Heizungsrohre

Diskutiere Heizungsrohre im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir werden unsere Heizungsanlage (über 30 Jahre alt) ersetzen lassen (Brennwertkessel). Auch die Heizungsrohre sollten wohl...

  1. Neely

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    Hallo zusammen,

    wir werden unsere Heizungsanlage (über 30 Jahre alt) ersetzen lassen (Brennwertkessel). Auch die Heizungsrohre sollten wohl ausgetauscht werden (60er Jahre). Die Heizungsrohre sind sehr dick und energetisch wohl nicht tragbar. Das Mauerwerk ist auch aus dem Baujahr (zweischalig mit Hohlraum, der noch verfüllt werden soll). Das Haus hat drei Wohnetagen und Keller.

    Nun waren zwei Heizungsbauer da, die sich alles angesehen haben. Mit unterschiedlichen Aussagen.

    Der eine meint, kein Problem. Er würde unter Putz neue Heizungsrohre legen. Der zweite meint, das geht gar nicht und wäre nicht zugelassen. Er macht die nur auf Putz. Wir sollten uns überlegen ob wir die Heizungsrohre unter einer Fußleiste verschwinden lassen möchten oder ein Steigrohr nach oben legen und an der Decke (nur an Außenwänden) hätten wir dann einen verkleideten Kasen (8x15 cm) ringsrum im gesamten EG, darüber werden dann die Heizkörper im OG angeschlossen.

    Wer hat nun recht? Und was passiert mit den alten Heizungsrohren?

    Danke vorab für Infos und VG
     
  2. #2 Fred Astair, 30.08.2018
    Fred Astair

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    Warum meinst Du, die alten Rohre seien "energetisch nicht tragbar"?
     
  3. am1003

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    Wenn das Haus komplett von dir bewohnt wird, kann dir das mit energetisch nicht tragbar, völlig schnuppe sein. Du nutzt die Wärme doch. Sie verpufft doch nicht ins Nirvana.
     
  4. Neely

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    Es werden über 70000 kWh Gas pro Jahr verbraucht auf 200 m², das wollen wir ändern!

    Alles kommt nun neu (Fenster, Dämmung, Tapeten, Fußböden, EBK, Bäder,...), da stellt sich auch die Frage nach den Rohren.

    Einen Energieberater hatten wir auch da, ist gleichzeitig Architekt, er rät uns zur KfW115-geförderten Sanierung. Dann wäre allerdings auch das Dachgeschoß fällig und das möchten wir noch 5-10 Jahre schieben aus Kostengründen.

    Wir hätten dann gern ca. 20 Jahre Ruhe im EG nach dieser Renovierung (DG ausgenommen).
     
  5. #5 Fred Astair, 30.08.2018
    Fred Astair

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    Also nix mit "energetisch nicht tragbar".

    Bei dem HB-Männchen, was die Rohre in die Wand schlitzen will, wäre ich sehr misstrauisch.
    100% gedämmte Rohre haben schnell mal einen Durchmesser von 7-8 cm. Waagerecht schlitzen fällt da schon mal aus und auch die senkr. Schlitze schwächen das Mauerwerk so, dass Du unbedingt einen Statiker einschalten solltest.
    Ich würde die Steigeitungen offen in Zimmerecken verlegen, die durch Schränke, Gardinen etc. verdeckt sind. Auch die waagerechten Verteilungsleitungen würde ich nicht in HZ-Leisten verlegen, sondern AP über der schlanken Fußleiste im Schatten der Heizkörper. Dort fallen sie am wenigsten auf.
    Wenn Du großes Glück hast, findest Du sogar noch einen HB der Kupferrohre lötet. Damit lassen sich schlanksten und formschönen Leitungen ohne hässliche Presswülste herstellen.
     
  6. Neely

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    Danke für den Tip. Kupferrohre sind am schlankesten? Ich habe noch nicht gefragt, welches Material verwendet werden soll.

    Was heisst HZ-Leisten? Und Presswülste?

    Der HB (Heizungsbauer?), der an der gleichen Stelle der alten Rohre die neuen verlegen möchte, machte in der Tat den weniger kompetenten Eindruck. Aber das ist als Laie sehr schwer zu beurteilen.

    Ich wundere mich nur, da ja vorher auch Rohre verlegt waren. Warum wird es dann problematisch mit der Statik? Wegen der Dämmung um die Rohre?
     
  7. Neely

    Neely

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    Der "auf-Putz-HB" kam auf Vermittlung des Architekten
     
  8. #8 Fred Astair, 30.08.2018
    Fred Astair

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    HZ-Leisten sind die verbreitesten Fußleisten zur Aufnahme von Rohrleitungen und deshalb sehr klobig.
    Schlank sind nicht nur die Kupferrohre an sich, da sind sie mit Edelstahlrohren gleichzusetzen, sondern erst bei Verwendung von Lötfittings, die fast den gleichen Durchmesser haben, wie die Leitungen und dabei überall den vollen Innendurchmesser. Alle anderen Rohrmaterialien können nur gepresst werden und da kommen die dicken, hässlichen Presswülste ins Spiel. Darin stecken Gummiringe, die nach dem Verpressen die Abdichtung übernehmen sollen.
    Bei Kunststoff- und Mehrschichtverbundrohr kommt nachteilig noch der extrem verringerte Innendurchmesser der Fittinge hinzu.
     
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  9. am1003

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    Die Kunst im Heizkostensparen liegt darin, durchweg zu heizen und nicht nur einmal oder zweimal am Tag mit hoher Vorlauftemperatur.

    Nur ein gemachtes Beispiel, vor längerer Zeit. Ein Kunde von mir, er heizte eine Stunde am Tag, sonst nicht, dafür 80°C Vorlauftemperatur. Auf Empfehlung von mir begann er durchweg zu heizen, mit geringer Vorlauftemperatur von etwa 30°C. Alles circa Angaben. Ersparniss 20% !! Nur 1 Beispiel !

    Finger weg von Rohren in den Wänden!
     
  10. #10 Leser112, 31.08.2018
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    Hallo,
    Das geht ohne Weiteres, fachgerechte Anlagendimensinierung insgesamt vorausgesetzt (niedrige Anlageaufwandszahl = geringe Verbrauchskosten).

    [​IMG]
    [​IMG]

    70 MWh/a bei 200 m² ist schon recht heftig!
     
  11. #11 Strobel, 27.02.2019
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    Warum werden die Rohre nicht im Estrich verlegt?
     
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