Heizungsrohre Eisen mit Kupfer mischen oder gar alles neu???????

Diskutiere Heizungsrohre Eisen mit Kupfer mischen oder gar alles neu??????? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; in einem 68er Mehrfamilienhaus wurde seinerzeit die Wasserversorgung mit Kupferleitungen vorgenommen, die Heizungsanlage vom Kellergeschoß bis zum...

  1. #1 the blue cloud, 26. Juni 2012
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    in einem 68er Mehrfamilienhaus wurde seinerzeit die Wasserversorgung mit Kupferleitungen vorgenommen, die Heizungsanlage vom Kellergeschoß bis zum Dachgeschoß mit "Eisenrohren" erstellt.

    Es ist eine Kombianlage mit Warmwassererzeugung und Heizung

    Im Dachgeschoss hat man dann später beim Ausbau (vermutlich ) alles in Kupfer verlegt.

    Probleme wegen Undichtigkeiten soll es bislang nie gegeben haben...

    2008 wurde der Heizkessel im Keller (Öl) erneuert und alle sichtbaren Leitungen um den Kessel herum in Kupfer ausgeführt.

    Heizköpfer im EG und 1. OG alte Rippenheizkörper.


    Es gibt keine Ringleitung pro Etage, sondern man hat zu jedem Raum eine Leitung senkrecht nach oben verlegt, mithin mindestens 5 vielleicht auch sogar 6. Soweit bisher geprüft, liegen diese in einer Mauernische und sind mit Isolierwolle (außen schwarzes Deckblättchen ?) überzogen.

    Das EG ist freigezogen + wird nun komplett sarniert, neue Elektrik, Rollläden, Türen, Heizkörper, Oberboden usw.

    Die alten Rippenheizkörper sind weg und es kommen bis auf Küche und WC die neuen Körper an der gleichen Stelle hin. Allerdings werden die Heizungsnischen geschlossen.

    Mithin müssen alle Heizungsrohre an den Körpern verändert werden, manche entfallen, manchen werden gekürzt oder verlängert.


    Noch ist Sommer und es kann noch geplant werden.

    Fragen über Fragen:

    1. Im Keller wurden die neuen Heizungsleitungen in Cu am "Ofen" gepresst. Gibt es eigentlich schon Erkenntnisse über die Haltbarkeit von Heizungsrohren mit gepressten Teilen (Gummiring??)

    2. Ist es sinnvoll, die Eisenrohre vom Keller bis zur Oberkannte EG nach Möglichkeit zu erneuern??

    3. Falls das alte Eisen bleiben kann, wie verschliesse ich Eisenleitung in der Wand? also Abgäng edi enicht mehr benötigt werden?

    4. wie verlängert man die Leitungen, z.B. innerhalb der Nische?


    Man findet viele Infos über die weitere Nutzung von Eisen und dem Hinweis auf geschlossenes System, allerdings sind die Beiträge fast immer schon einige Jahre alt.
     

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  3. tom69

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    Hallo,

    machen kann man vieles, es ist nur die Frage ob man es investieren will/kann.

    Es spricht erstmal meiner Meinung nach nichts gegen die alten Eisenleitungen, allerdings müssen diese dementsprechend gedämmt werden. Die alte Glaswolle ist da nicht unbedingt geeignet. Da die alten Mauerschächte wahrscheinlich aber auch sehr wenig Mauerwerk nach aussen haben, könnte man wiederum überlegen die Leitungen nach innen zu verlegen.

    Der einfachste Weg:
    Die neuen Anschlüße werden aus den Nischen gezogen und mit den neuen Heizkörpern verbunden, hier kann durchaus Kupfer genommen werden.
    Zum Schluß wäre dann noch der hydraulische Abgleich für alle Wohnungen durchzuführen.

    Wenn Du mehr investieren willst könnte man die Rohrverteilung pro Wohnungen einzeln in den Keller führen. Vorteil wäre hier eine einzelne Steuerung, einfachere Verbrauchserfassung und Absperrbarkeit der einzelnen Wohnungen. Dazu würde im EG eine neue Ringleitung gelegt, und die alten Steigleitungen zum 1.OG. dann den Wohungen entsprechend zusammengeführt. Darüber sind auch noch Wohnungen, dann würde es schon schwieriger?
    Hydraulische Abgleich für alle Wohnungen ist auch hier Pflicht.

    Alte Eisenleitungen werden entweder zugeschweisst oder falls ein Gewinde da ist mit Kappe/Stopfen verschlossen.
    Die Haltbarkeit der CU-Pressverbindungen kann ich auch nicht einschätzen, bin aber der Meinung das sie wohl nicht so lang halten werden wie verlötet/verschweisste Rohre.
    Ein O-Ring wird nach Jahren verkleben, da das Rohr sich meistens in der Pressung noch ein wenig verdrehen lässt wird sich zeigen wie gut die Verbindungen sind wenn man nach Jahren mal wieder dran muss.

    Gruß
    Thomas
     
  4. #3 the blue cloud, 27. Juni 2012
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    1. ) Außendämmung vorhanden

    2. Die neuen Anschlüße werden aus den Nischen gezogen und mit den neuen Heizkörpern verbunden, hier kann durchaus Kupfer genommen werden.
    So mache ich das!

    Zum Schluß wäre dann noch der hydraulische Abgleich für alle Wohnungen durchzuführen.

    2. Was bedeutet das?????????

    3. Dazu würde im EG eine neue Ringleitung gelegt, und die alten Steigleitungen zum 1.OG. dann den Wohungen entsprechend zusammengeführt. Darüber sind auch noch Wohnungen, dann würde es schon schwieriger?

    Dachgeschoß (+Kellergeschoß) sind ausgebaut, letzteres wird in Zukunft zum EG zugeschlagen.

    4. Idee:
    vom Keller zu jeder Heizung im EG eine neue Kupferleitung für die EG-Wohnung?? sinnvoll, mögliche Alternative??


    5. Hydraulische Abgleich für alle Wohnungen ist auch hier Pflicht.

    siehe oben, Kannst du das bitte erläutern?

    6. Könnte man die Kupferleitung im EG auch wieder verlöten/verschweißen, obwehl im keller, am "Ofen"bereich alles gepresst ist??

    Vielen Dank vorab
     
  5. tom69

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    Gruß
    Thomas
     
  6. #5 the blue cloud, 5. Juli 2012
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    ich denke ich lasse die Anschlüsse in der EG Wohung am Abgang zuschweißen.
    Damit ist 1. OG + DG sofort wieder betriebsbereit.

    1. Vom Keller lege ich zur EG Wohnung neuen Kupferrohre. Welchen Durchmesser sollten diese haben???

    2. Soweit im "Schacht" Platz ist, lege ich ein zusätzliches Kupferrohrpaar vom Keller bis zur Deckekante EG-Wohnung, bzw. soweit ich vorstoßen kann, so dass etwas zukunftsorientiert geplant ist.
    Welchen Durchmesser sollten die Rohre in die 1. Etage + DG haben??

    3. Wie isoliere ich die alten Eisenrohre...nehme ich diese Kunststoffformteile, die aufgeschnitten werden?
     
  7. tom69

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    Hallo

    1. Die Durchmesser der Rohre hängt vom Massenstrom der einzelnen Heizkörper ab. Hier spielt die Heizkörperleistung und das Delta T vom VL und RL eine Rolle. In dieser Berechnung kann dann auch der hydraulische Abgleich für diese Heizkörper und die restlichen Heizkörper mitgemacht werden.

    2. dto

    3. Ja, das kannst Du nehmen. Hier sind aber auch die Mindestdämmdicken gemäß ENEV einzuhalten.

    Gruß
    Thomas
     
  8. #7 the blue cloud, 10. Juli 2012
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    Könntest du auch "grob" den folgenden Arbeitsaufwand schätzen:

    Heizung entleeren
    6 bereits ausreichend freigelegte Heizungspäärchen in Eisen Durchmesser 22 mm nach dem Abgang vom Hauptrohr in einer Wohnung trennen + zuschweißen

    2 Päärchen Eisen im Durchmesser ca. 34 mm dto.

    Heizung wieder füllen.

    Ich habe Null-Vorstellung, ob das 2 oder 5 Stunden oder ein Tageswerk sein könnte.

    Merci vielmals vorab.
     
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  10. tom69

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    Hallo,

    das kann man aus der Ferne schlecht einschätzen. Aber ich würde mal so mit 5 - 8 Stunden rechnen. Eher wohl Richtung 8 Stunden.

    Es ist ja nicht nur das Schweißen, obwohl auch hier bei schlechter Erreichbarkeit eine Schweißnaht schon mal ne halbe Stunde und mehr dauern kann.
    Hinzu kommt der Brandschutz der sichergestellt werden muss, also alles brennbare in einem vorgegebenen Umkreis muss entfernt werden, Durchbrüche müssen verschlossen werden, damit keine Schweißperlen nach unten fallen können usw.
    Hinzu kommt eine Brandwache von 6 bis 10 Stunden, die aber auch Du oder eine andere Person Deines Vertrauens übernehmen kann. Hatte das schonmal im Kollegenkreis, Stunden später fing das an zu schwehlen, zum Glück ist nichts weiter passiert und man konnte es damals leich selbst löschen, aber da wird man schon vorsichtiger.

    Dann gehört ja auch Baustelle einrichten, gleichzeitig Anlage entleeren und späteres auffüllen mit entlüften der ganzen Anlage auch dazu.

    Gruß
    Thomas
     
  11. #9 the blue cloud, 11. Juli 2012
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    Danke!!
     
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