Hilfe! Was ist hier los?

Diskutiere Hilfe! Was ist hier los? im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Liebes Forum. Wir haben ein Haus Bj.48 und Vollsaniert bis 2013 gekauft, in dem vereinzelnd feuchte Stellen in der Wand im Kellerabgang (offen zu...

  1. smuudo

    smuudo

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    Liebes Forum.
    Wir haben ein Haus Bj.48 und Vollsaniert bis 2013 gekauft, in dem vereinzelnd feuchte Stellen in der Wand im Kellerabgang (offen zu EG) zu finden sind.
    Die Wand war eine Aussenwand und dahinter befindet sich Erdreich, da 1974 ohne Unterkellerung angebaut wurde.
    Nach entdecken der Feuchtstellen habe ich den Putz entfernt und festgestellt, dass die Wand aus sehr sprödem Kies-Zement Gemisch besteht. Entweder wurde der Zement beim Aufbau vergessen oder durch ständige Feuchtigkeit hatte sich der Zement gelöst.
    Nach einer 2-wöchigen Trocknungsaktion war die Feuchtigkeit erstmal für mind. 1 Woche verschwunden. Danach wurde die Mauer von unten her bis auf ca. 10cm feucht. Dies hielt sich für weitere 2 Wochen bis über Nacht die Feuchtigkeit bis auf ca. 40cm stieg und plötzlich die Fliesen sowie Fugen feucht wurden. Nach einer weiteren Woche war die Feuchtigkeit in den Fliesen wieder über Nacht verschwunden und in der Wand ging diese auf 10cm zurück! Zur Zeit des Anstieges wurde es draußen sehr warm (ca.36Grad). Die Erde hinter der Wand war die ganze Zeit über entsprechend trocken. (Ca.10cm über Boden habe ich ein Loch in der Wand bis zum Erdreich ausgearbeitet). Ich bin mit meinem Latein am Ende. Mir fehlt hier die physikalische Fantasie. Hat jemand eine Ahnung was das sein könnte und einen Tipp, was ich dagegen unternehmen kann?
    Andererseits habe ich überlegt, nichts dagegen zu unternehmen, da es anscheinend mal kommt und geht. Aber was nehme ich für einen Putz? Lehm?
    Bitte um eure Antworten!
    Danke!
     
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  3. #2 Stolzenberg, 27. Juni 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Dir stellen sich sicherlich viele Fragen! Und der Putz gehört sicherlich nicht zu den Wichtigeren...

    1. "Spröde" im technischen Sinne? - Ich denke er zerbröselt wohl eher...
    2. Wie nutzt Ihr den Keller? Ich lese was von Fliesen...
    3. Was meinst Du wie viel Zement drei Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wohl frei verfügbar war um einen guten Stampfbetonkeller zu bauen?
    4. Hier sollte sich ein Fachmann das Ganze vor Ort anschauen und nicht Löcher in die Wand gemacht werden.

    Mittel und Wege gibt es viele und diese orientieren sich zunächst an der gewünschten Nutzung, danach an der Schadensursache und daraus wird dann ein Sanierungskonzept erstellt. Da steht dann als letztes der empfohlene Putz drin...

    Wenn ein Sanierer nach einem kurzen Blick sofort weiss, was er zu tun hat: Such Dir einen Anderen! - Besser ist es immer die Planung von einem entsprechenden Planungsbüro erstellen zu lassen der mit unabhängig von wirtschaftlichen Aspekten die Planung übernimmt. Damit wendest Du Dich dann an einen Sanierer! Alles andere wird Murx!!!

    Liebe Grüße aus dem Harz!

    PS: Ich denke hier werden sich noch der eine oder andere zu Deinem Stampfbeton und vor allem dem "Loch in tragender Außenwand mittels Eigeninitiative" melden...
     
  4. smuudo

    smuudo

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    Erstmal danke für deine Antwort. Um gleich vorweg zu nehmen, dass Loch in der Wand ist ursprünglich durch eine "Sanierungsfirma" entstanden, die eine s.g. Kernbohrung durchführen wollten. Wie du festgestellt hast, ist die Wand nicht "spröde" sondern sehr sehr "bröselig". Tja, war wohl nix mit Kernbohrung, da die Maschinenfixierung nicht hielt. Demnach hatte ich ein halbes Loch in der Wand und 380,-€ weg mit null Erkenntnis. Aus dem halben Loch machte ich dann ein ganzes, da ich wissen wollte wie es hinter der Wand aussieht. Hat mich erstmal ungemein beruhigt, dass die Erde dahinter trocken war.
    zu 1. siehe Text oben
    zu 2. Die Fliesen liegen im Treppenhausbereich. Die feuchte Wand ist unter der Treppe.
    zu 3. Keine Ahnung, war vor meiner Zeit. ;)
    zu 4. siehe Text oben
     
  5. smuudo

    smuudo

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    Nachtrag: Das Loch ist ca. 10x10cm groß. Also nicht der Rede wert.....
     
  6. helge2

    helge2

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    Sorry,aber was für eine Firma hattest du vor Ort ?
    Die nach der halben Wandstärke aufgegeben hat ?

    Die Fixierung hat nicht gehalten-bei einer Firma die gewerblich Kernbohrungen durchführt ?

    Um das Bohrgerät/Krone zu fixieren gibt es auch andere Möglichkeiten als direkt an der Wand "anzudocken"

    Gruß Helge 2
     
  7. smuudo

    smuudo

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    Eine Firma aus unserem Ort Durmersheim. Hier habe ich mich leider über den Tisch ziehen lassen, gehe aber auch gerade dagegen vor.
    Eine andere Möglichkeit die Maschine anzudocken war für den angeblichen Facharbeiter, der übrigens mit 97,-€/Std. berechnet wurde, mit in der Wand eingeklebte Gewindebolzen die Maschine zu fixieren. Hätte nur weitere 2 Std. und 250,-€ gekostet. Habe ich aber abgelehnt. Weitere Möglichkeiten boten sich fur den Herrn und seinen Hiwi (ca.40,-€/Std.) nicht. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich gerade keinen Bock auf weitere "Sanierungsfirmen" habe, wobei ich bestimmt einigen unrecht tu.
     
  8. #7 Stolzenberg, 28. Juni 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Am sinnvollsten wäre es jetzt einen Fachmann hinzuziehen der mit dem wirtschaftlichen Gewinn aus einer Sanierung nichts am Hut hat. Selbst wenn dieser auf Feuchteschäden spezialisiert ist wird er zumindest wissen was Du dort für eine Mauer hast und was theoretisch zu beachten ist.
    Wenn Du mit der Feuchtigkeit leben kannst und diese keine weiteren Begleiterscheinungen mit sich bringt (Schimmel, Ausblühungen, etc.) dann muss man sich an einem feuchten Keller aus dieser Bauzeit nicht stören. Wenn Du nicht planst hier Wohnraum zu schaffen (Bauamt?) dann lasse zumindest die Wände auf ihre statischen Eigenschaften überprüfen. Gegebenenfalls verfestigen oder abdichten kannst Du dann ja bei Bedarf ebenfalls prüfen lassen.
    Wichtig ist: Ein Fachmann und kein Praktiker mit eingeschränktem Halbwissen... - Sachverständiger für Bauschäden oder Feuchteschäden! Nicht Maurer, Maler,...
     
  9. smuudo

    smuudo

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    Zwischenstand: Hatte nun einen Fachmann (?...kann ich eh nicht beurteilen) da, der meinte, dass es entweder von einem außen liegenden undichten Abwasserrohr kommt oder aufsteigende Nässe ist.
    Die Theorie zum außen liegenden Abwasserrohr kann ich jetzt, nachdem es die letzten Tage stark geregnet hatte, eigentlich ausschließen, da die Wand/der Boden nicht an Feuchtigkeit zugenommen hat.
    Der Fachmann hatte auch die Statik der Wand begutachtet und für stabil empfunden. So stabil, dass er den Tipp gab, die ersten zwanzig/dreißig cm Wand über dem Boden bis zum dahinterliegenden Erdreich auszumeißeln,
    eine Bitumenbahn zu legen, mit Mauersteine aufzufüllen und mit Quellmörtel abzuschließen, praktisch eine Horizontalsperre zu errichten um zumindest den Nässeaufstieg in der Wand noch oben (Richtung Wohnraum) einzugrenzen. Hörte sich für mich gut an, was ich nun auch begonnen habe umzusetzen. Nach dem ersten Schritt, der Entnahme von 20cm Wand bis zum Erdreich, konnte ich innerhalb von wenigen Tagen sehen, wie der obere teil der Mauer schön trocken blieb und der Boden am Fundament weiter feucht ist. Hoffentlich bin ich da auf dem richtigen Weg ....
     
  10. fumo

    fumo Gast

    Wie jetzt????

    Und jetzt ziehst du der Außenwand die Füße weg? Was war denn das für ein Experte? Ist das durch einen Statiker abgesegnet?

    Und der Lösungsansatz ist auch zweifelhaft? Mit diesem würdest du die Wand zwar horizontal absperren aber wir verhinderst du das Eindringen von Feuchtigkeit in die neuen Mauersteine (Stichwort vertikale Abdichtung)?

    Gruß
     
  11. #10 gunther1948, 18. Juli 2014
    gunther1948

    gunther1948

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    hallo
    wird sich wohl als sackgasse herausstellen.
    die frage ist jetzt nämlich wie du die vertikalabdichtung (aussen zwischen neuem mauerwerk und erdreich) realisieren willst. mal statik und sonstige probleme aussen vor.
     
  12. smuudo

    smuudo

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    Hallo zusammen!
    Zwischen- und voraussichtlich letzter Stand:
    Habe vor einigen Wochen die oben beschriebene Horizontalsperre errichtet und nach weiteren Wochen warten, siehe da, die Wand und inkl. die davorliegenden Fliesen im Fußboden bleiben trocken!!
    Ich habe wie beschrieben das Mauerwerk bis zum dahinterliegenden Erdreich (ca. 2m breit, 30cm hoch und 25cm tief) rausgeholt. Ich bin bis ca. 10cm unter die oberer Kante der Bodenplatte gegangen, mit dem Gedanken, dass die Feuchtigkeit eher nicht den Weg in den Fußboden sucht.
    Nachdem ich alles ausgehoben habe, legte ich eine Bitumenbahn auf das Erdreich am Boden und deckte die hintere sowie rechte und linke Wand damit ab.
    Dann füllte ich mit Fertigbeton bis Bodenebene auf und ließ es aushärten. Danach legte ich eine erneute Bitumenbahn aus und darauf die Hohlblocksteine (50x20x25). Diese habe ich mit der Bitumenbahnfolie ausgekleidet (praktisch eingewickelt) und danach die hinteren Hohlräume mit einem elastischen, wasserfesten Bauschaum aufgefüllt. Die vorderen, kleine Zwischenräume habe ich mit einem Hartschaum aufgefüllt. Nach wochenlanger Beobachtung kann ich überzeugt feststellen, dass die Wand und der Fußboden nun endlich trocken sind!!!
     
  13. Inkognito

    Inkognito Gast

    Habe ich Sie richtig verstanden, Sie haben eine Mauer waagrecht geschlitzt? Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
     
  14. H.PF

    H.PF

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    Also ohne kräftiges Abstützen von Innen mit Drehstützen und Aussendruck abfangen mit Schrägstützen etc würde ich da eher nicht dran gehen...

    Ich würde mich wundern, wenn das Bauvorhaben auch nur von Ferne einen Statiker gesehen hat...
     
  15. Gast943916

    Gast943916 Gast

    egal wie, aber das ist keine Arbeit für Laien, außer sie sind lenbensmüde
     
  16. #15 wasweissich, 25. Oktober 2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    Leute , ihr schaut zu wenig baumarktwerbung ,....

    da wird den leuten suggeriert ,man müsse nur im richtigen bm einkaufen ,und schon klappt es ...

    das es auch zusammenklappen könnte , das sagt die werbung nicht ....
     
  17. Gast036816

    Gast036816 Gast

    .... die werbung sagt auch nicht, dass bei arbeiten an tragenden bauteilen auch statiker hinzugezogen werden muss!

    weiß die werbung überhaupt, was tragend ist?
     
  18. #17 wasweissich, 26. Oktober 2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    Die werbung trägt aber dazu bei ,dass tragende teile hirnlos geschädigt werden ,ohne dafür die verantwortung tragen zu wollen .

    Die trägt dann der , dem das nicht mehr wirklich tragende teil gehört .
    die werbung kann dann zum finden des ??richtigen?? materials zum reparieren beitragen
     
  19. Julius

    Julius

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    Ach - dank fehlender Haftung solcher "Berater", Werbenden, Werber und Verkäufer ist das alles trotzdem doch gar nicht tragisch! :p
    Außer für den Betroffenen, der muß dann halt die Folgen tragen (oder andere seinen Sarg)... :eek:
     
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  21. R.B.

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    Ihr seid heute wieder empfindlich. Es werden doch jeden Tag Helden geboren. Wen interessiert da schon eine geschlitzte Wand. :mega_lol:
     
  22. #20 Rudolf Rakete, 31. Oktober 2014
    Rudolf Rakete

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    Ich les das ganze so, dass hier mal jemand wieder die Bestätigung seiner abstrusen Eigensanierung haben wollte.

    Nie und nimmer wird ein Gutachter jemanden (einem Laien) raten 2 Meter Wand im Keller horizontal zu schlitzen.........zumindest nicht schriftlich.
     
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