Hauskauf Empfehlung

Diskutiere Hauskauf Empfehlung im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Bauexperten, ich habe mir vor ein paar Wochen ein Haus Bj. 1999 angesehen. Eigentlich gut in Schuss. Im Keller dann die...

  1. #1 stefanL284, 14.09.2018
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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich habe mir vor ein paar Wochen ein Haus Bj. 1999 angesehen. Eigentlich gut in Schuss. Im Keller dann die Überraschung. Der gesamte Boden ist ca. 2-3 cm abgesackt. Zusätzlich war im gesamten Keller die unterste Steinreihe stark feucht/nass. Im Keller ist zusätzlich ein Pumpensumpf verbaut in dem auch schon das Grundwasser zu sehen war. Habe dann einen Gutachter bestellt. Er hat sich alles angesehen ( auch den Bauantrag) und sagte mir dann, dass die Kombination aus hoch stehendem Grundwasser und einem Bau der auf einem Streifenfundament steht keine gute Kombination ist und er einen Kauf nicht empfehlen könnte. Trotz des trockenes Sommers wäre ja noch immer Grundwasser im Pumpensumpf. Man hätte damals mit richtigem Fundament bauen müssen und nicht mit einem Streifenfundament. Kann mir jemand was dazu sagen?Bzw. weiß jemand wie damals jemand auf die Idee kommen könnte trotz des Grundwassers nur mit Streifenfundament zu bauen?

    Danke und Gruß
     
  2. #2 bauspezi 45, 14.09.2018
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    sicherlich waren das die Selberbauer, denn 99 wurden schon lange Fundamente und Stahlbeton Bodenplatten gebaut.
    Wenn dann auch noch schlecht isoliert wurde, kann man evtl. auch andere Baufehler
    finden, also gründlich nachsehen
     
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  3. #3 simon84, 14.09.2018
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    Ist alles relativ. Wenn der Preis die Mängel reflektiert dann ist es doch ok. Nicht jeder braucht einen furztrockenen Keller.

    Auf jeden Fall muss der Preis signifkant günstiger als vergleichbare Objekte sein.

    Keller Trockenlegung ist nicht billig und in dem Fall evtl gar nicht wirtschaftlich machbar
     
  4. #4 stefanL284, 15.09.2018
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    Danke für die Antworten. Der Gutachter meinte dass es sich nicht rechnen würde. Außerdem könne man das Problem des hoch stehenden Grundwassers ja nicht lösen. Man würde den Keller zwar schon Trocken bekommen, aber er sagt es wäre immer möglich, dass das Streifenfundament unterspült wird. Es wäre nicht gut dass der Grundwasserstamd trotz der Trockenheit der letzten Monatr so hoch wäre. Mit einem relativ feuchten Keller kämen wir klar. Möchten aber nicht, dass das Haus starke Schäden bekommt.
     
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  5. #5 simon84, 15.09.2018
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    Ja dann weitersuchen, leider
     
  6. #6 stefanL284, 17.09.2018
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    Ich habe mal ein Bild gemacht. Dort sieht man den Aufbau des Fundaments und der Bodenpaltte im Keller. War gestern im Haus und habe mit einem Messgerät die Wände gemessen. Untere Steinreihe ist feucht. An einer Stelle im Keller war der Bodenbelag entfernt und der Estrich bis zur Dämmung abgetragen. Die Dämmung war wohl irgendein ökoligisches Zeug welches Nass wurde und nachgegeben hat. Habe dann einfach mal das Messgerät reingehalten. Dort hat er mir quasi 100% Feuchtigkeit angezeigt. Das würde ja Bedeuten dass die Bodenplatte Nass ist da darunter Grundwasser in der Nähe steht. Auch würde es mich interessieren ob es was zu bedeuten hat dass im Pumpensumpf immer Wasser steht. Das heißt doch, dass dort unmittelbar Grundwasser vorhanden ist. Kann mir jemand was zu der Kombination Streifenfundament - Bodenplatte Keller - Pumpensumpf - hoch stehendes Grundwasser sagen?
    Ist das eine gängige Bauweise, oder hätte man das anders regeln sollen?
    Danke
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  7. #7 simon84, 17.09.2018
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    Bei schlechten Bodenverhältnisse ist jedenfalls in der Regel mehr Fundament nötig als das hier (tiefer)
     
  8. #8 bauspezi 45, 17.09.2018
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    auf den ersten Blick ein Haus wie viele andere auch,
    Fundamente, Bodenplatte, Mauerwerk, Fertigteil Decken
    das entscheidende wäre die Ausführung der Kellerisolierung
    die offensichtlich fehlerhaft und in ungenügender Auftragsstärke
    durchgeführt wurde,
    Ob eine Drainage vorhanden ist ist nicht erkennbar.
    Der Pumpensumpf, so wie das Wort schon sagt, ist zum Abpumpen des
    Sickerwassers gedacht, aber offensichtlich fehlt die Pumpe.
    Das Wasser stand sicher mal so hoch das es unter den Estrich
    und Dämmung gelaufen ist.
    der sollte komplett entfernt werden.
    Um den Zustand der Kellerisolierung fest stellen zu können
    müsste eine Probeschachtung bis UK Bodenplatte veranlasst
    werden.
    ein Gutachter sollte auch zu Rate gezogen werden.
    das soweit aus meiner Sicht
     
  9. #9 simon84, 17.09.2018
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    Der Gutachter hat doch schon gesagt "Finger Weg ! " :)

    Risiko Unterspülung Fundament
     
  10. #10 bauspezi 45, 17.09.2018
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    wo Du Recht hast haste Recht, hatte in #6 alles gelesen
     
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  11. #11 stefanL284, 17.09.2018
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    Wir hatten Freitag auch noch ein Gespräch mit dem Gutachter. Ich sagte wir wären bereit noch einiges an Geld zusätzlich zu investieren. Die von mir genannte Summe von ca. 30.000 Euro konnte er mir aber nicht bestätigen. Um es ganz Trocken zu bekommen sagte er eher das Doppelte. Wenn wir dann Fertig wären, dann hätten wir für das Haus ungefähr den Preis bezahlt wie bei einem Neubau in vergleichbarer Größe. Und dann wäre immer noch die Gefahr des Unterspülens da. Das Grundwasser ist halt da. Das geht ja auch nicht weg. Das dieser Fall Eintritt da müssten natürlich schon mehrere Negative Umstände beisammen kommen. Bei uns spielen da aber noch ein paar emotionale Bewegründe mit. Seine Aussagen hat er mit dem wissen getätigt, dass wir auch schon ein Baugrundstück haben und ein Neubau für uns auch eine Option ist. Da kann er natürlich leicht sagen dass wir es nicht kaufen sollen sondern ein neues Haus bauen sollen.
    Ich denke ja mal, dass diese Situation ja in ganz Deutschland noch sehr sehr oft vorkommt und wir vielleicht ein wenig zu vorsichtig sind. Schwierig schwierig......
     
  12. #12 msfox30, 17.09.2018
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    Wer sagt, dass dieser Fall nicht eintritt? Die Kosten solltest du dann auch jetzt schon mit einrechnen.
    Also dafür, muss man schon das Grundstück und Haus seeeehr lieben.
    Das wird er nicht. Er berät euch und wenn ihr beratungsresistent seid, kann er es halt nicht ändern. Und wir auch nicht...
    Ja, das kommt sicher oft vor. Darum will solche Häuser auch keiner haben. Außer man plant gleich einen Abriß und Neubau.
    Bestellst'e Sch..ße, bekommst'e Sch...ße.
     
  13. #13 bauspezi 45, 17.09.2018
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    eigentlich ist ein Haus Bj 99 noch nicht sehr alt.
    wenn man dem Verkäufer die Mängel richtig darlegt und die Kosten der
    Beseitigung nennt wird er sicher mit dem Hauspreis runter gehen
    müssen denn sonst wird er das ding nur schwerlich los.. Hart verhandeln..
     
  14. #14 simon84, 17.09.2018
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    Ja, es steht ja leider nicht dabei wo das Haus steht, also ist unklar wie es mit den Preisen ausschaut,
    aber so ein Haus muss man natürlich nicht nur 30.000 runterhandeln sondern eher 100.000 :)
     
  15. #15 stefanL284, 17.09.2018
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    Wir sind natürlich nicht Beratungsresistent sondern hoffen darauf, dass vielleicht jemand was anderes sagt. Wir hatten halt schon viele Hoffnungen in dieses Haus gesteckt. Es gibt auch ein Gutachten von 2014. Dort wurde ein Wert ermittelt. Dieser Preis wurde jetzt auch als Verkaufspreis genannt. Laut Verkäuferin war der abgesenkte Boden zu der Zeit schon da gewesen. Die Probleme mit der nassen ersten Steinreihe kamen aber erst Anfang diesen Jahres. Ich habe mal ein wenig recherchiert. Es ist also tatsächlich so, dass es im Dez 17 und Jan 18 sehr große Niederschlagsmengen gab. Schon einiges mehr als in den Jahren davor. Zu der Zeit soll dann auch der Schaden entstanden sein. Jetzt haben wir dann die Bedenken, dass immer wenn es mal über einen längeren Zeitraum länger regnet, Wasser ins Mauerwerk eindringt.
     
  16. #16 simon84, 17.09.2018
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    Die Tatsache, dass der Verkäufer ein Gutachten erstellen lassen hat zeigt dir mehrere Möglichkeiten auf.

    1. Er will das Haus evtl schon länger (erfolglos) verkaufen bzw. hat den Gedanken dazu

    2. Dort ermittelte Werte sind für dich sowieso nur bedingt relevant, erstens hat sich in den letzten 4 Jahren viel getan am Markt und zweitens solltest du bei der Preisbildung für ein mögliches Angebot als Käufer immer von einem mängelfreien Referenzhaus ausgehen und die tatsächlichen Kosten für die Mangelbehebung + Puffer abziehen.
    Wenn es Mängel gibt die dir egal sind, dann kannst du das natürlich bei deiner Verhandlung berücksichtigen.

    3. Du kannst davon aber davon ausgehen, dass alle dort genannten Mängel auf jeden Fall bestehen oder bestanden, falls in der Zwischenzeit behoben. Mängel denkt sich ja keiner zum Spass aus.

    Wie gesagt, besonders viel hast du ja nicht zu dem Haus gesagt in Bezug auf Preis und Standort, aber wenn es nicht mind 50-100 T EUR billiger ist als ein vergleichbares Objekt in der Nähe, dann lass es lieber.

    So was wird schnell ein Fass ohne Boden. Sogar ein ganzes Dach ist noch mit weniger Aufwand getauscht als Keller abdichten, nachträglich Fundamente vertiefen, ggf. neue Bodenplatte rein und so weiter.
     
  17. #17 stefanL284, 17.09.2018
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    Ok. Ein paar Informationen fehlen natürlich. Also das Gutachten wurde innerhalb einer Scheidungsangelegenheit erstellt. Also zur Wertermittlung für die Auszahlung an eine der beiden Parteien. Der Preis liegt bei 310.000€ und das Haus steht im Saarland im Kreis Merzig. Ich werde mir mal Einblick in das Gutachten verschaffen und mal sehen was da steht.
     
  18. #18 stefanL284, 20.09.2018
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    Wir haben uns entschieden, dass wir das Haus nicht kaufen werden. Wir werden also unseren Bauplatz nutzen und Neu bauen. Danke für die Hilfe und die Informationen.
     
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  19. #19 msfox30, 20.09.2018
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    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende
    Auf alle Fälle weißt du jetzt für den Neubau, worauf man von Anfang an achten muss.
    Grundlage hierbei bildet das Baugrundgutachten, was VOR der Vertragsunterzeichnung erstellt wird. :-).
     
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  20. #20 stefanL284, 20.09.2018
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    Ja, das werde ich dann auf jeden Fall vorher machen!
     
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