Grundwasserspiegel

Diskutiere Grundwasserspiegel im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, kann es sein, dass in einem Neubaugebiet der Grundwasserspiegel zwischen 20-30 cm sinkt. Unser Architekt hat gesagt, dass dies...

  1. MIC

    MIC Gast

    Hallo,

    kann es sein, dass in einem Neubaugebiet der Grundwasserspiegel zwischen 20-30 cm sinkt.

    Unser Architekt hat gesagt, dass dies wahrscheinlich so sein wird. Als Grund gab er an, dass die jeweils ausgehobenen Baugruben dazu beitragen.

    Wie wahrscheinlich ist eine solche Senkung?

    Weiß jemand etwas dazu?

    Viele Grüße

    MIC
     
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  3. MB

    MB Gast

    Hä?

    Warum sollte der denn sinken?

    Eines ist aber richtig: in der Tat ist ein Absenken des Grundwasserspiegels in Baugebieten zu beobachten. Das liegt aber einfach darin, daß alle Pflanzen entfernt werden.

    Die "ziehen" das Grundwasser hoch. Das kann schon einige Zentimeter ausmachen. Aber nach Beendigung der Bautätigkeit beginnen ja die Pflanzarbeiten.

    Für die Bemessung der Abdichtung ist das aber völlig uninteressant. Auschlaggebend ist der HGW (höchste Grundwasserstand, Jahrhundert-Höchststand) und das Bodengutachten.
     
  4. MIC

    MIC Gast

    Widerspruch

    Hallo MB,

    widersprichst Du Dir nicht selbst?

    :mauer

    Unter dem Fundament wächst nichts mehr. Also gibt es da auch keine Pflanzen mehr die das Grundwasser hochziehen. Sollte das Grundwasser doch nicht nur während der Bauphase im Baugebiet sinken.

    Gruß,

    MIC
     
  5. Lebski

    Lebski Gast

    1. Nein, kein Widerspruch, der Grundwasserspiegel betrift ein Gebiet und keine einzelne Grundstücke.
    2. Das ist aber eh Wurscht, sagte MB ja schon richtig:
    Für die Bemessung der Abdichtung ist das aber völlig uninteressant. Auschlaggebend ist der HGW (höchste Grundwasserstand, Jahrhundert-Höchststand) und das Bodengutachten.

    Es ist also unintresant, was der Architekt so von sich gibt. Ausser, dass es u. U. die Rohbauarbeiten erleichtert.
     
  6. #5 C. Schwarze, 24. August 2003
    C. Schwarze

    C. Schwarze

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    Überlegt euch mal was ihr sagt.

    Jede Änderung, verändert was(!),

    auch in wie oben gesagt in Neubaugebieten.
    Ein Neubaugebiet ist meist nicht klein und betrifft oft mehr als 20-30 Häuser und wie war das noch mit den Bodengutachten, des entfernten Nachbarn?
    Der Boden ist nicht überall gleich, deshalb fordert ihr doch Einzelbodengutachten, oder nicht?

    Vorher: Fläche Wald und Wiese

    Nachher: Fläche x Versiegelung durch Haus
    Fläche y Versiegelung durch Hofpflasterung(mit ggf.
    Verrieselung)
    Fläche z Versiegelung durch Straße/Gehweg
    und bei 6 m zur Straße und 3 m Abstand zur Nachbarsgrenze

    Das sich da was am Grundwasserspiegel ändert, dürfte wohl auf kurz oder lang klar sein, oder? und das liegt weniger an den Pflanzen, sondern an uns, die da bauen.
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "das"

    einzige wofür der momentane Grundwasserstand gut ist ... ist die Tatsache zu wissen ob ich beim Bauen pumpen muss oder nicht ... wichtig für die Bemessung (Statik/Abdichtungsmaßnahmen) des Bauwerkes ist der Höchstwasserstand (!) ... alles was dazwischen liegt interesiert ned die Bohne ... mal auf die Ostflut hinweis ... da wird´s sicher auch so Experten gegeben haben die behauptet haben das Grundwasser wurde durch die Maßnahmen "XY" dauerhaft abgesenkt.

    MfG
     
  8. MB

    MB Gast

    Trugschluß

    Genausogut kann der Grundwasserspiegel durch die Bebauung selbst aber auch steigen.

    Mann stelle sich eine riesige Wanne aus wasserundurchlässigem Lehm vor, gefüllt mit durchlässigem Sand. Die Wanne füllt sich mit Wasser.

    Nun baue ich da Gebäude hin, die Wasser im Gegensatz zu Sand verdrängen (sollten sie jwedenfalls, sonst gibt es nasse Füße). Dann steigt natürlich der Grundwasserspiegel.

    Alles schon dagewesen.
     
  9. MIC

    MIC Gast

    Meine Vermutung ...

    war halt, dass sich der Grundwasserspiegel senkt durch die Folgen der verschiedenen Tiefbaumaßnahmen (Kanal, Häuser) und der Oberflächenversiegelung.

    Interessant finde ich die Ansicht, dass der Grundwasserspiegel sich sogar erhöhen kann. Das Beispiel mit der wasserundurchlässigen Lehmwanne finde ich allerdings nicht zutreffend. Die Wanne füllt sich ob nun Sand drin ist oder abgedichtete Keller denke ich ist gleich.

    Gruß,

    MIC
     
  10. Lebski

    Lebski Gast

    :Roll
    Eine Wanne mit Sand fasst 100000 m³ als Beispiel. Jetzt werden 15000 m³ durch Keller ersetzt. Die verbleibenden 85000 m³ sollen das gleiche Wassevolumen speichern. Folge: Wasserspiegel steig. :shades
     
  11. MB

    MB Gast

    Genau

    Wobei natürlich irgendwann die Wanne mal überläuft. Und denn hat das nächste Baugebiet ein Problem :)

    Aber genau dieses Phänomen kommt gerade hier in der Gegend öfter vor. Bodengutachten sagt nichtstauendes Sickerwasser oder auch aufstauendes Sickerwasser.

    Und auf einmal stehen ganze Baugebiete im Grundwasser bzw. aufstauendem statt nichtstauendem Sickerwasser.
     
  12. MIC

    MIC Gast

    Die Wanne ist voll,

    davon gehe ich aus. Dann ist es wirklich egal ob da 15000 cbm Sand oder Keller drin ist. Das Wasser steht dann in der Wanne.

    Es ist vielleicht zu extrem gedacht, aber wenn ich von einer solchen Wanne weiß würde ich davon ausgehen.

    MIC

    der Extremist
     
  13. MB

    MB Gast

    Auf die Größe kommt es an

    Nämlich auf die Größe der Wanne. Je nachdem, wie groß die ist, läuft die nie über sondern wird eben nur Grundwasser "simulieren".

    Aber darauf wollen wir uns nicht festbeißen. Wenn das Grundwaser in felsigem Boden ist, sieht das wieder ganz anders aus.

    Also nochmal: die Aussage als Hoffnungsschimmer nehmen, daß keine wasserhaltenden Maßnahmen erfoderlich sind. Für die Abdichtung ist die Aussage völlig uninteressant.

    Wasserhaltende Maßnahmen sind teuer. Da würde ich ich nicht auf nicht fundierte Aussagen eines Architekten verlassen.
     
  14. MIC

    MIC Gast

    Danke für die Beiträge

    Nach der Diskussion werden wir wie geplant auf Nummer Sicher gehen und vom schlechtesten Fall ausgehen.

    Gruß,

    MIC
     
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  16. stefanSmi

    stefanSmi

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    mit gefährlichem Halbwissen
    Wo erfährt man den HGW (höchste Grundwasserstand, Jahrhundert-Höchststand). Das BAuamt an meinem Ort weiß den angeblich nicht.
     
  17. Lebski

    Lebski Gast

    Wasseramt (Bayern)
    Untere Wasserbehörde (R-P)
    Umweltamt (NRW)
    Also regional Unterschiedlich.
    Oder vom Baugrundgutachter, den man wirklich einschalten sollte!
     
Thema:

Grundwasserspiegel

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