Holzverbrauch?

Diskutiere Holzverbrauch? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, kann man anhand des berechneten Primärenergiebedarfs den ungefähren Holzverbrauch bei einer Stückholz-Zentralheizung angeben? Dabei...

  1. Stefan nby

    Stefan nby

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    Hallo,

    kann man anhand des berechneten Primärenergiebedarfs den ungefähren Holzverbrauch bei einer Stückholz-Zentralheizung angeben?
    Dabei ist mir natürlich klar, dass dies auch sehr stark von Art und Qualität des Holzes abhängig ist, vielleicht kann man dies aber ein bisschen außen vor lassen und einen Durchschnittswert angeben?

    Jahresprimärenergiebedarf des Bauvorhabens: 29,7 kWh/m2a
    gesamte Nutzfläche des Gebäudes: 205 m2
    folgender Stückholzvergaser ist geplant: http://www.froeling.com/de/produkte/scheitholz/scheitholzkessel-froeling-s4-turbo.html (15 kw)

    Vielen Dank schon einmal für die Antworten!

    Grüße
    Stefan
     
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  3. Bundy

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    Hallo Stefan,

    ich hab auch den S4 laufen. Dein Verbrauch sollte je nach Holzqualität so ca. 4-5 rm betragen.

    Gruß Klaus
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Nein. Der Primärenergiebedarf hat mit dem echten Heiz(wärme)bedarf nur wenig zu tun. Das sind zweierlei Paar Stiefel.

    Man könnte natürlich raten, oder würfeln, aber das hilft Dir nicht weiter. Denkbar wäre auch eine Schätzung über die Heizlast. Kommt halt darauf an wie genau Du es wissen möchtest.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 hobbyhausbauer, 13. Februar 2012
    hobbyhausbauer

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    Hallo Ralf,

    da fragt sich der interessierte Laie natürlich warum nicht?
    Ich hätte erwartet, dass es sich um den selben Wert handelt, allenfalls um den Wirkungsgrad erhöht.

    Hans
     
  6. knopy

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    Im ersten Jahr 2011 ca. 21 m³ habe es gemütlich warm (WZ 24°C) Kinderzimmer mit Heizkörper, verheizt wurde nur Kiefer.
    Jetzt schon deutlich weniger. Man braucht nicht mehr extrem lüften um die Bude trocken zu bekommen.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Sorry, ich dachte es handelt sich hierbei um einen gängigen Begriff, im Forum sicherlich schon hundertfach besprochen. Deswegen wollte ich da nicht näher darauf eingehen.

    Beim Primärenergiefaktor werden alle Prozesse berücksichtigt von der Gewinnung bis uns der Brennstoff als Heizstoff zur Verfügung steht. Es geht dabei um den nicht erneuerbaren Anteil, woraus sich ergibt, dass Holz mit einem Faktor von 0,2 berücksichtigt wird, während Öl mit 1,1 und Strom gar mit 2,6 berücksichtigt wird.

    Die Faktoren sind leider auch politisch motiviert, aber das ist ein anderes Thema.

    Vereinfacht ausgedrückt, wenn er 30kWh/m2a mit Holz (Faktor 0,2) hat, dann wären das bei Öl schon 165kWh/m2a. (Achtung, das ist nur ein Beispiel um den Einfluß des Faktors zu zeigen. Genau betrachtet ist es komplizierter).

    Weiterhin muss man berücksichtigen, dass beim EnEV Nachweis unter normierten Bedingungen gerechnet wird damit die Ergebnisse vergleichbar werden. Mit dem echten Heizwärmeenergiebedarf hat das aber nichts zu tun.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Stefan nby

    Stefan nby

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    vielen Dank schon einmal für die schnellen Antworten!

    Gibt es dann eine Größe (im EnEV Nachweis / Energieausweis), der eine grobe Schätzung des Verbrauchs an Heizmaterial zulässt, wenn dies anhand des Primärenergiebedarfs schon nicht möglich ist?

    Gruß
    Stefan
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Wie grob?

    Irgendwas zwischen 3 und 10 Rm.
    Wie wär´s mit weiteren Infos zum Gebäude? Vielleicht kann man damit die Glaskugel füttern.

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 hobbyhausbauer, 13. Februar 2012
    hobbyhausbauer

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    Hallo Ralf,

    1) danke für die Erläuterung (es gibt eben immer wieder Neulinge).

    2) Unphysikalisch ausgedrückt würde man also, ausgehend vom tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses mit Hilfe des Faktors (ähnlich wie beim Wirkungsgrad) auf die Energiemenge schliessen, die man zu dessen Bereitstellung benötigt?

    3) Also eher ein Vergleichsäquivalent.

    4) Wie bei den Autoverbrauchswerten im Katalog und dem was ich an der Tankstelle ausrechne?

    Hans
     
  11. R.B.

    R.B.

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    So in ungefähr. Nicht vergessen, das die Zahlen unter Normbedingungen ermittelt werden, und ich mag keine 19°C Raumtemperatur, sondern 21°C.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Stefan nby

    Stefan nby

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    - KfW-55 Haus
    - Jahresprimärenergiebedarf 29,70 kWh/m2a
    - Transmissionswärmeverlust 0,249 W/m2K
    - Gebäudenutzfläche 205,6 m2
    - zu beheizendes Volumen 642,5 m3
    - beheiztes Luftvolumen 488,32 m3
    - Jahresheizwärmebedarf 4390 kWh/a
    - Trinkwasserwärmebedarf 23,88 kWh/m2a
    - Fußbodenheizung
    - KWL mit WRG
    - Solaranlage heizungsunterstützend (gerechneter Deckungsanteil 10%)

    Da ich ja, wie bereits erwähnt, keine Ahnung habe, welche Infos nötig sind, hab ich einfach mal alles rausgesucht, was meiner Meinung nach evtl. von Bedeutung sein könnte.

    Grüße
    Stefan
     
  13. alex2008

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    Baggerfahren ist mein Hobby
    auf www.passiv.de gibts das PHVP zum runterladen.
    Ist ne Excel Tabelle die man ggf. etwas umfrisieren muß.
    Damit kommt man wenn man die Flächen und U-Werte hat auf ne gesundere Einschätzung vom Heizwärmebedarf als mit der Berechnung nach EnEV

    Und für weiteres interessante rund um die Heizung und WW-Bereitung lont sich das stöbern auf
    www.delta-q.de
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Gibt´s keine Heizlastermittlung nach EN12831?

    Anhand der Daten schätze ich mal Transmissionsverluste <4kW, Lüftungsverluste (je nach WRG etc.) < 1kW, dazu noch ein bischen WW und wir landen bei einem Bedarf an Wärme von > 10MWh p.a.

    Unterstellt man jetzt noch einen Wirkungsgrad des Holzkessels um die 80% (über´s Jahr gesehen werden die Anlagenverluste wohl noch höher liegen, dementsprechend der Wirkungsgrad niedriger), dann sind wir schnell bei 6RM Holz (Buche). Je nach Nutzerverhalten gehen da auch ruckzuck 7 RM durch den Schornstein, doch die Solaranlage könnte über´s Jahr gesehen auch noch ein bischen Energie liefern (konnte ich nicht mit einrechnen, da Anlagendaten unbekannt, und pauschal 10% reichen nicht aus).

    Achtung, das ist nur eine ganz grobe Schätzung. Da muss man jetzt halt etwas Zeit investieren und rechnen.

    Gruß
    Ralf
     
  15. #14 Alfons Fischer, 14. Februar 2012
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    Formularausfüller
    da ist ja alles drin, was gut (und teuer) ist...
    die Interessanteste Zahl für mich ist der Jahresheizwärmebedarf. Das würde etwa 5 Ster Holzverbrauch erwarten lassen (ich gehe von Nadelholz aus).

    wahrscheinlich liegt der Bedarf aber deutlich höher. Und zwar deshalb, weil dieser Kessel extrem schwer ist und wegen des geringen Energiebedarfs nach dem Aufheizen immer wieder vollständig auskühlt. (wie der Vorredner schon erläutert hat)
    Wenn dann doch wieder Energie benötigt wird, brennt der Kessel erst mal ca. 1 Stunde, bis er ausgehend von ca. 30°C Kesseltemperatur auf Temperatur ist (Speicherladetemperatur >70-75°C). Und dann nochmal eine STunde, um den Speicher zu laden.
    Das geht in den Jahresnutzungsgrad des Kessels ein, der hier vermutlich nicht zu hoch sein wird.
    Gut wirkt sich aber die Solaranlage aus, die diese Auskühlverluste zumindest nicht im Sommer entstehen lässt...

    Ich bin der Meinung, dass für ein solch gut gedämmtes Haus besser ein leichter Kessel (z.B. Kaminofen, wasserführend) gewählt werden sollte. Dann muss man sich aber auch über die Konsequenzen bewusst sein: Heizen (und Dreck) in der Regel im Wohnzimmer.
    Wenn man das nicht will, ist man schnell wieder beim Zentralheizungskessel und nimmt den erhöhten Bedarf hin...
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Aber wie wir alle wissen, sagt der Jahresheizwämebedarf aus dem EnEV Nachweis nichts über die Praxis aus. Ist halt für die Statistiker.

    Gruß
    Ralf
     
  17. Anfauglir

    Anfauglir

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    Was ist denn Hintergrund der Frage?

    Reines Interesse, Heizungsplanung, Holzeinkauf planen?

    Falls letzteres: Wenn du Platz auf dem Grundstück hast, leg dir halt >30 RM hin, Feuerholz wird in Zukunft nicht billiger werden. Es lohnt sich generell, 2-3 Jahre "Holzvorlauf" zu haben, dann kann man nasses Holz kaufen.

    Wenn du keinen Platz hast- falsche Heizung (gilt eigentlich auch, wenn du nicht gern selber sägst und spaltest oder zuviel Geld hast, das wurde im Forum schon mehrfach diskutiert).
     
  18. Stefan nby

    Stefan nby

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    = vor allem Interesse und Planung
    ich möchte halt ungefähr wissen, mit wieviel ich rechnen muss
    auch, um entsprechenden Lagerplatz (Hütte) und so weiter planen zu können


    Die Planung der Heizung ist soweit abgeschlossen, dass die Entscheidung für eine Holzvergaserheizung gefallen ist (S4 von fröling ist bis jetzt mal in engerer Planung, aber noch nicht entschieden)


    In Sachen Holz:
    - Platz auf dem Grundstück ist da
    - ich kriege das Holz - zumindest die nächsten Jahre - kostenlos. Muss dieses halt selber machen
    - Waldarbeit ist für mich keine Arbeit sondern Hobby (als Ausgleich zum Job). Ich mach auch entsprechend hin und wieder größere Einschläge, d. h. Ausrüstung, Befähigung, usw. sind vorhanden.

    Grüße
    Stefan
     
  19. raaner

    raaner

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    Naja, als "groben Richtwert" kann man den schon hernehmen...
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Aber nur als "ganz groben" Richtwert.;)

    Ich bin mir ziemlich sicher, er wird die 4.600kWh nicht nur überschreiten, sondern ganz gewaltig überschreiten.

    Gruß
    Ralf
     
  22. Anfauglir

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    Geh halt von ca. 10 RM/a (18 MWh*Gesamtwirkungsgrad) aus, dann ist der Kopf wieder frei für andere Dinge.
    Mir persönlich reicht es, wenn 0,5-1 Wintervorrat in der Scheune liegen, der Rest trocknet draußen besser. Vernünftig aufgestapelt wird das Zeug auch nicht schlecht. Die Schuppenplanung würde ich entsprechend flexibel halten, nach drei Jahren kennst du deinen Bedarf.

    Es kommt ja auch darauf an, wie du deine Waldarbeit planst. Für 10 Rm hätte ich keine Lust anzufangen. Viele Holzheizer packt die Jäger-und-Sammler-Leidenschaft, dass das Holz nicht alle wird, ist auch meine kleinste Sorge.
     
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