Heizung bei offenem Gewölbekeller

Diskutiere Heizung bei offenem Gewölbekeller im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich habe einen Altbau mit offenem Gewölbekeller. EFH. Luke nach draußen (ohne Fenster) und offen zum Flur oben. Vom Flur geht...

  1. #1 KBecker, 11.12.2020
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    Hallo zusammen,

    ich habe einen Altbau mit offenem Gewölbekeller. EFH. Luke nach draußen (ohne Fenster) und offen zum Flur oben. Vom Flur geht eine Treppe in einen offenen Wohnbereich. Also keine Türen zum Wohnbereich, sondern offene Verbindung zu dem Gewölbekeller. Eigentlich sollte Kälte ja unten bleiben,aber das tut sie nicht. Es gibt Luftbewegungen. Ich kann zwar enorm dagegen anheizen, auch in dem Flur unten, aber ich suche eine bessere Lösung. Hab ich alles so vom vorherigen Eigentümer übernommen.

    Hier greifen verschiedene Gewerke ineinander. Feuchtigkeit, Belüftung, Heizen ..... vorab wäre ich für Gedanken und Ideen schon mal dankbar, aber letztlich brauche ich einen Experten, der sich das Gesamt mal ansieht. Ich tue mich schwer, solche Leute zu finden. Hat jemand Ideen? Altbausanierung machen viele, aber die bauen dann Bäder ein, malern etc, aber ich brauche letztlich ein Wärmekonzept und gleichzeitig eine Lösung für die Feuchtigkeit. Ich habe eine neue Heizung eingebaut und in den Räumen, die durch Türen verschließbar sind, wirds auch schön warm. Nur dieser offfene Bereich, der aber auch der Kernwohnbereich ist, da funktioniert was nicht.

    Grüße
    KBecker
     
  2. #2 Andreas Teich, 11.12.2020
    Zuletzt bearbeitet: 12.12.2020
    Andreas Teich

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    Prinzipiell sollten Bereiche mit niedrigeren Temperaturen von Wohnräumen immer abgetrennt und gedämmt werden-
    wie das gestalterisch und technisch am besten gelöst wird hängt von den örtlichen Bedingungen ab.

    Wenn feuchte, warme Luft aus Wohnräumen oder von draußen auf kühle Kellerwände trifft gibts zwangsläufig Kondensat,
    das in erheblichen Mengen entstehen kann. Die Kellerluke müßte abgedichtet und nur bei kühleren Außentemperaturen zum Lüften geöffnet werden.
    Bequemer sind zeit- oder feuchtegesteuerte, dezentrale, kleine Lüftungsanlagen, ich habe welche von Bayernluft für solche Zwecke- am einfachsten und günstigsten ist ein kleiner Ventilator mit Zeitschaltuhr.

    Wenn du deinen Wohnort eingibst findet sich hier vielleicht jemand zur Beratung-
    am besten deine Fragen hier eingeben mit näheren Infos, Fotos etc.
     
  3. #3 KBecker, 11.12.2020
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    Ja, das ist ein komplexes Problem. Ich wohne in Bonn. Der Vorbesitzer hat mal eine Holztür am Eingang zum Gewölbekeller eingebaut. Die war total naß als ich das Haus kaufte und brachte wärmemäßig auch nicht wirklich viel. Seitdem alles offen ist, ists im Keller ziemlich trocken. Da ist jetzt voll Durchzug zum Wohnbereich. Schließ ich die Tür, dauert es nicht lang und Schimmel bildet sich an den Türkanten. Letztlich müßte mich jemand beraten, der speziell Ahnung hat von Feuchte- und Energie in Altbau der ca. 150 Jahre alt ist. Ich denke hier liegen konzeptionelle Probleme vor.

    Energieberater beraten mich hinsichtlich Dämmung. Aber Dämmung führt dann schnell zu Feuchtigkeit. Also ich denke, das muß alles irgendwie atmunsaktiv bleiben, aber trotzdem gedämmt. Wenn ihr jemanden aus dem Raum Köln/Bonn kennt, würde ich mich sehr freuen.
     
  4. #4 simon84, 11.12.2020
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    Kannst du genauer beschreiben was dir da bis jetzt geraten wurde ?

    dass Dämmung zu Feuchtigkeit führt ist so auch nicht ganz richtig und aus dem Kontext gerissen.

    auf welcher Seite war sie nass? Wo bildet sich Schimmel ?
    Genauere Infos bitte.

    schematisch hast du mehrere Ansätze.

    1. Dämmung der Außenhülle. Je besser gedämmt, desto weniger „Feuchtigkeit“ an den Außenwänden da die Bauteil Temperatur höher ist.

    2. Luftdichtigkeit. Und zwar ab der Keller Tür und der gesamte Keller selbst. Das muss luftdicht ggf. diffusionsoffen sein, nicht „atmungsaktiv“ vergiss das Wort, das wird werbetechnisch ausgeschlachtet.
    Also wenn der Keller Fenster hat müssen diese dicht sein etc. und eine einfach Holztür zum Keller kann geeignet sein, muss aber nicht, ggf ist da eine andere Lösung mit Dichtebenen rundum etc.

    3. kontrollierte Lüftungsanlage siehe „bayernlüfter“ oder ähnlich für den Keller
     
  5. #5 Andreas Teich, 12.12.2020
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    Wie gesagt sollten Bereiche mit unterschiedlichem Temperaturniveau in jedem Fall gedämmt werden.

    Die Kellertür und ggf die umgebenden Bereiche sollten nicht nur gedämmt sondern auch gut abgedichtet werden,
    da anderenfalls durch undichte Türfälze an diesen Feuchtigkeit durch Taupunktunterschreitung entstehen könnte,
    wie es auch bei gut gedämmten Fenstern der Fall sein kann.

    ZB könnten Korridortüren mit Klimaklasse 3 und Bodendichtung verwendet werden.
    (Wenn ich nicht in Österreich bin halte ich mich ganz in der Nähe von Bonn auf- anrufen ist jederzeit möglich)

    Unkontrollierte Kellerlüftung unterbinden.
    Feuchtigkeit im Keller reduzieren, ggf durch Abdichtung des Bodens oder andere Maßnahmen.

    Klimatische Verhältnisse im Keller mittels Hygrometer und Thermometer feststellen,
    Oberflächentemperaturen mit Infrarotthermometer ermitteln und mit Taupunktrechnern das Kondensatrisiko bewerten.
     
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