Holzrahmenwand/Putzsockel

Diskutiere Holzrahmenwand/Putzsockel im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, habe einen kniffligen und nicht so schönen Fußpunkt als Bauleitung zu betreuen. Holzrahmenwand, innen OSB-Platten, außen...

  1. kamake

    kamake

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    Hallo Forum,
    habe einen kniffligen und nicht so schönen Fußpunkt als Bauleitung zu betreuen.
    Holzrahmenwand, innen OSB-Platten, außen Holzweichfaserplatte, darauf schwarze Fassadenbahn ALUJET, geeignet hinter teiloffenen und offenen Fassaden,
    darauf Lattung, Konterlattung, äußere Fassade aus vertikalen Holzlamellen, zwischen denen ein Abstand von 3-4 cm ist.
    Fußpunkt: äußere Bauwerksabdichtung zwischen Holzrahmenwand und Betonbodenplatte mit Kaltschweißbahn, ca. 20 cm über Unterkante Holzrahmenwand nach oben gezogen;
    davor Perimeterdämmung vom unteren Fundament aus bis ca. 40 cm von Unterkante Holzrahmenwand nach oben gezogen. Davor gibt es eine Dichtschlämme 2mm und einen mineralischen Sockelzementputz 1.5mm.
    Über dem Putzsockel als Spritzwasserbereich endet die Fassadenbahn hinter einem Abtropfwinkel, der anfallendes Wasser vor den Putz ableitet.
    Der Architekt plante ursprünglich, die Fassadenbahn nach unten hinter Perimeterbahn und Putzsockel bis zur Kaltklebebahn zu ziehen, als Schutz der Holzweichfaserplatte, vor der aber ja noch der Putzsockel ist.
    Weil die Fassadenbahn eindeutig für teiloffene und offene Fassaden geeignet ist und nicht zwischen Weichfaserplatte und geschlossener Perimeterdämmung/Putzzone, sagt die Firma, wir lassen hinter der Perimeterdämmung die Fassadenbahn weg, die an dieser Stelle ungeeignet ist.
    Die Firma sagt außerdem auch, die Kaltklebebahn darf auch nicht höher gezogen werden, weil die Wandkonstruktion hier ansonsten nach außen nicht mehr diffusionsoffen ist.
    Kann man das so machen oder gibt es an der Stelle Probleme, wenn direkt vor der Holzweichfaserplatte die Perimeterdämmung+Putz kommt - kompliziert... anbei ein vereinfachtes Detail.
    Der Architekt sagt, die Bahn muss dort eingebaut werden - obwohl es offensichtlich mit dieser Bahn zumindest nicht funktioniert.


    Danke für Rückmeldungen.

    Viele Grüße, K
    Detail_Fußpunkt_vereinfacht.jpg
     
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  3. mls

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    hauptproblem wird wohl die fast schon eingegrabene schwelle
    sein > regelverstoss.

    wäre ich der BL, würde ich die gezeigt lösung erstmal inhaltlich
    ablehnen in der form, dass ich für die konstruktion den nachweis
    der eignung entsprechend din 68800 und div. handwerksregeln
    (u.a. zimmerer - fassadenmerkblatt) einfordern würde. ob dafür
    der planende (?) architekt (werkplanung? bauphysik. nachweise?)
    oder der holzbauer oder der holzbau-gu/gü-sonstwas zuständig
    ist, wirst du rausfinden.
     
  4. kamake

    kamake

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    ok Danke für den Hinweis - das hilft schon mal weiter...
    Wie der Punkt jetzt wirklich bauphysikalisch funktioniert, weiß wohl niemand so richtig.
    Als BL müssen wir ja jetzt die Kosten des Handwerkers für ein nachträgliches Herstellen des ursprünglich geplanten Details (Putz/Perimeterdämmung entfernen, Fassadenbahn ergänzen, Perimeterd.+Putz wieder aufbringen)
    einerseits ermitteln und beurteilen, ob das zugemutet werden kann, und das dann andererseits einer möglichen Qualitätsminderung durch die ausgeführte Variante gegenüberstellen.
    Wenn ich bauphysikalisch hier keine Grundlage habe, kann ich das aber gar nicht richtig beurteilen.
    Außerdem hat das der Fassadenbauer ja bewusst so ausgeführt - er übernimmt die Gewährleistung - die Bauleitung tritt davon zurück, da nicht wie geplant, ausgeführt.
    Gruß, k
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ich hab mir den satz 2-mal im kontext durchgelesen -
    semantisch ist das trotzdem nicht ohne ..
    also, aus 2 blickwinkeln:
    1.
    für diesen "punkt" gibt es klare regelungen (aRdT) und
    gleichlautende (btw: vernünftige) forschungsergebnisse,
    die ausführung ist bauphysikalisch unfug.
    2.
    dieser "punkt" ist, wie ausgeführt, bauphysikalisch nicht
    nachweisbar. wer dafür einen positivnachweis führt, hat
    mindestens einen dicken fehler in der nachweislogik ;)

    formal magst du mit durchetzung der ur-lösung richtig
    liegen - fachlich ist die mehrfach falsch - "eingegrabene
    schwelle" - s. #2 .. und andere details.
    was ist, wenn´s um die lage der fassadenbahn stress
    gibt, dessen ausgang ich eher zu ungunsten des planers
    vermuten würde? bleibst du davon unberührt? die frage
    kannst du auch gerne als rhetorisch nehmen :)
     
  6. #5 Alfons Fischer, 26. August 2014
    Alfons Fischer

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    Am Rande: danach habe ich mal gegoogelt, aber nichts gefunden.
    Welche Schrift meinst Du damit?
     
  7. mls

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    alfons, vielleicht hab ich´s umbenannt, bei mir rangierts
    unter "BDZ Fachregeln Aussenwandbekleidungen"
     
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  9. Neutal

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    Der Gesamtaufbau wiederspricht fast allen Richtlinien. Ich spreche hier bewußt noch nicht von Normen ;-)
    Das Sockeldetail ist dermaßen Schadensträchtig geplant, das hier schon in absehbarer Zeit mit Bauschäden gerechnet werden muß. Hier sollte vor weiteren Maßnahmen erst einmal Schadensminimierung vo allen weiteren Maßnahmen betrieben werden.
     
  10. #8 Alfons Fischer, 26. August 2014
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    ah, jetzt!
    Vielen Dank!
     
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