Ideen und Tips zur Ausführung Dachbodenausbau und Spitzboden

Diskutiere Ideen und Tips zur Ausführung Dachbodenausbau und Spitzboden im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo. Da ich in diesem Forum hier neu bin, hoffe ich doch das mein Anliegen hier richtig platziert ist ;) Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre alt...

  1. TAZ90

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    Hallo.

    Da ich in diesem Forum hier neu bin, hoffe ich doch das mein Anliegen hier richtig platziert ist ;)

    Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre alt und unerwarteter Weise letztes Jahr aus familiären Gründen zum Hausbesitzer geworden. Mein Vater ist Ende letzten Jahres verstorben. Aus diesem Grund bin ich Ende März ins Haus meiner Eltern zurückgezogen, von dem ich nun Teileigentümer bin. Seit dem wohne ich auf der Couch im Arbeitszimmer.
    Unser großes Bauvorhaben ist der Ausbau des Dachboden's zu meiner eigenen "Wohnung".

    Nun bin ich recht jung und unerfahren in Sachen Hausbau bzw. Hausausbau. Aus finanziellen Gründen muss jedoch vieles (theoretisch Alles :/) in Eigenregie erledigt werden. Das is natürlich nen ziemlicher Batzen an Arbeit neben dem Beruf.

    Der aktuelle Stand umfasst ein vorbereiteter Boden aus zwei zueinander verdrehten Lagen OSB-Platten, sowie eine Dachschräge plus Drempel fertig mit Gipskarton beplankt.
    Die zweite Dachschräge wird kommendes Wochenende begonnen. Ausgangspunkt waren gedämmte Dachschrägen mit aufgetackerter Dampfbremse.

    Nun zu meiner ersten Frage:

    Über unserem Dachboden haben wir noch einen kleinen Spitzboden. Dieser ist als "Kaltraum" zu sehen, da die Dämmung in den Dachschrägen nur bis in die Kehlbalken des Spitzbodens verlegt ist. Zwischen den Kehlbalken ist ebenfalls Dämmwolle verlegt.
    Das von unten her eine Dampfbremse durchgezogen werden muss ist soweit klar. Es geht nun um die Art der Deckenverkleidung. Wir hatten dazu einige "Innenausbauer" und "Profis" da um uns beraten zu lassen. Sogut wie jeder würde die Decke mit Profilen abhängen. Das würde ein Einbringen von zusätzlicher Dämmung ermöglichen, fällt aber bei uns raus, da wir eine extrem geringe Raumhöhe von ca 2,20m bekommen würden.
    Was meint ihr? Reicht hier eine einfache Konterlattung mit 38er Latten? Da könnt ich ja auch nochmal Dämmung zwischen packen.

    Und die zweite Frage:

    Kann ich auf den Kehlbalken des Spitzbodens OSB-Platten verlegen? So mancher Experte sagt das währe unmöglich wegen entstehender Stauluft an der Unterseite der Platten -> Schimmelbildung. Andere Profis meinen, das dass überhaupt kein Problem wäre, da die Luft ja über die Dachsparren in der Dachschräge zirkulieren kann.
    Was meint Ihr? Könnt ihr dazu evtl Erfahrungen oder Weisheiten an die Jugend weiter reichen?


    Ich bedanke mich im Vorraus und wünsche schöne Pfingsten.

    David I.
     
  2. #2 Gast34826, 15.05.2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    Zwingend ist die perfekte luftdichte Fläche unter den Kehlbalken.
    Dann ist die OSB völlig problemlos.
    Dämmen Sie zwischen den Kehlbalken und zusätzlich vollflächig oben auf der OSB mind 100mm!
    Alles klar?
     
  3. #3 Gast943916, 16.05.2016
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    nein
    so ein Quatsch...waren das noch Zeiten, als hier Profis geantwortet haben und keine Möchtegern Experten.....

    die OSB schimmelt weg bevor du bis 3 zählen kannst, nimm Rauspund, auf Abstand verlegt
    benutz mal die SuFu "abgesoffene Dächer"

    Richtig, denn eine horizontale Hinterlüftung funktioniert nicht

    Ist die Nutzungsänderung geklärt?
     
  4. #4 Gast34826, 16.05.2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    Sie haben einen bereits trockenen Dachstuhl. OSB ist selbstverständlich perfekt.
    Die luftdichte Ausführung der Unterseite der Kehlbalken ist zwingend.
    Die oberseitige Zusatzdämmung der Decke ist vorteilhaft auch für die OOB.
    Weiterbildung ist vorteilhaft auch für Gipser.
     
  5. TAZ90

    TAZ90

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    Danke DACHMANN für die Antwort.
    Eine Abdichtung unterhalb der Kehlbalken ist klar. Allerdings wurde mir erklärt, das eine Dampfbremse anders als eine Dampfsperre immer geringfügig "atmet" Die feuchte Luft diffundiert ja durch die Folie, daher "Bremse" und nicht "Sperre". Das bedeutet also, das an die OSB von unten her langsam aber stetig Stauluft dringt. Soweit klingt das für mich auch vollkommen nachvollziehbar.
    Nur, wie meinen Sie das mit dem "trockenen Dachstuhl"? Da mein Spitzboden ungedämmt ist, besteht doch auch die Möglichkeit das feuchte Luft von außen eindringt oder sehe ich als Laie das falsch?

    Und auch GIPSER danke ich.
    Wäre es denn auch möglich auf die Kehlbalken einfache Dielen mit ca 40mm Stärke und einem Abstand von ca 5mm zueinander zu verlegen? Somit müsste doch ein "Atmen" gegeben sein, oder?
     
  6. #6 Gast943916, 16.05.2016
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    da hat der Herr Bauphysiker in der Schule geschlafen....

    ja, "atmen" tut das zwar trotzdem nicht, aber es ist nach oben Luftdurchlässig und auf jeden Fall die sichere Variante als OSB
     
  7. #7 Gast34826, 16.05.2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @TAZ90,

    Pardon, da muss ich eingreifen.
    Feuchtigkeit bildet sich immer nur unter jeder "kalten" Fläche, auch an Autoscheiben, Brillengläsern und oder Schalbrettern.

    Deshalb muss beachtet werden:
    1. Trockenes Holz. Das ist an Ihrem Haus gegeben, auch im Firstbereich.
    2. absolut luftdichter Ausbau unterseitig, "Bremse" ist besser als "Sperre".
    3. Erst danach Nassputz ausführen, was bei Ihnen entfällt.

    TIPP und Ideal für Sie:
    Zusatzdämmung oberseitig auf die OSB.
    Damit "schützen" Sie Diese vor dem "kalten" Dachspitz und die OSB bleibt warm und trocken.

    Die "Probleme", die Sie fürchten, entstehen immer nur im Neubau, im Winter, bei feuchtem Holz, frühem Innenputz, schlechter Bautrocknung, verfühtem Innenausbau, und bei vielen "weiteren" Unwägbarkeiten.
    Das alles trifft an Ihrem Haus nicht zu und Sie bauen in den "Frühling" und Sommer" hinein.

    @Gipser:
    ich habe nicht geschlafen, sondern denke weiter:
    OSB auf Kehlbalken wird meist in der Statik als wirksame Scheibe gefordert und kann nicht "einfach" durch Schalbretter mit Fugen ersetzt werden.
     
  8. TAZ90

    TAZ90

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    @Gipser

    Das is doch mal ne Antwort. Also wird diese Variante wohl so durchgeführt.

    @DACHMANN
    Heutzutage werden doch fast nur noch hinterlüftete Dächer gebaut. Bei dieser Art ist doch eine "Bremse" notwendig oder irre ich mich da? Das schliest zumindest bei uns eine "Sperre" aus ;)
    Und das es absolut luftdicht ist, versuchen wir schon zu erreichen. Also wir kleben auch sämtliche Tackernadeln sowie Übergänge ab. In der Hoffnung das dass so seine Richtigkeit hat ;)

    Das geht bei uns nicht, da ich den Spitzboden als kleine Lagerfläche nutzen möchte. Wenn da nochmal 100mm drauf kommen, kann ich mich da oben nicht mehr bewegen. (Und ich bin schon relativ kompakt :D) Aber das Prinzip dahinter hab ich gerallt ;)
     
  9. #9 Gast34826, 17.05.2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @TAZ90
    es ist gut, das sie eine Lösung gefunden haben, die Ihrem Wunsch entspricht.

    Dennoch erlaube ich mir einen Kommentar:
    Wenn, wie Sie sagen, bereits nur 100mm Dämmung den Nutzen des dachspitzes in Frage stellt, sollten sie überhaupt grundsätzlich darüber nachdenken.

    Ist es nicht besser, auf diese offensichtlich SOWIESO extrem kleine Lagermöglichkeit zu verzichten?
    Damit entfällt dann die Frage nach OSB oder Schhalung und Sie können in die Gefach einfach dickere Dämmung (nach oben offen) einbauen.

    Damit schaffen Sie einen weit besseren und sinnvollen Dämmwert bei zugleich extrem reduzieren Kosten.
    Auch werden diie Kosten und das "Loch" der Einschubtreppe vermieden.
    Damit entfällt auch die Frage der Belastung der Kehlbalken und das noch nicht bekannte Problem der Statik.

    Also, kein Problem ist so simpel, das nicht Weitere daraus entstzehen könnten.
     
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