Innenwände - gemauert oder Metallständer

Diskutiere Innenwände - gemauert oder Metallständer im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Wir haben mit unserem Bauträger vertraglich vereinbart, daß die nichttragenden Innenwände unserer Eigentumswohnung aus "Mauerwerk" bestehen....

  1. #1 Pauline46, 09.07.2004
    Pauline46

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    Wir haben mit unserem Bauträger vertraglich vereinbart, daß die
    nichttragenden Innenwände unserer Eigentumswohnung aus "Mauerwerk" bestehen.

    Laienhaft gingen wir davon aus, daß es sich bei Mauerwerk um eine
    Konstruktion "Stein auf Stein" handelt, die uns ein Höchstmaß an Schall- und
    Wärmeschutz im Innenbereich bringt.
    Der Bauträger will jetzt von uns eine Erklärung unterschrieben haben, daß
    wir mit dem Einbau von nichttragenden Innenwänden als zweifach beplankte
    Metallständerwände einverstanden sind, da es sich ansonsten bei einem Einbau
    des vereinbarten "Mauerwerk" um Gips-Wandbauplatten handeln würde, die
    geringere Schallschutzwerte hätten und bei denen im Gegensatz zu den
    Metallständerwänden mit Rissbildung zu rechnen sei - was dann natürlich
    unser Risiko sein soll.
    1. Ist das richtig, Mauerwerk ist nicht Stein auf Stein, sondern
    Gips-Wandplatten?
    2. Wenn doch Stein auf Stein, welcher Stein wäre dann zu empfehlen?
    3. Oder was ist von der zweifach beplankten Metallständerwand zu halten und
    wenn wir uns damit einverstanden erklären, auf was ist zu achten beim
    Schall- und Wärmeschutz?
    4. Trügt uns hier unser Eindruck, daß der Bauträger nachträglich versucht,
    zu Lasten der vereinbarten (?) Qualität seine Baukosten zu drücken? Wir
    wollen nicht übertrieben misstrauisch reagieren, aber in der
    Grundausstattung unserer Wohnung waren ursprünglich zweifach beplankte
    Metallständerwände vorgesehen (das wird bei den restliche Wohnungen der
    Anlage auch gemacht, nur wir haben etwas anderes bei uns vereinbart) und wir
    haben mit viel Verhandlungen durchgesetzt, daß alle nichttragenden
    Innenwände aus "Mauerwerk" sind, der Bauträger hat damals schwer über die
    ihm entstehenden Mehrkosten für die Errichtung der Innenwände gejammert. Wir
    können das als Laien nicht einordnen, um was es hier geht.

    Was sollen wir tun, was wäre richtig und sinnvoll????
     
  2. klaus1

    klaus1

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    Gipsplatten sind auch Mauerwerk

    Mauerwerk ist (wenn ich nicht irre) in DIN 1053 geregelt, und auch Gipsfaser- oder Gipskarton-Aufbauten sind Mauerwerk. Flapsig ausgedrückt ist alles Mauerwerk was nach aaRdT errichtet ist und für den Laien wie eine Mauer ausshieht (ich weis, da gehts um die Tragkähigkeit,... aber ich bin auch kein Profi :D ).

    Wenn er jetzt mehr Geld für die anderen Wände will ist das sein Pech. Ihr habt gesagt Mauerwerk (und zu eurem Pech nicht genau definiert was ihr damit meint). Aber wenn er das billigste in der DIN enthaltene Mauerwerk reinnagelt, dann haftet er auch dafür dass es ordentlich gemacht ist .

    Aber ich befürchte fast, dass er da eine Klausel in den Vertrag geflickt hat, die ihm erlaube was teureres einzubauen, und euch das auch zahlen zu lassen :deal . Denn irgendwie regt sich in mir der Verdacht, dass die Leistungsbeschreibung nicht so recht ausführlich vereinbart wurde. :mauer
    mal sehen, ob einer der Experten nicht doch was besseres dazu sagen will als meine bescheidene Bauherrenmeinung.
     
  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ich versuch mal die gegendarstellung:

    mauerwerk ist, was sich der laie als vertragspartner eines profis unter mauerwerk vorstellt. etwaige winkeladvokatische klimmzüge sind ungültig.

    rissbildung zu lasten des bauherrn .. das ist cool! :irre natürlich schuldet der profi "funktionierendes" mauerwerk! gipskarton ist kein mauerwerk - auch wenn gutachter oder gerichte anderer auffassung sein sollten. gipsbausteine einzusetzen, wenn die nicht "funktionieren" und das schon im vorfeld (hoffentlich vor zeugen) zugegeben wurde, verbessern sicher nicht das klima am bau :boxing
     
  4. #4 Carden. Mark, 23.07.2004
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    Ich sehe dass wie @mls
    Verdummt werden wir doch schon genug.
    Auch als Sachverständiger verstehe ich unter „Mauerwerk“ ein gemauertes Werk.
    Ob hier allerdings ein Vorteil hinsichtlich von Schallschutz gewiss ist, ist insbesondere hinsichtlich von der Freibleibenden Möglichkeit der zu verwendenden Wandbildnerkonstruktionen beider Couleur (oder wie auch immer das geschrieben wird) die Frage.
     
  5. Oggy

    Oggy

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    Moin,

    das kann ich noch was vom wirklich seriösen BU mit der roten Farbe im Logo an der A27 erzählen.

    Üblicherweise wird bei denen das Obergeschoss mit Leichtbauwänden gebaut. Also 60er Blechständer Glaswolle, Rigips. Im Wand des Bades gibt es eine recht solide Stahlrohrkonstuktion als Element für die Armaturen, und 2 Schichten Rigips.

    Nun bietet dieser BU auch optional für das OG "Massivwände" ohne Aufpreis an. Der Verkäufer sagte ganz klar "manche Leute wollen eben diesen Begriff "Massivwand" und nicht "Leichtbau", die eigentliche Sache interessiert garnicht.

    Diese "Massivwände" sind so 7er Gasbetonelemente, riesengroß, die fast schwimmend aufgestellt werden.
    Die haben mittig ein Armierungseisen drin :confused: Antwort:" damit die quer getragen werden können ohne durchzubrechen!" :D

    Kloptf oder Haut man gegen diese Wände so fangen die an zu schwingen, Stimmen wurden gut geschluckt, aber Schritte oder Türklappen geht weiter.

    Ich war natürlich sehr skeptisch wegen dieser Acrylanschlüsse zur Decke, der großen Spannweite und den einzelnen Heftpunkten an dienen diese Wand nur befestigt ist.

    Und fragte dann mal, ob ich (90kg) gegen die Wand gemäßigt laufen dürfte und ich dann haften müsste falls diese dann brechen sollte.

    Er war etwas verdutzt, sagte zögernd, "ja können sie wenn sie wollen..."


    Ich habe dann noch geschaut, ob jemand auf der anderen Seite ist.
    Pokerface vom Verkäufer, (ich hab nur noch auf eine Schweißperle auf der Stirn gewartet :D :D )

    Dann habe ich es aber doch sein lassen... :D :D :D


    Ich glaube er hätte aber hinter dem Rücken die Daumen gedrückt :shades


    Ich selbst habe gar kein Problem im OG mit den Leichtbauwänden, das macht es in Zukunft flexibler die Räume auch mal umzugestalten.

    Von den von mir besuchten BU's mit Kataloghäusern war das der beste. Auch wenn in deren Hochglanzprospekten auch nicht viel drinstand. So war die Leistungsbeschreibung noch am ausführlichsten. Die Feinheiten waren natürlich alle nicht enthalten, die tatsächliche Bauausführung aber wirklich schon gut.
    Z.B. waren das´die einzigsten Häuser hier die ich je mit einer RAL Abdichtung und einer Schweissbahn auf der ganzen Platte gesehen habe.....

    Die Anderen nehmen nur Schaum und Putz und das durchweg.

    Grüße Andreas
     
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