Heizung, Warmwassserbereitung im Passivhaus

Diskutiere Heizung, Warmwassserbereitung im Passivhaus im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten, was meint Ihr zu dieser Konfiguration (Auszug aus einer Baubeschreibung). Funktioniert das im realen Leben??? Heizung,...

  1. #1 Markus1969temp, 26. Mai 2004
    Markus1969temp

    Markus1969temp Gast

    Hallo Experten,

    was meint Ihr zu dieser Konfiguration (Auszug aus einer Baubeschreibung). Funktioniert das im realen Leben???

    Heizung, Lüftung, Wärmerückgewinnung:

    Das Kernstück eines Passivhauses ist die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Ein übliche Heizungsanlage mit Verteilleitungen und Heizkörpern ist in einem Passivhaus nicht erforderlich. Die sehr geringe Heizwärme, welche in ein Passivhaus eingebracht werden muß wird mittels der Frischluft und der vorhandenen Lüftungsanlage in die einzelnen Räume transportiert. Zur Erwärmung der Zuluft wird ein Wärmetauscher und eine Luftwärmepumpe eingesetzt. Die verbrauchte Raumluft wird über ein Rohrsystem dem Wärmetauscher zugeführt. In diesem wird der Abluft die Wärme entzogen und mit der gewonnen Energie die frische Zuluft erwärmt. Für die Erwärmung auf bis max. 50 ° C sorgt die Luftwärmepumpe. Die Frischluft wird über einen ca. 35 m langen Erdwärmetauscher vortemperiert und der Wärmepumpe zugeführt.
    Abluftkanäle befinden sich in Räumen wie Küche, Bad, Hauswirtschaftsraum und WC. Die Frischluftzufuhr erfolgt im Eß- und Wohnzimmer, in den Kinderzimmern, im Gästezimmer, im Schlafzimmer und im Hobbyraum. Im Wohnraum im Erdgeschoß wird eine zentrale Bedieneinheit für die Steuerung der Anlage angebracht.

    In den Bädern wird eine elektrische Fußbodenheizung unter den Fliesenboden eingebaut. Sie wird über ein Thermostat und einer Schaltuhr mit Tages- und Wochneprogramm gesteuert.

    Warmwasserbereitung:

    Zur Warmwasserversorgung wird im Untergeschoß ein zentraler Brauchwasserspeicher mit 300 l Inhalt installiert. Die Erwärmung des Wassers erfolgt über die Solarkollektoren auf der Südseite des Daches (integriert mit den Dachflächenfenstern) sowie der vorhandenen Luft-Wärmepumpe. Zusätzliche befindet sich im Speicher noch ein elektrischer Heizstab mit Sicherheitstemperaturbegrenzer.
     
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  3. mls

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    ja .. nicht immer, aber immer öfter :)
     
  4. gurki

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    ja das funktioniert so. nur reserven hat man mit dem system kaum welche, das haus darf halt nicht auskühlen. bei trübem wetter wird hauptsächlich der heizstab für die ww-bereitung laufen, denn die wärmepumpe hat nicht genug leistung für heizung+ww.

    (ich habe lüftung und pellets-kaminofen und solar)
     
  5. #4 markus1969temp, 27. Mai 2004
    markus1969temp

    markus1969temp Gast

    das bedeutet, das während der Heizperiode das System durchgängig auf Normalbetrieb laufen sollte(keine Nachtabsenkung, keine Urlaubsschaltung). Damit vermeide ich dann das kompl. auskühlen, oder?
    Reicht denn die el. Zusatzheizung bei längerer Periode (6 Wochen Dauernebel) ohne solare Strahlung zur Warmwasserversorgung und Heizung. Bei so ner Wetterlage ist die Stimmung eh schon mies aber dann noch im Haus frieren und duschen im örtl. Hallenband würde wohl die Nerven blanklegen.

    Möchte eben böse Überraschungen im Praxisbetrieb vermeiden.
     
  6. gurki

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    Nachtabsenkung gibt es keine, beim Urlaub kannst wohl um ein paar Grad absenken, musst halt damit rechnen, dass es einige Stunden dauert, bis wieder alles warm ist.
    Der el. Heizstab kann normalerweise die WW-Bereitung alleine sicher stellen.
    Die Wärmepumpe ist in ihrer Leistung sehr beschränkt, das Haus muss genau auf seine Heizlast gerechnet werden, sonst kann es sich evtl. nicht ausgehen.
    Manchen ist mit solchen Systemen halt schon ein bisschen kühl geworden, wenn nicht genau geplant oder Ausführung nicht mit Rechnung übereinstimmt.
    Übrigens, eine Gegend mit 6 Wochen Dauernebel ist für Passivhäuser denkbar ungeeignet!
     
  7. Stephan

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    Vor einem Jahr hätt ich gesagt, dass es so funkt, heute bin ich etwas schlauer: Problem ist die Heizung und der Heizstab in Ihrer Lösung. Was das Ding an Leistung zieht - mal einen Vergleich ankucken :-) http://www.bauweise.net/bautagebuch/wohnen/heizen/strom.htm
    Die Verteilung der Wärme, die bei Ihnen nur von der Abluft-WP und der Solaranlage kommen soll rein über die Lüftung sehe ich als gewagt an - wir sind froh, dass wir noch wenige Wandheizungen haben :-) Der Rest ist sehr mau beschrieben, gehts etwas genauer, was will der BT da einsetzen, Wärmebedarf, wirds wirklich ein Passivhaus?
     
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  9. mls

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    wenn die anderen parameter so gut sind wie der dämmstandard und a/v nicht zu schlecht ist, erfüllt das haus locker die phi-richtlinien. der wand-/dachaufbau wurde in einem parallelthread beschrieben, u-werte um 0.1 ..
     
  10. #8 Markus1969, 30. Mai 2004
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    Hier ist der Link zum angesprochen thread.

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?s=&threadid=4089

    Der Baukörper ist sehr kompakt (imho). rechteckiger Grundriss, keine Erker, keine Dachgauben, Satteldach, also sehr puristich...

    Die Richtlinen des PHI sollen lt. Anbieter eingehalten sein

    Zum Einsatz kommt ein Kopmaktsystem AEREX BW

    http://www.aerex.de/produkte/produktvergleiche/aerexbw-wp.html.

    Zum einen mag ich nicht frieren müssen (wer auch??) zum anderen frage ich mich auch wie das Raumklima in den Schlafräumen ist.
    Die Temperatur in den Wohnräumen ist z.B 20°C, in den Schlafräumen dann ebenfalls, da die Anlage nicht über Einzelraumsteuerung verfügt.

    Die Richtlinen des PHI sollen lt. Anbieter eingehalten sein
     
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