Holzfenster anno 1975 - komplett ersetzen oder Verglasung tauschen? Kosten?

Diskutiere Holzfenster anno 1975 - komplett ersetzen oder Verglasung tauschen? Kosten? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Guten Abend, ich habe vor einiger Zeit ein Zweifamilienhaus von 1975 erworben. Wie mein Nickname schon sagt bin ich bautechnisch eher wenig...

  1. #1 Unwissender1, 16. März 2013
    Unwissender1

    Unwissender1 Gast

    Guten Abend,

    ich habe vor einiger Zeit ein Zweifamilienhaus von 1975 erworben. Wie mein Nickname schon sagt bin ich bautechnisch eher wenig bewandert. Nach einigem Querlesen durch die meist interessanten und fundierten Beiträge habe ich mich entschieden, mich hier anzumelden - und hoffe nun und auch in Zukunft auf ebenso zahlreiche wie fundierte Antworten auf meine Fragen und möchte soweit es geht auch mit meinem Zug um Zug durch selbständig durchgeführte Maßnahmen an meinem Haus und Garten zum Forum beitragen.

    Nun meine erste Frage hier:
    Und zwar sind in meinem Haus durchweg alte Holzfenster mit -wie ich finde- noch durchaus brauchbaren Rahmen verbaut. Ich habe gehört, dass es bei vielen Fenstern, die nach der Zeit zwischen dem Glas milchig geworden sind, aber das Holz noch gut in Schuss ist, es möglich wäre mit eher geringem Aufwand die Verglasung ersetzen zu lassen. Was gleichzeitig einen geringeren Kostenaufwand darstellt als gleich komplett neue Fenster verbauen zu lassen. Die Rahmen würde ich natürlich in Eigenregie abschleifen und lackieren bzw. lasieren.

    Stimmt dies so? Was muss ich beachten und welche Mindest-Qualität hinsichtlich der Verglasung ist bei den Glasern, von denen ich Angebote einholen will anzufragen?
    Oder wären neue Fenster - Kunststoff oder Holz - die bessere Alternative?

    Was für Kosten kommen auf mich zu?

    Ich freue mich auf Antworten...
     
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  3. struppi

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    Hallo,

    was willst Du denn damit erreichen? Nur milchige Scheiben ersetzen? Dann ok, aber trotzdem fraglich.

    Du musst bedenken dass neue Fenster ganz andere Rahmenstärken haben, bei weitem besser eingebaut sind (also die Abdichtung zum dem Mauerwerk) und zudem villeicht auch dreifachverglast sind. Da hast du ganz andere Wärmedurchgangswerte und damit auch ein großes Sparpotential.

    Die Kosten gehen von günstig bis unbezahlbar, das kommt auf die Ausführung, die Anzahl und die größe der Fenster an.
    Wir haben für 16 Fenster in Holz, dreifachverglast knapp 20 Mille bezahlt. Ich hoffe aber auch dass die dann entsprechend lange halten.

    Es geht günstiger aber auch bei weitem teurer.

    Im Forum findet man da eigentlich eine ganze Menge Infos ...

    Vg
     
  4. Teeflu

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    Mir geht es vom Fachwissen her zwar ähnlich wie dir, aber wenn es nicht unheimlich schöne Fenster sind, würd ich die rausschmeißen und neue Kunststofffenster mit 3-fach Verglasung nehmen. Um eine Preisgefühl zu bekommen kannst ja mal nach "Kunststofffenster" googeln. Da findest du viele Anbieter, bei denen du dir deine Fenster konfigurieren kannst, wobei die meiner Meinung nach schon recht teuer sind. Konkretes Angebot würde ich mir aber beim Anbieter vor Ort machen lassen.

    Mit Holzfenstern ist man wohl alle 5 Jahre am schleifen und lackieren - würd ich mir nicht antun.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 19. März 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    wohl bedeutet ja wohl, dass DU keine Ahnung hast. ABer mal eben was posten :mauer

    1) Wenn ein Holzfenster nach 5 Jahren neu lackiert werden muss haben Fenster, Maler oder beide nix getaugt.
    2) Holzfenster kann man lackieren, Kunststofffenster nicht. Grad die Tage wieder Kunststofffenster besichtigt, die ein Putzer versaut hat! Bei Holz wäre das gar kein Problem. Anschleifen lackieren/lasieren und gut ist.

    Bei Kunststoff streiten sich jetzt Unternehmer, dessen Versicherung und der Bauherr, wie und mit welchen Folgekosten das geregelt wird.
    Einzig ein Anstrich hält keiner für möglich, weil es tatsächlich nicht geht!
     
  6. Julius

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    Aus welcher Holzart sind die Bestandsfenster?
    Kann man den "noch durchaus brauchbar"-Zustand gemäß Deiner Einschätzung etwas konkretisieren (Fotos wären gut)?
    Verfügen die Fenster bereits über Falzdichtung?
     
  7. Teeflu

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    @ Ralf-Dühlmeyer

    Da hast du wohl recht, denn:
    1) steht das in meinem Post
    2) kenne ich niemanden, der sich für Holzfenster entschieden hat.

    Und nur weil es "Experten" gibt, die mit Stahlwolle ihre Kunststoffenster massakrieren, ist das noch kein Argument dagegen. Auf der anderen Seite sahen die Holzfenster im Haus meiner Eltern nach 15 Jahren so schlimm aus, das sie ersetzt wurden und auch die Fenster in meinem kürzlich gekauften Haus würde ich nicht aufarbeiten.
     
  8. H.PF

    H.PF

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    Ralf, sorry... Aber ich habe hier beides im Haus. Holzfenster und Kunststofffenster.

    Die Kunststofffenster sind teilweise von 1967, die funktionieren auf der Westseite mit Blick quer über die Rheinebene bis auf den heutigen Tag perfekt und ohne Murren. Die Holzfenster(Schreinerarbeiten! und nicht billig) sind schon die 2. nach 20 Jahren. Hier knallt es halt recht gut vom Sturm und Hagel, es wird der Lack vom Hagel zerstört (man sieht die EInschläge) Ein Kunststofffenster interessiert es nicht...

    Ich würde mir NIE wieder ein Holzfenster holen, so schöne Augen kann die Schreinerin gar nie haben.

    Kunststoff oder Holz-Alu-Fenster, sofort. Aber Holz gehört da einfach nicht hin wenn man viel um die Ohren hat und nicht immer wieder drüberpinseln will/kann oder das Fenster genau Schlagseite ist. Bei geschützt stehenden Häusern vielleicht kein Problem aber nicht bei uns, wo es genau bei Sauwetter richtig Kasalla gibt...

    Und wenn ein Holzfenster von irgendwelchen Deppen beschädigt wird ist das auch ein Kostenpunkt...

    Nee, Holz muß man Pflegen, Kunststoff hält einfach so... Bissken Fett ab und an an die Scharniere, regelmäßig putzen, alles wird gut.
     
  9. ypg111

    ypg111 Gast

    Nur mal so am Rande, vielleicht eine Hilfe für den TE: meine Eltern haben Holzfenster, Mahagoni, schwarz lasiert, BJ 1978. Die geschützten und im Nord, Osten und Süden verbauten sind absolut gut in Schuss. Habe nie erlebt, dass mal nachgestrichen wurde. Die Schiebetüren (6 Meter Länge, 3-geteilt) haben sie jetzt mit besseren Fenstern ersetzt - und sind glücklich.
    Die Westseite musste allerdings mal gerichtet bzw ausgetauscht werden. Das war aber nur ein Doppelfenster.

    An meinem Haus, auch BJ 78 und schwarz lasiert, müsste jetzt mal die Westseite ausgetauscht werden. Holz morsch. Viele Risse. Ich weiss nicht, welches Holz verbaut wurde. Billigeres. Aber das werden die Käufer erledigen ;) Man sieht, dass die letzten 2 Jahre nicht gepflegt wurde :(
     
  10. struppi

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    Also natürlich brauchen Holzfenster mehr Pflege, ich würde mir aber vom Wohngefühl und Klima nur Holzfenster reinmachen ...

    Meine alten Holzfenster , baujahr 1972 waren aus Mahagoni, die waren noch Bombenfest, nichts morsch oder so.
    Nur waren die eben mit Wolle eingedichtet und geschlaudert ... für damals sicher ok aber nicht ganz up to date.

    ich bin mit meinen neuen Holzfenstern hochzufrieden auch wenn die an der Wetterseite sicher mehr Pflege brauchen .

    Übrigens wären die Internetfenster teurer gewesen, geh zum Fensterbauer vor ort oder zur Raiff...
    Die kontrollieren auch dass Du denen keine falschen Maße gibst.
     
  11. #10 rechter Winkel, 19. März 2013
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    Aus reiner Neugierde:
    Welches Klima ist hier gemeint? Globales Klima, Raumklima, Klima zwischen dir und deiner Frau?

    Wenn´s um´s Raumklima geht wird sich wohl kaum ein meßbarer Unterschied zwischen Holz und Kunststofffenstern feststellen lassen, oder?
     
  12. trekkie

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    Hab hier auch noch partiell Holzfenster in Nebengebäuden einfachverglast, die sind BJ +/-1950.
    Wurden immer lackiert soweit ich denken kann und platzten regelmässig auf, sprich wollten neu gestrichen werden.

    Vor 5 Jahren hab ich mir die Mühe gemacht, den ganzen Mist abzuflammen bis aufs Holz, dann 3x geölt mit Firniss, danach 1x mit Standöl halbfett und dann mit 1x vollfett. Bislang weder Abplatzungen noch nichtmal sichtbare Haarrisse.

    Einzig schwierig war damals die Beschaffung des Standöles, hier im örtl. Malerfachgeschäft wusste man gar nicht was ich wollte und hat mir gesagt, ich solle mal beim Künstlerbedarf wg. des Standöl nachfragen :tock:

    Holz ist ein genialer Werkstoff, der kleine Reparaturen verschmerzt, sofern er richtig behandelt wurde/wird.
     
  13. #12 Alfons Fischer, 20. März 2013
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    Leinöl reißt auch nicht... Es kann nur sein, dass man die Oberfläche nach einigen Jahren mal nachölen muss.
    Die Beschaffung der Leinölprodukte ist eigentlich ganz einfach. Und nicht mal teuer (außer im Künstlerbedarf). Bei Interesse nach einem Lieferanten, der sich damit bestens auskennt, schicke eine PN an mich.
     
  14. Julius

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    Früher gab es auch Lackfarben auf Ölbasis, die bekamen niemals Risse oder platzten derart ab (stattdessen kreideten sie nach geraumer Zeit etwas, was aber leicht zu beheben war).

    Die genannten Probleme an deckend lackierten Fenstern gibt es erst, seitdem die ach so modernen Kunstharzlacke eingesetzt werden...
     
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  16. struppi

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    da hast du recht, es ist so ein wohlfühlklima das ein Holzfenster ausstrahlt ... finde ich
     
  17. #15 Unwissender1, 23. März 2013
    Unwissender1

    Unwissender1 Gast

    ...bei allem was ich so an Erkundigungen getätigt habe sind wohl moderne Kst.-fenster sowohl das Günstigste als auch Praktischte. Empfohlen wurde mir ein Fenster- und Türenwerk bei mir in der Nähe, wobei ich aus dem Freundes- und Kollegenkreis auch von Herstellern aus der Umgebung (~100km) gehört habe, die gute Qualität zu vernünftigen Preisen anbieten. Weiteres Problem ist der Einbau - habe ich selbst noch nicht gemacht, soll angeblich ganz einfach zu bewerkstelligen sein...whatever...auch eine Preisfrage...und irgendwas muss ich ja auch zum Absetzen bei der nächsten Steuererklärung haben ;-)

    Nun, auch wenn es mir für die momentan verbauten Mahagonifenster leidtut...ich habe heute beim Anbauen von Plisséejalousien in einem der Fenster an den Dachgauben einen größeren Riss entdeckt...ich als Laie würde mal sagen - Exitus...mit Spachtelmasse und Lasur ist da mit Sicherheit nicht mehr viel zu richten. Ausserdem eine Seite an der Schlagregen o.ä. eher Regel als Ausnahme sind.

    Die genannten Vorteile von Holzfenstern wie zB Unempfindlichkeit gegenüber Putzspritzern bzw. einfaches Entfernen durch Abkratzen und Neulackieren lasse ich mal aussen vor...wenn die energetische Sanierung der Fassade ansteht werden die Fenster halt vernünftig abgeklebt.
    Sicher ist der auch der Wohlfühlfaktor nicht zu vernachlässigen - Naturprodukte in der häuslichen Umgebung finde ich persönlich fantastisch, weswegen ich u.a. die Dachgauben habe mit Schiefern beschlagen lassen...

    ...und dennoch...Kunststoff ist für mich, nach allem Abwägen Eurer Antworten und der Stimmen von Bekannten, hinsichtlich der Fenster wohl die beste Lösung.

    In dem Sinne vielen Dank für Eure Bemühungen.
     
Thema: Holzfenster anno 1975 - komplett ersetzen oder Verglasung tauschen? Kosten?
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