Heizungssystem Entscheidungshilfe

Diskutiere Heizungssystem Entscheidungshilfe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir sind kurz vor der Ausführungsplanung und müssen uns nun final für ein Heizsystem entscheiden. zuerst einmal die Fakten: Wir...

  1. deadeye

    deadeye

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    Hallo,

    wir sind kurz vor der Ausführungsplanung und müssen uns nun final für ein Heizsystem entscheiden.

    zuerst einmal die Fakten:

    Wir sind aktuell 2 Personen (Frau arbeitet in Schichten F/S/N und Ich bin meistens ab 15 Uhr zuhause) aber in der Zukunft evtl. 2 Personen mehr und entsprechend auch öfter zuhause.
    Wir wollen ein KFW70 Haus (Darlehen)

    Der Energieberater hat folgendes errechnet:
    Jahresheizwärmebedarf Qh = 7557 kwh/a + Trinkwassererwärmung Qw = 2200 kwh/a

    Empfehlung: Gas+Solar
    Aufgezeigt wurden 7 Varianten:
    Luftwärmepumpe
    Erdwärmepumpe
    Pelletofen
    Mit KWL und ohne... ect.

    Am Ende immer die Wirtschaftlichkeitsberechnung.
    Alles sehr schön und verwirrend :mauer

    Zusammenfassend kann man sagen, dass der Gasanschluss (ca. 2000-2500€) nicht mit kalkuliert wurde und das wir gerne einen Kaminofen hätten.
    Er meinte, ich kann statt solar auch einen wassergeführten Kaminofen aufstellen um die Förderung zu erhalten.
    Holz müsste ich aber kaufen, selber irgendwo fällen oder ich verbrenne Briketts. In erster Linie geht es aber um die gemütlichkeit und darum, nicht ewig und NUR auf Gas und Strom angewiesen zu sein. Irgendwann könnte ich noch Solarthermie an den Pufferspeicher anschließen...?!

    Zum Haus:
    Brettperrholz: alle Wände und Decken werden auch als Holz belassen (Darum auch keine KWL gewünscht, da ich fest an die positven eigenschaften von Holz bezüglicher der Luft glaube:konfusius)
    Kein Keller: Pufferspeicher könnte man aber unter die Treppe bauen
    Pultdach 23° richtung Süden
    Fußbodenheizung
    140m² Wohnfläche


    Was meint Ihr? Lohnt sich eine LWP oder doch Gas?
    Danke und Gruß
     
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  3. flo79

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    Heizlastberechnung liegt vor?
    Wie groß ist das Grundstück und kannst du was über den Boden sagen?
     
  4. deadeye

    deadeye

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    Heizlast 6,08 KW
    Grundstück 2500m²
    Boden ist wohl recht sandig (war mal ein Gletscher) Grundwasser entsprechend tief in 90-110m
     
  5. Shanau

    Shanau

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    Wir haben dasselbe Thema durch und waren (auch wegen der Gemütlichkeit und fehlender Heizungsverrohrung dank Nachtspeicher) bei einem Pelletofen wassergeführt mit FBH sowie Brauchwassererwärmung über Brauchwasserwärmepumpe (PV betrieben) angekommen. Dann haben wir aber doch einen Pelletkessel genommen, der wie ein Ofen angeschlossen werden kann, da es dann mit dem ohnehin zu erwerbenden Pufferspeicher eine deutlich höher Bafa-Förderung gibt (2900 statt 1400 Euro).
    Der Kessel ist aber kein Standardkessel, sondern hat wie der Ofen alles an Hydraulik etc. bereits integriert, ansonsten wäre die Montage soviel teurer geworden, daß die höhere Förderung komplett aufgefressen worden wäre.
    Für die Gemütlichkeit behalten wir weiterhin unsere 5 kW Holzöfen, die bis jetzt das ganze Haus geheizt haben. Muß aber dazusagen, daß wir auch sehr große Räume haben, ansonsten wird man auch bei "nur" 5 kW verrückt vor Hitze. Für ein 30 m2 Zimmer würde ich so einen Ofen definitiv nicht nehmen.
     
  6. tgaeb01

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    Hallo,
    Sind das Ergebnisse aus einem EnEV/ KfW Nachweis?
    Wer soll das belastbar beantworten können? Erst einmal eine Grundlagenermittlung durchführen lassen, dann klärt sich der Rest meist schnell

    v.g.
     
  7. Memento

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    Es gibt auch Gas-WP.
    Aber wenn der Gasanschluss eh extra kostet und ihr den nicht zwingend braucht (Manche wollen z.b. unbedingt ein Gas-Kochfeld) dann nehmt ne WP, dann muss auch keine Solarthermie installiert werden und der Platz ist frei für ne PV-Anlage. Irgendwann kommen Stromspeicher und bsssle Ertrag für die WP wäre immer da. Gaspreis steigt, da gibts keinen Ausweg. Storm auch aber da geht zur not noch was mit Photovoltaik (Winter wie Sommer). Auch auf der Nordseite wenn die dinger irgendwann nur noch 100Euro/qm kosten.

    Kaminofen geht ja trotzdem braucht ihr halt nen Schornstein, haben wir auch so.

    Lass den Puffer weg, Solarthermie ist eh nur im Sommer sinnvoll und da kann man es nicht gescheit nutzen, weil viel zu viel Energie da ist aber nix verbraucht wird. Der Puffer ist in ein paar Stunden voll und dann verpufft die Energie. Und ohne Keller nen 1000 Liter Speicher stellen ich weiss net. Lieber in ein paar Jahren nen Solarakku mit einigen kWh anschaffen. Die sind kompakt und irgendwann gibts auch >10kwh zum kleinen Preis. Siehe E-Auto Akkus, die sind jetzt schon billig.
     
  8. deadeye

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    Das sind Ergebnisse aus der Statik UND vom "Energiegutachten"

    Da steht ja auch nur "eure Meinung"...

    Ja, Photovoltaik macht in Zukunft sicherlich mehr Sinn. Kann man ja auch für die Klimaanlage benutzen, wenn die große Erderwärmung da ist! :)
     
  9. tgaeb01

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    Es ist unzulässig Ergebnisse aus EnEV/ KfW Nachweisen für die Dimensionierung von Heizungsanlagen bzw. für Verbrauchsbeurteilungen zu verwenden!

    v.g.
     
  10. deadeye

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    Wie gesagt: Der Statiker hat den ENEV gemacht aber er war nicht bei der KFW eingetragen. Aus diesem Grund mussten wir einen anderen finden. Der Energieberater - nicht der Statiker - hat in seinem Rechenprogramm "Energieberater 18599 3D 8.0.3 die Hausabmaßungen eingetragen und den anfangs genannten Wert rausbekommen. Was jetzt nicht zulässig ist, kann ich nicht verstehen. Was meinst du genau?
     
  11. tgaeb01

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    Bezüglich der 18599 kann man geteilter Meinung sein. Ich verwende sie aus div. Gründen nicht. Das ist aber ein anderes Thema.
    So wie ich es geschrieben habe. Darüber hätte der EB aufklären müssen!!!! Oder weiß der das etwa nicht?
    Einfach mal die, der EnEV zugrunde liegenden Normen studieren! Der öffentlich, rechtliche Nachweis hat ausschließlich, vordergründig primärenergetischen Charakter (qualitative Vergleichsbeurteilung). Das ist vom Gesetzgeber so gewollt und vorgesehen/ beabsichtigt.(Normierung der Randparameter zu Vergleichszwecken)
    Normierte Randbedingungen haben aber mit den tatsächlichen des BV überhaupt nichts zu tun! Bestenfalls lassen sich aus den Nachweisen die Definitionen der Außenbauteile verwenden, das wars dann aber auch schon.

    v.g.
     
  12. deadeye

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    Oh man... Ich war auch nicht begeistert von dem Programm (Herstellermonopol?!) und vom Energieberater (Schulungen im Herstellermonopol?!) aber was soll der Verbraucher machen?! Wir haben nicht die Kohle um vom Berater zu Berater zu hoppeln, in der Hoffung, dass "DER RICHTIGE" dabei ist.
    Ich muss mich auf die Angaben verlassen bzw. meinem Architekten glauben, dass der Wärmebedarf eben sehr gering ist.

    Naja die Zeit läuft davon und mit Gas wird man schon nichts flasch machen... Zählen wir auf die Erderwärmung, wir wohnen ja auf einem kleinen Berg :)
     
  13. tgaeb01

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    Den richtigen Berater auswählen.
    Leider sind viele Energieberater reine Formularausfüller. Sie erfüllen zwar die Anforderungen hinsichtlich des öffentlich, rechtlichen Nachweises, TGA Planer, Bauing, Archi sind sie deshalb jedoch nicht.
    Sinnvoll ist, wenn der EB ausbildungsseitig Bau- und Anlagentechnik beherrscht!
    Hoffnung ist ein denkbar schlechter Ratgeber. Ein wenig Zeit, den "Richtigen" zu finden, sollte man sich jedoch schon nehmen. Schließlich dürfte die Nutzungsdauer des BV > 20..25 Jahre sein. Fehler machen da u.U. heftig bemerkbar.
    Na, dann.
    Sicher ? ;-)

    v.g.
     
  14. Kater432

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    Was stimmt denn nun? Wurde eventuell doch eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 durchgeführt? Mit dieser hättet ihr eine Übersicht über alle einzelnen Räume, wo wieviel an Watt benötigt wird. Die obigen zahlen Qh und Qw sind ja aus der ENEV Berechnung. Diese sind ja abweichend zur den 6,08kW. Daher, ist dies eventuell doch eine Heizlastberechnung gewesen? Also einmal ENEV und einmal Heizlast?
     
  15. #14 malgucken, 3. Juli 2014
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    Hi. Gas wird zwar eher günstiger (bleiben) die nächsten Jahre, bzw. steigt weniger stark als andere Energieträger, da ein großer Überschuss herscht... (soll sich jeder selbst überlegen)
    Aber bei dem Grundstück, verleg einfach knapp 1km Rohre (kosten 1000€) in deinem Boden, auf Flächen wo keine Bäume sind, und fertig ist die Sole WP. Genaueres dazu bei haustechnikdialog zu lesen...
     
  16. tgaeb01

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    Zu 99,5 % wurde keine Heizlastberechnung nach 12831 (ausführliches Verfahren) durchgeführt. Das wird die geschätzte aus der EB Software sein. Auch meine EB Software spuckt derartigen Unsinn aus! Ein Groschengrab!
    Wenn der TE Pech hat, verbraucht er später u.U. doppelt soviel Energie, wie eigentlich erforderlich wäre, weil er sich die paar € für eine ordentliche und gesamtheitliche Anlagendimensionierung "erspart" hat ;-)

    v.g.
     
  17. deadeye

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    Ach ich mach mir jetzt keinen Kopf mehr.
    Das Haus ist geplant und es gefällt uns sehr gut und das ist ja auch das wichtigste. Das mit dem Grabenkollektor werde ich beim Heizungsbauer ansprechen. Wenn er sich in dem Gebiet auskennt, kann er mir dazu hoffentlich mehr sagen :)

    Aber danke fürs Diskutieren!
     
  18. Kater432

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    Was hat den das eine mit dem anderen zu tun? Ein Haus muss heutzutage luftdicht ausgeführt werden. Somit findet im Gegensatz zu alten Gebäuden mit undichten Fenstern kein automatischer Luftwechsel statt. Dafür wird idR heutzutage die KWL eingebaut um einen geregelten Luftwechsel zu schaffen. Ohne ist man gezwungen bei der heutigen superdichten Bauweise mehrfach täglich querzulüften. Unabhängig davon wie man nachts im Winter bei geschlossenem Fenster im Schlafzimmer überlebt ;-)
    DAFÜR ist eine KWL gedacht. Was das Holz damit zu tun haben, soll, erklärt sich mir nicht. Das Holz eventuell ein anderes Raumklima ergibt was evtl. Feuchtigkeitspeicherung angeht, kann sein, aber mit "frischer" Luft hat dies NIX zu tun.

    [/QUOTE]
    Der Energieberater hat folgendes errechnet:
    Jahresheizwärmebedarf Qh = 7557 kwh/a + Trinkwassererwärmung Qw = 2200 kwh/a..[/QUOTE]

    Desweiteren spielt die Haustechnik eine wichtige Rolle ob überhaupt Kfw70 erreicht werden kann. Qh ist ja nur der eine Wert. Der wichtige dafür ist der Qp. Und für diesen ist die Anlagenaufwandzahl interessant. Mit Wärmepumpe wird dein Qp kleiner, als mit einer Brennwerttherme.
     
  19. deadeye

    deadeye

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    Hab nochmal unseren Archi angerufen. Den Heizwert lässt sich der Heizungbauer berechnen - wahrscheinlich vom Hersteller.
    Das ist also wirklich unabhängig vom "Energiegutachten" und vom ENEV.

    Holz ist ein super Puffer, dass hast du richtig erkannt.
    1 m3 BBS speichert bei einer Raumlufttemperatur von 20 °C und einer relativen Luftfeuchte von 55 % rund 43 Liter Wasser. Ändert sich die relative Luftfeuchte von 55 % auf 65 %, so nimmt 1 m3 BBS rund 7 Liter Wasser von der Raumluft auf.

    Das die Feuchtigkeit irgendwann raus muss ist auch klar. Und die "schlechte" Luft wird nach dem guten alten Nasenprinzip gewechselt.
    Man hat nur nicht diesen "Hilfe meine Wände sind nass" Stress. Da ist Holz einfach entspannter als andere Werkstoffe.
     
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  21. tgaeb01

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    Was ist denn ein Heizwert? Vom Verkäufer berechnen lassen ? :-)
    Na, dann viel Spaß !

    v.g.
     
  22. Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Der Heizwert des Erdgases kann wechseln.
    Er wird daher vom Lieferanten angegeben (i.d.R. als Mittelwert).

    Ohne die Angabe der Größe der luftberührten Oberfläche sowie der Zeitverlaufs ist solch eine Aussage einfach nur Unfug!

    Von einem Menschen mit verantwortungsvollem technischen Beruf hätte ich erwartet, daß er mit etwas Sachverstand an solche Fragen herangeht und zumindest die Parameter auseinanderhalten und richtig bezeichnen kann.

    Daher:
    Nimm Gas mit Pflicht-Solar und werde glücklich, im Winter, bei offenem Schlafzimmerfenster...

    Alle anderen Anstrengungen sind bei Dir offenbar völlig sinnlos. Leider.
     
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