Hausdrainage hängt am Schmutzwasserkanal

Diskutiere Hausdrainage hängt am Schmutzwasserkanal im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Unsere Baufirma hat offenbar den Ablauf der Hausdrainage (gebaut 1998) widerrechtlich an den Schmutzwasserkanal angeschlossen. Ein Videobefahrung...

  1. #1 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Unsere Baufirma hat offenbar den Ablauf der Hausdrainage (gebaut 1998) widerrechtlich an den Schmutzwasserkanal angeschlossen. Ein Videobefahrung der Gemeinde hat dies (wie bei 50 Prozent aller Häuser der Neubausiedlung; scheint gängige Praxis bei den Baufirmen zu sein) an den Tag gebracht und selbstverständlich die Beseitigung gefordert.
    Unser verantwortlicher Baufirmenchef sieht seinen Fehler ein, will nun den Garten aufbaggern, den Anschluss abklemmen und ein Sickerpack aus Schotter in das Loch legen, damit das Drainagewasser versickern kann. Uns beschäftigt die Frage, ob diese Maßnahme ausreicht, um das Wasser vom Keller (aus Ziegelsteinen) fernzuhalten (sehr schwerer Lehmboden, nur leicht geneigtes Gelände), oder ob nicht doch eine Hebeanlage notwendig ist, um das Wasser in den (höher liegenden Regenwasserkanal) zu transportieren und damit einen feuchten Keller zu verhindern.
     
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  3. MB

    MB Gast

    Wie ist denn der Keller abgedichtet?
     
  4. #3 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Ich schätze mal Standard: Poroton-Steine sind mit so schwarzen Bitumenbahnen abgedeckt, ansosnten wohl noch Bitumenanstrich (krame aber schnell nach Bildern)
     
  5. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Sicher ist das es nicht zulässig ist Drainwasser in den Kanal zu leiten ... ABER genauso sicher ist das dieses Drainwasser NICHT in den Regenkanal darf ... der Grund sind mitunter Verschlammung durch Ablagerungen etc.
    -
    Schwerer Lehmboden da hilft Ihnen diese Schotterpackung ABER auch nichts ... was wenn die Schotterpackung ruck zuck voll gelaufen ist ?
    -
    Die Abdichtung würde mich auch brennend interesieren ! ... den sobald Sie Drainung abstellen ist der vorhandene Anschluss VIELLEICHT nicht mehr ausreichend und das Wasser steht am Keller an ?

    MFG
     
  6. #5 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Zum Thema Abdichtung kann ich gern ein Bild einstellen (wenn mir jemand sagt, wie das geht) oder an die Diskutanten mailen.

    Beim Sickerpack bin ich eben auch skeptisch (Unternahmer sagt. Na dann ist das wasser eben unter der Bodenplatte, muss Sie nicht stören!). Als Alternative bliebe dann wohl Schacht mit Pumpe oder?
     
  7. MB

    MB Gast

    Dann stellt sich gleich die nächste Frage: wie ist die Bodenplatte abgedichtet. Bilder wären gut. Einfach an Josef Thalhammer oder an mich mailen: Mail an Martin Beisse
     
  8. #7 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Noch was zum Thema Regenwasserkanal, der in unserem deutlich höher liegt als der Schmutzwasserkanal. Deshalb haben 30 von über 60 Bauherrn in der Neubausiedlung den Anschluss (wissentlich oder unwissentlich durch die Baufirma) an den Schmutzwasserkanal angeschlossen. Die gemeinde ist wegen Fremdwasser- und Rückstauproblemen im Kanal hinterher, dass die Anschlüsse gekappt werden. Und sie verlangt ausdrücklich, dass die Drainagen an den regenwasserkanal angeschlossen werden, wenn das Wassetr nicht versickern soll!!!
     
  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    JA mailen Sie es an Hr. Beisse ... die Gemeinde will das Sie am Regenwasserkanal anschliessen ? *mmmh* haben Sie das schriftlich von der Gemeinde ? ... ich denk da etwas weiter den in der Regel entstehen durch z.b. die geplante Pumpe oder Drainwasser Rückstände ... WAS wenn die Gemeinde in 2 Jahren dann sagt "Jetzt lassen wir das auch nicht mehr zu ?" ... Holzauge sei wachsam dem schau ich schon etwas sketisch entgegen !

    MFG
     
  10. MB

    MB Gast

    Sozusagen unmögliche Forderung. Da ist meiner Ansicht nach der Planer für haftbar zu machen. ist schon eher ein fall für einen rechtsanwalt. Wenn der Keller aber gegen aufstauendes Sickerwasser abgedichtet ist, kann die Drainung ja egal sein. Kappen und gut ist.
     
  11. MB

    MB Gast

    Bild 1

    Hier das erste Bild


    [​IMG]
     
  12. MB

    MB Gast

    Bild 2

    [​IMG]
     
  13. MB

    MB Gast

    Bild 3

    [​IMG]
     
  14. #13 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Bilder sind gerade per Mail raus!

    Sorry, hat etwas gedauert (Töchterchen hatte Albtraum und brauchte Trost)

    Dämmung der Bodenplatte. Großes Fragezeichen. nachdem im Bauvetrag nichts besonderes steht, wird wohl auch nichts besonderes eingebaut sein.

    Das mit der Gemeinde gibts schriftlich. Die haben vor Baubeginn sogar eine Skizze mit der gwünschten baulichen Umsetzung verschickt. Und außerdem in einer Versammlung der 30 "schwarzen Schafe" ihre Forderung verkündet.
     
  15. MB

    MB Gast

    Bilder raus, Bilder rein :-)

    Sind doch schon da. Also weiße Wanne ist es nicht, schwarze Wanne auch nicht. Abdichtung der Bodenplatte fehlt offensichtlich. Die senkrechte "Abdichtung" ist wohl ein Witz, oder ist die ernst gemeint?
    Nochmal die Frage: welches Bundesland?
    Und dann, wer soll was zahlen? Rechtliche Seite geklärt?
     
  16. #15 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Wir reden über Bayern (hier soll ja manches anders sein als anderswo).
    Tja, außer, dass vor der Einfüllung der Erde und Recyclingmaterials noch Stroporplatten an die Wänden gestellt wurden, ist außer den Bitumenbahnen (ca. 0,5 cm dick) nix dran gekommen)...

    Und langsam wird mir auch mulmig in der Sache.
     
  17. #16 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Ich vergaß, die Kostenfrage: Das Bauwerk wurde durch einen (inzwischen bankrotten) Generalübernehmer erstellt. Weil der Subunternehmer, der den Rohbau und die Anschlüsse gebaut hat, weiß, dass wir ihn evtl. strafrechtlich piesaken können, fühlt er sich wohl in der Pflicht und will die Suche und den Abbau des Anschlusses sowie den Bau des Sickerpacks in Eigenregie machen. Den dann demolierten garten will er auch herrichten.
    Vielleicht schlägt er auch deshalb ein Sickerpack vor, weil dies die einfachste lösung ist anstatt eines zu bauenden Schachts nebst Pumpe und Anschluss (inkl. Graben). Doch in diesem Fall könnte er sich jristisch daraufzurückziehen, wass Schacht und Pumpe von uns zu zahlen sind, weil wir die auch hätten zahlen müssen, wenn die Ausführung von Anfang an so gemacht worden wäre.
     
  18. MB

    MB Gast

    BAUWORSCH

    Das ist ein Fall für Robert Worsch. Aber von welchen Bitumenbahnen reden wir denn? Ich sehe keine.
     
  19. #18 atoteles, 5. Mai 2002
    atoteles

    atoteles Gast

    Doch, doch. Ist wohl etwas schwer zu erkennen, aber an den Wänden kleben schwarze bahnen (ca. 0,5 cm dick). Ob das aber nun eine fachgerechte Abdichtung (womöglich gegen aufgestautes Sickerwasser) ist, weiß ich natürlich nicht.
     
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  21. MB

    MB Gast

    ???

    Wir rätseln gerade im Chat. Die Bahnen sollen Schweißbahnen sein? Welche breite haben die denn? So glänzend kenne ich die nicht. Wenn es aber wirklich Bitumenschweißbahnen mit 4 oder 5 mm Dicke sind, ist das sogar zulässig gegen drückendes Wasser. Von der Bodenplatte mal abgesehen. In diesem Falle müßte gar nichts gemacht werden, einfach Drainung abklemmen.
    Der Teufel liegt dann aber im Detail. Wie dick ist die Bodenplatte? Auf dem Bild geschätze 20 cm.
     
  22. #20 bauworsch, 5. Mai 2002
    bauworsch

    bauworsch Gast

    @atoteles

    Aus der angeblichen Bahn werde ich nicht so schlau, aus der rechten Kellerseite des Bildes könnte man vermuten, eine mögliche Überlappung von Bahnen zu erkennen, aber die Bahnen wären dann nur ca. einen Stein breit, außerdem ist mir keine Bahn bekannt, die eine so "glänzende" Oberfläche hätte. Das zum Thema Abdichtung. Eine Einbindung der Dränung in den Regenwasserkanal wäre ja klasse, wenn´s denn die Gemeinde tatsächlich und schriftlich zulassen würde. Und wenn die ausführende Firma schon den Fehler eingesteht, dann soll sie das auch machen, ohne wenn und aber und Mehrkosten.
     
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