Holzbohlenwand isolieren und verputzen, aber wie?

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  1. Knuschti

    Knuschti

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    Hallo geschätzte Forumsbesucher,

    zuersteinmal möchte mich mich kurz vorstellen.
    Dies ist mein erster Beitrag seit längerer Zeit, obwohl ich hier und da schon mitgelesen und die Suchefunktion bemüht habe.

    Ich bin 35 Jahre alt und wohne am Zürichsee. Ich habe vor wenigen Jahren ein kleines Stadthaus gekauft und renoviert. Jedoch nur innen und jetzt kommen die grösseren Aussenarbeiten dran. Als Akustiker habe ich von Baumaterialien und Baustatik jedoch nicht so viel Ahnung, wie ich sie wohl benötige. Ich hoffe daher auf viele Ideen von Leuten die Ahnung haben.

    Nicht das ich nicht schon befreundete Handwerker um Rat gefragt hätte, aber es gibt verschiedenste Ansichten und Vorschläge.
    Ich traue jedem zu das er sein Handwerk versteht und ich schätze, dass es verschiedene Wege für eine gute Lösung gibt.
    Ich wünsche mir einfach eine weitere Idee, oder eine Bestätigung.

    Der Ist-Zustand:
    Ich möchte die Nord/ Westfassde meines Hauses renovieren. Das Gebäude ist ein Bohlenständerbau, und mind. schon 200 Jahre alt.
    Auf die waagerecht gelegten, vernuteten Holzbohlen (ca. (!) 40cm hoch, 4 cm dick und ca. 2-4 Meter lang) wurden innen mit einem Holzlattenrost und einer doppelten Fermacell Schicht beplankt. Wir haben alles mit Isofloc ausgeblasen und innen einen Sumpfkalkverputz aufgetragen und mit Mineral Farbe gestrichen.

    Aussen wurden Holzschindeln direkt auf die Holzbohlen genagelt (2 Lagen, als Untergrund diente nur eine Pappscheibe (echt nur Pappe).
    Im Laufe der Zeit ist das natürlich feucht und gammelig geworden.

    Mein Vorhaben:
    Ich möchte die Fassade (natürlich kostengünstig) aber sinnvoll und nachhaltig renovieren. In erster Linie geht es mir um eine haltbare Hülle, die nicht schon nach wenigen Jahren eine erneute Renovation fordert. Die Wärmedämmung wurde von innen gemacht.

    Die Vorschläge:
    Ich habe auch schon verschiedene Offerten eingeholt. Diese reichen von Ausbesserung der bestehenden Schindeln und übermalen, über komplett neue Schindeln, diese dann entweder naturbelassen (Lärche) oder lackiert mit Ölfarbe (dann in Fichte oder Tanne), bis hin zur Polystherolplattendämmung mit Siliconkratzputz und diffunsionsfähiger Siliconharz Fassadenfarbe.

    Meine Bedenken:
    Nur Ausbessern ist nur ein Aufschieben einer dringenden Renovation der Fassade, somit ist diese Variante ausgeschieden.

    Neue Schindeln sind mit hohen Kosten, aber auch mit hohen Folgekosten versehen (soweit sie immer wieder lackiert werden)

    Unlackierte Schindeln gefallen mir persönlich an Berghütten z.B. sehr gut, oder bei freistehenden Bauernhäusern.
    Mein Haus ist aber von zwei Seiten angebaut und der Heimatschutz legt Wert auf ein harmonisches Bild. Schindeln seien aber nicht ortsüblich und daher keine Vorschrift. Ich solle doch besser einen Verputz auftragen.
    Da eine (später) patinierte Schindelfassade hier nicht gut passt ist das auch ausgeschieden.

    Da die Bohlenwand bei Wind und Wetter "schafft" und sich ausdehnt wird es mit einem Verputz wohl auch nicht ganz einfach, auch wenn vorher die Dämmplatten angeklebt werden. Eine Holzlatten-Rostung nimmt vielleicht etwas von der Spannung weg, aber hier habe ich auch nur begrenzten Spielraum. Der gesamte Fassaden-Neuaufbau darf nur ca. 5 - 6 cm betragen.

    Ich würde mich sehr über einen Beitrag freuen!
    Freundliche Grüsse,
    Knuschti
     
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  3. Knuschti

    Knuschti

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    Hallo zusammen,

    ich habe noch eine weitere Variante gehört.

    Zuerst eine Lattung von nur 1,5 cm Dicke anbringen, darauf werden dann ca. 3 cm dicke, zementgebundene "Holz-Spaghettiplatten" bzw. Heraklith Platten geschraubt. Den Abschluss macht man dann mit einem ca. 2 bis 2,5 cm dicken Leichtputz.

    So habe ich es verstanden, die Platten sind wohl leicht elastisch und können Feuchtigkeit gut diffundieren lassen. Der Putz ist ebenfalls atmungsaktiv aber wasserabweisend. Hört sich nach einer gute Lösung an, oder?!

    Grüsse vom Knuschti
     
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