Haus von 1914 auf KFW 100 sanieren???

Diskutiere Haus von 1914 auf KFW 100 sanieren??? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo Euch! Ich habe ein Haus (Resthof) von 1914 im Auge und wurde nun gefragt, ob man es zu einem KFW-100 Haus sanieren kann. Wandaufbau:...

  1. nms1

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    Hallo Euch!
    Ich habe ein Haus (Resthof) von 1914 im Auge und wurde nun gefragt, ob man es zu einem KFW-100 Haus sanieren kann.

    Wandaufbau: Stein auf Stein gemauert (dicke unbekannt), Luftschicht und Klinker. Klinker später verputzt.
    Fenster von 1999.
    Ölheizung von 1995.

    So, was werden wir machen:
    - Dach neu decken und Zwischensparrendämmung
    - Außendämmung
    - einige neue Fenster
    - Kamin hinstellen

    Nun die Frage: sind solch alte Häuser überhaupt zu einem KFW100 Haus sanierbar oder ist das utopisch?

    pi mal daumen: wie dick müsste die Außendämmung werden und wie dick die Dachdämmung?
    Werden wir die Ölheizung erneuern müssen?

    Ich weiß, ich bekomme hier keine klare Antwort. Es reicht aber schon aus
    - ja, das ist wahrscheinlich denkbar oder
    - nein, das wird nie klappen....

    Danke Georg
     
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  3. Julius

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    Klar geht das.

    Ob es wirtschaftlich sinmnvoll ist, ist ME jedoch sehr fraglich!
     
  4. nms1

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    Na das Resultat muss schon irgendwie zum Geldbeutel passen...

    Was erwartet mich denn da? Denkt man da an eine 12cm Außendämmung statt 8cm und an eine 300mm Dachdämmung statt 220mm? Oder ist selbst das noch viiiiiiiiiiiiiiiiiel zu wenig um überhaupt in die Nähe von KfW 100 zu kommen?!
     
  5. R.B.

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    Das ist kein Problem, vorausgesetzt der Geldbeutel ist groß genug. ;)

    man kann an vielen Stellschrauben drehen. Fassadendämmung wird eher bei 12cm als bei 8cm liegen, vermutlich noch höher. Hängt auch von der WLG ab.

    Auch da wird es eher in Richtung höherer Wert hinauslaufen.

    Kann bleiben, evtl. ergänzt um Solar.

    Wie gesagt, machbar ist das schon. Man muss halt prüfen, welche Stellschraube sich wie auswirkt und wo man den meisten Nutzen erzielt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. nms1

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    ok, hab ich verstanden... danke
     
  7. bernix

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    ...mal ne andere Frage:

    Was stellst du dir unter KFW-100 vor?
     
  8. R.B.

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    Na ich hoffe doch,

    Gruß
    Ralf
     
  9. nms1

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    Was stell ich mir drunter vor? Ehrlich gesagt: ein Haus was bei der Dämmung/Heizung auf Neubauniveau ist... Was das aber konkret heißt weiß ich ´nicht... Das wird mir hoffentlich n Energeiberater erzählen nächste Woche...
    Jetzt wollte ich nur mal herausfinden, ob es überhaupt möglich sein wird oder ob ich es gleich vergessen kann...
     
  10. Julius

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    Vielleicht kommen wir weiter, wenn Du mal Deine Motivation darlegst!

    Also, WARUM soll das Ding zukünftig KfW100 erfüllen?

    Nur, damit Du immens viel Geld ausgibst, welches Du über die Heizkostenersparnis wohl NIE WIEDER reinholen wirst?

    Oder ist der Bauzustand wirklich so schlecht, daß Fassade und Dach etc. sowieso alles neu gemacht werden muß?
     
  11. nms1

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    - Dach (Ziegel) müssen neu gemacht werden
    - wegen Dachgeschossausbau wird auch das Dach dann gedämmt
    - Heizung muss ich nicht tauschen wenn die so reicht
    - Wände wollte ich dämmen um etwas Energiekosten zu sparen
    - somit müssen Fenster / Veluxfenster im DG auch komplett neu
    - teilweise wird ein Stall + Diele zum Wohnraum umgebaut, dabei soll die Isolierung dann mit erfolgen

    Und KFW-100: weil die Zinskonditionen günstig sind. Das dann aber natürlich nochmal nachgerechnet, wenn ich weiß, wieviel ich für KFW100 investieren muss
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Du bist auf dem richtigen Weg.

    Alles hinterfragen und dann genau rechnen. Ein paar Zehntel Zinsvorteil sind kein Grund für hohe Investitionen, auch wenn ein Hausbesitzer zukünftig an einer ordentlich gedämmten Hütte nicht vorbei kommen wird.
    Die Anforderungen steigen ständig und man kann davon ausgehen, dass Energiesparmaßnahmen in Zukunft immer teurer werden. Trotzdem sollte man die Kosten/Nutzen-Rechnung nicht völlig unter den Tisch fallen lassen.

    Gruß
    Ralf
     
  13. bernix

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    ..die Problematik darin liegt, dass selbst das "Neubauniveau" recht unterschiedlich ausfällt.
    Ein paar Eckdaten findest du vielleicht hier:www.bisotherm.de/media/1015.pdf?s...
    Mein ca 11 jahre altes Haus entspricht von den U-Werten etwa dem kfw100 Haus und es scheint mir nicht zu schwierig zu sein, auch ein altes Haus in etwa hier hin zu bringen.
    Heizenergiebedarf rd 15000 kwh p.a (macht bei Öl rd 1000 euro p.a.)zzgl Brauchwassererwärmung, rd 1000cbm umbauter Raum (ziemlich optimal), 230qm beheizte Fläche.
    Vielleicht hilfts für einen ersten Eindruck
    Ansonsten wie Ralf
    gruss
     
  14. Thomas Traut

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    Bei 2-schaligem Mauerwerk müsste m.E. die Luftschicht mit irgendwas verfüllt werden (Planeraufgabe mit Ortskenntnis), da bei nicht eingeschlossener Luft 1. die Dämmung ziemlich wirkungslos bleibt und 2. sich evtl. Kondensat bilden kann.
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 16. September 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Aber nur, wenn es sich um eine echte Luftschicht handelt. Bj 1914 legt den Verdacht nahe, dass es sich um zwei Schalen handelt, die mit Durchbindern zusammen gehalten werden. Da kanns dann schwierig werden mit dem Verfüllen des Hohlraums, weil sich unter den Durchbindern Hohlräume bilden können!
     
  16. nms1

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    dankedir für den Tipp...

    Ich muss da aber nochmal genau rechnen... Im Endeffekt geht es um 40.000Euro, welche ich im Effizientsanierenprogramm bekommen würde. Und bei dieser Summe hätte ich über 20 Jahre ein Ersparnis von ca. 4000 Euro gegenüber dem Moderniesierungskredit der KFW. Und bei diesen 4000 Euro werde ich doch nie und nimmer die zusätzlichen Maßnahmen abdecken können...
     
  17. Julius

    Julius

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    Genau das ist der Kasus Knacktus...!

    Daraus folgt:
    Man macht sinnigerweise das, was eh gemacht werden muß (hier z.B. das Dach) mit gutem heutigem Dämmstandard.
    Aber die Fassade und die Bestandsfenster läßt man, wie sie sind.
    Heizanlage auch (von möglichen Optinierungen, die da oft mit wenig Aufwand möglich sind, mal abgesehen).
     
  18. planfix

    planfix Gast

    wenn du eine förderung willst, brauchst du sowieso jemanden der für eine EnEV berechnung berechtigt ist.
    hol dir einen der das kann. bei energieberatern des handwerks hab ich gewisse vorurteile, weil ein heizungsbauer nicht so richtig gut die mauern und das dachbewerten kann und ein dachdecker sicherlich mit der bewertung von mauerwerk, heizung oder fenstern nicht so ganz fit ist.
    aus meiner sicht brauchst du jemanden, der zum ersten dein mauerwerk bewerten kann und dich dort über die richtigen/möglichen dämmmöglichkeiten informiert, aber eben auch für alle maßnahmen mal einen vergleich anstellen kann. sowohl was die kosten, aber auch was die technischen möglichkeiten und den sinn angeht.
    wenn man einen wirtschaftlichkeitsvergleich auf 20 jahre rechnet, wird man dann doch immer wieder verblüfft sein, welche maßnahme zu welchem ergebis führt.

    - Dach: richtig und wichtig, aber Statik nicht ganz vergessen!!!

    - Außendämmung: manchmal kritisch, meist teuer, nur anwenden, wenn nichts anderes zielführend ist ...Welches Ziel?

    - Neue Fenster: sicherlich sinnvol, warum nicht alle?

    - Kamin: warum? gibt es alternativen? vergleiche kosten und nutzen

    ...

    was ist mit dem fußboden?
    prüfe auch möglichkeit solare TW erwärmung (nach EnEV brauchst du auch umweltenergie) oder den einsatz einer wärmepumpe (hier rechne vollkosten Öl versus strom, mit laufzeit, wartung, kaminkehrer.

    damit dein vorhaben in 20 jahren auch noch gut dasteht, solltest du dir kompetente hilfe holen und nicht einzelne handwerker, von denen dir jeder einen auftrag für sich verkaufen will.

    so was sollte eben auch bedacht, geprüft und gegebenenfalls berechnet sein:
     
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  20. Julius

    Julius

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    Das sehe ich ganz anders. Die Fenster sind erst vor 11 Jahren erneuert worden. Daher dürfte ein vorzeitiger Ersatz alles andere als wirtschaftlich sein. Notwendig wohl sowieso nicht.

    Solare Trinkwassererwärmung müßte man ganz genau rechnen. Vermutlich ebenso sinnlos (bzw. wirtschaftlich kontraproduktiv).
    Deswegen eher nach Befreiungsgründen suchen (z.B. Baudenkmal?).

    Da Ölheizung, vermutlich Heizkörper, als kein echter Niedertemperaturbetrieb möglich. Somit auch Wärmepumpe nicht vernünftig verwendbar.
    Außerdem ist die relativ neue Öl-Anlage längst nicht abgeschrieben.

    Dem hingegen ist voll zuzustimmen!
     
  21. planfix

    planfix Gast

    naja julius, weißt du, ich hatte anfangs geschrieben:
    ohne das haus überhaupt gesehen zu haben kann hier recht viel mutmaßen. vor 11 jahren wurden nicht nur gute fenster verkauft. auch die muß man/frau erst angucken, bevor man da was bewertet.
    auf jeden fall lassen sich fenster billiger austauschen, als das ganze haus mit einem WDVS zu verpacken. und jemand der sich seiner aufgabe bewußt ist, wird sich die vorhandenen fenster genau anschauen.
    solare TW erwärmung, das haus soll event. KVW 100 werden. da solltest du nun mal auch EEG mit berücksichtigen. geht natürlich auch anders, aber wie gesagt, nicht ohne ortstermin, bestandsaufnahme und rechenarbeit.

    @ julis
    jetzt sag du mir mal bitte, wie viel EnEV nachweise du seit 2009 schon gemacht hast?
     
Thema:

Haus von 1914 auf KFW 100 sanieren???

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