Grundverständnisfrage Heizkreise, Pumpen und Regler

Diskutiere Grundverständnisfrage Heizkreise, Pumpen und Regler im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir haben einen sanierungsbedürftigen Hof erworben, die vorhandenen Nachtspeicheröfen entfernt und uns an die Fernwärme...

  1. #1 JK1974, 25. März 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. März 2014
    JK1974

    JK1974

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    Hallo zusammen,

    wir haben einen sanierungsbedürftigen Hof erworben, die vorhandenen Nachtspeicheröfen entfernt und uns an die Fernwärme anschließen lassen. Allerdings hat sich der Fernwärmeanbieter = Heizungsbauer über 4 Monate Zeit gelassen, nach dem Verlegen der Fernwärmerohre Anfang letzten Dezembers die Übergabestation zu installieren. Kurzum: Wir haben Fernwärme, aber noch nichts angeschlossen, eventuell ist noch nicht einmal der Zähler in der Übergabestation installiert (müsste ich kommendes Wochenende nochmal in den Kasten schauen). Oder noch kürzer: Wir haben nur Zuleitungsrohre und Kasten.
    Ich habe mich nach dieser schlechten Erfahrung daher entschlossen, so viel wie möglich selbst in die Hand zu nehmen, da der Einzug noch in diesem Jahr/Jahrzehnt/Jahrhundert stattfinden soll ;), allerdings benötige ich ein paar Grundlageninfos, die ich trotz Recherche im Web und "Analyse" der Fernwärmeanlage in meinem aktuellen Zuhause nicht finden konnte. Die Endabnahme/finale Anschluss soll dann letztendlich doch über einen Heizungsbauer erfolgen, allerdings sollte das dann eine Aktion von 1 Tag und nicht 1 Jahr werden...

    Letztendlich werde ich vier Abnehmer an die Fernwärme anschließen: einen Warmwasserpufferspeicher, einige Heizkörper, eine Fußbodenheizung (für das Wohnzimmer, Bad und Küche) sowie einen Wasserkreislauf für Tiertränken, da diese Leitungen im Winter nicht einfrieren dürfen und deswegen etwas beheizt sein sollen. Ich gehe daher davon aus, dass ich somit vier Heizkreise haben werde: zwei Heizkreise mit hoher Temperatur (Warmwasserspeicher und Heizkörper) sowie zwei mit reduziertem Vorlauf (Fußbodenheizung und Tiertränken), es sei denn, für die Tiertränken hättet Ihr noch eine alternative Lösung.

    Im Zusammenhang mit der Bestellung der Fußbodenheizung bei isdochegal wurde mir eine Regelstation "FlowBox Control HC " empfohlen, die einfach an Vorlauf und Rücklauf gehängt wird und die Vorlauftemperatur für die FBH reduziert. Aber ich habe ja noch drei andere Heizkreise, die ich ebenfalls regeln müsste. Jetzt drei weitere FlowBoxes anzuhängen wäre wahrscheinlich möglich, aber ich hätte für jeden Heizkreis einen eigenen Regler und würde insgesamt wohl unnötig für All-in-One-Lösung zahlen. Denn in meinem aktuellen Zuhause gibt es auch nur einen Heizkreisregler für zwei Heizkreise (hier nur Warmwasser und FBH; Danfoss ECL Comfort 300).

    Habe ich es jetzt richtig verstanden, dass ich anstelle einer "FlowBox Control HC"-Komplettlösung besser nach einem Heizkreisregler Ausschau halten sollte, der vier Pumpen und die entsprechende Anzahl von Fühlern etc. unterstützt? Habt Ihr eine Empfehlung?
    Und wie hänge ich diese vier Pumpen+Fühlern etc. jeweils an Vorlauf/Rücklauf ran? Über eine Verteilerschiene mit jeweils eigener Pumpe, oder gibt es spezielle "T-Stücke"?

    Besten Dank für jegliche Hinweise!
     
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  3. feelfree

    feelfree Gast

    Mir als Laie ist es ein Rätsel, wieso man eine Installation dieser Größenordnung und Komplexität als Laie selber machen will. Dafür gibt es Menschen die so etwas gelernt haben. Nennen sich Heizungsbauer. Und da gibt es sicher mehr als den Einen, der dir in Zukunft auch die Fernwärme verkauft. Wobei letzteres Konstrukt verstehe ich sowieso nicht...
     
  4. JK1974

    JK1974

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    Bei der Fernwärme ist man immer an den Anbieter gebunden. Und in unserem Fall kommt die Fernwärme quasi vom Heizungsbauer, da er die Leitungen bis in unser Dorf gelegt hat. Er stellt letztendlich auch die Rechnung, selbst wenn die Wärme ansich nicht von ihm selbst, sondern einem Bauern produziert wird.

    Aber: Meine Nerven sind einfach überstrapaziert bei dieser Art des "Services" - würde ich beruflich so chaotisch, wenig serviceorientiert, qualitativ minderwertig, ohne ausführliche Beratung gegenüber dem Kunden etc. arbeiten, wäre ich jeden Auftrag los. Mehrere Male, auch schriftlich, habe ich drauf hingewiesen, dass die Arbeit fortgeführt werden soll, und nichts ist passiert, zugesagte Termine wurden nicht eingehalten. Dazu kam gleich zu Beginn "Beratungskompetenz": Man wollte die Übergabestation im Gästezimmer installieren, und die großen Fernwärmerohre wurden zunächst ohne Rücksprache am Rand des Zimmers auf dem Boden verlegt - an zwei von vier Wänden hätte ich 10cm breite Leisten bzw. alle Schränke in diesem Abstand hinstellen müssen. Und dann für diese Arbeit 4 Monate Wartezeit - nein danke. Hätte ich sie jetzt noch beauftragt, Fußboden, Wasser- und Heizungsleitungen zu verlegen, hätte ich mich auf einen Einzug 2020 gefreut und die Straße in BER-Straße umbenannt...

    Natürlich kann man jetzt noch sagen: Es gibt ja auch noch andere Heizungsbauer. Mir wurde jemand (von zwei Personen) empfohlen, der >6 Wochen für das Angebot gebraucht hat - angeblich mit dem PC genauestens alles berechnet. Letztendlich hat er keinerlei Infos bzgl. Dämmung etc. erfragt - und unter jedes Fenster einen Heizkörper gesetzt. Diese Heizkörper wurden dann mit dem 2-3-fachen des Baumarktpreises kalkuliert - mir dann aber wenigstens 30% Rabatt auf jeden Heizkörper gewährt. Letztendlich hätte mich dieses suboptimale Angebot jetzt wahrscheinlich das 3-fache von dem gekostet, was es jetzt kosten wird. Und wenn ich die Formeln im Web sehe, mit denen man die Heizleistung korrekt berechnen müsste - die beherrschen meiner Meinung nach nicht allzu viele. Inzwischen habe ich mehr im Web gelernt als durch kompetente Beratung erfahren.

    Ich werde zwar weiter nach Heizungsbauern suchen, weil ich eine vernünftige Abnahme haben möchte, allerdings wurde mir von vielen Seiten gesagt, dass diese im Umkreis ziemlich ausgebucht sind und sich vor Arbeit nicht mehr retten können. Insofern komme ich ihnen quasi entgegen ;), denn es fehlt letztendlich "lediglich" am Anschluss an der Heizung. FBH, Heizkörper, Heizrohre, Pufferspeicher etc. werden entsprechend da sein.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Gibt es bei Euch nur diesen einzigen Heizungsbauer? Ich vermute das ist nicht der Heizungsbauer für die Anlage, sondern ein Beschäftigter der sich nur um den Anschluss kümmern soll.
    Was war mit ihm vereinbart bzw. nachweislich beauftragt?

    Wenn ich die Beschreibung so lese, dann kann das nur in die Hose gehen.

    Hast Du diesen Heizungsbauer schon gefunden? Würde mich wundern. Was in den Verträgen mit Deinem Versorger und in den TAB etc. steht ist Dir sicherlich auch nicht bekannt.

    Über so Dinge wie Anlagenplanung braucht man dann erst gar nicht nachdenken.

    Ich würde zuerst mal auf Reset drücken, dann jemanden holen der Ahnung hat.
     
  6. ThomasMD

    ThomasMD

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    Was für eine Abnahme möchtest Du denn haben?
    Beim Werkvertrag würdest Du die Leistung des Heizungsbauers abnehmen.
    Hier bastelt aber der Bauherr selber und kann das sogar besser als ein Fachmann.
    Wer soll Dir das Resultat "abnehmen"? Es ist und bleibt Deine Leistung und Du hast die Folgen zu tragen. Niemand anderes kann das, auch wenn Du jemanden finden solltest, der mal drüber schaut...

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  8. #6 gunther1948, 25. März 2014
    gunther1948

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    hallo
    begleitheizung googlen, es gibt auch beheizte tränkebecken kommt drauf an was für viehzeug.

    gruss aus de pfalz
     
  9. JK1974

    JK1974

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    Zum Offtopic-Thema:
    Dieser Heizungsbauer, der die Fernwärme installiert, hat die Leitung zum Fernwärmelieferanten (Bauer mit entsprechender Anlage) selbst gelegt und so die Ortschaft an die Fernwärme angebunden (nach Aussagen des Nachbarn hat ihm das niemand zugetraut, sein Ruf ist also nicht der Beste). Er ist "offizieller" Heizungsbauer mit Webpräsenz mit 24-Stunden-Telefonhotline, bei der man nach 10 Anrufen (und jeweils 3 Minuten warten, bis die Ansage kommt, man möge die Pin eingeben) vielleicht auch mal jemand ans Telefon bekommt. Einen Vertrag gibt es nicht, weder für den Anschluss, noch für die Lieferung. Das bestätigen auch die Nachbarn. Sie meinen: Der Heizungsbauer macht nie Verträge, und den kwh-Preis machen sie an der ersten Rechnung fest. Klingt unseriös von Seiten des Heizungsbauers, aber wie gesagt: Nicht nur wir hängen (hoffentlich irgendwann) an der Leitung, und sollte es Probleme geben, halten wir Nachbarn da zusammen. Ist anscheinend so auf dem Land - zumindest in dieser Region.

    Google schreibt, dass es im näheren Umkreis drei Heizungsbauer gibt, mit zweien bin ich schon bedient. Denn das Angebot war wichtig, um zu wissen, in welchem Umfang wir renovieren/sanieren können. Beide Heizungsbauer haben uns "sitzen lassen", indem sie uns keine Angebote gemacht haben, vom Heizungsbauer 1, auf den wir ja wegen der Fernwärmeanbindung angewiesen waren, wurden wir Woche für Woche vertröstet.
    Denn während ich gewartet habe, hat mir in der Zwischenzeit ein Bekannter ein bekanntes Verbundsystem empfohlen, das er selbst verbaut hat und das es auch bei einem bekannten Baumarkt gibt, und so haben wir inzwischen Wasser- sowie Heizungsleitungen selbst verlegt. Ein Dichtungsprüfungsgerät habe ich schon auf dem Radar. Dito wird es mit der Fußbodenheizung laufen. Korrekt, auf eigenes Risiko.

    "Abnahme" durch einen Heizungsbauer ist natürlich nicht ganz richtig. Wobei es optimal wäre, wenn er die Dichtungsprüfung übernimmt oder begleitet (so halten wir es gerade auch mit der Elektrik; hier geht es mir auch um Versicherungsschutz). Bei der Heizung hätte ich gerne den hydraulischen Abgleich vom Profi, die richtige Grundeinstellung der Heizkurven etc. Und wenn er mit Anschlussrohren und -Teilen kommt, Pumpe, Fühler, Heizungsregler, Wasserpuffer etc. anschlussbereit dastehen und er den Restanschluss übernimmt, sehe ich das weitaus weniger kritisch.
    Klar, für die Dichtheit der Installation, der optimalen Wärmeverteilung (=Heizkörpergröße, Verlegeabstand FBH, Rohrdurchmesser) bin ich letztendlich verantwortlich - es sei denn, er sieht sich an, wie wir alles verbaut haben und ist bei der Dichtungsprüfung dabei und segnet es so ab.

    @gunter1948:
    Es handelt sich um einen Pferdehof, und die Tränken sind bereits vom Vorbesitzer installiert und entsprechende Leitungen über den ganzen Hof hinweg verlegt. Allerdings handelt es sich um ein Zirkulationssystem mit entsprechend Strom-verbrauchendem Erwärmer, weshalb ich auch hier gerne auf Fernwärme umsteigen würde.
     
Thema: Grundverständnisfrage Heizkreise, Pumpen und Regler
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