Holz VHF - Mauerwerk uneben

Diskutiere Holz VHF - Mauerwerk uneben im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich habe vor vom Zimmermann eine hinterluftete VHF ausführen zu lassen. Unterkonstruktion aus Holz (Kreuzlattung), Dämmung Gutex...

  1. paulch

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    Hallo zusammen, ich habe vor vom Zimmermann eine hinterluftete VHF ausführen zu lassen. Unterkonstruktion aus Holz (Kreuzlattung), Dämmung Gutex Thermo Holzfaser, letzte Schicht Eternit Paneele.
    Ich habe die alte EPS Dämmung entfernt, allerdings blieben die Haftplomben an den Ziegeln. Außerdem ist das Mauerwerk relativ bescheiden gemauert und uneben.

    Zimmermann sagt, ich muss mit Ausgleichsputz glätten, damit er die Latten richten kann. Ist es zwingend oder kann man auch die Holzlatten “schiften”, Holzkeile drunterlegen?

    Danke und Gruß
    IMG_7955.jpeg IMG_7954.jpeg
     
  2. #2 Holzhaus61, 27.05.2023
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    Klar geht das. Ist aber Mehraufwand und entsprechend zu vergüten. Und ob der Zimmermann da Bock drauf hat, ist die nächste Frage…
     
  3. paulch

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    Danke, Holzhaus! Kostet beides, Kalkzement Putz auftragen ist auch nicht gratis. Ich hatte überlegt, wenn ausglaetten, dann vielleicht noch etwas für die Tragfähigkeit der Wände tun und so ein Carbonnetz einmoerteln oder ist es ein Overkill?
     
  4. #4 Holzhaus61, 28.05.2023
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    Dein Netz hilft Dir nüscht. Du musst ja die UK in dem Bröselstein befestigen. Der Putz würde ja nur die Oberfläche sein. Sicherlich ist ausgleichen günstiger als ein kompletter Putz, ob das dann alles so topfeben wird, wie sich Dein Zimmermann das so vorstellt, ist ja auch noch die Frage. Der ist auf jeden Fall fein raus, weil er sagen kann, Untergrund ist nicht topfeben, das ist Dein Problem.

    Wenn er das ausgleichen muß, ja, da kann man schon mal mit zwei Leuten nen guten Vormittag mit verbringen (pro Wand), je nachdem, wie "vergurkt" der Untergrund ist. Das wird er sich bezahlen lassen, bis hin zum Abwehrangebot. Anderen Zimmermann fragen (wenns welche gibt)
     
  5. paulch

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    Ok, verstanden. Ich könnte die Plomben mit Betonschleifer selbst weg schleifen aber die großen Unebenheiten (Fenstersturze, obere Betondecke) kriege ich damit nicht in Griff. Soll ich den Statiker kommen lassen, um Mauerwerk zu checken? Es gibt schon ein paar Risse in den Ziegeln. Für die Storen müssen wir noch vom Dach Elektroleitungen ziehen. Das heißt man müsste Loecher bohren und dann gehen die Ziegel kaputt.
     
  6. #6 Holzhaus61, 28.05.2023
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    Na ja, in Anbetracht des Gewichts, was da so an die Wand kommt, plus Dämmung, Windlast usw. ist es sicherlich nicht falsch, mal einen Statiker zu konsultieren. Der soll dann auch gleich das richtige Befestigungsmittel vorschlagen, Anzahl usw. usw.

    Im Grunde meines Herzens bin ich ja der Meinung, mann sollte die UK ausgleichen, alles andere ist Strafarbeit.

    Nur mal interessehalber: Warum haste das WDVS eigentlich abgerissen? Gerade wenn jetzt Holzfaser drauf soll, muß da ja so einiges draufkommen, damit Du zumindest den Stand hältst. Und eigentlich will man es ja besser haben, also noch mehr drauf...
     
  7. paulch

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    Vorab, vielen herzlichen Dank für die Hilfestellungen. Die Überlegung war was lokales, diffusionsoffenes zu nehmen und Fassade mit Hinterlueftung auszuführen. Gutex ist bei mir um die Ecke. Material ist noch nicht bestellt. Theoretisch könnte ich auf Ytong/Porenbeton umswitchen, was deutlich weniger wiegt.
     
  8. #8 Holzhaus61, 28.05.2023
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    Öhm... Du bist ja Schweizer, da muss ich es langsamer erklären... :D :winkenAlso, so einen Porenbeton-Stein, den klebst aber auch nicht so mal eben an die Wand, da brauchts schon einiges mehr.... So ein Fundament z.B. Und den Stein verputzt Du dann auch wieder. Und energetisch gewinnste damit nu erst recht keinen Blumenpott.
     
  9. paulch

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    Nene, Ich meinte anstatt VHF mit all dem Gewicht, Ytong Multipor WDVS (wiegt so gut wie nix). Die Multipor Daemmplatten kann man mit Mörtel kleben und somit ausgleichen. Die Wind/Standlasten theoretisch zu berechnen beim 15er Mauerwerk wird schwierig, der Zustand der Ziegel und Fugen ist meiner Meinung nach sub-optimal aber ich kann nur mit Rohbau bei einer Neubaustelle nebenan vergleichen. Man kann glaube ich so einen Dübel-Zugtest machen aber eben, der Aufwand ist groß, ich will nicht bei jedem Windstoß zittern.
     
  10. #10 Gast 85175, 28.05.2023
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    Gast 85175 Gast

    Wer hat diese Konstruktion erfunden? Gibt es da ne Zulassung, ne Fassadenstatik, oder schraubt man da einfach was zusammen?


    Siehe obige Frage.
     
  11. paulch

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    Es liegt eine verbindliche Offerte des Zimmermanns vor. Ich denke eine Konterlattung ist grundsätzlich üblich. Der Zimmermann konnte nicht wissen wie das Mauerwerk unter der Fassade aussieht. Cedral/Eternit haben ein Dokument zum Aufbau, muss es erstmal wiederfinden.
     
  12. #12 Gast 85175, 28.05.2023
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    Dass das WDVS mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Totalschaden war, sieht man am Klebebild (nur Batzen, keine Verklebung im Randbereich der Dämmplatten). Nicht alle WDVS die so verklebt sind, sind schadhaft, aber wenn man eine WDVS das praktisch überall Risse hat aufmacht, dann sieht es fast immer so aus…

    Von mir bekommst Du gerne eine Offerte über ein paar Socken, das dein Leben eventuell um 20 Jahre verlängert, Kostenpunkt 83.000€. Von mir aus mache ich auch ein Dokument mit bunten Bildchen dazu und stelle es ins Internet.


    Wenn er zum ersten mal eine alte Fassade ohne Bekleidung sieht, dann konnte er das wirklich nicht ahnen.

    Wie auch immer, es gibt für alles „Systeme“ Einsatzgrenzen und ob es zulässig ist da zu „unterlegen“ muß irgendwo stehen. Damit man nachsehen kann was da gilt müßte man erstmal wissen was das denn werden soll und bevor Du nicht sagen kannst was das für ein System sein soll, kann man halt nicht nachsehen was da gilt.
     
  13. Berndt

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    eine VHF-Fassadendämmung auf das unverputzte Mauerwerk halte ich in diesem Fall eh für unsinnig
     
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  14. paulch

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  15. #15 Holzhaus61, 28.05.2023
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    Ich halte ein VHF für besser, als das WDVS-Zeugs. Man muss nur sehen, wie man das zum halten bekommt. Ist ja unterm Strich nix anderes als zweischaliges Mauerwerk
     
  16. paulch

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    Eine Idee wäre die Latten an den Betondecken (UG und EG) festzumachen. Leider habe ich auf 2 niedrigen Seiten (3 Meter hoch) schon die Sockeldaemmung montiert. @Berndt womit soll man deiner Meinung nach das Mauerwerk ausgleichen, mit Kalkzementputz oder mit Spezialmoertel, habe mal so etwas gefunden: Sika MonoTop®-722 Mur
     
  17. Berndt

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    Da kannst einen ganz normalen Kalkzement- Leichtmörtel nehmen
     
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  18. paulch

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    Danke Berndt! Blöde Frage - woher weiß der Zimmermann später wo die Fugen sind, damit er die Dübel in die Ziegel und nicht in die Fugen setzt? Mit Kalkzement (so ca 1 cm) tue ich nur die Plomben und kleine Unebenheiten ausgleichen. Ich habe noch Niveau-Unterschiede beim Übergang Beton-Ziegel und zu der Decke EG-Dachestrich, das sind teilweise 2-3 cm, siehe Foto.
    IMG_7963.jpeg
     
  19. paulch

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    Der Statiker meint, hält schon. Man könnte an manchen Stellen die Fugen reparieren, das würde nicht schaden aber mit Mauermörtel, nix spezielles, viel zu teuer und braucht es nicht.Gipser meint das wäre ein grosses Ding mit Silo aufstellen, spritzen, um alles eben zu bekommen und rät dem Zimmermann das Schiften nahezulegen.
     
  20. ps0125

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    Der soll die Kanthölzer in voller Stärke einlagig senkrecht anbringen, und zwar nicht hinterlegen, sondern mit Winkeln seitlich befestigen.
    Das ist dann kinderleicht eben auszurichten. Die Hohlraumdämmung kann mit Einblasdämmung erfolgen, dann ist es egal, ob irgendwo 1,2, oder 5cm Luft hinter dem Kantholz sind.
    Wenn du schon bei Gutex bist, schau mal nach dem System "Durio"
     
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