ist es ja irgendwo dass wir von den Fossilen Energieträgern hin zu...

  1. CineXXX

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    Hallo zusammen,

    ich blicke bei der EnEV nicht ganz durch. Sinn der EnEV ist es ja irgendwo dass wir von den Fossilen Energieträgern hin zu regenerativen wechseln soweit so gut. Das kann ja auf verschiedenen Wegen geschehen, zum einen generell so bauen dass möglichst wenig Energie benötigt (idealerweise sogar erzeugt wird) oder auf Energieträger wechseln welche relativ schnell regenerierbar sind.
    Welche Faktoren spielen denn eine Rolle wann ein Haus die EnEV erfüllt? Dämmen bis der Arzt kommt wird gerade in Altbauten nicht immer möglich sein, hier sind ja gewisse Grenzen gesetzt. Wenn wir jetzt den Extremfall annehmen und ich ein Haus im 80er Jahre Standard (nur ein Gedankenexperiment) mit 100% regenerativen Energien versorge wie Pellet, Wärmepumpe, oder Kombinationen dieser Systeme: Erreiche ich dann die Vorgaben ohne Zusatzdämmung? Immerhin betreibe ich dann die Hütte CO2 neutral (Gut die WP müssten man mit Ökostrom betreiben) .... Immerhin betreibe ich das Haus dann trotz schlechter Dämmung ja CO2 neutral.

    Klar wird es in Zukunft gute Systeme geben wie Vakuumdämmungen welche trotz geringer Bautiefe selbst Dämmung im Innenbereich ermöglicht, aber irgendwo ist im Altbau schluss und wir können ja nicht alle Altbauten abreißen wenn der EnEV wahn so weitergeht. Oder sind auch hier irgendwo langsam Grenzen abzusehen? Auch die Dämmstoffe benötigen Energie zur erzeugung und Polystyrolplatten oxidieren auch langsam vor sich hin....
    Nochmal zur Eingangsfrage: Ist EnEV immer mit Dämmung verbunden oder kann diese über alternative Wege wie Co2 neutrale Brennstoffe ebenso erreicht werden?
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 30. Juli 2013
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    Also, es gibt m.E. keinen EnEV-Wahn.

    Wenn Sie ein bestehendes Gebäude haben, zwingt Sie niemand (von ein paar kleinen Ausnahmen abgesehen) Ihr Haus zu dämmen.
    Sie können Ihre 300 Jahre alten Fenster drin lassen, Ihre ungedämmten Bruchstein-Außenwände ungedämmt lassen, das Dach ohne Dämmung ungedämmt lassen...
    und sofern Ihre Heizung nach 1978 eingerichtet wurde, dürfen Sie auch diese weiterbetreiben bis zum Sankt Nimmerleins-Tag.
    Sie können in Ihrem Bestand soviel Energie benötigen, wie es eben braucht, auch wenn es eine Energieschleuder ist...
    Auch wenn im Energieausweis Ihres Bestandsgebäudes die Grenzwerte extrem überschritten werden: alles legal!



    Nur:
    wenn Sie dämmen, dann nach EnEV-Vorgaben.
    wenn Sie Fenster erneuern, dann nach EnEV-Vorgaben.
    und wenn Sie Fördermittel wollen, dann darf auch der Fördermittelgeber bestimmen, nach welchen Bedingungen Sie sanieren...


    (alles: Stand heute)
     
  4. CineXXX

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    Ich finde es ebenfalls korrekt, dass wir hin zu regenerativen Energien wechseln. Das ist auch völlig korrekt, nur sehe ich die Gefahr dass das für ältere Gebäude irgendwann zum Verhängnis wird. Ich hatte heute eine Diskussion mit einem Kollegen und dieser war der Ansicht, dass ein Haus nach einer Erbschaft nach EnEV saniert werden muss. Und das hat mich nachdenklich gestimmt denn nicht jeder der ein Haus erbt ist finanziell in der lage (sofort) nach Erbe das Haus zu sanieren. Ich weiß natürlich nicht ob das Unsinn war allerdings traue ich das unserer Regierung durchaus zu....
     
  5. #4 Alfons Fischer, 30. Juli 2013
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    Wenn Sie ein Haus erben, dürfen Sie es (von kleinen Ausnahmen abgesehen), auch so lassen.
    Stichwort: Nachrüstungsverpflichtungen.
    Betrifft oberste Geschoßdecken, zugängliche ungedämmte Heizungs- und Warmwasserverteilleitungen, Nachtspeicherheizungen etc. (ich hoffe, ich habe nichts vergessen).

    meine persönliche Meinung: Sie sollten keine Angst vor unserer Regierung haben. Eher vor Lobbyeinflüssen!
     
  6. CineXXX

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    Vielen Dank, dann ist das Thema doch nich so heiß. Nach der Diskussion heute hatte ich wirklich bedenken einen altbau nach Erbe auf aktuelle vorgaben hochrüsten zu müssen. Das ginge nämlich finanziell ordentlich in die Tasche...
     
  7. #6 Zellstoff, 30. Juli 2013
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    ja, so falsch liegt Dein Kollege da nicht..
    Erben werden Hauskäufern gleichgestellt. Dachdämmung bzw. oberste Geschoßdecke, Heizungrohre dämmen ist dann Pflicht, ebenso die Heizungen von vor 1978.
    Auf einem anderen Blatt steht allerdings, wer und ob das überprüft wird. Viele Bundesländer haben noch gar kein System wie das geprüft werden soll. Evtl. kommen die Kaminkehrer ins Spiel..
    edit..zu langsam
     
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    Okay die Punkte die du ansprichst sind ja noch vertretbar. Zwischensparrendämmung, Heizrohre dämmen, etc.., ist ja soweit noch vertretbar. Aber so wie sich das angehört hat müsste man nach einer Erbschaft aus einem Altbau ein Passivhaus machen, das kann ja nicht der Sinn sein :)
     
  10. CineXXX

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    Hmm kann den Beitrag oben nicht mehr bearbeiten. Habe gerade noch gelesen, dass das alles offenbar noch nicht so ganz klar ist. Ausserdem betrifft das offenbar auch nur dann den Erben wenn er nicht vor der Erbschaft in der Immobilie gelebt hat diese also neu bezieht. Bei weiternutzung besteht überhaupt keine Nachrüstpflicht (alte Heizanlage, etc.. wird sowieso vom Kaminkehrer stillgeleg ob erbe oder nicht : ) ) Mich hätte das auch wirklich sehr gewundert denn für einige würde das ja bedeuten dass sie das Erbe ausschlagen müssen wenn Nachrüstkosten in immensen Höhen auf einen zukommen.
     
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