Hinterlüftungsebene bei geneigtem Gründach

Diskutiere Hinterlüftungsebene bei geneigtem Gründach im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo allerseits jetzt muss ich nochmal was anderes zu unserem geneigten Gründdach (20Grad) fragen. Der Aufbau sieht grob wie folgt aus (von...

  1. #1 Tom Mager, 20. März 2009
    Tom Mager

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    Hallo allerseits

    jetzt muss ich nochmal was anderes zu unserem geneigten Gründdach (20Grad) fragen.

    Der Aufbau sieht grob wie folgt aus (von oben nach unten)
    - Pflanzen
    - Granulat
    - Folie (Dachabdichtung gegen Wasser)
    - Schalung
    - Konterlattung (ca. 25mm)
    - Unterspannbahn
    - Sparren (18cm) und Zwischensparrendämmung (18cm)
    - Dampfbremse
    - Gipskartonplatten

    Die Zwischenssparrendämmung besteht aus Bahnen von Mineralwolle.
    Die Sparren sind 18cm und Mineralwolle hatte auch 18cm; die Mineralwolle hat sich nun aber im verlegten Zustand auf ca. 22cm "ausgedehnt" und drückt die Unterspannbahn gegen die Schalung, so dass die Hinterlüftungsebene quasi verschlossen ist.

    Ist das ein Baumangel?

    Ist das ggf. sogar ein kritischer Baumangel? (denn die Hinterlüftungsebene besteht so quasi nicht mehr, da nur man derzeit noch minimal durch die Hinterlüftungsebene auf die andere Seite schauen kann.

    Wäre es eine bessere (oder richtigere) Lösung (gewesen) formstabile Steinwolle als Zwischensparrendämmung zu nutzen?

    Beste Gruesse
    Tom
     
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  3. #2 Reitmeier, 20. März 2009
    Reitmeier

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    man nennt da auch ein "Lauwarmdach"
     
  4. #3 Tom Mager, 20. März 2009
    Tom Mager

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    ja, so kommt es mir auch vor... ist das (eher) ein Baumangel? Man hätte ja sonst gleich ein Warmdach realisieren können...
     
  5. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Bin ich Hellseher??...

    ...:biggthumpup:

    Ist hier nicht eine große Gefahr, daß, bei nicht ganz fachgerecht eingebauter Dämmung, selbige die USB an die Schalung drückt, damit quasi die Hinterlüftung zunichte macht

    :konfusius
     
  6. #5 Reitmeier, 20. März 2009
    Reitmeier

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    sag ich doch , an den seiten lau und in der mitte ?
     
  7. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    mau...

    ... das reimt sich wenigstens:mega_lol:
     
  8. #7 Reitmeier, 20. März 2009
    Reitmeier

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    dicht, wer si jetzt nu, in der pflicht....:)
    give me 5
     
  9. #8 Tom Mager, 21. März 2009
    Tom Mager

    Tom Mager

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    hallo allerseits

    kann ich das so verstehen, dass dies ein baumangel ist (denn ja, die dämmung drückt derzeit die unterspannbahn an die Schalung und "zerstört" damit die Hinterlüftung)

    Beste Gruesse
    Tom

    PS: Ist eine Lösung hier nur durch formstabile Dämmung möglich (die sich nicht ausdehnt und man nicht zu sehr "reinstopfen" muss? Was wäre das dann: Steinwolle?)
     
  10. #9 Reitmeier, 21. März 2009
    Reitmeier

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    Mahlzeit.

    (das mit der Ente bezog sich auf den beitragswechsel bezüglich vorhandener lüftungsquerschnitt und dann pötzlich nicht mehr...)

    Mal nachfrag?
    Wer hat den diesen Aufbau geplant, gerechnet, ausgeführt, überwacht und abgenommen?

    Mfg
     
  11. Tom Mager

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    Hi

    Planung war von unserem Architekten; dieser hat auch die Rolle der Bauleitung inne; komplett beauftrag für alle Phasen; Ausführung erfolgte vom Verputzer, der hat die Zwischensparrendachdämmung mit übernommen. der Rest vom Dach kam vom Zimmermann/Dachdecker.

    Gruß
    Tom

    PS: Das mit dem nicht vorhandenen Lüftungsquerschnitt hat sich erst gestern bei einem Check herausgestellt; war also neu für mich.
     
  12. Reitmeier

    Reitmeier

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    N`abend

    Na dann würd ich doch mal die beiden erstgenannten zu einem freundlichen gespräch einladen, oder?

    MfG
     
  13. Tom Mager

    Tom Mager

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    Mit dem Architekten war ich bereits vor Ort.... der Termin mit dem Verputzer (zusammen mit dem Architekten) steht noch aus für jetzt Anfang der Woche; ich wollte mir nur schonmal vorab einen Überblick verschaffen in welche Richtung in das Lenken sollte / muss / darf...

    ich verstehe jetzt, dass es wohl durchaus ein Mangel darstellen kann.

    Gruß
    Tom
     
  14. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Also hat der Putzer nicht nur geputzt...

    ... sondern auch gedämmt.:(

    na Mahlzeit:mauer
     
  15. Tom Mager

    Tom Mager

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    Ist das nicht üblich?
     
  16. Tom Mager

    Tom Mager

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    Hallo

    könnte mir jemand sagen, welchen Dämmstoff man am besten / in der Regel verwendet für eine Zwischensparrendämmung, wenn man eine Hinterlüftungsebene (ca. 25mm) hat, die vom Dämmstoff nicht zugedrückt werden soll?

    Allerbesten Dank!!
    Tom
     
  17. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Da kannste nehmen...

    ... Mineralwolle gelb oder grün (Volksmund: Glaswolle oder Steinwolle) Holzfaserdämmstoffe (z.B. homat.. oder kronot..) alternative Dämmstoffe wie Flachs oder Hanf, also eigentlich alles, außer Einblasdämmung.

    Das löst aber Dein Problem nicht: ich bin der meinung, die Hinterlüftungsebene hätte anders ausgeführt werden müssen, wie bereits gesagt.

    Ach ja, warum heißt der Putzer Putzer? Weil er sonst Dämmer heißen würde:p
     
  18. crax

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    Hallo zusammen,

    @ Tom:

    Der Planer (Dein Archi) hat sich hoffentlich bei der Hinterlüftungsebene etwas gedacht.
    Die Ausführung entspricht nun nicht der Planung. Also ein Mangel, der beseitigt werden muß.:Baumurks
    Da der Archi ja mit der Überwachung beauftragt war, dürfte seine Einschätzung auch nur so ausfallen. :shades
    Mitunter kommen auch Begründungen wie: "Na, ja so wichtig ist das nun auch nicht." Also "halbschwanger". In dem Fall solltest Du Dir die Frage stellen, ob der Archi der richtige ist.
    Berichte mal, wie es abgelaufen ist. Ich vermute "halbschwanger":shades

    2. Den besten Dämmstoff gibt es nicht! Jeder hat Besonderheiten, die zu beachten sind.
    In Deinem Fall hätten Überwacher und Ausführender, die Kompressibilität des Dämmstoffs berücksichtigen müssen.
    Zwei Möglichkeiten:
    1. Die Konstruktion derart anpassen, dass die Lüftungsebene sicher erhalten bleibt.
    2. Dämmstoff austauschen.

    mfg crax
     
  19. Tom Mager

    Tom Mager

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    Hallo Crax

    vielen Dank!! Wenn man den Dämmstoff tauscht; gegen welchen müsste man tauschen: gegen formstabile Steinwolldämmplatten? (damit die Lüftungsebene nicht wieder zugestopft wird?)

    Gruß
    Tom
     
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  21. Tom Mager

    Tom Mager

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    Hallo allerseits

    nochmal anders gefragt: Ich glaube ich habe folgende Optionen nun

    (1) Dämmstoff komplett tauschen, gegen einen der die Lüftungsebene nicht zudrückt.

    (2) Vorhandene Mineralwolledämmung "etwas abtragen" (sofern das praktisch geht), so dass die DÄmmung die Hinterlüftungeebene nicht mehr zustopft; und das was dann an der Zwischensparrendämmung fehlt als Untersparrendämmung ausführen (so dass die Dachdämmung insgesamt wieder passt)

    (3) Anstelle der "Dampfbremse" eine "Dampfsperre" einbauen (so wie sie bei einem Warmdach aufgeführt werden müsste?), d.h. eine Ebene die "sicher" jedes eindringen von Feuchtigkeit aus dem Raum verhindert (und somit die Hinterlüftungsebene für überflüssig erklären)

    (4) Nicht ändern und hoffen dass die Minerwolle wieder zusammensinkt (keine Ahnung wie lange das dauert... weiss das ggf. jemand), so dass sich dann wieder eine Hinterlüftungsebene bildet (und in der Zwischenzeit hoffen, dass keine Feuchtigkeit anfällt...)

    (5) Hinterlüftungsebene dicker ausführen ist denke ich keine Option, weil noch teuerer, da das ganze Gründach schon ausgeführt ist.

    Was meint ihr? Welche Möglichkeit würdet ihr wählen (oder gibt es noch mehr).

    Gruß
    Tom
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 23. März 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    ICH würde dem Kollegen die ganzen Mängel schriftlich bekannt geben und ihn um eine Stellungnahme bitten.
    Dito bei den zuständigen Firmen.
     
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Hinterlüftungsebene bei geneigtem Gründach

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