hydraulischer Abgleich - Pfeifen und Rauschen

Diskutiere hydraulischer Abgleich - Pfeifen und Rauschen im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, hab mich schon etwas zum Thema eingelesen und bemerke zunehmend Differenzen zum Klempner...

  1. ErnstC

    ErnstC Gast

    Hallo,

    hab mich schon etwas zum Thema eingelesen und bemerke zunehmend Differenzen zum Klempner http://www.bauexpertenforum.de/images/smilies/motz.gif
    Ich weiß jetzt nciht, ob ich nur was falsch verstanden hab oder der Klempne rkeine Ahnung hat, will mir aber auch nciht anmaßen, klüger als der Klempner zu sein, deshalb meine Fragen:

    Anlage: WP + FBH (Keller, EG, OG) im Neubau EFH

    Probleme:
    • Zuerst regelmäßig Pfeifen beim Öffnen/Schließen der Ventile, je nach Außentemperatur, Durchflussregler standen dabei auf max (waren laut Klempner aber schon abgeglichen).
    • Danach alle Durchflussregler auf max. 2l/min begrenzt, jetzt rauscht es. Der Klempner meint, dann müsse man den Durchfluss eben nochmals runterstellen, er würde 1,5 l/min empfehlen.
    • Ich habe schon mehrmals auf Berechnungen hingewiesen und dass ich sein vorgehen nicht korrekt empfinde, er meinte dazu, Berechnungen seien nur für den dynamsichen Abgleich nötig, er mache aber nur einen statischen.

    Fragen:
    1. Reicht es zum Abgleich aus, wenn für alle Heizkreise der Durchfluss auf den selben Wert geregelt wird?
      (Ich vermute nein, der Klempner sagt aber: Abgleich deshalb, weil danach alle Kreise den gleichen Durchfluss haben)
    2. Außerdem hat er alle Heizkreise geschlossen und dann immer nur einen geöffnet und eingestellt - ist ein "Abgleich "so nicht extrem sinnlos? Er hat es als statischen Abgleich bezeichnet.
    3. Reicht es aus, nur am Verteiler die Durchflüße einzustellen oder müssen an der WP noch Parameter angepasst werden?
      (Ich vermute ja, er sagt abeer, da ist eine Effizienpumpe drin, die macht das automatisch)

    Wäre schön, wenn mir jemand zur Klarheit verhilft.

    Ernst


    P.S: Falls die Frage kommt: Vertrag ist VOB und Abgleich/Einregeln etc. ist einzeln als Rechnungspunkt aufgeführt.
     
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  3. ThomasMD

    ThomasMD

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    Wenn Du aber auch den Dachrinnenverlöter da ranlässt, musst Du Dich nicht wundern.
    Ich empfehle einen versierten Heizungsbauer für solche Tätigkeiten.

    Gelesen hast Du vielleicht ein wenig, aber noch nicht genug.
    Deine Fragen sind hier mehr als erschöpfend beantwortet.
    Ich habe im Moment leider nicht die Zeit, den ganzen Sermon von vorn zu zelebrieren.

    Nur soviel: Wenn es im Verteiler rauscht, ist auf jeden Fall der Durchfluss zu groß. D.h. die Pumpe läuft zu schnell. Effizienzpumpe hin oder her.
    Es kommt darauf an, wie sie eingestellt ist.

    Entweder prügelst Du Deinen Heizer solange, bis er es geschnallt hat oder Du liest Dich in die Materie ein und machst es selbst.
     
  4. ErnstC

    ErnstC Gast

    Entschuldige, steckt halt so drin:
    (Zitat Wikipedia: "Der Gas- und Wasserinstallateur wird umgangssprachlich oft fälschlich als Klempner bezeichnet, da dies früher der gleiche Beruf war. Heute ist Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik die offizielle Bezeichnung in Deutschland für den Beruf des Installateurs.")

    Schreib ich doch selbst...

    Nur find ich's nicht, hab jetzts schon alle Threads mit "hydr. Abgleich" gelesen.

    Will ich auch nciht, mir reichen einfache Ja/Nein-Antworten auf meine Fragen, dammit die Kompetenz des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik etwas beurteilen kann und dann weiß, ob es sich lohnt, mich weiter einzulesen oder nicht.
     
  5. ThomasMD

    ThomasMD

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    Also dann:

    1. Nein
    2. Ja
    3. Nein
     
  6. ErnstC

    ErnstC Gast

    Suupie, vielen Dank :28:

    Was mir auffällt, 3) war dummerweise eine oder-Frage, also
    3) Ja/Nein, Nein/Ja oder Nein/Nein
     
  7. ThomasMD

    ThomasMD

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    Eigentlich war alles klar. Nein es reicht nicht aus. Demzufolge muss an der Pumpe der höchste zu fördernde Pumpendruck eingestellt werden.
    Dass es so nicht funktioniert, erlebst Du gerade am Rauschen.
     
  8. ErnstC

    ErnstC Gast

    Danke nochmal, also so wie von mir vermutet, wollte nur ganz sicher gehen bevor ich den "Klempner" damit konfrontier
     
  9. #8 Achim Kaiser, 26. Februar 2015
    Achim Kaiser

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    Die einzustellenden Werte werden bei max. Betrieb heisst *alle Heizkreise der Anlage auf Soll-Durchflusswert* eingeregelt. Wenn mit vernünftigen Parametern berechnet wurde rauscht nichts.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Den würde ich mal mit der Dachlatte konfrontieren, denn wer so etwas sagt:

    kann vemutlich nicht einmal eine Dachrinne richtig löten.

    Dein "Klemptner" glänzt durch.......Unwissenheit

    Bei der Dimensionierung der Heizflächen kriegt man den Volumenstrom quasi Frei haus geliefert. Diese berechneten Werte sind der Ausgangspunkt für die Einstellung bzw. Optimierung. Man stellt also zuerst einmal alle Kreise auf die berechneten Werte ein, und dann optimiert man von da ausgehend weiter.

    Kommt darauf an, wie er den FBH Kreis wieder geschlossen hat. ;)
    grundsätzlich bestätigt das aber seine "Qualitäten". :D

    Thomas hat es ja schon bechrieben. Nur als Ergänzung, neben dem hydraulischen Abgleich ist auch die Anpassung der WP, genauer gesagt der Heizkurve, Bestandteil der Optimierung.

    Nachdem Dein Klemptner mehr durch Ahnungslosigkeit als durch Fachwissen glänzt, möchte ich gar nicht wissen wie die Anlage geplant und gebaut wurde. Ich würde mich an Deiner Stelle mal intensiv mit der Sache vertraut machen, vor allen Dingen die Einstellungen der WP solltest Du kennen. Dann kannst Du weiter optimieren.
     
  11. ErnstC

    ErnstC Gast

    @R.B. Danke für die umfassende Auskunft, bestätigt (leider) meine Vermutung.

    Eher meine Qualitäten - die Sprachlichen... :winken

    Bin schon dabei mich einzulesen (Steuerungen sind ja auch eher meins :think), das wird auch weniger das Problem.

    Also nochmal danke für die hilfreichen Antworten.









    Das Problem ist, dass da offensichtlich nichts gerechnet wurde. Ich habe schon mehrmals nachgefragt, immer hies es, das dei nicht notwendig, weil man ja einen "statischen Abgleich" mache (siehe #1)
    Auch die in der VOB beschriebenen Dokumente "wollte" (wahrsch. eher konnte) man mir nicht geben, Zitat: "Die haben wir noch nie rausgegeben". Da hab ich prinzipiell auch kein Problem mit ... wenn denn alles funzt. Aber naja, das ist ne andere Sache...
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Was Du mindestens brauchst:

    1. Heizlastermittlung nach EN12831
    2. Berechnung/Dimensionierung der Heizflächen

    Aus 1. siehst Du welche (Heiz)Leistung für welchen Raum erforderlich ist, und aus 2. siehst Du wie diese benötigte Heizleistung bereitgestellt wird (werden soll).

    Ich vermute mal, zu den zu erreichenden Raumtemperaturen wurde auch nichts vereinbart. Hast Du im Badezimmer nur FBH? Das wird erfahrungsgemäß eng, sehr eng. Wenn sich dann alle Kreise am Badezimmer orientieren müssen, geht das nur über eine relativ hohe Heizkurve, aber das treibt den Wirkungsgrad der WP in den Keller.
     
  13. ErnstC

    ErnstC Gast

    Danke. Hab ich auc schon mehrmals angefordert, aber was soll ich machen...

    Nein, ich hab mir das ganze Zeug halt hinterher erst rechershciert, sonst hätte ich da gleich den FInger drauf gehalten...
    Naja, hinterher ist man immer klüger - sind aber ja zum Glück keine Probleme, die man nicht selbst mit etwas Zeit in den Griff bekommen sollte, hab halt eigetnlich nur keine Lust auf Trial & Error. Aber wenn die selbst - wie es schein - keine Aufzeichnungen zu Leitungslängen und Verlegung gemacht haben, wird es jetzt im Nachhinein wahrsch. schwer das noch rauszufinden.

    Is noch ein Handtuchheizkörper drin.
    Die Heizkurve war das einzige, wo ich selbst schon dran rumgespielt und runtergedreht hab [seitdem ist die durschnittliche Taktzeit auch nicht mehr 14 min, sondern "schon" bei 25], hab jetzt (bei 0° außen) Rücklauf 27..28°, im Bad werdens 22..23°

    Zuviel wollte ich bis jetzt auch noch nciht selbst machen, nicht das es dann vom Sanitäter heißt, ich wäre schuld dass es nicht geht.
    Von der Temperatur her reicht aus, aber wie gesagt, alles in allem hatte ich den Eindruck, dass der Klempner etwas inkompetent ist und ich hätte es gerne nicht nur warm, sondern auch effizient und ruhig.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Wenn´s gar keine Unterlagen gibt, dann hilft nur eine Art Iteration, Du musst Dich den Optimalwerten annähern. Das kann aber dauern, und nachdem die Temperaturen jetzt steigen, wird´s schwieriger und Du wirst nächsten Winter mit Sicherheit weiter optimieren müssen. So eine FBh ist kein Rennwagen und man muss ihr viel Zeit lassen bis sich Veränderungen bemerkbar machen.

    Welchen Anzeigebereich haben Deine Durchflussmengenmesser?
     
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  16. ErnstC

    ErnstC Gast

    0-5 l/min, warum?
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Um die Einstellgenauigkeit und max. übertragbare Energiemenge abschätzen zu können.

    Sind Einzelraumregler verbaut? Für den Abgleich müssen die auf Anschlag stehen damit sie nicht eingreifen können.

    Man könnte folgende Strategie überlegen. Einstellung Mitte (2,5L/Min). Dann RT beobachten. Wenn zu hoch, dann Wert halbieren (1,25L/Min), wenn zu niedrig, denn Wert um die Hälfte nach oben (3,7L/Min). Der nächste Schritt hat denn 1,25L/Min bzw. 3,75L/Min als Ausgangswert. RT beobachten, dann wieder um die Hälfte runter bzw. rauf. usw.

    Sollten die Durchflussmengen klein werden, dann Heizkurve runter. Dabei muss man aber den kritischen Raum im Auge behalten.

    Ein Abgleich ohne Ausgangswerte macht wirklich keinen Spaß. Sollten die jetzt eingestellten Werte bereits passen und in einem plausiblen Rahmen sein, dann könnte man auch von diesen Werten ausgehend versuchen zu optimieren.
     
Thema:

hydraulischer Abgleich - Pfeifen und Rauschen

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