Horizontalsperre nachträglich

Diskutiere Horizontalsperre nachträglich im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo an alle, hier mal eine Frage die bestimmt schon mehrmals vorkam. Ich aber keine wirkliche Antwort gefunden habe. Ich hab im Keller ein...

  1. aldi08

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    Hallo an alle, hier mal eine Frage die bestimmt schon mehrmals vorkam. Ich aber keine wirkliche Antwort gefunden habe. Ich hab im Keller ein Problem mit aufsteigender Feuchte. Nun wäre da ja die Front des Hauses aufzubaggern. Die Hausfront ist 8Meter lang, die Mauer ist aus Ziegelstein und 40 cm dick. Nun hört man ja immer, dass so was dann einstürzen kann. Wenn ich mir also einen Statiker hole, der mir schriftlich bestätigt, dass ich komplett aufbaggern kann, bin dann versichert? Oder gibt es gar Versicherungen, die soch ein Vorhaben absichern?
     
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  3. R.B.

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    Wenn Du "versichert" sein möchtest, dann holst Du einen Statiker und eine Firma die die notwendigen Maschinen und Werkzeuge hat und über ausreichend Erfahrung verfügt. Eine Horizontalsperre nachträglich einbringen ist nichts was man als Heimwerker in Angriff nehmen sollte. Dafür ist das Risiko für Schäden viel zu hoch.

    Es gibt Firmen die sägen nach statischer Begutachtung einen Schlitz in´s Mauerwerk, bringen die Sperre ein, und verpressen alles wieder. Bei solchen Arbeiten kann zwar immer mal was Unvorhergesehenes passieren, aber das Risiko ist bei einer erfahrenen Truppe überschaubar.
     
  4. aldi08

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    Bitte versteh mich nicht falsch. Ich würde auch gerne erfahren, wo da bei einem Injektionsverfahren das Risiko besteht. Aber nur alle 12cm ein Loch bohren und die Masse reinlaufen lassen? Wo kann man da was falsch machen?
     
  5. R.B.

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    Das wirst Du merken wenn die Sperre auch weiterhin nicht funktioniert.

    Ich hatte aber nichts von Injektionsverfahren geschrieben. In meinen Augen sind diese Injektionsverfahren nur bedingt geeignet, Trefferwahrscheinlichkeit wohl vergleichbar mit einerm 6er im Lotto. Wie willst Du der Brühe sagen wo sie hin soll? Ach ja....einfach reinlaufen lassen...die findet schon einen Weg. Ich wüsste Schöneres wie man Geld versenken kann.
     
  6. #5 Inkognito, 12. Juni 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Eine Fachfirma die die entsprechenden Normen kennt reicht meines Erachtens aus.
     
  7. #6 Alfons Fischer, 13. Juni 2015
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    ja, ist es denn aufsteigende Feuchte?
    in den meißten Fällen ist es eine unzureichende Vertikalabdichtung, welche zu Feuchteschäden im Keller führt.
     
  8. #7 zille1976, 14. Juni 2015
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    Was aber das Grundproblem des aufbaggerns der Kellerwand von Außen nicht umgehen würde.

    Ich finde die Frage aber trotzdem aus einem anderen Aspekt spannend:

    Beauftrage ich eine Firma mit einer fachgerechten Anbringung einer neuen Horizontalsperre oder Vertikalabdichtung und das Haus bricht dann in sich zusammen, würden die Kosten für ein neues Haus von der Betriebshaftpflicht übernommen?
     
  9. #8 Ralf Wortmann, 14. Juni 2015
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    Ja, wenn die Firma eine Betriebshaftpflichtversicherung hat, wenn die Tätigkeit zu den versicherten Tätigkeitsbereichen gehört und wenn die Firma ihre Beiträge gezahlt hat. Es gibt theoretisch noch ein paar mehr "wenns", aber das sind die drei wichtigsten.

    @aldi08: wenn es sich wirklich um ein Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit handeln sollte (das muss erst geprüft werden), würde ich (als bautechnischer Laie) eher das Prinzip mit dem Aufsägen und Einschlagen von Edelstahlplatten wählen. Das Injektionsverfahren geht anscheinend recht oft schief und hat mir als Anwalt schon manches Mandat eingebracht ...
     
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  11. #9 Halbwissender, 14. Juni 2015
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    Es gibt diesbezüglich KEINE Normen!

    Wichtig ist zu erkennen was eine nachträgliche Abdichtung erreichen soll?

    Was soll eine nachträgliche Horizontalsperre am Fußpunkt des Kellers wenn das gleiche feuchte Erdreich Über und Unter dieser ansteht? Dann wird die Wand halt ohne vertikale Abdichtung seitlich durchfeuchtet? Schwachsinn oder?

    Nicht jeder Abdichtungsstoff für Horizontalsperren ist für jeden Durchfeuchtungsgrad und Salzgehalt geeignet.

    Beispiel:

    Die Wand hat einen DFG von 90 %. Ich injiziere nun "etwas" um damit Poren zu verschließen. Nun muss ich der Flüssigkjeit die ich injiziere erklären das diese die Poren belegen soll die schon mit Wasser besetzt sind? Anders... einem mit Orangensaft getränkten Schwann erklären das ich nun Milch draufkippe und die Milch ab sofort den O-Saft verdrängen soll?

    Gleiches gilt für Salze. Wie soll ich eine Flüssigkeit in Poren bringen um diese zu verschließen wenn sie schon mit Salzen belegt sind?

    Dafür braucht es eine Feststellung des DFG am besten durch gravimetrische Feuchtemessung. Es geht mit Zweifeln auch CM wenn gravimetrisch warum auch immer ausscheiden sollte. Gravimetrisch hat den Vorteil ich trockne einen Bohrkern den ich zuvor in 2 Teile geteilt habe. Ich weiß dann wieviel Wasser ist außen TATSÄCHLICH in Gramm und wieviel innen. Hierdurch bekomme ich einen Aufschluss darüber ob Wasser von außen kommt oder innen. Ein zweiter Bohrkern darüber bringt Aufschluss ob es nach oben feuchter wird oder trockener, innen eher wie außen. Daran erkennt man Kondensat-, hygrische-, salzbedingte Feuchte.

    Danach kann ich die Proben zu 100 % sättigen = 100 % DFG simulieren.

    Wenn aber der DFG nur < 30 % hat... Dann gehen zwar alle nachträglichen Injektionsmittel aber es brucht dann i.d.R. auch keine Abdichtung :)
     
  12. #10 Alfons Fischer, 15. Juni 2015
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    ...vielleicht ist es nur so oft deshalb schiefgegangen, weil die Ursache für den Feuchteschaden nicht aufsteigende Feuchte war?
    (das war jetzt ein bisschen provokativ. Nicht, dass ich jetzt irgendein Abdichtungsverfahren favorisieren würde. Aber ich habe den Eindruck, Ursachenforschung wird vor dem Festlegen einer Sanierungsmethode seltenst betrieben.)
     
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