Heizung für Neubau

Diskutiere Heizung für Neubau im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Experten, wir planen für Frühjahr 2012 unser neues Haus: 12x 11 m Süd Ausrichtung auf gedämmter Bodenplatte Proton T8 oder T7...

  1. #1 ikapika, 14.10.2011
    ikapika

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    Liebe Experten,

    wir planen für Frühjahr 2012 unser neues Haus:

    12x 11 m Süd Ausrichtung auf gedämmter Bodenplatte
    Proton T8 oder T7 mit 49 cm Perlitefüllung
    Dreifachverglasung
    Dach: hinterlüftete Aufsparen- und Zwischensparendämmung
    Kwl mit Wrg
    Schweden oder Grundofen
    Energiebedarf sollte so knapp über oder gleich einem Passivhaus ca. KFW 40 sein.


    die Frage ist nun brauchen wir eine zusätzliche Heizung , z.b eine Kleinst Luft / Luft Wärmepumpe um den Wohnraum zu erwärmen ?

    Wie könnte man am effektivsten Warmwasser bekommen ?

    Wir möchten fast im gesamten Haus ca 18-20 Grad.

    Danke für die Tipps :bau_1:
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Ja.

    Was hat Priorität? Effizienz oder geringe Kosten?
    Wie hoch ist Euer WW-Bedarf? Was für Zapfstellen gibt´s im Haus? Wie genutzt?

    Man könnte beispielsweise el. DLE verwenden (bei geringem WW Bedarf evtl. die wirtschaftlichste Lösung), oder eine BW-WP deren Speicher mit an den Ofen angebunden wird. Sollte sowieso eine Art WP zum Einsatz kommen, dann könnte die das WW auch erzeugen.

    Gruß
    Ralf
     
  3. #3 ikapika, 14.10.2011
    ikapika

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    Priorität hat eigentlich beides :)

    Wir sind 2 Erwachsene + 2 Kleinkinder . WW ca 200-400 l / Tag !?

    Zapfstellen :
    EG : Küche + Gästebad
    OG : 2 Badezimmer
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Da würd ich mit allen Frauen in meinem Bekanntenkreis Stress bekommen...

    VIEL zu kalt, bist du dir sicher, das du die Heizung so unterdimensionieren willst?

    Dein Besuch wird sich bedanken...
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Also kein 500 Liter Whirlpool? ;)

    Ich würde hier wohl auf eine BW-WP setzen.

    Das Thema "Ofen" müsste man noch durchdenken. Mit 18°C Raumtemperatur würde ich nicht rechnen, denn die Wohlfühltemperatur der meisten Menschen liegt eher über 20°C.
    Bei der geringen Heizlast wird dieses Thema sowieso spannend. Da muss man die raumweise Heizlast genauer unter die Lupe nehmen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #6 driver55, 14.10.2011
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    Temperaturen

    18°C haben wir auch im Haus, allerdings im Keller.:D

    Ich habe die Vermutung, dass alle, die von 18°C...20°C reden, noch nie ein Thermometer in der Bude hatten und somit überhaupt nicht wissen, wie sich 20°C "anfühlen".
    Ab 23°C wird es langsam angenehm...
     
  7. #7 ikapika, 15.10.2011
    ikapika

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    wir wohnen seit 8 Jahren in einem 60 Jahren alten Haus. Wir heizen nur Wohnzimmer und Küche , haben dort im Schnitt 20 °C , der Rest des 80 m² Hauses wir nicht geheizt liegt bei ca 10 °C im Winter, Schlafzimmer ist auch unter 10 °C. Also für uns sind konstante 18 °C das gleiche wie für andere Ü20°C :)..

    Meine Überlegung war, das wir im Schnitt 18-20 °C im Haus haben und im Wohnzimmer bei Bedarf den Holzofen einschüren.

    Gruss Ikapika
     
  8. flo79

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    Hihi,

    mal ne Frage. Ihr wollt den Ofen oder Grundofen scho mit Wassertasche oder? Also mit ner Fußbodenheizung?

    Ich würd ne gute Lüftungsanlage mit WRG und Feuchterückgewinnung nehmen. Dazu evtl. einen Erdwärmetauscher der die Luft noch vorwärmt.

    Die Restwärme und die WW-Bereitung könnte man auch durch eine Mini-EWP eines österreichischen Herstellers decken. Is zwar nicht der Hammer bezgl. den Werten aber dafür mit rund 2.000 Euro (ohne Zubehör) auch nicht so teuer. Oder halt irgendwas mit Solar.

    Gruß Flo
     
  9. #9 ikapika, 15.10.2011
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    Fußbodenheizung hatten wir nicht im Sinn, die Mini EWP hört sich gut an,
    mit Solar denk ich wird es teuerer und uneffektiver WW zu erhalten als mit der Wärmepumpe. Die Wärme die wir durch Kochen , Trockner und Holzofen erzeuge kann ich mit der KWL doch auch im ganzen Haus verteilen oder ?

    Gruss ikapika
     
  10. flo79

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    Also bin kein Experten aber was ich bisher gelesen hab verteilt eine KWL die Wärme nicht bzw. nur relativ gering.

    Wie wollt ihr z.B. das Bad heizen wo es ja normalerweise biserl wärmer sein soll. Was soll die Luft/Luft-WP im Wohnraum bringen wenn da eh der Grundofen steht? Brauch ich ja eher für die anderen Räume was. Oder wollt ihr alles ohne Türen und offen damit die Wärme sich verteilen kann?

    Ganz versteh ich euer Konzept noch nicht.

    Gruß Flo
     
  11. #11 driver55, 15.10.2011
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    Weil gespart wird oder weil's keine Heizung gibt?
    Wer schläft eigentlich freiwillig in einem Kühlschrank?:wow
    Kommt ihr aus Sibirien?

    Passivhaus und Schwedenofen passen auch nicht wirklich zusammen...

    Was schlägt denn der Planer vor?
     
  12. R.B.

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    Überlegungen sind ja schön und gut, aber wie wär´s mal mit einer richtigen Planung?

    Ich befürchte, da werden einige Punkte überschätzt, andere unterschätzt. Heizlast ist das Maß der Dinge, und Schwedenofen und PH, das wäre Unsinn im Quadrat.

    Gruß
    Ralf
     
  13. #13 ikapika, 19.10.2011
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    Die Heizlast liegt zwischen 3-4 kW. Im Erdgeschoss wird die offene Küche mit Esszimmer und auch Wohnzimmer sein - ohne Wände, alles offen.

    Warum ist ein Ofen in einem Passivhaus Unsinnig ? Ist doch gut wenn man ein Reservesystem hat, das bei dauerhaften Minus Graden mit die Lüftungsanlage unterstützt.

    Mit gedämmten Rohren sollte das kein Problem sein. Denke ich. Kann mich auch irren. Aber genau das will ich ja hier im Forum erörtern.


     
  14. R.B.

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    Weil ein PH so geplant wird, dass man möglichst ohne Wärmeerzeuger auskommt, bzw. die Heizlast so niedrig ist, dass ein Kaminofen aus der Bude ruckzuck eine Sauna macht.

    Gruß
    Ralf
     
  15. #15 ikapika, 19.10.2011
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    auch ein 2-5 kw ofen mit 2-3 Holzscheiten ?
     
  16. R.B.

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    Du kannst auch eine Kaffeetasse mit Bioethanol anzünden. ;)

    Die Leistungsangaben sind immer so eine Sache. Würgst Du den Ofen ab, dann geht der Wirkungsgrad in den Keller. Ich kenne keinen Kaminofen den man bei so kleinen Leistungen noch sinnvoll betreiben kann.

    Überlege mal, wenn Dein Haus insgesamt nur noch eine Heizlast von 2kW hat (das dann bei -12°C oder -14°C), dann reden wir bei sagen wir mal 0°C von vielleicht 1kW....und zwar für das GANZE Haus. Der Aufstellraum hat vielleicht ein paar Hundert Watt.

    Und nicht vergessen, brennt das Holz erst, dann kannst Du den Ofen nicht einfach abschalten. Dann musst Du die Zimmertemperatur über offene Fenster "regeln". ;)

    Gruß
    Ralf
     
  17. #17 ReihenhausMax, 19.10.2011
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    Vielleicht relativiert sich der Leistungsüberschuß ja auch ein bisschen dadurch,
    daß der Ofen ja nicht 24h pro Tag brennt und die Wände, Boden/Decke, Möbel
    unabhängig von der Masse des Ofens ja auch Wärme puffern können? Die
    Preisfrage ist natürlich wie schnell das geht.

    Hab leider keine praktische Erfahrung zu bieten, die hier sicherlich hilfreich
    wäre.
     
  18. #18 ikapika, 20.10.2011
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    das war auch mein Gedanke Max , 49 cm Poroton T7/8 als Speichermasse und die Innenwände aus Kalksandstein, der Wärmeüberschuss dann durch die Lüftungsanlage verteilt, eingeheizt wird ja nicht mit einem Bullerjan, sondern einem kleineren Ofen. eventuell mit Wassertaschen.

    Gruss Ikapika
     
  19. R.B.

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    Da musst Du aber viel Luft durch die Gegend bewegen um hier nennenswert Energie zu verteilen. Bei 1kJ/kg*K und etwa 1,3kg/m3 kommt da Einiges zusammen. Zudem stellt sich die Frage, wohin verteilen, wenn das ganze HAUS nur eine Heizlast von 1-2kW hat?

    Die Sache mit der Speichermasse ist schön und gut, aber wenn man auch hier mal weiter nachdenkt, wird man automatisch über so Begriffe wie Temperaturleitfähigkeit stolpern (nicht zu verwechseln mit Wärmeleitfähigkeit).
    Vereinfacht gesagt, in der Temperaturleitfähigkeit steckt noch der Faktor Zeit, also wie schnell die Speichermasse die Wärme überhaupt aufnehmen kann.

    So, und jetzt überlegen wir mal, wie schnell so ein Ofen die Energie bereitstellt. Bei Nennleistung fällt stündlich ein Überschuß von sagen wir mal mehr als 4kWh an, ein Abbrand dauert angenommen 3h, das wären 12kWh in 3 Stunden. WOHIN DAMIT?

    Über die Luft verteilen fällt flach, bei 0,3Wh/m3K müsste ich mal locker 13.000m3/K bewegen, bei 5K Temperaturdifferenz wären es immer noch 2.600m3, und das stündlich.

    In die Speichermasse einlagern? Ohne nachgerechnet zu haben, werden die Wände innerhalb dieser kurzen Zeit nicht einmal annähernd die Energiemenge aufnehmen können.

    Also, was bleibt? Richtig. Die Raumtemperatur im Aufstellraum wird sich erhöhen, und zwar ganz ordentlich.

    Unterstellen wir einen Aufstellraum von 60m2, dann stecken darin ca. 150m3 Luft. Um diese Luft von sagen wir mal 18°C auf 23°C zu bringen genügen bereits 225Wh. Man beachte, oben hatten wir bereits einen Überschuß von 4.000Wh der jede Stunde anfällt.

    Man muss kein Prophet sein um zu erkennen, was da passiert. Ich habe kein Problem mit Kaminöfen, aber Kaminofen und Passivhaus, das passt nicht zusammen.

    Gruß
    Ralf
     
  20. #20 ikapika, 22.10.2011
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    hmm , apropos, im Obergeschoss will ich ins Bad eine Sauna integrieren. :mauer , wird dann wohl ein totaler Overkill ?

    LG Ikapika:winken
     
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