Holz-Beton-Verbund, Verständnisfrage

Diskutiere Holz-Beton-Verbund, Verständnisfrage im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; http://www.forum-holzbau.com/pdf/12_EBH_15_Bathon.pdf Zitat: Optimale Nutzung der spezifischen Werkstoffeigenschaften: Durch die Herstellung des...

  1. #1 capslock, 07.10.2019
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    Südwest
    http://www.forum-holzbau.com/pdf/12_EBH_15_Bathon.pdf

    Zitat:
    Optimale Nutzung der spezifischen Werkstoffeigenschaften: Durch die Herstellung des Verbundes zwischen den Werkstoffen Beton und Holz zu einem Verbundquerschnitt beteiligen sich beide Materialien – Beton und Holz – gemeinsam am Lastabtrag. Bei statischen Einfeldträgersystemen – wie sie im Altbau häufig anzutreffen sind – übernimmt die oberseitig angeordnete Betonplatte die Druckspannungen, während den unten liegenden hölzernen Deckenbalken die Zugspannungen im Verbundquerschnitt zugeordnet werden. Damit liegt eine werkstoffoptimierte Anordnung vor. Die zwischen den beiden Teilquerschnitten Holz und Beton angeordneten Verbindungsmittel übertragen die zugehörigen Schubkräfte.

    Dass ein schubfester Verbund notwendig ist, damit der Beton die Schubkräfte aufnehmen kann, ist klar. Damit erhöht sich der Gesamtquerschnitt des Trägers. Aber warum ist es eine "werkstoffoptimierte Anordnung"? An der Grenze der Belastbarkeit hat ein Tragbalken aus C24-KVH oder sogar besserer Qualität immer ein Problem mit der Biegespannung an der Unterseite, während an der Oberseite beim Schub noch viel Luft ist.

    Würde also eine schubfest angebrachte Beplankung mit OSB oder Mehrschichtplatten bei gleicher Gesamthöhe die gleiche Tragfähigkeit ergeben wie HBV?

    Oder hat HBV neben dem höheren Eigengewicht sogar den Nachteil, dass das Schwinden das Holz vorspannt, und zwar anders als beim Spannbeton nur einseitig, so dass effektiv eine Schwächung statt einer Verstärkung stattfindet?
     
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Holz-Beton-Verbund, Verständnisfrage

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