Grundwasser im Keller

Diskutiere Grundwasser im Keller im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben in den letzten 8 Wochen unser Haus gebaut. In der Zeit war nichts von Grundwasser zu sehen, aber jetzt schon. Wir haben...

  1. ktown84

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    Hallo,

    wir haben in den letzten 8 Wochen unser Haus gebaut.
    In der Zeit war nichts von Grundwasser zu sehen, aber jetzt schon.
    Wir haben täglich ca. 2,5 cm Wasser im Keller auf einer Fläche von 95m².
    Zuerst war die Vermutung das wir zu schnell gebaut hatten und die Wände nach innen trocknen. Gestern habe ich mal neben dem Haus gebuddelt und oberhalb der Bodenplatte bin ich auf Wasser gestoßen.:mauer
    Somit wird es drückendes Grundwasser sein oder?

    Bei uns liegt Lehmbden vor.
    Unsere Kellerwand ist wie folgt aufgebaut:
    36,5cm Bimsstein; Bitumenanstrich; Bitumenschweißbahn; 8cm Perimeterdämmung; Noppenbahn

    Was kann man nachträglich machen?
    -Weiße Wanne nachträglich ist teuer und soll auch nicht 100% dicht sein.
    -Sickerschacht bzw. Pumpensumpf
    -Großflächig ausheben und mit Lava bzw. Kieß verfüllen.

    Bitte um Hilfe!

    Vielen Dank!
     
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  3. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Was hat denn das Bodengutachten dazu gesagt ???
     
  4. ktown84

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    Meines wissens gibt es kein Bodengutachten.
     
  5. kappradl

    kappradl Gast

    Und warum nicht? Wer einen Keller baut, will gewöhnlich vorher wissen, was ihn dabei erwartet.
    :confused:
     
  6. ktown84

    ktown84

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    bei uns in der Straße sind viele Häuser die einen Keller haben.Und die haben keine Probleme mit Grundwasser. (auch direkte Nachbarn)
    Wir müssen halt jetzt für dieses Problem eine Lösung suchen.
    Habt ihr eine Idee?
     
  7. #6 Thomas Traut, 22. Dezember 2011
    Thomas Traut

    Thomas Traut

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    Was sagen denn Planer, Statiker und Baufirma zum offensichtlich falsch/nicht abgedichteten Keller? Irgendeinem von denen müssten doch die anerkannten Regeln der Technik wenigstens ansatzweise bekannt sein.
     
  8. Lebski

    Lebski Gast

    ktown,

    du musst mehr Infos zur Verfügung stellen, so kann dir keiner helfen. Warum musst du eine Lösung suchen? Oder ist das so ein ungeplantes, zusammengegewürfeltes Haus?

    Deine Baugrube im Lehm ist wie eine Badewanne. Da muss man ein entsprechendes Abdichtungskonzept haben.
     
  9. kappradl

    kappradl Gast

    Liegt das Haus in Hanglage?
     
  10. Thomas B

    Thomas B

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    Dann teile uns mit was Du weißt!

    - Wer hat's geplant (BT/ GU/ GÜ/ Architekt)?
    - Was hat er geplant (-> Plan angucken, da sollte etwas über das Abdichtungskonzept drinstehen), ggf. Baubeschreibung lesen

    Grundsätzlich: Du hast (wahrscheinlich???) einen Vertrag kt einer Firma (GU/ GÜ/ BT). Diese "schulden" erstmal einen dichten keller. Wie wäre mir egal, das ergebnis zählt. Ob WW, SW, Abdichtung mittels KMB....what ever....

    Nun ist der keller aber wohl nicht dicht -> die Leistung ist mangelbehaftet. Der Verursacher hat das recht (und die Pflicht) diesenMangel zu beheben. Dies soll er tun.

    Woran es hakt kann hier mangels Orts-/ Vertrags-/ Plankenntniss kaum erraten werden....

    Thomas
     
  11. ktown84

    ktown84

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    Das Haus wurde vom Architekten geplant. Er steht somit auch in der Verantwortung. Ich möchte mich auch selber drum bemühen. Unter umständen hat ja einer die knaller Idee.

    Nein das Haus steht nicht in Hanglage

    Wie schon oben gesagt hat es ein Architekt geplant.
    In der Ausschreibung hat er eine Position drinne worin beschrieben ist das Haus gegen NICHT drückendes Wasser abzudichten.
    Nun haben wir halt drückendes Grundwasser. Bin schon ein bischen genervt deswegen.

    Sind ja extra zum Architekten gegangen um alles perfekt zu haben.

    Kann man den nachträglich ne WW oder SW machen die auch dicht ist?
     
  12. Thomas B

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    Mutig ist das allemale, was der Architekt da "geplant" hat.

    Gibt es kein Bodengutachten, das Auskunft über die Bodenverhältnisse gibt, ist es mindestens mutig (oder eher fahrlässig) hier etwas "anzunehmen".

    Im Zweifelsfall würde ich planerisch immer vom "worst case" ausgehen, der dann (WW) diesen abdeckt.

    DAS Problem zu lösen dürfte mal eine echte Herausforderung werden. Prost Mahlzeit....

    Grüße

    Thomas
     
  13. ktown84

    ktown84

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    könnte man nicht hingehen und einfach das Wasser wegpumpen?
    Wo wir den Keller gebaut hatten war ja auch kein Wasser da...ergo dürfte das Wasser ja auch nicht das ganze Jahr so hoch stehen (also imho 5-10cm über Bodenplatte)
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 22. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn Ihr kein Bodengutachten habt, das ganz schnell nachmachen lassen.
    Erst dann läßt sich sagen, welche Möglichkeiten es gibt.

    Denkbar wäre, dass es sich um den "Badewannen-Effekt" handelt.
    Lehm = schlechte Versickerung. Wasser, das am und ums Haus anfällt, läuft in die Baugrube, kann dort aber nicht versickern, die "Wanne" läuft voll.

    Drainage geht nur, wenn
    a) es sich um Sickerwasser und nicht um Grundwasser handelt
    und
    b) die Gemeinde die Einleitung von Drainwasser in die Kanalisation erlaubt - was oft nicht passiert!
     
  15. ktown84

    ktown84

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    Das ist natürlich auch noch möglich das es garkein Grundwasser ist.
    Ich bete mal :bef1004:

    Werden dann auf jedenfall das Bodengutachten nachholen.
     
  16. #15 Thomas Traut, 22. Dezember 2011
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    Nimm auch Deinen Architekten in die Pflicht! Der hat Dir eine mängelfreie Planung zu liefern. Die Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser oder eine Drainage hätte bei Lehmboden jedenfalls geplant werden müssen, mit oder ohne Baugrundgutachten. Die Belastbarkeit von Lehmboden ist auch anders als die von Kies. Wurde das bei der Bemessung der Gründung berücksichtigt?
     
  17. Ortwin

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    Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass ein Architekt dir ein Haus baut, ohne dich auf die Notwendigkeit eines Bodengutachtens hinzuweisen. Das geht ja gar net. Genau dafür hast du dir ja einen Experten mit an die Hand genommen...ich würde mal sagen, er hat grob fahrlässig gehandelt und hoffe für ihn, dass er haftpflichversichert ist.
    .
    Ortwin
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 22. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Ortwin, wenn es ein freier Architekt war, also kein Mitarbeiter/Sub eines GÜ/BT, sondern direkt vom TE beauftragt, dann muss er haftpflichtversichert sein.

    Das Problem dabei ist die grobe Fahrlässigkeit, die oft zum Ausschluß der Haftung führt.
    Ob Architektenhaftpflichtversicherungen wie Kfz-Haftpflichtversicherer bei z.B. Trunkenheitsfahrten zunächst zahlen und dann Regress nehmen, glaube ich eher nicht, bin mir aber nicht sicher!
     
  19. Thomas B

    Thomas B

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    ..egal ob versichert oder nciht und ob die Versicherung (wenn versichert) zahlt oder nicht: erstmal geht es doch darum den Schaden/ die Schadensursache zu finden/ zu klären. Wir kennen hier "nur" die Darstellung des TE. Die mag zur Gänze richtig sein oder eben auch nicht.

    Also: Planer zum Ortstermin raus bestellen und ihm erstmal die Gelegenheit geben das Malheur zu erklären und dann (wenn er der Verursacher ist) auch die Gelegenheit geben dies wieder zu beheben.

    Sollte er (der Verursacher) hier herumzicken oder sich versuchen herauszureden, kann man die Daumenschrauben etwa fester anziehen....

    Thomas
     
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  21. ktown84

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    wollte nochmal bescheid geben was dabei rausgekommen ist!
    also der Rohbauer hat die Schweißbahnen an den innenliegenden Kanten rund geklebt, d.h. man konnte einen Finger zwischen Abdichtung und Mauerwerk stecken.
    jetzt passt wieder alles. :D
     
  22. uban

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    War das jetzt Grund- oder Sickerwasser?
     
Thema: Grundwasser im Keller
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