Ist das korrekt? WDVS Fertighaus

Diskutiere Ist das korrekt? WDVS Fertighaus im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich lasse gerade ein Fertighaus (Bj. 1976) sanieren und u.a. wird ein WDVS angebracht. Es wurde die alte Asbest-Fassade abgenommen...

  1. HIGHGO

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    Hallo,

    ich lasse gerade ein Fertighaus (Bj. 1976) sanieren und u.a. wird ein WDVS angebracht.

    Es wurde die alte Asbest-Fassade abgenommen und die Holzständerwand geöffnet um die alte Wärmedämmung (Mineralwolle) herauszunehmen.

    Die alte Dämmung war auf der Innenseite mit einer Alufolie als Dampfsperre versehen. Die Wände sind trocken und schimmelfrei.

    Die neue Isolierung wurde nun durch die ausführende Fachfirma (!?) neu eingebracht (100mm Glaswolle) dabei ist mir aufgefallen, dass keine neue Dampfsperrfolie in das Fach eingebaut wurde.

    Der neue Wandaufbau sieht, wenn die Arbeiten so weiter geführt werden, folggendermaßen aus:

    22mm Holzfaserplatte
    100mm Glaswolle
    10mm Gipsfaserplatte
    80mm Polystrol als WDVS
    Glasfaserarmierung
    Mineralputz

    Muss da nicht noch eine Dampfsperre zwischen die ersten beiden Schichten eingelegt werden oder kann man die einfach so weglassen?

    Ich brauche bitte dringend eine ausführliche Antwort um noch rechtzeitig reagieren zu können. Die Arbeiten sind noch nicht so weit fortgeschritten, dass man es nicht mehr ändern könnte.

    Danke!
     
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  3. Evander

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    Eine Dampfsperre brauchst Du auf jedenfall, sonst ist das Murks!!
     
  4. HIGHGO

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    Ich habe zwischenzeitlich mit der ausführenden Firma gesprochen und die wollten mir erklären, dass die Gipsfaserplatte diffusionsoffen sei und somit eindringende Feuchtigkeit wieder entweichen kann.

    Außerdem soll der Taupunkt aufgrund des WDVS außerhalb der Holzständerwand liegen, so dass sich kein Kondenswasser ansammelt.

    Ist es überhaupt möglich eine dichte Dampfsperre von außen in die Holzständerwand einzubringen?
     
  5. #4 Thomas Traut, 17. Dezember 2009
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    Unfug!
    Noch Unfüger! Lass Dir die Berechnung zeigen!
    Schwer, aber nicht unmöglich. Auf jeden Fall ist sie erforderlich. Warum hat die Firma die vorhandene Dämmung überhaupt ausgebaut, wenn die noch in Ordnung war? Die Alukaschierung haben sie früher doch nicht nur so zum Spaß eingebaut!
     
  6. #5 Jürgen Jung, 17. Dezember 2009
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    .... und ich ahne Böses :smoke
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @t.Traut

    Und was soll er dann damit? Die labern den Bauherren doch an die Wand.

    Da muss sofort Sachverstand auf die Baustelle!
    Kostet zwar, hilft aber Übles zu verhüten.
     
  8. Micro

    Micro

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    Mal abgesehen von Taupunkt Betrachtungen . (Wo Dir die Kronopoly Tools, s.a. Bordsuche, schnell einen ersten Eindruck verschaffen könnten)

    Mittlerweile weiß man (das gemeine Volk) doch mehr über die Problematik von Fertighäusern aus dieser Zeit.
    Deshalb erstaunt immer wieder das Versprechen einiger Sanierer,dass man während einer Sanierung weiter im Haus wohnen bleiben kann, was im Klartext bedeutet, dass:
    1. die innere formaldehydgasende (sofern Pressspan) Beplankung stehen bleibt,
    2. die Dampfsperre entfällt, oder wenn von aussen angebracht, die PCP, Lindan usw. belasteten Ständer, jetzt die Choranisole garantiert vollständig in den Innenraum absondern .....
    3.Entfall der Nachrüstung einer sinnvollen Installationsebene.

    Aber es stimmt, komfortabel ist eine solche Sanierung ohne Auszug und Dampfsperrre, und billiger auch, da man sich nicht um Anschlussdetails (z.B Fenster, Aussentüren mit ggfs Austausch/Ausbau /Durchbrüchen) kümmern muss.

    Was dabei herausgekommen ist , kann man recht fix messen lassen (Hausstaub /Innenluft) bzw. nach einiger Zeit deutlich riechen, oder die Besucher tun das, falls man dran gewöhnt ist.

    Ich hoffe für Dich, dass Du fachmännischen Beistand hast.
     
  9. HIGHGO

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    OK Kronopoly hat mir angezeigt wo sich das Wasser sammelt.
    Sieht nicht so toll aus...

    Das Haus ist übrigens nicht bewohnt, Fenster und Türen wurden komplett getauscht.
    Die Alte Dämmung Dampfsperre wurde getauscht um sicher zu gehen, dass sich da nicht doch im Laufe der Zeit der Gammel angesammelt hat. Außerdem hieß es noch, dass die Dämmeigenschaften moderner Materialien besser seien.
    Da die Wand nun sowieso geöffnet werden sollte, erschien es mir logisch, diese Arbeiten gleich mit erledigen zu lassen.

    Welche Möglichkeiten habe ich nun (außer der Firma auf die Finger zu hauen, was ich selbstvertändlich machen werde...)

    Kann man mit einer zusätzlichen von innen angebrachten Schicht PE-Folie und Gipsfaserplatte etwas erreichen?

    Was bringt eine Kunstharzdispersion? Lt. Hersteller soll diese einen µ-Wert von 350000 haben, womit sie deutlich über einer PE-Folie liegt.

    @ Jürgen Jung:

    Bitte PN mit Kontakt. Haus steht in Ihrer Region, würde gerne etwas Sachverstand an die Baustelle bringen...:o
     
  10. #9 Thomas Traut, 18. Dezember 2009
    Thomas Traut

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    Zumindest ist die Firma damit gefordert, ihren verzapften Mist nachrechnen zu lassen. Das erschwert das Labern.
    Genau!
     
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  12. HIGHGO

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    So, das ging schnell.

    Ich habe sehr kurzfristig fachliche Unterstützung bekommen und auch schon einen Ortstermin mit der beauftragten Firma gehabt.

    Im Anschluss wurde zugesagt, die fehlende Dampfsperre zu erneuern "auch wenn diese eigentlich nich nötig wäre, da ja schließlich die Spanplatte schon nahezu Dampfdicht wäre.." :confused:

    Wie dem auch sei, ich habe jetzt einen Bauleiter der sich auskennt, die Arbeiten überwacht und jeden Schritt einzeln abnimmt.

    Danke an das Forum für die Antworten!
     
  13. #11 Jürgen Jung, 21. Dezember 2009
    Jürgen Jung

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    Das war die richtige Entscheidung :shades, alle Gute weiterhin
     
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