Hanglage: ca. 4,50 m abfangen

Diskutiere Hanglage: ca. 4,50 m abfangen im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, wir haben in starker Hanglage gebaut und haben folgendes Problem. Zum Nachbargrundstück besteht auf einer Seite ein...

  1. #1 atetzlaff, 16.11.2020
    atetzlaff

    atetzlaff

    Dabei seit:
    28.10.2020
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    3
    Hallo zusammen,

    wir haben in starker Hanglage gebaut und haben folgendes Problem.

    Zum Nachbargrundstück besteht auf einer Seite ein Höhenunterschied von ca. 4,50 m an der höchsten Stelle (das Gelände fällt, d.h. an der Stelle mit dem geringsten Unterschied beträgt dieser nur ca. 0,50 m. Nun soll genau auf dieser Seite noch eine Terrasse gebaut werden.

    Nun überlegen wir, wie wir es am besten anstellen. Es wurde bereits einiges an Schotter aufgeschüttet und verdichtet, damit wir damals um das Haus herum gehen konnten und die Fassadenarbeiten durchgeführt werden konnten. Das war vor etwa 2 Jahren, sollte also auch schon etwas "gesackt" sein, sodass sich derzeit ein Verlauf über mehrere Stufen ergibt.

    Entweder müssten wir nun mit Stützmauern/L-Steinen oder einer Stahl-/Holzkonstruktion arbeiten.

    Bei der Stahlkonstruktion stört uns, dass darunter ein dunkler Bereich ist, wo wir befürchten, dass dieser zu einer Dreck-/Müllecke verkommt. Daher überlegen wir eine Kombination, d.h. wir errichten erst eine Stützmauer, an welche sich eine Stahlkonstruktion anschließend. So wäre der Bereich unterhalb der Dielen statt ca. 3,50m nur noch ca. 1,50m.

    In jedem Fall benötigen wir ja Fundamente, entweder für eine Stützmauer oder aber Punktfundamente für die Stützen der Stahlkonstruktion.

    Frage: Müssen wir den bereits aufgeschütteten Schotter wieder abtragen, um für Stützmauer/Fundamente bis ins Erdreich des Urgeländes zu kommen?

    Hier eine grobe Skizze: Skizze Gelände.png
    Weitere Fragen: Gibt es sonst kreative Ideen, mit der Situation umzugehen?

    Hinweis: Ja, wir befinden uns im Grenzbereich. Das Nachbargrundstück ist derzeit unbebaut und dem Nachbarn ist es mehr oder weniger egal was wir machen. Wir würden uns hier natürlich noch absichern, nur sollten entsprechende Aspekte in der Diskussion hier zunächst außer Acht bleiben.
     
    simon84 gefällt das.
  2. #2 inferno, 09.12.2020
    inferno

    inferno

    Dabei seit:
    01.12.2019
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    6
    Ort:
    Bielefeld
    Benutzertitelzusatz:
    "Heimwerker"
    Ich hatte ein ähnliches Problem, habe mich bei mir aber gegen L-Steine entschieden und das im Großformat betoniert, also erst eine Art von Bodenplatte mit Stahlmatten und Stabstahl rausschauend und dann auf den Stabstahl eine Schalsteinmauer gesetzt fast 3m hoch. Bei deienm Plan, dort einen "Überhang" einzubauen musst du bedenken, dass das staisch passen muss und due eine Abstuzsicherung benötigst, das muss alles ordentlich geplant werden, so dass es das Bauamt später auch abnimmt. Hast du eine Chance, mit dem Nachbarn unten in Verhandlungen zu treten, so dass du deine Hang "terrassierst" ? Dann hätte er Blick auf deinen Stufen/Mauern. Die "Soll-Variante" schreit für mich nach einem Statiker und Bodengutachten, um es sauber und amtlich hinzubekommen, jedenfall bei den Höhen und für mich jetzt unklaren Bodenverhältnissen. Du musst für alle Gründungen in solchen Bereichen auf gewachsenen Boden kommen, den Schotter müsstest du evtl. abtragen und neu einbauen/verdichten, wo der dann hinkommt. Teil mal Details zum Boden und evtl. ein Profilfoto hier, dann sind die Ideen evtl. produktiver!
     
    simon84 gefällt das.
  3. #3 simon84, 09.12.2020
    simon84

    simon84
    Moderator

    Dabei seit:
    11.11.2012
    Beiträge:
    15.999
    Zustimmungen:
    3.481
    Beruf:
    Schrauber
    Ort:
    Muenchen
    Erstmal Boden Gutachten dann Statiker
     
  4. #4 petra345, 10.12.2020
    petra345

    petra345

    Dabei seit:
    17.02.2017
    Beiträge:
    2.768
    Zustimmungen:
    324
    Beruf:
    Ing. plus B. Eng.
    Ort:
    Groß-Gerau
    Benutzertitelzusatz:
    Ing.(grad.) plus B. Eng.
    In Wiesbaden hat bei bei ähnlichen Geländeverhältnissen freistehende Betonsäulen die Terrassenfläche und Gebäude tragen lassen. Man vermeidet den Erddruck des zusätzlich aufgeschütteten Materials.

    Außerdem ändert sich der Anblick von unten, bis auf die schlanken Säulen, nicht.
     
  5. #5 Andreas Teich, 10.12.2020
    Andreas Teich

    Andreas Teich

    Dabei seit:
    20.03.2012
    Beiträge:
    2.679
    Zustimmungen:
    409
    Beruf:
    Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, HW-Meister
    Ort:
    Bonn und Kärnten/Österreich
    Benutzertitelzusatz:
    Gebäude-Energieberater,Planungsbüro,Bauberatung
    Schraubfundamente mit zB aufgesetzten Stahlstützen wären eine Möglichkeit als Unterkonstruktion der Terrasse.
    Ansonsten vom Nachbargrundstück aus mit Bagger zB Punktfundamente im gewachsenen Boden herstellen.

    Ob sich statt dessen eine Mauer an der Grundstücksgrenze lohnt hängt auch von den Kosten und dem möglichen Nutzen eines Raumes oder einer Freifläche unter der Terrasse ab. Das ließe sich ja über eine Treppe oder ggf seitlichen Abgang erschließen.
    Eine nach unten offene Holzterrasse ist konstruktiv am einfachsten, die ließe sich aber auch einfach mit EPDM-Bahnen und zusätzlichem Holzbelag abdichten.
     
  6. #6 atetzlaff, 24.04.2021
    atetzlaff

    atetzlaff

    Dabei seit:
    28.10.2020
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    3
    Ich konnte das Thema nun endlich mit dem GaLa-Bauer und Statiker klären...

    Der Schotter muss nicht wieder abgetragen werden, sondern wird nur einmal "sauber abgekratzt", dann wird ein 80cm tiefes Fundament erstellt und darauf die Schalsteinmauer. Die Stahlträger (voraussichtlich 5x IPE 200) kommen nicht an die Stützmauer, sondern werden an der Hauswand (Stahlbeton) befestigt und auf der Stützmauer aufgelegt.

    Wichtig ist natürlich, dass die Stützmauer vernünftig bewehrt wird. Diese ist zwischen 1,00m und 2,50m hoch (abfallendes Gelände).

    Der Statiker ist der Meinung, dass für die Schalsteine eine Stärke von 24,5cm ausreicht... Meint ihr das passt? Oder sollte ich doch besser 30er oder 36,5er nehmen?

    Anbei mal die Skizze für den Schnitt...
     

    Anhänge:

    simon84 gefällt das.
  7. larry

    larry

    Dabei seit:
    27.08.2007
    Beiträge:
    130
    Zustimmungen:
    24
    Beruf:
    EDV
    Ort:
    Der Westen
    Vor einer technischen Lösung würde ich das auch von der Gemeinde absegnen lassen. Hier in NRW würde das neue Abstandsflächen auslösen und eine Baugenehmigung erfordern. Wir hatten mal auf ein Zwangsversteigerungsobjekt geboten, wo sowas abgerissen werden musste.
     
    simon84 gefällt das.
  8. #8 atetzlaff, 25.04.2021
    atetzlaff

    atetzlaff

    Dabei seit:
    28.10.2020
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    3
    Mit welcher Stärke von Stahlsteinen hast du denn gearbeitet?
     
  9. #9 petra345, 26.04.2021
    petra345

    petra345

    Dabei seit:
    17.02.2017
    Beiträge:
    2.768
    Zustimmungen:
    324
    Beruf:
    Ing. plus B. Eng.
    Ort:
    Groß-Gerau
    Benutzertitelzusatz:
    Ing.(grad.) plus B. Eng.
    Das ist eine Konstruktion, die über Hinweise aus einem Forum hinausgeht. Man muß den Erddruck berücksichtigen, der auch einen Zug auf die Träger ausübt.

    Aber zuerst muß ein Bodengutachter herangezogen werden. Es gibt Objekte, die sich mit dem ganzen Erdreich nach unten bewegt haben. 80 cm Gründungstiefe sind da ein schlechter Maßstab. Ich komme gerade von einem Objekt, das sich am Hang vollständig zur Seite geneigt hat.

    Ansonsten w ürde ich eine Stützmauer vorziehen, die vom Erdreich belastet wird. L-Steine sind so eine Lösung. Aber e s gibt auch Konstruktionen, die im oberen Bereich noch einmal eine Platte haben, um den Erddruck im unteren Bereich zu vermindern.
     
Thema:

Hanglage: ca. 4,50 m abfangen

Die Seite wird geladen...

Hanglage: ca. 4,50 m abfangen - Ähnliche Themen

  1. Extreme Hanglage - Bauvorhaben

    Extreme Hanglage - Bauvorhaben: Hallo Liebe Experten, Leider sind für mich die Gesetzeslagen etwas schwer zu verstehen. Deshalb suche ich um Rat. Als Laie und Anfänger in diesem...
  2. "Trockenlegen" einer Fahrzeughalle in Hanglage - Verlegen einer Drainage

    "Trockenlegen" einer Fahrzeughalle in Hanglage - Verlegen einer Drainage: Hallo zusammen! Es geht um folgendes Problem: Bei unserer Fahrzeughalle (BJ ca. 1962) ist nach längeren Regenperioden (wie z.B. aktuell) bzw....
  3. Grenzgarage Bayern Hanglage

    Grenzgarage Bayern Hanglage: Mein Architekt hat die Garage wie auf dem Bild unten geplant( mit der Wandhöhe von 2,99m und der Länge von 9m in Bayern). Wegen der Hanglage an...
  4. Fundament Gartenhaus leichte Hanglage

    Fundament Gartenhaus leichte Hanglage: Hallo liebes Forum, ich lese seit einiger Zeit still mit, habe von meiner Großmutter ein Grundstück erhalten auf welches einmal ein Haus kommen...
  5. Dämmung Aussenwand Haus mit Hanglage

    Dämmung Aussenwand Haus mit Hanglage: Hallo Leute, ich plane die Aussenwände meines hanglagigen Einfamilienhauses zu dämmen. Die Kellerräume (komplett) sowie ein bewohntes Zimmer...