hartschaum oder mineralfaser?

Diskutiere hartschaum oder mineralfaser? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Muss leider nochmal eine Anfängerfrage stellen aber könnte mal jemand anschaulich die Vor und oder Nachteile von Hartschaum (Polysterol) und...

  1. wizard2000

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    Muss leider nochmal eine Anfängerfrage stellen aber könnte mal jemand anschaulich die Vor und oder Nachteile von Hartschaum (Polysterol) und Mineralfaser Dämmplatten erläutern. Allerdings interessiert uns mehr das spezifische, dass Hartschaum nicht UV-Beständig ist und im Brandfall auch nicht so optimal wissen wir bereits. Es geht mehr um die Ausführung bei KS-Mauerwerk ohne Verblender. Reine Putzfassade und max. 10 bis 12cm Dämmung (aus Platzgründen) möglich.

    Gibt es Hartschaum ggf. noch gar nicht mit 035er Dämmwerten? Was ist teurer, welche Ausführung komplizierter.

    Wir möchten bei der Angebotseinholung nach Möglichkeit nicht wie die Schuljungen dastehen :Roll
     
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  3. #2 Hundertwasser, 21. Februar 2006
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    "Extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten" wie die Dinger ganz offiziell heissen gibt es in mit einem Gewicht von 15 kg/m³ (deshalb EPS 15) in den Wärmeleitgruppen WLG 040 und 035. Daneben gibt es noch Polyurethanplatten mit WLS 028, diese sind aber etwa viermal teurer als normaler Polystyrol. Sockel- bzw. Perimetereplatten, die im Gegensatz zu den offenzelligen Polystyrolplatten geschlossenzellig produziert werden, haben ebenfalls die WLG 035.

    Mineralfaserplatten haben WLG 040 (Mineralwolle Lamelle) oder WLG 035 (Mineralwolle Platte). Die Platte muss aber durch die Faseranordnung parallel zur Fassadenoberfläche in jedem Fall gedübelt werden. Gegenüber der PS 15 Platten weist die Mineralwolle eine bessere Diffusionsfähigkeit auf, die im Regelfall aber nicht relevant ist. Ggf. rechnerisch mit einem sog. Glaser-Diagramm vom Handwerker nachweisen lassen.

    Große Unterschide bestehen im Preis. Mineralwollplatten sind etwa dreimal teurer als PS 15. Auch die Verarbeitung ist beim PS 15 billiger weil es sich schneller (und auch exakter) schneiden lässt.
     
  4. PeMu

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    Allerdings kostet das zugehörige EPS mehr:
    Wärmedämmverbundsysteme werden öfters mit "billigen" Allerweltsplatten ausgeführt und nicht mit den zum System zugehörigen nach der Zulassung.
    Mit den "richtigen" Platten ist der Preisunterschied Mineralwolle/ EPS gering.
     
  5. #4 Hundertwasser, 21. Februar 2006
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    Ich bin schon von den richtigen, im System zugelassenen Platten ausgegangen.
    Ganz reales Beispiel anhand meiner Einkaufspreise bei Hasit und Brillux (die sich preislich nichts nehmen):

    PS 15 WLG 40 100%
    PS 15 WLG 035 140 %
    Mineralwolle Lamelle zweifach beschichtet (Speedlamelle) 203%
    Mineralwolle Platte zweifach beschichtet 268%
    Mineralschaum WLG 045 (Minopor, wie StoTherm Cell) 296%
    Kork WLG 040 477%
    Purenotherm WLG 030 740 %

    In der Tat muss ich mich da etwas korrigieren. Bleibt aber immer noch der höhere Zeitansatz für die Verarbeitung.
     
  6. PeMu

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    Weil verarbeitet wird das nicht mit der Differenz angeboten.
     
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  8. Andreas77

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    Schallschutz?

    Ist den Mineralfaser nicht besser aus sicht des Schallschutzes?
     
  9. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Nicht notwendigerweise. Da gibt es ein paar Effekte ... mit Resonanzen.

    Wenn bei uns ein Ast an der langen Wand vorbeistreicht -> Membraneffekt - MiWo Lamellen einseitig beschichtet.
    Sowas setzt die Schallschutzwerte herunter.

    Außerdem sind die Schalldämm-effekte durch WDVS erst relevant, wenn es um geforderten Schutz gegen Außenlärm und damit Einbau entsprechender Fenster und Details geht.

    Ansonsten sind die Fenster die (weit maßgebendere) Schwachstelle.
     
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