Horizontale Schlitze in Aussenwand

Diskutiere Horizontale Schlitze in Aussenwand im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, ich habe ein Haus Bj '62 gekauft und bin gerade dabei das 1.OG zu sanieren. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein EFH mit einer...

  1. #1 chef1568, 31.10.2017
    Zuletzt bearbeitet: 31.10.2017
    chef1568

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    Hallo zusammen,

    ich habe ein Haus Bj '62 gekauft und bin gerade dabei das 1.OG zu sanieren.
    Bei dem Gebäude handelt es sich um ein EFH mit einer Aussenwand aus 30iger Bims Hohlblocksteinen (3 Kammern).
    1.OG.JPG
    Position des Schlitzes

    Ich habe jetzt für die Heizungsrohre im Kniestock eine Aussparung von 130x80mm auf die ganze Länge angefertigt (äusserste Wand des Steins 35mm + Hohlraum1 50mm = 80mm). Hier möchte ich die Heizungsrohre incl. Isolierung mit 60mm verlegen. Die vorderen 20mm sollten danach wieder verschlossen werden, um die Grundfestigkeit des Mauerwerkes wieder herzustellen. Kann hierfür der Schlitz einfach mit Armierputz (z.B. Knauf SM300) verschlossen werden?

    Stein_neu.JPG
    Heizungsrohre mit Isolierung
    Verschlussmaterial (z.B. SM300)

    Danke und Gruß
     
  2. #2 simon84, 31.10.2017
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    Klar wird der Putz gehen, die Teile der Steine sind aber weg und kommen auch nicht mehr hin.

    Wie kommt man eigentlich auf die Idee eine Drempelwand auf der gesamten Länge einzuschlitzen ?

    Statik ? Dreck ?

    Warum nicht einfach die Rohre hinter einer GKB Platte verschwinden lassen ?
     
  3. #3 chef1568, 31.10.2017
    Zuletzt bearbeitet: 31.10.2017
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    Hallo,

    die Drempelwand war bereits mit alten Rohren versehen. Im Zuge der Renovierung wurden diese entfernt und sollen durch Neue inkl. Isolierung ersetzt werden.
    Der Gedanke war, die neuen Leitungen in die vorhandenen und vergrößerten Schlitze zu legen. Die Hoffnung war, durch das Verschließen der vorderen Wandfläche wieder annähernd die originale Statik herzustellen.
    Ich habe mich jetzt etwas eingelesen und werde wohl besser die Schlitze mit Zement und Steinresten (Baumarkt) wieder verschließen.
    Die Heizungsrohre können dann hinter einer Vorsatzschale aus GKB und Steinwolle verschwinden.
     
  4. #4 petra345, 31.10.2017
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    ES ist zwar gegen die Norm und verboten, aber wenn der Drempel nicht so hoch und 30 cm breit ist, wird das nicht zusammenfallen. Im schlimmsten Fall bildet sich irgendwo ein Riss. Das muß man allerdings aushalten.

    Also nicht päpstlicher als der Papst sein.
    Allerdings ist die Lage von Heizungsrohren in einer Außenwand aus energetischen Gründen nicht gerade optimal. Eine Aufnahme mit einer Wärmebildkamera würde das zeigen.

    Macht man aber außen 10 cm oder mehr eines WDVS drauf ist nichts mehr davon zu sehen.
     
  5. #5 chef1568, 31.10.2017
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    Hallo Petra,

    dann denkst du, ich kann das Vorhaben so ausführen?
    Das Verschließen des Schlitzes sollte ja die Statik in gewisser Weise wieder herstellen. Macht es hier einen Unterschied ob ich hierfür Armierputz oder Zementmörtel verwende?
    Die Heizungsrohre würden ja auch nach 100% ENEV isoliert werden - somit sollte das kein großes Problem sein.

    Gruß
     
  6. #6 petra345, 01.11.2017
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    Wenn da vorher schon ein Schlitz und Heizungsrohre waren, hat sich ja schon gezeigt, daß so etwas hält.
    Wenn die Heizungsrohre gedämmt sind, mindert das natürlich den Wärmeübergang. Aber mit einer Wärmebildkamera wird man es trotzdem sehen.

    Zur Herstellung der alten Tragfähigkeit, so weit das überhaupt möglich ist, nimmt man Zementmörtel.

    Man muß sich im klaren sein, daß die Sparren mit der Fußpfette die niedrige Drempelmauer oben halten. Aber genauso gut können von dort auch Kräfte kommen, die den Drempel zur Seite schieben. Dann wird die geschwächte Mauer eben nachgeben.
    Sie wird aber auch im nicht geschwächten Falle nachgeben, wenn die Kräfte etwas größer sind.

    Aus diesem Grunde sollte in einigen Metern Abstand eine armierte Betonsäule in der Mauer oder eine aussteifende Wand vorhanden sein. Das hat man früher aber nicht gemacht.
     
  7. #7 thejack, 01.11.2017
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    Oje, oje.
    Was sollen jetzt nur die zig millionen Haushalte unternehmen, die ihre Heizkörper unter Fenstern montiert und verrohrt haben und einige dieser Fenster dummerweise womöglich auch noch in einer Außenwand platziert sind?
     
  8. #8 Fred Astair, 01.11.2017
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    Er schrieb IN einer Außenwand. Diese dann auch noch miserabel gedämmt und im Dachgeschoss, wo oftmals die Heizkörper längere Zeit abgestellt sind und das Wasser stagniert.
    Wäre nicht die erste Leiting, die im Haus einfriert.
     
  9. #9 thejack, 01.11.2017
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    Und ich schrieb "...und verrohrt haben", was in der Regel ja dann IN der Außenwand passiert.

    Und TE will sie ja ordnungsgemäß isolieren. 2x erwähnt.
    Und warum das 1.OG in einem EFH nicht geheizt werden sollte, erschließt sich mir auch nicht.
     
  10. #10 chef1568, 01.11.2017
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2017
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    Danke für euere Antworten.

    Ja, wie bereits erwähnt werde ich die Heizleitungen mit PE-Isolierung 100% ENEV isolieren. Dass dies in einer Aussenwand dennoch gewisse Wärmeverluste einherbringt ist mir durchaus bewusst - aber diese sollten nur gering ausfallen.

    In meinem Thread ging es eigentlich um das Thema Statik auf das Petra auch eingegangen ist. Daher werde ich wie geplant die vorderen 20-25mm mit Zementmörtel auffüllen um zumindest einen Teil der ursprünglichen Festigkeit wieder herzustellen.

    Viele Grüße
     
  11. #11 Fred Astair, 01.11.2017
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    Vergiss es, den geschwächten Stein wirst Du so niemals stabilisieren, nur optisch kaschieren.
    Auch Deine Rohrdämmung wird Dich bei diesem dünnen Wändchen nicht vor einer Frostgefahr schützen. Abhilfe schafft hier nur eine garantierte ständige Zirkulation bei tiefen Temperaturen.
     
  12. #12 thejack, 01.11.2017
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    Dünnes Wändchen?
    Komisch das es anscheinend 55 Jahre ganz ohne oder kaum vorhandener Isolierung trotzdem funktioniert hat.
     
  13. #13 simon84, 01.11.2017
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    Das verputzen bringt für die Statik so gut wie nichts . Da müsstest du schon formschlüssig steinstücker reindruücken und dann verputzen. wenn vorher auch schon ein Schlitz drin war wird sich nicht viel tun.

    Ist es aus anderen gründen notwendig (luftdichtigkeit, luftzug durch wand von unten nach oben) ?

    Wenn du eh eine vorsatzschale machst und dort die luftdichte ebene herstellst kannst du dir das verputzen evtl komplett sparen !

    ansonsten eher sowas in richtung tiroplan schlitzputz, geht besser.
     
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