Hilfe bei Sanierung & Ausbau eines alten massiven Gartenhauses

Diskutiere Hilfe bei Sanierung & Ausbau eines alten massiven Gartenhauses im Hilfestellung für Neulinge Forum im Bereich Sonstiges; Moin ! Ich habe bzgl. Baustoffen nur Erfahrungen mit Holz, Metall u.ä., jedoch leider überhaupt nicht mit mineralischen Baustoffen (oder Bauten...

  1. #1 Michaell, 24.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 24.06.2020
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    Moin !

    Ich habe bzgl. Baustoffen nur Erfahrungen mit Holz, Metall u.ä., jedoch leider überhaupt nicht mit mineralischen Baustoffen (oder Bauten aus eben diesen).

    Daher habe ich einige grundlegende Fragen, in welche Richtung/Materialien ich mich informieren sollte, denn die Auswahl ist ja riesig, für folgendes:

    Vorhanden ist ein freistehendes Gartenhaus Baujahr 75, mittlerweile komplett geräumt/"entkernt".
    Hauptteil: ca. 50cm Fundament, Wände einfach gemauert (ich denke es ist Kalksandstein, die mit dem ovalen Loch in der Mitte). Innenwände Zementputz (waren Tapeten drauf, diese wurden entfernt), von aussen mit Riemchen verklinkert. Fussboden Estrich, darunter muss eine 10-15cm Dämmung sein, klingt hohl und den Versatz sieht man beim Durchgang zum Anbau

    Anbau: ca. 25cm Fundament, Wände genauso gemauert, aussen genauso, innen jedoch nicht verputzt sondern mit Farbe angestrichen. Fussboden: Fliesen direkt auf der Bodenplatte/Fundament
    Zudem ist hier ein Kamin angebaut, war ein Kohleofen drin (der ist raus und soll durch einen Holzkaminofen ersetzt werden)

    Dach: Bitumenplatten versiegelt auf Schalungsbrettern, Querlattung, Dachbalken.
    Ursprünglich war dort noch (rausgerissen): Zwischen den Balken oben Glaswolle, darunter Styroporplatten. Direkt an den Balken Holzverkleidung (12mm Profilbretter).


    Zusatzinfo: Das Dach war undicht und wurde von aussen dieses Jahr komplett neu gemacht, es ist jetzt wieder dicht.
    Folgendes bei den Arbeiten festgestellt:
    Im Hauptbau gab es stellenweise Schimmel / schwarze Flecken an Tapeten, Deckenverkleidung, und den noch vorhandenen Schalbrettern vom Dach. Ursache davon das undichte Dach (war mindestens 1 Jahr undicht, niemand hat sich drum gekümmert), sollte nun also kein Problem mehr sein.
    Im Anbau gab es deutlich mehr Schimmel / schwarze Flecken an der Dachschalung. Ich hoffe, auch das ist dem undichten Dach geschuldet, lässt sich leider nicht mehr genauer nachvollziehen. Lattung/Balken sind aber alle i.O.
    Desweiteren wurde hier die Westseite offenbar mit einer "dichtenden" Farbe gestrichen, diese platzt deutlich von der Wand. Die (andere) Farbe von den anderen Wänden tut das überhaupt nicht.
    An der Nord- und Ostseite waren die Wände bis 1m Höhe mit Profilholz verkleidet, dahinter leider Styroporplatten. Exakt dieser Bereich wies deutlichen Schimmelbefall auf.
    Wer auch immer das mal verkleidet hat, Danke dafür......hilft nun nicht.

    Soweit der Ist-Zustand.

    Sowohl Hauptteil als auch Anbau müssen nun neu renoviert werden, die Frage ist, was ist da zu empfehlen bzgl. Materialien?
    Es soll möglichst auch im Winter als Ferienhaus mal genutzt werden, daher soll
    a) das Dach wieder gedämmt werden
    b) der Fussboden im Anbau gedämmt werden
    c) evtl. die Wände innen gedämmt werden, unabhängig davon ob das gemacht wird oder nicht, sollen sie am Ende aber weiss sein (Farbanstrich), worauf wäre da zu achten?

    Hinweis: Natürlich sind keinerlei Wohnbau-Gesetze zu beachten und natürlich kommt man auch nie einen Wohnbau-Standard bzgl. Dämmung usw. heran! Ziel ist nur, da jetzt sowieso die komplette Sanierung/Renovierung gemacht wird, es bestmöglichst/sinnvoll für die Zukunft zu machen. Es ist irrelevant, ob man an einem Winterwochenende dort mal ein paar Scheite mehr in den Kamin wirft und/oder zusätzlich noch eine Elektroheizung o.ä. hinstellt und anmacht.

    Für Anregungen und Hinweise, welche Materialien ich sinnvoll verwenden könnte, gerade auf dem Zementputz im Hauptteil oder auf den nur bemalten Wänden im Anbau sowie den kompletten Innen-Dachausbau bin ich sehr dankbar !

    Selbstverständlich beantworte ich gerne Detailfragen o.ä. falls euch wichtige Daten fehlen
     
  2. #2 Michaell, 26.06.2020
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    Folgendes steht aktuell zur Diskussion, Meinungen dazu?

    Wände (aktuell ca. 13cm stark Kalksandstein+Riemchen):
    a) von innen quasi die Räume neu ausmauern mit einer weiteren Lage Kalksandstein, damit wäre die Wanddicke verdoppelt + im Anbau hätte man eine schöne Oberfläche
    b) Klimaplatten/Kalziumsilikatplatten ankleben
    c) Holzlatten anbringen, dazwischen Glaswolle, mit Profilholz beplanken

    Decke:
    Zwischen den Sparren mit Mineralwolle auffüllen, zusätzliche Lattung, wieder mit Profilholz beplanken

    Boden Anbau:
    fertige gedämmte Estrich-Elemente verlegen

    Sind das sinnvolle Maßnahmen, gibt es bessere Möglichkeiten die Hütte wieder schick zu machen?
     
  3. #3 Andreas Teich, 27.06.2020
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    Die vermutlich direkt auf die KS-Steine geklebten Klinkerriemchen werden wohl eine relativ dichte Schicht darstellen,
    was bei geringer Besonnung der Fassade ein Problem darstellen könnte-
    dies noch mehr, falls durch Kapillarfugen die Schlagregendichtigkeit nicht gegeben sein sollte.

    Bauphysikalisch wäre Außendämmung besser, wobei gleichzeitig die Wände zB mit Stegträgern oder KVH verstärkt werden könnten, sofern das sinnvoll ist- abhängig von der Größe und den Wandlängen.
    Am besten wäre es, zur Vermeidung von Wärmebrücken, die Streifenfundamente bis in ca 30 cm Tiefe
    mit XPS- oder Schaumglasplatten zu dämmen.

    Eine zusätzlich KS-Steinschicht wäre sinnlos.

    Boden im Anbau zB mit Dampfsperre abdichten (Katja Sprint, Erika von Bauder etc,)
    dann je nach Belag, ökologischem Anspruch und möglicher Aufbauhöhe:
    XPS, Schaumglas, PUR/PIR, Resol etc verlegen und Trockenestrich, Creaton-Tonestrichplatten, Fertigparkett, Korkparkett o.ä. verlegen.
    Alternativ KVH verlegen, Holzfaserdämmplatten, Zellulose etc als Dämmung und darauf Massivholzdielen verschrauben.

    Dach bei dunkler, unverschatteter Dachhaut mit Zellulose- Vollsparrendämmung und sehr sorgfältig verlegter feuchtevariabler Dampfbremse versehen- Deckenverkleidung nach Wunsch, jedoch möglichst diffusionsoffen.
    Erstmal nur soweit
     
  4. #4 Michaell, 28.06.2020
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    Grossen Dank erstmal für deine hilfreiche Antwort & deine Zeit dich mit meinem Postings zu beschäftigen !

    Ja die Riemchen sind direkt angeklebt. Stellenweise sind kleine Löcher/Schlitze in Fugen vorhanden, diese bessere ich noch aus, dass die Fassade absolut dicht ist, glaube ich bei dem Alter allerdings auch nicht mehr.
    Habe mich auch mal mehr speziell über Kalksandstein informiert, dass diese so wärmeleitfähig sind und daher wesentlich besser von aussen zu dämmen sind, wusste ich bisher nicht. Da verstehe ich aber natürlich auch, warum eine weitere "Aufmauerung" zur Verdopplung der Wandstärke gar keinen Sinn macht. War nur so eine simple Idee eines Ahnungslosen.
    Das dafür eine Fundamentdämmung Sinn macht, hatte mich auch überrascht - das hatten bisher alle für unnötig erachtet, aber wenn die Kalksandsteinmauer die Wärme direkt in das Fundament weiterleitet ist das für mich nachvollziehbar (ich hoffe diese Begründung trifft so zu und ich habe das richtig "recherchieren" können)

    Dieses Wochenende habe ich das Fundament vom Anbau freigelegt, es ist deutlich schwächer und "billiger" gebaut als das vom Haupthaus (Haupthaus: ca. 50-60cm Streifenfundament mit guter Substanz plus erste Reihe Steine quer als Sockel, ca. 30-35cm Streifen geteert/Bitumen, Anbau: einfach nur 30cm mit sehr hohem Kiesstein-Anteil, darauf direkt die Wand gemauert, kein erhöhter Sockel, kaum Abdichtungsspuren).
    Vorher (von aussen) war zwar zu sehen, dass der Anbau keinen erhöhten Sockel hat - aber dass das Fundament so schwach und auch in schlechtem Zustand ist, war nicht zu sehen.
    Es ist wohl mal dünn verputzt gewesen, doch das ist alles längst weggebröckelt, zwischen Fundament und Mauer sind sogar erste Wurzeln bis in den Innenraum durchgedrungen. Dies ist gleichzeitig die (Nord-)Wand, die von innen in der unteren Hälfte (warum auch immer) mit Styropor gedämmt war und deutlich verschimmelt ist, ich dachte es lag nur an der Innendämmung, aber das unten das Wasser quasi fast reinlaufen kann war so nicht klar. An dieser Wandseite ist innen auch eine offene Fuge zwischen dem Bodenbelag(Fliesen) und der Wand, und da ist direkt das Fundament. Wie eine Rinne...
    Also das werde ich jetzt erstmal alles vernünftig wieder verschliessen und abdichten, aussen das Fundament bekommt entweder ne Einschalung und Beton rein oder es muss viel gespachtelt werden, aber denke Einschalung macht mehr Sinn und dann hat man gleich ne schöne glatte Oberfläche zum Abdichten und Dämmen.

    Bzgl. Wände:
    Die neue, aktuelle Überlegung wäre dann jetzt, sie von innen nicht zu dämmen, sondern wahrscheinlich nur zu streichen. Dann kann man a) im Winter sehen, wie sich die Hütte damit macht, und b) dann nächstes Jahr, falls als sinnvoll erachtet, dann doch eine Aussendämmung vorzunehmen. Dieses Jahr wird es mit einer Wand-Aussendämmung nichts mehr, das werden sonst auch zuviele Baustellen. Aber mit diesem Wissen im Hinterkopf kann ich bei der Sanierung & Dämmung von Fundament/Sockel schonmal entsprechend Vorarbeit leisten, damit die Möglichkeit zur Wandaussendämmung schonmal vereinfacht wäre.
    Aktuell überlege ich gerade, ob es den Aufwand rechtfertigt, im Anbau die alte Farbe (3 Schichten) maschinell zu entfernen. Mit dem Spachtel ist das vollflächig nicht machbar.

    Bzgl. Dach:
    Das Dach ist nicht schwarz/dunkel, die Bitumenbahnen sind anthrazit/grau und nur in den Fugen schwarz, weil sie mit einer Art kleinstem grauen Kies beschichtet sind (kenne da den Fachbegriff / genaue Bezeichnung nicht für).
    Das Dach ist dicht, wurde dieses Jahr von einer Dachdeckerfirma gemacht (nur die neuen Bitumenbahn aussen, nichts innen). Wurde nicht von mir beauftragt, ich hätte es eigentlich lieber komplett neu gemacht und auch lieber ein Trapezblechdach.
    Habe mir schon die Frage gestellt, ob es Sinn macht, später mal einfach Trapezbleche einfach "obenauf" zu setzen. Dagegen spricht m.E. allerdings, dass dann die Sonnenenergie nicht mehr das eigentliche Dach erwärmen kann und es somit ggf. bei kälterem Dach innen zu Feuchtigkeitskondensation führt?
    Ist dieser "Einwand" richtig/wichtig, oder hätte ein zusätzlich aufgesetztes Trapezblechdach ggf. sogar Vorteile/Nutzen?
    (Da aktuell ja wieder dicht steht das nicht im Fokus, aber wär dennoch interessant für mich zu wissen. Da das Dach gerade neu "gedeckt" worden ist, macht es keinen Sinn mehr es komplett zu tauschen).

    Um das Gebäude habe ich reichlich Bäume u.ä. gestutzt, gefällt, entfernt, damit es möglichst viel Sonne abbekommt. Die Südsüdostseite ist jedoch durch den angrenzenden Wald teilverschattet, dagegen kann ich nichts tun. Aktuell ab ca. 15 Uhr steht es erst komplett in der Sonne.
     
  5. #5 Andreas Teich, 28.06.2020
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    Trapezblech wäre keine gute Idee-
    wegen Lärm bei Regen und es muß ja auch befestigt werden, was Löcher mit sich bringt.
    zudem nicht gut begehbar und weitere Reduzierung der Erwärmung-
    am besten ist wie gesagt eine dunkle Dachfläche- deine Bitumenbahnen sind wohl beschiefert,
    wodurch die Erwärmung reduziert wird.
    Mach mal ein Foto der Gesamtansicht.
     
  6. #6 Michaell, 01.07.2020
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    Habe zum Test ein Foto vom Dach angehängt, hoffe das klappt.
    Von Montag um 14 Uhr in Richtung des Waldes fotografiert, man sieht die Sonne ist nun fast ganz rum, nur ganz hinten ist noch Schatten.
    Links vom Haus wurde hochwachsendes komplett entfernt (Ost), rechts (West) hatte ich vor ca. 1 Monat auf 2m zurückgeschnitten oder gefällt, da treibt viel wieder aus in die Höhe. Kommt auf lange Sicht auch sicher mal ganz weg was da alles steht, ich glaube ein Grossteil ist da von allein gewachsen und wurde nicht gewollt gepflanzt (wie so vieles auf dem Grundstück was ich schon entfernt habe ;))

    Bzgl. Blechdach: Lärm bei Regen ist für mich kein Thema. Aber es macht halt wenig Sinn jetzt auf das frisch neu gedeckte generell etwas draufzumachen oder es komplett abzureissen, daher bleibt wohl erstmal das Bitumendach. Ein grosser Freund bin ich davon aber generell nicht, hält einfach nicht lange. Das ist meine persönliche Meinung. Dann bleibt es jetzt erstmal aussen ein paar Jahre wie es ist, bis es sowieso mal wieder gemacht werden muss. Denke das ist nun das sinnvollste.

    Die letzten Tage wurde das Fundament vom Anbau eingeschalt und mit Beton neu angegossen, das muss nun trocknen bevor es da weitergeht mit dichten & dämmen.
    Innen habe ich mit einer Wandfräse im Anbau die Farbe von den Wänden entfernt (3 Schichten, wie gesagt die letzte muss irgendeine dichtende Kunststoff-Farbe oder so sein die keine Feuchtigkeit durchlässt). So sind die Wände nun wieder diffusionsoffen. Ausserdem wurde zuvor an der Nordwand (im Anbau) der Schimmel entfernt und jetzt eben nochmal abgefräst, denke dieses Thema sollte damit auch erledigt sein.
    Sowohl Anbau als auch Hauptteil (Zementputz) wollte ich mit weisser Silikatfarbe streichen, da ja wie zuvor geschrieben die Innendämmung der Wände "abgesagt" ist?

    Bzgl. Boden habe ich auch mal ausgemessen: die Höhendifferenz beträgt (zum Hauptteil) 14cm, zzgl. weitere 3cm Estrich im Hauptteil, also insgesamt aktuell 17cm. Das muss am Ende nicht zwingend 1:1 angeglichen werden, aber diese hohe Kante am Durchgang muss ja nicht sein, und denke damit ist ausreichend Platz für eine vernünftige Bodendämmung im Anbau? (Der Hauptteil hat eine Bodendämmung, auch wenn ich nicht genau weiss welche/wie stark)
    Im Anbau befindet sich jedoch auch der Kamin, da soll auch wieder ein Kaminofen hin. Die Ecke müsste ggf. dann tragfähiger gestaltet werden, habe mich über Bodendämmung bisher aber noch nicht gross informiert, steht ja auch aktuell noch nicht an.
     

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  7. #7 Michaell, 01.07.2020
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    weitere Fotos: Das Dach von innen, die beschriebene Übergangskante vom Anbau in den Hauptteil
     

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  8. #8 Michaell, 01.07.2020
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    Das ziemlich zerfressene Fundament vom Anbau, Foto vom Montag vor Beginn
     

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  9. #9 Michaell, 08.07.2020
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    Im Moment ist ständig Regen, daher wartet der neue Fundamentanguss noch bis zum Wochenende, bevor er mit Bitumen abgedichtet wird & Dämmung draufkommt. Kann quasi trocknen, wenn man das bei dem Wetter so nennen will.

    Habe mir jetzt mal Gedanken über den Fussboden im Anbau gemacht, wie folgt, ergibt das so Sinn?:

    vorhanden: Erdreich-Bodenplatte-Fliesen
    weiterer Aufbau nun geplant gem. Vorschlag: Katja - XPS 120mm - fermacell Estrichplatten 20mm - Fliesen

    Falls grundsätzlich so i.O. auch bzgl. Gewicht eines Kaminofen dennoch 2 Fragen:
    a) Ist die Abdichtung über Katja am Boden notwendig, der bereits gefliest ist? Zumal spätestens die dann folgenden XPS-Platten doch die Feuchtigkeit blocken würden?
    Die Feuchtigkeit kam bisher über die Unterkante der Wände, sprich ich würde sonst eher den Wandsockel rundherum abdichten, nicht den gesamten gefliesten Boden? (Vor allem die 2cm "Rinne" zwischen Nordwand und Fliesen, wo die Bodenplatte zu sehen ist)

    b) Muss zwischen XPS und fermacell noch eine Folie / Dampfsperre?
     
  10. #10 Andreas Teich, 09.07.2020
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    Fliesen sind nie eine Abdichtungsebene-
    Feuchtigkeit kann durch Fugen diffundieren.
    Du kannst auf den Boden eine 0,2 mm PE Folie verlegen statt der Katja und die am Rand hochziehen.
    Eine weitere Abdichtung ist nicht erforderlich.

    Bei XPS muß der Boden komplett eben sein- ggf ausgleichen.
     
  11. #11 Michaell, 11.07.2020
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    Kleine Entdeckung heute nur zur Info (regnete weiter): im Hauptteil liegt unter dem Estrich eine schwarze Gewebeplane/Folie. Darunter wird vermutlich die Bodendämmung sein. Guckte an einer Stelle an der Wandkante ein Stück hervor.

    Bzgl. Anbau - so einer dünnen Folie trau ich da erstmal nicht dauerhaft, dann nehm ich doch lieber die Katja (in der Hoffnung es gleich langfristig vernünftig/richtig zu machen).
    Auf Fläche gesehen ist der Boden eben, sind die Fliesen bzw. deren Fugen schon ein Problem und ich sollte die vor Katja quasi mit einer Füllung & Latte abziehen? Tief sind sie nicht, oder gleicht die Katja das ausreichend aus für die XPS Platten?

    Habe jetzt auch angefangen über das Dach nachzudenken, da hattest du Zellulose vorgeschlagen - das finde ich nur als Einblasdämmung, was wiederum nicht so einfach funktionieren wird. Alle Fugen zwischen den Wänden und dem Dach sind offen, teilweise erheblich (abgesehen von den Sparren). Dies ist von aussen unter dem Dachvorsprung komplett rundherum mit einem Holzkasten verkleidet, der sich dann mit Dämmung füllen würde, da müsste man erstmal zwischen Wand und Dach eine feste Verbindung herstellen. Dazu kommt, dass, wenn das dieses Jahr aussen neu gemachte Bitumendach irgendwann mal wieder erneuert werden muss in X Jahren, ich es gerne komplett ersetzen würde (Sparren nicht zwingend, aber Schalung & die ganzen Bitumenschichten etc.).
    Da wäre mir etwas lieber, was man dann einfach herausnehmen oder ggf. auch weiternutzen kann.
    Unter der Schalung sind 24mm Querdachlattung, darunter die Sparren 90mm Höhe. Denke es macht Sinn an die Sparren nochmal eine Querlattung zu setzen für die Decke.
    Was würde gegen z.B. 100-120mm Steinwolle sprechen? Oder bei der Zellulose-Suche gefunden habe ich auch alternativ Steico Holzfaserplatten, kannte ich bisher nicht. Kosten allerdings das Doppelte, sinnvoll?
     
  12. #12 Andreas Teich, 11.07.2020
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    Zellulose läßt sich noch besser wiederverwenden, da nicht formgebunden-
    Holzfaserdämmplatten sind auch ok und beides vom Hitzeschutz her wesentlich besser als Mineralwolle.
    Aufgrund kapillarer Eigenschaften wird Feuchtigkeit viel schneller verteilt und abgegeben,
    wobei in dieser Hinsicht Zellulose am besten ist-
    auch gegen Mäuse und andere Nager hat Zellulose Vorteile wegen der enthaltenen Salze.

    Ca 5 mm breite Fugen füllen sich bei Zellulose schnell,
    ansonsten sollten sie grob zB mit Stopfhanf ausgefüllt oder angeklebt werden.

    Das schwarze Paier unterm Estrich wird das früher verwendete Bitumenpapier sein,
    das aber schnell beschädigt wird und nicht als Abdichtung taugt.
     
  13. #13 Michaell, 22.07.2020
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    Die Fugen zwischen Wandmauer & Dach sind leider deutlich grösser, in der Regel sind es ca. 25mm im Anbau, etwas weniger im Hauptteil. Allerdings gibt es stellenweise auch kleinere/grössere Fugen.

    Hitzeschutz ist in meinem Fall gar kein Thema - weiss nicht ob schon erwähnt, wenn nicht mein Fehler: Standort ist Norddeutschland, wichtig ist (mir) daher Dichtigkeit (Regen/Feuchtigkeit) und Wärmedämmung im Sinne, dass die von Kamin und ggf. von einer kleinen Elektroheizung erzeugte Wärme zumindest etwas innen gehalten wird und nicht "direkt" verpufft.
    Hitzeschutz im Sinne von hohen Aussentemperaturen/Sonne kann komplett vernachlässigt werden - auch ohne Dämmung war es selbst im Juni als tatsächlich mal ca. 30 Grad aussen erreicht wurden (und das kommt nicht häufig hier vor) im Haus deutlich kühler, und bei den Temperaturen in den letzten Wochen von 16-22 Grad würde ich innen eher mehr Wärme wollen. Es ist ja auch den halben Tag durch den angrenzenden Wald verschattet. Daher hatte ich (neben Licht) auch immer wieder drüber nachgedacht, Dachfenster einzusetzen - um Nachmittags etwas "Treibhauseffekt" zu haben und es mal (ohne eine Heizform) richtig warm wird innen. Aber dafür müsste ich die neue Dachhaut öffnen, das wollte ich ja nicht, dazu würde ich ggf. eine Problemstelle Richtung Winter schaffen.

    Also ich habe über das Dach nachgedacht, aber neige doch an dem Punkt deutlich dazu, da jetzt nicht viel/aufwendiges zu investieren. Ich erwarte eher, das in einigen Jahren komplett auszutauschen, und tendiere daher beim Dach zu folgendem:
    Steinwolle (die Sparren sind ca. 95mm dazu 24mm Dachlattung obenauf, 100mm nehmen und Spalt zwischen Schalung lassen wo keine Lattung ist, oder lieber 120mm und zusammendruecken wo Lattung ist?) - Dampfbremsfolie (da habe ich bisher keine Ahnung welche, da gibt es ja unterschiedlichste was an Diffusion zugelassen wird) - Querlattung - 12mm Standard-Profilholz FI/TA (wird natur belassen / nicht farbig gestrichen).

    Wenn dann in 5-10 Jahren das Dach abgenommen/erneuert wird, würde ich dann schauen, ob ich die Steinwolle belasse oder mit austausche - zu Müll wird sie grösstenteils eh nicht, da ich sie dann nochmal woanders sinnvoll einsetzen könnte. Denn Dachlattung, Schalung & die X Bitumenschichten kämen dann definitiv weg.
    Würde mich dann erstmal a) eher nach einem passenden Kamin umschauen, der die Wärme etwas speichern und abgeben kann und dort mehr investieren (natürlich keinen 24h Grundofen, aber zumindest einen mit paar Speichersteinen/Ummantelung der nach 1h nicht gleich wieder kalt ist), und b) dann nächstes Jahr Thema Wandaussendämmung mal genauer machbares anschauen.
    Das Bitumendach stellt mich irgendwie sowieso nicht zufrieden, deshalb...hoffe das ist nachvollziehbar/verständlich erklärt
     
  14. #14 Michaell, 23.07.2020
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    Dach: folgende Produkte hatte ich mir jetzt mal zusammengestellt, sofern sinnvoll und ich auch die richtige Folientype herausgesucht habe?:

    Rockwool Sonorock 120 mm Steinwolle WLG 040

    ISOVER Klimamembran Vario KM Duplex UV
    (Dampfsperrwert sd nach DIN 52615: 0,3 - 5,0 m)
    oder
    Ursa-Seco Pro SDV variable Dampfbremse
    (Sd-Wert 0,3 - 5 m
    Hochreißfeste Polyamidfolie mit Spezialvlieskaschierung)

    zzgl. natürlich das jeweils entsprechende Systemzubehör zur Montage der Folie
     
  15. #15 Andreas Teich, 23.07.2020
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    Die Dampfbremsen haben die gleichen Werte- von daher egal.

    Beim Dach ist die wohl ziemlich dauerhafte Teilverschattung ein Problem-
    techn einwandfrei wäre Aufdachdämmung- zumindest teilweise außen, der Rest innen.

    Zellulose ist aufgrund Kapillarität und der Salze zum Schimmelschutz risikoloser als nichtkapillare Dämmstoffe wie Glas-/Mineralwolle.

    Beim Betonieren der vorgesetzten Fundamentmauer hätten XPS- oder Schaumglasplatten eingelegt werden können.
     
  16. #16 Michaell, 24.07.2020
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    Bzgl. Dampfbremse - ja, meine Frage wäre, ob dies auch passende Werte für die Dachkonstruktion wären bzw. diese beiden geeignet wären?

    Ja, das Dach lässt sich meinerseits leider nicht mehr weiter "entschatten", da der angrenzende Wald Naturschutzgebiet ist. Fast alles auf den anderen 3 Seiten habe ich schon gekappt. Ich kann eigentlich nur noch die Westwand komplett freimachen - da sind einige Sträucher/Pflanzen die aber nur z.T. verschatten da ich sowohl Höhe gekappt (alles max. 2m) als auch ordentlich ausgelichtet habe. Dann würde diese Mauer noch nachmittags etwas mehr Sonne abbekommen, aber ich denke, wirklich nennenswert wäre das bissl Mehr an Sonne auf der Wandmauer auch nicht.

    Eine zusätzliche Aufdachdämmung mag ich bei dem alten Dach nicht mehr vornehmen - da wäre dann bei kompletter Dacherneuerung zu überlegen, wie man den Dachaufbau generell neu gestaltet.

    Ich recherchiere nochmal zum Thema Zellulose und vergleiche den Aufpreis. Die Dampfbremse würde aber gleich bleiben?

    Bzgl. Fundament - das hatte ich erstmal so gemacht, um die vielen Ausbruchstellen usw. auszubessern und eine halbwegs ebene Oberfläche zu haben. Daran sollen jetzt die XPS-Platten kommen, liegen schon zurechtgeschnitten bereit. Hätte ich gleich die Schalung nach aussen ziehen sollen damit die XPS Platten dazwischen passen, und diese im gleichen Arbeitsschritt einbetonieren sollen? (Kann ich jetzt eh nicht mehr ändern aber ggf. für ein nächstes mal im Kopf behalten)
     
  17. #17 Michaell, 24.07.2020
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    Achso, ich hatte doch schon etwas bei der letzten Zellulose-Suche gefunden:

    Steico flex Holzfaserdämmplatte WLS 038

    in 100 oder 120mm

    Doppelter Preis wie die Steinwolle, aber gut das wäre dann halt so. Da auch Plattenform wären sie genausogut für mich zu einem späteren Zeitpunkt wiederverwertbar (ob im Dach verbleibend oder anderswo)

    Die Platten und eine der o.g. Dampfbremsen, passt das?
     
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