Holzhaus

Diskutiere Holzhaus im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten. Ich will mir ein Holzhaus bauen.Ich möchte mal das optimum an Wandaufbau,Dachaufbau,und Sohle wissen. Ich habe nur ein paar...

  1. matzi

    matzi

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    Hallo Experten.
    Ich will mir ein Holzhaus bauen.Ich möchte mal das optimum an Wandaufbau,Dachaufbau,und Sohle wissen. Ich habe nur ein paar vorgaben. Das Haus soll ein 3 Literhaus werden,von außen Lärche Deckelschalung,keine Wärmebrücken über die Holzständer.sichtbarer Dachstuhl,sichtbare Balkendecke denn ich will ja ein Holzhaus haben und nicht alles von innen mit Rigips.
    Kann mir da mal einer einen guten vorschlag machen.
    Matzi
     
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  3. JDB

    JDB

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    3-Liter-Was?

    Heizöl - is schon klar.
    Äquivalenter Energiebedarf - is schon klar.

    Aber welcher?

    a) 34 kWh/m²a Primärenergie für Heizung und Warmwasser?
    b) 34 kWh/m²a Primärenergie für Heizung ohne Warmwasser?
    c) 30 kWh/m²a Endenergie (incl. Hilfsenergie) für Heizung und Warmwasser?
    d) 30 kWh/m²a Endenergie (incl. Hilfsenergie) für Heizung ohne Warmwasser?
    e) 30 kWh/m²a Endenergie (excl. Hilfsenergie) für Heizung und Warmwasser?
    f) 30 kWh/m²a Endenergie (excl. Hilfsenergie) für Heizung ohne Warmwasser?
    g) 30 kWh/m²a Heizwärmebedarf + Warmwasserbedarf ?
    h) 30 kWh/m²a Heizwärmebedarf ?

    ---
    Das gibt es alles am Markt ! Und noch viel mehr...

    Ich empfehle dir "b", denn "a" ist schon Passivhaus.
    Mit "b" + Warmwasser machst Du wahrscheinlich ne Punktlandung bei 60 kWH/m²a, bekommst also noch die Förderung für das kfw-Energiesparhaus 60.

    Ist allerdings ne Menge zu tun, auch an Technik.
    Keine Technik - keine Chance.

    Nu erzähl erstmal...
     
  4. mls

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    1.
    es gibt kein universelles optimum.
    es gibt vielleicht für dich ein individuelles optimum - das ist per ferndiagnose nicht zu finden.
    es gibt auch rel. optimale wandkonstruktionen - die wurden in früheren beiträgen erwähnt und haben alle ihre vor- und nachteile.

    2.
    keine wärmebrücken über den holzständern gibt´s nicht - der bereich ist immer schlechter, als der gefachbereich.
    macht aber nix .. :D
    über das gesamte gebäude betrachtet, d.h. mit besseren bereichen verrechnet, liegen die WB bei sinniger konstruktion etwa bei +/- 0.02 - das ist spitze.
    da lohnt sich schon fast eine genauere berechnung ;)
     
  5. matzi

    matzi

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    Also nicht so kompliziert.Ich meine natürlich 3 Liter Heizöl pro qm Wohnfläche ohne Warmwasser.Also das es keine Wärmebrücken über die Holzständer gibt,ist mir schon klar,nur man kann dieses ja optimieren. Frühere Beiträge habe ich noch nicht gelesen weil ich erst neu in diesem Forum bin. Ich wollte ja auch nur mal eine möglichst optimale Beschreibung des Wand , Dach ,und Fußbodenaufbaus haben. Matzi
     
  6. JDB

    JDB

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    Hab ich das 3-Liter-Haus ins Spiel gebracht, oder Du ?
    Heizt du mit Öl , oder was???

    Es ist extrem wichtig, wie es formuliert wird !
    Was der eine als 2-Liter verkauft, nennt der andere 6-Liter-Haus.

    Es sagt einem auch niemand, daß das ganze keinesfalls etwas mit dem tatsächlichen Verbrauch zu tun hat.

    Man kann es auch nachweisen, wie man will. Meinetwegen nach DIN 1045.
    ---
    so, nun zum Thema...

    Aus deinen Äußerungen entnehme ich, daß Du auf geringen Primärenergieverbauch keinen Wert legst, regenerativen Energiequellen also keinen hohen Stellenwert gibst.

    Also Kandidat für Punkt "D"
    Hier ist ganz klar die GUTE Wärmepumpe sinnvoll.
    Einen sehr geringen Heizwärmebedarf solltest Du trotzdem anstreben.

    Grundsätzlich:
    Man kann nix zum Wandaufbau sagen, wenn das 3-Liter-Haus ins Spiel kommt und nix über die geplante Heizungsanlage bzw Lüftung gesagt wird.

    Ball wieder bei Dir...
     
  7. W.Freund

    W.Freund Gast

    Wird das jetzt eine online Planung?

    Sozusagen kostenlose Planung über Foren? Meiner Ansicht nach gibt es den optimalen Wandaufbau nicht. Schon deshalb nicht, weil sich oft Schall- und Wärmeschutz widersprechen.

    Wer die ENEV kennt, weiß auch, daß JDB's Nachfragen durchaus berechtigt sind. Aber selbst dann wir er kaum dazu raten, einen Wandaufbau mit U = 0,000000001 oder 0, 21 zu wählen.

    Irgendwie scheint mir hier mal wieder das Projekt Hausbau viel zu naiv - oder besser mit eingeschränkter Sichtweise - angegangen zu werden.

    Hier gibt es doch im Grunde nur die Wahl zwischen einem im Holzbau erfahrenen Architekten oder einem renommierten Anbieter von Holzhäusern.
     
  8. JDB

    JDB

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    @W.Freund
    Willkommen im Club der Schweinchenerkenner
    :)
     
  9. matzi

    matzi

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    Also ich will keine kostenlose Planung über das Forum.Bei einer Planung gehe ich ja ins Detail.Ich wollte nur wissen wie ihr einen Wandaufbau und Dachaufbau machen würdet wenn ihr für euch ein Holzhaus baut. Wir sind jetzt schon bei Wärmepumpe und Technik,diese kann ich aber erst einbauen wenn ich Wände und ein Dach habe.
    Gruß Matzi
     
  10. NBasque

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    Optimum ? !

    Für denjenigen, der kein Passivhaus bauen möchte, ist folgender Grundaufbau ganz gut geeignet:

    Wand: (von innen nach außen)
    15 mm GFP (Fermacell o.ä)
    40 mm Installationsebene mit MiWo WLG 040
    15 mm OSB luftdicht abgeklebt
    140-180 mm Holzrahmen mit MiWo WLG 035
    40 mm Holzweichfaserplatte (z.B. Kronotec WP 35)
    USB, Sd-wert < 0,02 m (außer bei Putz)

    Bekleidung: Holzschalung, Putz, Verblender,

    U-Wert bei 160 mm Holzrahmen und 15% Rahmenanteil ist 0,195 W/m²K, Sd-Wert des Wandaufbaus 3,87 m.

    Dach: (von innen nach außen)
    12,5 mm Fermacell
    40 mm Installationsebene
    12 mm OSB 4 NF luftdicht abgeklebt
    200 mm Zwischensparrendämmung WLG 035
    16 mm Agepan DWD

    U-Wert Dach bei 14% Sparrenanteil ist 0,195 W/m²K, Sd-Wert des Aufbaus 3,28 m.

    Hierbei sind die bauphysikalischen Werte der Aufbauten nahezu identisch. Mit 270 mm Stärke hält sich der Grund-Wandaufbau in Grenzen.
    Wichtig ist eine gute Detailplanung für alle Anschlüsse und somit eine weitere Reduzierung der Wärmebrücken.
     
  11. matzi

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    Danke.Da ich aber einen sichtbaren Dachstuhl haben will,habe ich mich für folgenden Aufbau entschlossen. von innen, gehobelte Sparren,22mm Profilbretter. Folie , 14 cm alukaschierte PU-Schaumplatten ,Konterlatten,Latten.
    Ist das so OK.
    Gruß Matzi
     
  12. NBasque

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    In der Billigvariante

    geht das mit der Aufdachdämmung wahrscheinlich - ist allerdings abhängig von der WLG. PUR gibt es bis WLG 025.

    Der sommerliche Wärmeschutz wird allerdings nicht sonderlich gut sein. Dampfdiffusion unerheblich.

    Ein Holzhaus geeignetes System besteht aus Holzfaserplatten, z.B. Pavatex, Gutex, DHD Doser o.ä.
    Durch die größere Masse wird gleichzeitig eine größere Phasenverschiebung (TAV) erreicht. Die Diffusionsfähigkeit ist bestens gewährleistet und die Anschlußdetails sind relativ einfach umzusetzen.
     
  13. NBasque

    NBasque

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  14. matzi

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    Als Billigvariante sehe ich das nicht.denn der qm Pu-Schaum in 025 kostet ja schon ca 29 € in 140 mm. Warum ist der sommerliche Wärmeschutz nicht gut,denn ich meine wo keine Wärme raus kann, kann auch keine rein.
    Und was habe ich von der Phasenverschiebung durch die größere Masse.Das Dachgeschoss hat sich später aufgeheizt.Das heißt wenn ich abends zu Bett will,ist die Bude zu warm. Gruß Matzi
     
  15. #14 Wilhelm Wecker, 9. März 2003
    Wilhelm Wecker

    Wilhelm Wecker

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    Darüber hinaus

    ist im Detail noch folgendes zu beachten, bzw. die Anbieter zu hinterfragen:

    - oberstes Gebot ist, daß die Sichtsparren und Pfetten nicht durch die Gebäudehülle geführt werden, sonst pfeift´s gewaltig durch !
    - wie sieht es mit Schallschutz aus ? Meiner Meinung nach bei PUR annähernd 00
    - was passiert, wenn´s brennt - Brandschutz ??? In der "PUR-Dachhaut" möchte ich nicht stecken !!

    Der sommerliche Wärmeschutz und sonstige Argumente sind auf dem von NGBasque erwähnten Link erläutert:

    http://www.aufsparrendaemmsystem.de/bauherr frameset.htm

    Ich habe mit der von NBasque erwähnten Produktgruppe, insbesondere bei Aufdachdämmsystemen, seit Jahren nur beste Erfahrungen gemacht.
     
  16. matzi

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    Schallschutz ist bei mir kein Thema,mein nächster Nachbar wohnt 400 m entfernt. Und wann brennt mal ein 1 Familienhaus. Wenn ich von Hamburg nach München mit dem Auto fahre,ist dieWarscheinlichkeit größer das ich mich tot fahre.Die Sparren die durch die Gebäudehülle geführt werden luftdicht zu kriegen ist kein großes Problem,eher sehe ich ein Kältebrückenproblem.
    Gruß Matzt
     
  17. NBasque

    NBasque

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    Na wenn

    das mal kein großes Problem ist mit Deinen Kältebrücken :D

    Warum zerbrechen sich wohl Heere von Ingenieuren und ausführenden Unternehmen den Kopf, Details für eine dauerhafte Luftdichtkeit zu designen ?

    Schon mal dran gedacht, daß Holz schwindet und quillt !!

    Aber ich sehe schon, wir haben da einen ganz großen Bauherren-Experten vor uns. :Roll
     
  18. jetter

    jetter

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    natürlich Mecklenburg
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    Dat löppt
    OT - Der Tip von JDB

    war schon richtig. :D :D

    Viele Kenntnisse aber nur aus der Literatur.

    Wenn jemanden sowas gutes widerfährt, dass ist schon einen
    Hoppelopa wert. :D
     
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  20. JDB

    JDB

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    Dazu habe ich die richtige Antwort :

    Die Fuge

    Gott schuf das Holz, mal hart, mal weich,
    doch eins, sprach er, ist immer gleich,
    es wird nie rasten und nie ruhn,
    wird arbeiten, wird stets was tun.

    Und so gab er dem Holz die Zellen,
    Jetzt konnt es schwinden und auch quellen,
    doch als es schwand, wurds plötzlich klar,
    da war ein Stück, wo nichts mehr war.

    Und da sprach unser Herr, der kluge:
    Mein liebes Holz, das ist die Fuge.
    Trag sie mit Achtung und mit Stolz,
    an ihr erkennt man dich als Holz,
    auch Fugen sind ein Stück Natur,
    begreif es Mensch, sei nicht so stur
     
  21. matzi

    matzi

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    Danke für das schöne Gedicht
    Gruß Matzi
     
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