Holzbalken der Terassenüberdachung mit Attika schützen

Diskutiere Holzbalken der Terassenüberdachung mit Attika schützen im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich komme mit einer Sache nicht weiter, die ich schon lange vor mir her schiebe. Eigentlich schändlich lange Alle Suchen haben...

  1. marbuc

    marbuc

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    Hallo zusammen,
    ich komme mit einer Sache nicht weiter, die ich schon lange vor mir her schiebe. Eigentlich schändlich lange
    Alle Suchen haben mich noch nicht so weit gebracht, das ich starten kann. Ich hoffe auch, ich habe den Beitrag richtig hier positioniert

    Ich habe meine Terasse mit Holzbalken "überdacht". Es handelt sich um sib. Lärche, Leimbinder im Format 100mm breit, 160mm stark. Die 5 Balken haben eine Länge vom Haus zum Ende 5,40 m. Gefälle etwa 10%
    Die beiden äußeren Balken tragen die Führungsschienen meiner Gegenzugmarkiese (3m breit x 5m Ausladung). Die drei inneren Balken sollen später mal als Unterstützung einer Teilüberdachung der Terrasse dienen (z.B. eine Art Vordach, 1,5m X 3+m)

    Nun stehe ich vor dem Problem, alle Balken gut gegen Wasser zu schützen, denn im Laufe der Jahre haben sich Risse gebildet, so das zusätzliches Wasser ins Holz eindringen kann.
    Ich dachte an eine Art Attikaabdeckung auf diese Balken zu montieren. Also doppelte Tropfkannte.
    Bei der Länge der Balken muss ich jedoch stückeln und nun kommen die Fragen...

    1.Diese Abdeckungen lassen sich bestimmt nicht überlappend verlegen, da sie ja durch die Kanntung nicht sauber ineinander passen werden. Wie also die Übergänge wasserdicht abdecken?

    2.Wie kann dann die Längenausdehnung sichergestellt werden, ohne das Undichtigkeiten entstehen?

    3.Bei den üblichen Zinkkanntungen 250mm ist die Abdeckung 2 cm breiter als der Balken. Tropfkannte geht 5 cm runter. So kommt das Tropfwasser bei leichtem Wind an die Flanken des Balkens, der ja dann durch die obere Abdeckung nicht mehr so gut belüftet ist. Ich würde gerne dazu eine Meinung bekommen, ob sich Nässe dadurch im Holz stauen kann.

    4.Wie ist ein sinniger Montageaufbau zu bewerkstelligen? Kommt auf den Balken erst noch etwas zur Abdichtug zusätzlich, oder Abstandsstreifen zum Blech hin (Belüftung)?

    Wäre Klasse, wenn mir da jemand etwas das Licht anmachen könnte, damit ich besser sehe :-)

    Gruß Martin
     
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  3. #2 Andybaut, 26.08.2017
    Andybaut

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    knifflige Frage für Nicht-Spengler.

    Ich würd´s von einem Spengler machen lassen, die kennen die ganzen Kniffe.
    Zumindest das Blech solltest du von einem biegen lassen.

    Ich hatte das schon mal bei einem Kindergarten. Das war zwar einseitig, aber dennoch wurden die Bleche
    leicht unterschiedlich gebogen, also unten breiter wie oben. Von oben betrachtet sieht das ganze aus wie ein
    leichtes Trapez. Dann kann man alles locker ineinanderschieben.

    Ansonsten gibt es einen Fixpunkt und Gleitpunkte.

    Da man aber noch die richtigen Haften und den richtigen Start- und Endpunkt biegen muss, wirst du spätestens dann ohne das richtige Werkzeug und das Wissen um das Biegen der Bleche an deine Grenzen kommen.

    Die Überlappungen können z.B. mit Kompribändern unterlegt werden, damit das Wasser nicht hineindrücken kann.
     
  4. ps0125

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    Entweder von einem Blechner kanten lassen, dann geht's auch ohne Stoß in der Länge, da normalerweise eine 6m lange Kantbank verfügbar ist.
    Ansonsten wäre bei einer solchen Anwendung eine überlappende Montage möglich. Bei entsprechender konischer Kantung lassen sich die Profile ineinander schieben.
    Kompriband ist viel zu dick, das kann man bei einer solchen Anwendung nicht verwenden.

    Ich würde überlappend montieren, die Stöße anreifen und gut. Das ganze mit Enkolit Blechkaltkleber vollflächig auf den Balken verkleben.
     
  5. marbuc

    marbuc

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    Prima,
    man lernt ja nie auch, auch gut so.
    Das mit der konischen Kanntung ist natürlich gut. Der Begriff "anreifen" war mir auch neu. Das ist natürlich die Lösung, bei ausreichender Überlappung verhindere ich damit wohl die kapilare Wirkung zweier aufliegender Flächen (durch den Abstand).
    Nur mit dem flächigen Aufkleben ist mir noch unklar. Warum soll das?
    Die Enden der Bleche und den Wandanschluss kann ich selber biegen. Habe schon viele Blechteile an Autos bei der Reparaturschweißung geformt, gebogen, gewinkelt, gedengelt...
     
  6. ps0125

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    Mit dem vollflächigen verkleben wird verhindert, dass sich Kondenswasser zwischen Balken und Blech bildet.
    Außerdem musst du die Bleche ja ohnehin irgendwie befestigen. Mit Dichtschrauben direkt befestigen ist nicht fachgerecht. Vorstoßbleche sind für den ungeübten Anwender auch nicht unbedingt die richtige Wahl.
    Daher am besten kleben mit einer punktuellen Befestigung als Lagesicherung gegen abrutschen.
     
  7. #6 Andybaut, 27.08.2017
    Andybaut

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    @ps0125
    Verkleben? Bei 6m länge?
    So wirklich fachgerecht erscheint mir das aber nicht zu sein.
    Das ist sicher der Weg des geringsten Widerstandes, aber aufgrund der Längendehnung des Bleches hätte ich da große Bedenken.
     
  8. ps0125

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    Kommt auf den Kleber an.
    Mit Enkolit geht das, der wird aber auch nie richtig hart, sondern wie Kaugummi. Mit ausreichender Schichtdicke nimmt er die Bewegung auf.
     
  9. #8 Andybaut, 27.08.2017
    Andybaut

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    Stimmt, damit geht´s dann wieder.
    Ich habe das bislang nur bei Betonattiken verwendet, aber Holz scheint ja auch zu funktionieren.
    Bedenken nehme ich da gerne zurück :-)
     
  10. marbuc

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    Hallo,
    war noch mal bei meinem Fachmarkt. Mit der konischen Kanntung wird angefragt, aber die meinen das machet die Kannterrei nicht, weil ja dann die ganze Kanntung schief wird. Aber in der Praxis ist es ja nur etwa 0,7mm auf jeder Seite.
    Zur Verklebung sagte man mir, ich solle einen Streifen Schweißbahn schneiden und unter das Blech legen. Diese dicke, oben grün mit Stein beschichtet. Die Blechübergänge dann mit diesen kurzen U-Profilen für drunter verbinden. Oder eben einschneiden und unter schieben.
    Meterpreise hätte ich so um 11,-€ bei 0,7mm Titanzink und 4 Kanntungen. Scheint günstig?

    Ich finde das mit dem Enkolit aber besser. Das Zeug tropft nachher aber nicht ab wie Bitumenkleber, oder? Weil es ja voll in der Sonne liegt und unter dem Blech heiß wird.
     
  11. marbuc

    marbuc

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    So, jetzt habe ich die Zinkkantung fast hier liegen, passende Stoßbleche und auch eine gute Schweißbahn (zwar eine Oberlage geeignete aber etwas elastisch, beschiefert PV200...). Frei habe ich auch die Woche und nun muss es nur noch trocken werden.
    Hat wer für mich einen Tipp, wie/womit ich die ganze Rolle in 10+cm Streifen schneiden kann oder sägen? Möchte diese nicht ruinieren.

    Zum Vorhaben genau:
    Balken wollte ich oben etwas schleifen und entstauben, Bahn gut aufschweißen, Stoßbleche zur Zinkkanntung mit Metallkleber/Karosseriekleber? dichten, Zinkkanntung nur punktuell verkleben/fixieren
    Die Balken werden später (im Frühjahr) seitlich und unten noch mal geschliffen und mit offenporiger Dickschichtlasur behandelt
    Habe ich dann etwas Dauerhaftes geschaffen, was mich dann lange nicht mehr beschäftigen muss?
    über fachliche Einwände oder auch Bestätigungen würde ich mich nochmal freuen.

    Gruß Martin
     
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  13. marbuc

    marbuc

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    Nachtrag: schrumpft das Holz im Sommer stark, wenn es trockner wird? (Leimbinder sibirische Lärche). Und das Blech wird bei Hitze ja länger...
    Die Stoßbleche dann lieber nur in Neigungsrichtung eindichten und zum oberen Blech als Längendehnung frei lassen?
     
  14. marbuc

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    Ist übrigens eine PYE 250 S5.....(Loch im Papier) NOx-OFF (PT...)
    ist 5,2 mm dick
     
Thema: Holzbalken der Terassenüberdachung mit Attika schützen
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