Isolation Rolladenkästen

Diskutiere Isolation Rolladenkästen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Haus BJ 1977, Dach bereits gedämmt, Fensteraustausch Iso Glas gegen Kunststofffenster mit 3-fach Glas demnächst. Jetzt geht es um die...

  1. ottobald

    ottobald

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    Haus BJ 1977, Dach bereits gedämmt, Fensteraustausch Iso Glas gegen Kunststofffenster mit 3-fach Glas demnächst.

    Jetzt geht es um die Rolladenkästen über den Fenstern. Es sind ausgeschäumte Kästen verbaut. Dicke des Schaums ca 3 cm an der inneren Seite. Der Revisionsdeckel nach unten ist aber nicht isoliert. Im Rollokasten ist auch kein Platz für eine weitere Dämmung. Bei den Balkontüren schleift schon der Panzer an dem Revisionsdeckel. Da die Fenster neu rein kommen habe ich an eine Dämmung unter der Revisionsplatte gedacht. Wenn die neuen Fensterrahmen oben um 3 cm breiter gemacht werden, könnten 3 cm Styropoor oder ähnliches unter den Revisionsdeckel. Wie bekommt man das befestigt? Und zwar so, dass man nicht bei einer Revision alles neu sanieren muss? Also abnehmbar und wieder installierbar.

    Außenliegende Rollokästen wären natürlich auch ne Lösung aber eben wahrscheinlich auch teurer.

    Styropoor in 3 cm Dicke müßte ja so etwa einen Wärmeleitwert von 1W/K/m2 haben und damit auch die Verhältnisse herstellen, die die restliche Wand hat. Es sind Hochlochsteine (1977) mit einem K-Wert von ca. 0,8 verbaut.
     
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  3. Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Da ich...

    mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mit Dir ins Geschäft komme werde, hoffe ich mal, dass Du bei der Antwort Eigennutz ausschließt:D

    Den Gedanken an "teurer" solltest Du mal ganz schnell bei Seite lassen und statt dessen Dir in Erinnerung rufen, dass diese Maßnahme so um die 30 Jahre Bestand haben soll und auch nach 10 oder 15 Jahren richtig gut sein soll, zumal Du Dich ja schon für eine 3-fach Verglasung entschieden hast.

    MEIN Favorit wäre der Abbruch des alten Kasten, ggf. Sturz einziehen (lassen) und ein Element mit Aufsatzelement zu verbauen. Ist zwar Aufwand und Schweinerei, aber so hätte die Sache Hand und Fuß - und wie gesacht: 30 Jahre.

    Vorbau wäre auch eine Variante, aber abgesehen von ein paar anderen Unwägbarkeiten dürfte das in der Regel auf Kosten der Fensterfläche gehen.

    Aber bitte: Steck kein Geld in das alte System - es wäre schade drum.
     
  4. aldente

    aldente

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    Schliesse mich (wohl wegen fehglender räumlicher Nähe auch kein potentieller Partner) mal uneeingeschränkt der Meinung von Olaf an.

    Wir praktizieren das Verfahren auch schon lange, selbst Mauerrolladenkästen mit Blechummantelung raumseits zu fenstern, um dann neue Fenster mit Aufsatzrolladenkästen zu verbauen.

    Die Methode des Fragestellers, die Fenster einfach kleiner einzubauen ist nicht ungewöhnlich, um eine bessere Dämmung der bauseitig vorhandenen Kästen zu verwirklichen.
    Aber wie sieht das dann aus, vor allem von aussen der oben verbreiterte Blendrahmen?
    Und eine nicht vorhandene Dämmung um max (ohne neuen Revisonsdeckel) 3 cm neu aufzubauen ist eher als sparsam und suboptimal zu bezeichnen.

    Um einen durchaus zu erziehlenden k-Wert 0,6 des Aufsatzrolladens zu verwirklichen, müssen da schon andere Saltos geschlagen werden.

    Ich würde meinen Fensterbauer des Vertrauens mal bitten, mir ein Angebot mit Fertigaufsatzkästen bester Dämmung auszuarbeiten. Ich verspreche, das dieses neue Gesamtkonzept Hand und Fuss hat, und nicht zusammengebastelt ist. Ausserdem ist dann sämmtliche Rolladentechnik flammenneu und nicht nur ergänst.
     
  5. abrigado

    abrigado

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    Hast du zufällig einen schnitt eines solchen ausbaukastens zur hand?
    wäre nett.

    meine so seitenansicht incl fenster, wand, dämmung usw....
     
  6. aldente

    aldente

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    Ich hab mal einen link von einem Kollegen hier, der zeigt zumindest welches Gesamtsystem an Fenster ich meine:

    http://schreinerguide.com/wahrmann_bauelemente/page=free1_page;item=34368

    Das musst Du Dir jetzt noch "im alten Rolladenkasten" vorstellen, der entweder komplett entfernt (die ganz alten Holzkästen) oder von innen gefenstert wurde (Rolladenkästen, die vom Maurer eingesetzt wurden) .

    Einzige Ausnahme ist, wenn die alten Rolladenkästen statisch ausgelegt sind, die dürfen keinesfalls geschwächt werden.

    Beim System im Link ist die Revisionsöffnung von unten, und stellt somit kein Risiko dar, optisch verbaut werden zu müssen. Der Rolladenaufsatz ist gleichzeitig Putzträger und kann der Wandstärke ab Tiefe 250 mm angepasst werden. Sollte die Wandstärke 250 mm nicht hergeben, steht der Kasten um enstprechendes Mass vor.
    Ansonsten wird das Fenster nach den üblichen Richtlinien wie jedes andere eingebaut.
    Das oben gezeigte System ist nicht ursprünglich für Renovierung, sondern für Neubauten gedacht und erfüllt auch allerneuste Ansprüche.

    Diesen Kasten bietet nicht jeder Fensterhersteller an, kann aber seperat von Einschlägigen Rolladenkastenherstellern bezogen werden. Alternativ giebts von jedem Fensterhersteller Rolladenaufsatzkästen aus Kunststoff mit fertiger Oberfläche. Die haben allerdings einzig den Vorteil, weniger tief zu bauen, ansonsten meist Nachteile wie Revison unverbaubar von vorne, meist weniger Dämmung und kein wirklich ansprechendes Gesamtbild.
     
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