Haus m. Land im Aussenbereich

Diskutiere Haus m. Land im Aussenbereich im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo, ich möchte ein Haus (130m2) m. 3 ha Land im Aussenbereich kaufen. Zu dem Haus gehören noch Stallungen. Es ist ein altes Bauernhaus, wurde...

  1. Sassy

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    Hallo,
    ich möchte ein Haus (130m2) m. 3 ha Land im Aussenbereich kaufen. Zu dem Haus gehören noch Stallungen. Es ist ein altes Bauernhaus, wurde aber zuletzt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Am Haus selbst braucht wohl außer ein paar Schönheitsreparaturen nicht so viel gemacht werden.
    Meine Fragen beziehen sich daher auf das Land. Da der Hof in einem schönen Feriengebiet liegt, meine Fragen: Darf man dort Stellplätze für Mobilheime vermieten?
    Dafür wäre ja nötig, dass die Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss bekämen, darf man diese Arbeiten durchführen und welche Genehmigungen braucht man dafür?

    Falls Abwasser nicht möglich ist, kann man das Stallgebäude in Wasch- und Toilettenräume umfunktionieren?
    Dürfte man dort auch einen Schwimmteich anlegen oder braucht es dafür eine Genehmigung?

    Vielen Dank im Voraus, falls Ihr das beantworten könntet.
     
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  3. #2 Gast943916, 4. Januar 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    Gegenfrage: wofür braucht man in D keine Genehmigung?
    Am besten bei Gemeinde, Landratsamt o. ä. nachfragen
    Gipser
     
  4. #3 Shai Hulud, 4. Januar 2009
    Shai Hulud

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    Wie kommst du zu dieser Schlußfolgerung?
     
  5. R.B.

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    Ich kann nur empfehlen vorab mit dem lokalen Bauamt Rücksprache zu halten. Hier geht es wohl um eine Nutzungsänderung, und da reagieren einige schon allergisch. Spielt sich das ganze auch noch im Außenbereich ab, dann kommt schnell ein NEIN.

    Man glaubt nicht wieviele "Ämter" da plötzlich mitreden möchten. Umweltschutz, Wasserschutz, Landwirtschaft, usw. Vor etwa 15 Jahren habe ich so eine Aktion mitgemacht, niemals wieder. Ein ganzes Jahr Planung für den Mülleimer, viel Zeit und Geld und Nerven verloren. Und immer daran denken, alles nur schriftlich fixieren. Laber- Besprechungen sind nichts wert. Ich habe Beamte kennengelernt, die haben fast täglich ihre Meinung geändert, und Zeit spielt bei denen auch keine Rolle.
    Mein Architekt stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch und mein Konto wurde immer leerer. Nach mehr als einem Jahr habe ich dann den Betrieb verlagert und alle Anträge eingestampft.
    Heute liegt das Anwesen brach.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 5. Januar 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ich würde erstmal mit der Frage anfangen, ob SIE den Hof als reines Wohnhaus nutzen dürfen.

    Und wenn DAS geht, über weitere Schritte nachdenken.

    Sie sind sonst nicht der erste, der einen Hof im Aussenbereich besitzt ohne ihn nutzen zu können, weil das Bauamt die reine Wohnnutzung untersagt hat und auf landwirtschaftlichem Betrieb besteht.

    MfG
     
  7. #6 Torsten Stodenb, 5. Januar 2009
    Torsten Stodenb

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    Landwirtschaftliche Nutzung? Fällt darunter auch eine Wiese mit freilaufenden Hühnern, einer Milchziege und einem Schaf, deren Produkte dann verkauft werden?
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 5. Januar 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ob das unter Hobby oder unter Erwerbslandwirtschaft fällt, liegt im Ermessen des ....
    (Nein - nicht des Eigentümers)
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Ich denke bei unserem Fragesteller handelt es sich eindeutig um eine Umnutzung, egal ob da später noch ein paar Hühner auf der Wiese rennen oder nicht.

    Was die Landwirtschaft im Nebenerwerb betrifft, so haben die Ämter eine etwas.....ich nenne es mal, eigenartige Auffassung. Bei einem landwirtschaftlichen Betrieb der aus familiären (Bsp.: mangels Nachfolge) oder wirtschaftlichen Gründen in eine Nebenerwerbslandwirtschaft uzmgewandelt wird, gibt´s normalerweise keine Probleme.

    Wenn man jedoch als "Fremder" mit einer Umnutzung kommt, und dann noch ein paar Alibihühner in den Stall setzen möche, gehen bei den netten Beamten die Rolläden runter. Diese Strategie hatten wir uns damals auch überlegt, aber da war von min. 50% landwirtschaftlicher Nutzung die Rede. Deswegen haben wir diese Strategi ganz schnell verworfen.

    Das sind aber alles Dinge, die erfährt man nicht in einem Forum oder durch Studium irgendwelcher Gesetzestexte. Da hiflt wirklich nur das persönliche Gespräch. In manchen kleinen Gemeinden hat man gute Chancen, je nachdem wie gerade der politische Wind weht. Unterstützung durch die lokalen Behörden hat noch nie geschadet. Aber jede Medaille hat 2 Seiten.

    Gruß
    Ralf
     
  10. Sassy

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    Hallo,

    danke schön für die vielen Antworten. So weit mir bekannt ist, wurde das Haus nur noch zu Wohnzwecken genutzt. Auch eine hauptberufliche, landwirtschaftliche Tätigkeit kann keinesfalls in den letzten Jahren dort stattgefunden haben. Dazu ist das Nebengebäude viel zu klein. Reine Wohnzwecke sollten also erlaubt sein.
    Ich hab mich über die Jahre m. den Möglichkeiten befasst, wie man denn am besten an ein Grundstück/Haus kommt, wo man wenigstens ein bißchen Freiheit hat und musste feststellen, dass das wohl nur geht, wenn man ein bereits bestehendes Haus kauft (nur dann gibt es günstig so viel Land dazu, wie ich gern hätte). Leider sind die preisgünstigen aber manchmal ziemlich häßlich (unser berühmtes Satteldach :Roll ), in den vorangegangenen Jahrzehnten oftmals heftigst verschandelt worden (Kunststofffenster, Original-Riesentor zum Wirtschaftsteil rausgenommen und zugemauert :mauer usw. usf.) oder vom Mauer-/Fachwerk her in einem völlig renovierungsbedürftigen Zustand. Dieses Haus macht aber einen soliden, relativ unverschandelten Eindruck, auch wenn ich Fenster/Türen austauschen und den Giebel anders verschalen würde (im Moment ist Wellblech drauf). Heizung, Klärgrube und Elektrik wurden erneuert. Da stand also nichts davon, dass diese zwingend erneuert werden müssten (was man aber natürlich auch nicht ganz ausschließen kann, kaputt gehen kann ja immer was).
    Es stehen noch Obstbäume auf dem Grundstück (die ich auch so belassen würde) und natürlich möchte ich dort auch Tiere haben, nur weiß ich nicht, ob ich von Tierzucht allein leben könnte... z.B. braucht es nur einen einzigen Virus und es rafft die ganzen Tiere hin... außerdem ist natürlich ein Nutzgarten geplant.
    Und genau daran möchte ich andere teilhaben lassen. Ich möchte von den 3 ha etwa die Hälfte verpachten an Menschen, denen es auf dem Campingplatz zu eng ist und die auch gern einen Nutzgarten hätten. Eine Mischung zwischen Kleingarten- und Camping. Ich würde die Parzellen größer bemessen als auf normalen Campingplätzen, ca. 500m2. Es könnte evtl. auch ein Privatverein werden und ich selbst möchte im Sommer auch in einem Mobil-Heim wohnen. D.h., ich möchte dort auf jeden Fall eins aufstellen und auch stehen lassen dürfen... oder kann dann jemand kommen und verlangen, dass es entfernt wird? :(
    Ich weiß, dass im Außenbereich nichts gebaut werden darf was größer ist als 20m2, aber Mobil-Heime fallen doch nicht darunter?
    Gibt es da spezielle Gesetze für Mobil-Heime?
    Ich hab gegoogelt und in dieser kl. Gemeinde gibt es tatsächlich einen Menschen, der für "Bauangelegenheiten, Flächennutzung" etc. zuständig ist.
    Aber wie frag ich den am besten? - Das Gelände gehört mir ja noch nichtmals und wie soll der mir da irgendwas schriftlich bestätigen? - Außerdem kann es doch nicht angehen, dass so ein Verwaltungsmensch ganz allein darüber entscheidet, ob das geht oder nicht?
    Kann man den Bebauungsplan der Gemeinde oder Flächennutzungsplan einsehen? Und wenn der Verwaltungsmensch ablehnt (was anderes kenn ich nicht aus D), wen fragt man dann? Den Bürgermeister? Den Samtgemeinde-Bürgermeister? Die Tourismus-Abteilung?

    Mehr Touristen hätte doch einen Nutzen für den Ort, denn die bemühen sich doch sehr um mehr Tourismus, könnte man so argumentieren?

    OK, ich glaube, dass Fremde es sicherlich nicht einfach haben, neu in ein Dorf zu ziehen. Aber ich würd eher wieder "nach Hause" ziehen, denn in der Gegend hab ich früher gewohnt. Darum will ich ja zurück, weil ich Heimweh hab... :fleen, nur... zum Arbeitsplatz müsste man meilenweit fahren, denn dort gibt es eben kaum Arbeit. :(

    Daher versteh ich auch gar nicht, warum es Leute gibt, die sich Höfe zu reinen Wohnzwecken im Aussenbereich kaufen. Was wollen die denn mit so viel Land, wenn sie keine Tiere haben wollen? :confused: Und warum müssen sie das Dach-Geschoss ausbauen, super-moderne Bäder, die gar nicht in so ein altes Haus passen, einbauen m. Whirlpool und allen Schikanen und anschließend haben sie 400m2 Wohnfläche. Das braucht doch kein Mensch und wer soll die Heizkosten zahlen? :irre
     
  11. Baumal

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    so viele fragen und ihre träume....

    kann ein forum nicht beantworten.


    mit einem planer vor ort, wären sie im rahmen einer bauvoranfrage,
    einen schritt weiter. er kostet nicht die welt und vertritt ihr bauvorhaben
    in augenhöhe mit dem bauamt.

    alleine auf weiter flur, mit kommentaren aus foren, fruchtet das BV nicht....
     
  12. #11 Shai Hulud, 7. Januar 2009
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    Ich schließe mich hier dem Vorredner an. Ich würde mir einen Architekten suchen, der vor dem Kauf die Genehmigungsfähigkeit des neuen Nutzungskonzeptes überprüft.

    Laß dir bitte vom dem Architekten ein Sanierungskonzept erstellen. Nach Besichtigung des Objektes können da eventuell nicht nur Schönheitsreparaturen oder Haustechnik, sondern auch Maßnahmen im Bereich Bausubstanz auf die Liste stehen. Also Vorsicht. :yikes
     
  13. #12 DerSuchende, 7. Januar 2009
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    @ sassy: Oh, ein Optimist ? (mit viel oder wenig TEUROS ?)
    Der Abstand, zu den Nachbarn, muß/soll nicht immer klein sein.
    Als erstes, würde ich Sie befragen und einweihen. Dadurch erfährt man eine Menge und vielleicht werden aus Nachbarn auch Freunde, Helfer …. oder Partner oder "Feinde" .....

    MfG
     
  14. Dingo

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    @Der Suchende/@Sassy Optimist oder doch eher Träumer?
    Auch eine Umorientierung in der Lebensweise (und so hört es sich in manchen Statements hier bereits an) will ein wenig geplant sein.
    Ich würde mich zunächst darauf konzentrieren ein Dach über dem Kopf zu haben (Renovierung,Umbau, etc. Wohnhaus) und einen Job der mir die Grundsicherung bietet.
    Weitere Schritte wären dann die Bestandsaufnahme (was braucht die Region, was kann ich dazu beitragen, Planung wie komme ich zu diesem Ziel, wer unterstützt mich auf diesem Weg) und die schrittweise Realisierung und ggf. persönl. Neuorientierung.
    Da es eine eher ländliche Gegend ist würde ich die Vermutung äußern, dass man ohne zunächst im Dorf zu leben, sich zu engagieren und die Menschen dort zu verstehen es sehr sehr schwer haben wird dort zu bestehen.
     
  15. R.B.

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    Aber der Besitzer weiß schon Bescheid...oder?

    Zu Deinem langen Beitrag sage ich nur, Du machst Dir Gedanken über ungelegte Eier. Ich verstehe schon, daß DICH irgendwelche Obstbäume oder Tiere oder Wiesen mehr interessieren als Baurecht, aber gerade deshalb solltest Du mit jemandem zusammenarbeiten der sich auskennt. Sonst unterliegst Du regelmäßig einer Fehleinschätzung und danach kommt die Enttäuschung.

    Bsp.: Ob der bisherige Besitzer noch aktiv Landwirtschaft betrieben hat, ist völlig ohne Belang. Was der (vermutlich seit x Generationen Gemeindemitglied) gemacht hat gilt NICHT für Dich.

    Also, zuerst muß geklärt sein, ob der bisherige Besitzer überhaupt das Anwesen veräußern möchte. Erst wenn das sichergestellt ist, dann kann man das neue Konzept bei den entsprechenden Stellen vorstellen und anfragen, ob oder unter welchen Auflagen diese neue Nutzung genehmigt würde.

    Diese Auflagen können teilweise ganz schön absurd sein, auch darüber könnte ich ein Buch schreiben. Da sind Bäume die seit Jahrzehnten dort stehen plötzlich standortfremd und müssen ersetzt werden, oder es gibt neue Auflagen was die Abwasserentsorgung betrifft, man kann sich auch toll darüber streiten ob die Zufahrtswege für die neue Nutzung geeignet sind, oder ob die Trinkwasserversorgung komplett erneuert oder umgestellt werden muss (da kostet jeder Kilometer richtig Geld) usw. usw. usw.

    Ganz nebenbei bemerkt, wenn der bisherige Besitzer merkt, daß Du so engagiert einsteigst, wird er auch seine Preisvorstellungen entsprechend hochsetzen. Auch ein Erfahrungswert.

    Gruß
    Ralf
     
  16. Hansal

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    Ich will mal helfen: Was sagt der Architekt?
     
  17. Eumeltier

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    Hallo,

    komisch, daß das woanders alles so kompliziert ist - ich habe selber einen alten Hof im Außenbereich - was steht ist Bestandsschutz, Nutzungsänderungen sind normalerweise auch kein Problem.
    Nur man lasse tunlichst auch das Nebengebäude mit dem eingefallenen Dach stehen, wenn man es wieder aufbauen will - sobald es abgerissen ist, ists vorbei mit dem Bestandsschutz.

    Allerdings unterscheiden sich auch gerade die Vorschriften für den Außenbereich von Bundesland zu Bundesland - so dürfen Bekannte, die auch im Außenbereich wohnen, genehmigungsfrei ein Gewächshaus bestimmter Größe aufstellen - in meinem Bundesland sind die nur im Innenbereich genehmigungsfrei.
    Hingegen darf ich genehmigungsfrei das Dachgeschoß ausbauen, solange ich die Aussenansicht nicht groß verändere - die Bekannten hingegen dürfen das noch nicht einmal mit Genehmigung, weil das nicht genehmigungsfähig ist.

    Zum Thema Campingplätze empfiehlt sich auch ein Blick in die Landesbauordnung...

    Gruß,
    Martin
     
  18. Sassy

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    Warum sind das ungelegte Eier? - Ich kann doch nur so viel Land kaufen, wenn ich auch weiß, wie es genutzt/gepflegt werden kann, sonst macht das doch keinen Sinn?

    Ach so.

    Ja, das glaub ich Dir, dass es solche Amtsschimmel irgendwo in D gibt.

    Eben. Daher, wie soll man dann vor dem Kauf irgendeine schriftliche Genehmigung darüber einholen?
    Im Übrigen handelt es sich um eine Zwangsversteigerung, der Besitzer entscheidet also nicht mehr darüber, ob es verkauft wird oder nicht.
    Andererseits kann man dann auch kaum Nachbarn befragen oder dergleichen, da ich das Expose schon mal gar nicht weitergeben darf und angehalten bin, "diskret" von außen zu besichtigen, bevor ich weitere Unterlagen wie Wertgutachten etc. einsehen kann.

    Ich habe schon mal ein Wertgutachten von einem anderen Haus gelesen und dann das Haus besichtigt. Die Tatsache, dass alles komplett entrümpelt werden muss, das Fundament abgesackt war usw. hatten sie geflissentlich verschwiegen. Es wurden zwar sämtliche Mängel genannt, aber dass das Ganze in so einem desolaten Zustand ist, stand nicht so wirklich in dem Gutachten.

    Also eine Besichtigung ist auf jeden Fall zwingend erforderlich. Aber ansonsten - wieso sollte der Besitzer mehr Geld wollen, nur weil ich das Anwesen anders nutzen würde als er? Er hätte das ja auch machen können, wenn er denn dazu überhaupt Lust hat, sein Land mit "Fremden" zu teilen? :Roll

    Danke für den Hinweis bzgl. Bauvoranfrage, ich nehme an, dass es sich auch dann um ein "Bauvorhaben" handelt, wenn nur Strom-/Wasser-Leitungen verlegt würden. Ich kenne einen Architekten der mir schon mal erklärt hat, dass ich auf einem Baugrundstück ohne weiteres ein Mobilheim aufstellen kann; und dass auf meinem Land Zelte/Camping gestattet wären (hier weiß ich nicht mehr ob es sich auf Außen- oder Innenbereich bezog). Ich würde aber mal meinen, dass ein Zelt-/Mobilheimplatz besser im Außenbereich aufgehoben ist, da sich ansonsten Nachbarn gestört fühlen könnten. Und das wollen wir ja nicht. :)

    Muss das ein Architekt aus der Gegend dort sein oder kann das auch ein Architekt z.B. aus Hamburg/Berlin anfragen?
     
  19. Sassy

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    Echt? :) Ich kenn das eigentlich auch nur so. Meine Eltern hatten damals dort einen Resthof gekauft und die brauchten keine Baugenehmigungen oder dergleichen für die Modernisierung wie Bad- und Heizungseinbau. Auch die Nachbarn durften problemlos neue Häuser auf ihr Grundstück bauen. Landwirtschaft mussten wir auch nicht betreiben, obwohl so nach und nach Hund, Katze, Hühner und Schafe als Rasenmäher für den Hektar Land dazu kamen. Die Apfelbäume blieben auch stehen, der Ertrag hätte aber niemanden ernähren können...

    Na, das würd mir im Leben nicht einfallen, das abzureißen! Wo soll ich denn dann mit den Gänsen und Eseln hin? :D

    OK... dann werd ich mal stöbern, hoffentlich finde ich da was. Danke für den Tipp! :28:
     
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  21. R.B.

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    Vielleicht wurde ich missverstanden. Mir ging es darum, daß Du nicht einfach über Nutzungsänderungen für ein fremdes Grundstück verhandeln kannst wenn nicht sichergestellt ist, ob dieses Anwesen überhaupt verfügbar ist.

    Das mit der "schriftlichen" Genehmigung kann sowieso dauern. Meine Anfrage ging damals 3 Mal durch den Bauausschluß und wurde dann trotzdem immer wieder gekippt. Man glaubt nicht wie in einer Gemeinde oder kleineren Stadt im Hintergrund Fäden gezogen werden.

    Was den Architekten betrifft, so hätte ein lokal ansässiger Architekt schon Vorteile. Er kennt üblicherweise die "Gepflogenheiten" vor Ort.

    Zum Mobilheim kann ich nur sagen, daß es sicher kein Problem ist wenn DU so ein Ding auf Dein Grudstück stellst. Deinen Beiträgen entnehme ich jedoch, daß Du etwas Größeres planst, und dann sieht die Sache wieder anders aus. Dann wird daraus schnell noch eine gewerbliche Nutzung und schon gibt´s im Außenbereich Stress.
    Eine Gemeinde darf so ohne weiteres eine gewerbliche Nutzung im Außenbereich garnicht genehmigen. Wie schon geschrieben, wollen dann einige Stellen mitreden und -entscheiden.

    Ich will damit nicht sagen, daß es in Deinem Fall so ist bzw. sein wird, aber man sollte an solche Details denken. Mag sein, daß es in DE noch Ecken gibt, wo man so etwas mit einem Händedruck und einer Kiste Bier "erledigen" kann. Davon würde ich aber nicht ausgehen.

    Gruß
    Ralf
     
  22. Sassy

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    Willst Du damit sagen, dass nur jemand mit entweder "VitaminB" oder Schmiergeldzahlung solche Genehmigungen bekommt?:wow
    Ich dachte, man kann Land umwidmen lassen? Das kostet Gebühren und von daher macht eine VERNÜNFTIGE Umwandlung (wenn mit Landwirtschaft dort sowieso noch nichtmal eine Person mehr ernährt werden kann) in sanften Tourismus doch Sinn und passt doch auch ins Konzept dieser ländlichen Gemeinden? Aber ist das Schmiergeld?:confused: Sicherlich würde ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich denn genug Interessierte überhaupt finde, dass ich von den Pachteinkünften leben kann. Denn das ist ja noch gar nicht sicher. Schön wäre es, noch schöner, wenn das wirkliche Gartenfreunde wären, so dass wir unsere Gärten z.B. als Touri-Attraktion anbieten könnten.
    Freuen die sich denn nicht über ein neues Gewerbe in ihrem Dorf?

    Ich glaub nicht, dass unsere Nachbarn Schmiergeld für ihre Baugenehmigungen zahlen mussten. :confused:Und bestimmt waren meine Eltern nicht sehr beliebt in der Gemeinde, weil wir ja "Zugezogene" aus Hamburg waren - ehmm, vielleicht nicht nur deshalb. Trotzdem konnten wir dort tun und lassen, was wir wollten... zelten im Sommer, Lagerfeuer (nie kam die Polizei vorbei) wg. Lärmbelästigung oder so was... Tiere konnten wir uns anschaffen soviel wir wollten.
    Braucht es jetzt eine Genehmigung, wenn ich dort Gänse oder Esel haben will? :wow
     
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