Häusle baua

Diskutiere Häusle baua im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; bauen in diesem Forum alle "nur" massiv ? *kreuzeinzieh*

  1. Oliver

    Oliver

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    bauen in diesem Forum alle "nur" massiv ? *kreuzeinzieh*
     
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  3. #2 Torsten Stodenb, 14. Januar 2003
    Torsten Stodenb

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    Nein

    Aber beinahe.
     
  4. #3 Wilhelm Wecker, 14. Januar 2003
    Wilhelm Wecker

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    Endlich Abwechslung in Sicht ?

    Hallo Oliver,

    nur nicht "kreuzeinzieh", denn es werden sich bestimmt einige Teilnehmer draufstürzen, wenn´s einmal nicht so "massiv" zugeht.

    Was sind Deine Probleme ?

    mfg ww
     
  5. Oliver

    Oliver

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    bisher habe ich keine ...

    Probleme.
    Nö ich dachte nur, dass hier alles so 'massiv' und der Teil Holzständerbauweise recht verwaist ausschaut.
    Teilweise ist die Meinung gegenüber der Holzständerbauweise in der Öffentlichkeit ja recht bescheiden.
    Wir sind nämlich am 20.11.02 in unsere 'Scheune' eingezogen.
    Aber nix von den heillos überteuerten Fertighausherstellern sondern vom Zimmermann in solider bauweise gebaut.

    cu
    Oliver
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

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    bravo!

    du siehst ja hier forum, aus welcher ecke die holzbauprobleme kommen. von regional tätigen handwerkern hergestellte bauten haben nach meiner persönlichen erfahrung keine grossen qualitätsprobleme.
    genau das von dir als bauherrn zu hören, dürfte für viele leser interessant sein ... du siehst, die holzwürmer sind wach :D
     
  7. NBasque

    NBasque

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    Kann MLS nicht ganz zustimmen. Größtes Problem vieler Holzrahmenbauer (auch örtl. Zimmereibetriebe) sind die fehlenden Detaillösungen. Gerade das oft benutzte Holzrahmenbauhandbuch des BDZ (Bund der Zimmerer) ist hier nicht gerade vorbildlich.
    Luftdichtheit ist, wie wir alle wissen keine Frage der Fläche, sondern der praktikablen Details.
     
  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    stimmt auch...

    aber mit detailproblemen wie "luft+wärmebrücken" hat sich im prinzip jeder auseinanderzusetzen.
    wenn man dann meint, grossunternehmen (fertigbauer) müssten damit einfacher umgehen können, weil man kritische details nur einmal entschärfen muss und die lösungen dann typisieren kann, hilft ein blick in die praxis ;-)

    auch richtig, dass die standardwerke (vielleicht noch die bdf-publikation?) keine *umfassenden* lösungen, sondern bestenfalls denkansätze anbieten.
    alternativen sind rar, das thema interessiert aber immer noch, obwohl die enev schon lange eingeführt ist:
    http://www.enev24.de/forum1/showtopic.php?threadid=97&time=1043596341
    das interesse, insbesondere der holzwürmer, ist berechtigt, weil der holzbau durch die pauschal-wb-regelungen massiv ;-) benachteiligt wird.
    da die bisher vorliegenden detailsammlungen für den holzbau sicher nicht ideal sind, wird der trend wohl in eine dieser richtungen gehen:
    a) auf zumeist sehr allgemein gehaltene veröffentlichungen in den fachzeitschriften warten
    b) eigene details entwickeln (lassen)

    es gibt bereits mehrere sehr gute beiträge in "bmh", "mikado" u. bes. in "dnq", aber der zeitfaktor bei a), wann endlich mal ausreichend viele standards vorliegen, ist nahezu unwägbar. ich behaupte: nie.

    deshalb sind einige holzbaubetriebe schon zu lösung b) übergegangen.
    oft ist ja innerbetrieblich grosses knowhow und engagement vorhanden, man muss das "nur" noch kondensieren und zu lösungen umsetzen.
    das ist, wie so vieles, eine zeit- und kostenfrage, zudem -da sind externe planer sinnvoll- müssen scheuklappen abgelegt und neue (!) lösungen durchdacht werden.

    die wege zu besseren details sind also abhängig vom verbauten volumen, um zum anfang zurückzukehren: es gibt kein für jede betriebsgrösse passendes allheilmittel, nicht einmal 2 sehr grosse fertighaushersteller (ich kenne nur 2) könnten auf den gleichen katalog zurückgreifen - wenn es den schon gäbe ;)
    ob typenkataloge für örtliche zimmereien mit einer fertigungskapazität von ein paar häusern eine bessere lösung darstellen können, als projektbezogene fremdplanung, ist die preisfrage...
    bei arrivierten holzbauern mit mehreren dutzend häusern im jahr scheinen "outgesourcte" detailkataloge, seltener eine indivualbetreuung, "in" zu sein.
    die fertighaus-branchenriesen haben/hatten natürlich komplette planungsabteilungen mit guten leuten... und immer noch grosse aufgaben vor sich ;-)
     
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  10. Oliver

    Oliver

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    bei dieser Diskussion

    kann ich nur über meine Erfahrungen sprechen.
    Da meine Planung von einem entsprechenden Büro gemacht wurde, hatte der örtliche Zimmermann diese 'nur noch' umzusetzen.
    Wenn ich aber dessen Standardwand mit der eines renomierten Fertighausgerstellers vergleiche dann beschleicht einen das Gefühl, dass jemand ganz schnell reich werden will.
    Bei dem renomierten Unternehmen wird nicht mit einer Installationsebene gearbeitet. Anstatt OSB wird die Spanplatte verwendet. (In der OSB-Platte sind ca. 90% weniger Leim als in der Spanplatte). Hänge ich an dieser Wand ein Bild auf, ist die Dampsperre schon durchtrennt. Von der Befestigung von Küchenschränken reden wir mal gar nicht. Bei mir wurde eine Installationsebene von 40mm eingebaut.

    Und aber das Schönste: Die örtliche Zimmerei war um stattliche 35% günstiger. (ist wirklich wahr)
     
  11. #9 Torsten Stodenb, 4. Februar 2003
    Torsten Stodenb

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    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Auf die Ausführung kommt es an

    An der Diskussion über mögliche Vor- oder Nachteile von kleinen versus grösseren Herstellern möchte ich mich nicht beteiligen. Aber ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Konstruktion selten das Problem ist. Auf die handwerkliche Umsetzung am Bau kommt es vor allem an.
    Zwei Fälle, die ich erlebt habe, sind m.E. typisch :
    A) Ein renommierter schwedischer Hersteller mit erstklassigen Konstruktionen und Supermaterial schickte mir einen Bausatz sowie, wie sich herausstellen sollte, seine schlechtesten Monteure ("Mit denen haben wir in Schweden auch schon Ärger gehabt"). Grund: Der schwedische Baumarkt boomte (1998) schon wieder, und kein guter Monteur wollte ins Ausland, sondern lieber schnell wieder zur Familie. Ergebnis: Katastrophale Blower-Door-Ergebnisse, obwohl bekannt war, dass der Test kommen würde.
    B) Ein unbekannterer und kleinerer Hersteller, der gar keine eigenen Monteure schickte, sondern nur den Kontakt zu einem Schweden mit einem Montageunternehmen in Norddeutschland herstellte, der dann in meinem Auftrag arbeitete. Ergebnis: Die Truppe blieb ca. 30 Tage vor Ort, der Chef koordinierte von sich aus den Einsatz der Rohinstallateure E, S und Heizung (weil er ja mal die Wände zumachen wollte), er korrigierte von sich aus Fehler, die seine Leute (deutsche Zimmerer)z.T. gemacht hatten, er korrigierte auch fehlerhafte Materiallieferungen selbstständig, und weil er alle 14 Tage nach Schweden fuhr, brachte er in einzelnen Fällen fehlende Materialien gleich mit.
    Fazit: Kompetente Handwerker, die nicht im Auftrag des Herstellers arbeiten und Akkord machen ("Morgen früh haben wir in Leipzig ein Haus (wahrscheinlich war das bei U. Jahn), die klemmende Haustür können wir frühestens in 3 Monaten einstellen"), sind im Zweifel von Vorteil. Obwohl ich auch schon gute Werksmonteure gehabt habe. Aber die sind immer manchmal schon weg, noch ehe sie mit allen Justierungsarbeiten (Fenster) fertig sind. Z.B. weil sie wegen einer schlechten Bodenplatte Zeit verloren hatten.
    Der Gerechtigkeit halber möchte ich aber auch noch sagen, dass ich, und das bezieht sich naturgemäss auf den Innenausbau (Trockenbau), wesentlich mehr Ärger mit örtlichen Handwerkern hatte. Das waren Tischler, Zimmerleute oder Trockenbauer ("Ich habe 25 jahre bei X-gips gearbeitet und 20 Schwedenhäuser ausgebaut"). Der letztere erwies sich als der grösste Pfuscher, der mir je über den Weg gelaufen ist. Der Bauherr und ich haben schliesslich den schwedischen Monteur überreden können, mit Erlaubnis seines Arbeitgebers und in meinem Auftrag noch einmal zu kommen den ganzen Mist (Dachdämmung, Folie etc.) wieder herauszureissen und das Ganze in Ordnung zu bringen. Für andere Restarbeiten hatte ich dann das Glück, einen Tischlermeister zu finden, der auch jahrzehntelang Fertighäuser mitgebaut hatte und sich als sehr kompetent und sorgfältig herausstellte. Aber da ich mal hier, mal da baue, ist es jedesmal ein Glücksspiel, wen ich erwische.
    Inzwischen gibt es deshalb zwei bessere Varianten: Entweder ich lasse mir vom örtlichen Architekten, mit dem ich ja grundsätzlich arbeite, Handwerker vermitteln, was aber auch nicht immer gut funktioniert, oder ich nehme von vornherein ein spezialisiertes Montageunternehmen für Fertighäuser, möglichst mit Schwedenhauserfahrung, das dann aber bis zu letzten GKP zuständig ist.
    Übrigens ist auch zu beobachten, dass die Konstruktionen oft gar nicht mehr von den Herstellern selbst kommen, sondern in erster Linie vom auf Deutschland spezialisierten grossen Ingenieurbüro Bjerking AB in Uppsala, die auch in ganz Deutschland als Statiker zugelassen sind. Und dann kann es vorkommen, das man das Haus bei der Fa. X bestellt, und wenn es kommt, steht auf den Wänden Y-Hus aufgedruckt, während der Dachstuhl von A-Hus kommt. So gut wie alle Firmen gleichen bei guter Auftragslage Kapazitätsunterschiede untereinander aus. Das ist auch o.k., denn die Pläne stehen fest, und die Materialien sind eh die gleichen. Wie gesagt, der Mann vor Ort auf der Baustelle entscheidet über Wohl und Wehe des Baues. Wer zuverlässig Qualität möchte, muss dies in den Griff bekommen.

    Torsten Stodenberg
     
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