Jetzt bauen oder warten?

Diskutiere Jetzt bauen oder warten? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Guten Tag, wir (er, 28, sie 29, und der kleine 2) würden gerne ein Haus bauen. Grundstück liegt vor, unbelastet Einkommensverhältnisse:...

  1. #1 egal1984, 29. Mai 2012
    egal1984

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    Guten Tag,

    wir (er, 28, sie 29, und der kleine 2) würden gerne ein Haus bauen.

    Grundstück liegt vor, unbelastet

    Einkommensverhältnisse:
    Sie 0
    Er, angestellt: 3.500 netto + Bonus (1-2 Gehälter) + Kindergeld

    Gehalt von ihm, dürfte die nächsten Jahre weiter anwachsen. Kindergeld dürfte sich in den nächsten Jahren auch nochmal verdoppeln ;-)

    Eigenkapital:
    50.000 EUR, keine laufenden Kredite.

    Für unser Haus rechnen wir mit guten 300.000 EUR (Einfamilienhaus um die 200 m², kleine Einliegerwohnung, das Übliche an Eigenleistung (Tapezieren, paar Böden verlegen). Mit Nebenkosten und etwas Puffer gehen wir von bis zu 370.000 EUR aus. Möbel haben wir noch recht neue, die nur punktuell aufgestockt werden müssten.

    Wir sind nun am überlegen, ob wir jetzt anfangen zu bauen, und eben 300.000 EUR Kredit aufnehmen, oder lieber noch 1-2 Jahre warten sollen um weiter Geld zu sparen. Die aktuellen Zinsen locken natürlich schon. Andererseits wohnen wir zur Zeit noch sehr günstig und unsere Wohnung ist absolut ausreichend.

    Finanzierung dachten wir an ein Förderprogramm Wohnen mit Kindern (50.000 EUR) sowie Energieeffizientes bauen (50.000 EUR Hauptwohnung, nochmal 50.000 EUR Einliegerwohnung?) und dazu über den Rest einen normalen Bankkredit auf 20 Jahre.

    Momentan bekommen wir 1.500 EUR auf die Seite. Miete beträgt 500 EUR.

    Wir würden einfach gerne ein paar neutrale Meinungen zu dem Thema hören.

    Grüße

    Johannes
     
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  3. Geodesy

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    Ich muss mich immer wieder wundern.

    Du bekommst mit 3.500 € Netto ein Fördergeld, mir mit weit aus weniger wurde gesagt ich verdiene zu viel. Das soll mal einer verstehen.

    So ist der Unterschied zwischen den Bundesländern und ich weiß auch warum NRW den Arsch nie hochkriegen wird.

    Soll aber kein Neid sein, fiel mir nur gerade so auf.

    Zur eigentlichen Frage kommen aber gleich die Finanzexperten.

    Good Luck!
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Wozu die Einliegerwohnung? Nutzung als Büro/Kanzlei angedacht? Oder für die Schwiegermutter?

    Wie hoch sind Eure Lebenshaltungskosten? Hast Du das schon einmal nachgerechnet?

    Mit den genannten Rahmenbedingungen würde ich das Projekt jetzt angehen und das aktuelle Zinsniveau nutzen. Die monatliche Rate wird sich irgendwo zwischen 1.200,- € und 1.500,- € bewegen, je nachdem wie hoch Ihr tilgen möchtet. Ich würde min. 2% anf. Tilgung ansetzen, evtl. auch 3%. Dazu SoTi mit min. 5% vereinbaren.

    d.h. es verbleiben min. 2.000,- € zzgl. Jahresbonus zzgl. Kindergeld für die Lebenshaltung. bei 3 Personen sollte das deutlich im grünen Bereich liegen, wobei ich natürlich Eure Ansprüche nicht kenne.

    Würde man 1 oder 2 weitere Jahre abwarten, dann könnte sich zwar das EK erhöhen, doch wie wird sich das auf die Zinskonditionen auswirken? Dann stünden anstatt 50T€ halt 65T€ oder von mir aus auch 80T€ zur Verfügung. Das wirkt sich beim Zinssatz irgendwo in der 2 Nachkommastelle aus (etwas überspitzt formuliert, ich weiß).
    Andererseits ist es fraglich, ob die Zinssätze in 2 Jahren nicht etwas höher liegen als heute, und somit der Schuß nach hinten losgeht.

    Nach meiner Meinung sprechen mehr Punkte für einen sofortigen Beginn als für weiteres Abwarten.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 egal1984, 29. Mai 2012
    egal1984

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    Also ich habe 3 Förderprogramme in Baden-Württemberg ausgemacht die passen könnten:

    Wohnen mit Kind. Da liegt die Einkommensgrenze bei 200.000 EUR!
    Energieeffizientes Bauen. Ohne Einkommensgrenze (mE auch richtig, wenn der Fokus auf Förderung von Energieeffizienz liegt)
    Landeswohnraumförderung. Da lag ich über der Einkommensgrenze.
     
  6. Der Da

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    Ist nicht abhängig vom gehalt. Das Förderprogramm mit Kindern schon. Dafür darfst du zusammen nicht mehr als 200 000 € verdienen, dann bekommst du das von der L-Bank zum Beispiel.

    Ob ihr jetzt, also innerhalb der nächsten 12 Monate baut, oder noch 2 Jahre wartet, kommt wahrscheinlich aufs gleiche raus. Ist aber nur Bauchgefühl. Wenn Ihr nen finanzierer fragt, der wird Euch sagen :"Jetzt sofort, ihr könnt gar nicht soviel sparen, wie Ihr Mehrkosten haben werdet in 2 Jahren". Naja so wurde es uns mehrfach um die Ohren gehauen. Uns war aber klar dass wir jetzt bauen wollten, aber diese Geplapper kam trotzdem.
     
  7. Der Da

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    Ahja, bei diesen Förderprogrammen musst du aber auf eines achten: Die Laufzeit ist da immer nur 10 Jahre. Wir haben auch einen 10 Jahre KFW Effizentzkredit, alles andere hätte sich nicht gelohnt. Wir haben 20 Jahre Zinsbindung auf die letzten 200 000. Das war uns wichtiger, als ein paar nachkommastellen im Zinsniveau. Denn nach 10 Jahren musst du entweder ablösen oder Folgefinanzieren, was dann teurer wird (oder billiger je nach Zinslage... aber wohl eher teurer :))
     
  8. #7 egal1984, 29. Mai 2012
    egal1984

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    Perspektivisch eventuell für Kinder. Der aktuelle Gedanke tendiert in Richtung Wellness. Also Sauna, Whirlpool, Fitnessgeräte.

    Also gerechnet sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als tatsächlich ;-)
    Ohne Miete etwa 2.000 EUR im vergangenen Jahr (allerdings überdurchschnittlich viele Anschaffungen in diesem Jahr, da erst Berufseinstieg (gibts doch ein paar Verlockungen mehr, wenn das Geld relativ gut fließt) + Hochzeit)


    Bis 1.500 EUR würden wir ohne Bauchschmerzen mitgehen. Mehr eher nicht. Dann durchaus lieber mit Sondertilgungen.
    Wobei in dem Preisrahmen oben Außenanlagen und Garagen noch nicht wirklich eingerechnet sind. Die sollen kommen, wenn das Geld dafür da ist. Ansonsten wollen wir auch lieber die Option auf Sondertilgungen, wobei es sich bei ansteigendem Zinsniveau bei den Förderkrediten eventuell kaum rechnen dürfte. Aber der Bankkredit soll schnellstens weg.

    Sicherheitspuffer ist übrigens noch eine kleine Lebensversicherung von Ihr. Diese wird in etwa 20 Jahren um die 60.000 Euro bringen. Aber das will ich lieber nicht einrechnen. In 20 Jahren sind sicherlich ganz andere Sachen fällig. Reparaturen werden ja auch mal kommen.

    Das ist die Befürchtung.
    Andererseits stellt sich auch die Frage, ob nicht die Erwartungshaltungen an ein Haus sich mit der Zeit verändern. Was wenn Sie morgen mit Vierlingen schwanger ist, etc. ;-)
    Aber mit dem Argument kann man jede Entscheidung ewig hinausschieben.

    Nach meiner Meinung sprechen mehr Punkte für einen sofortigen Beginn als für weiteres Abwarten.

    Gruß
    Ralf[/QUOTE]
     
  9. ktown

    ktown

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    Lohnen derzeit überhaupt die kfw-Kredite. Wenn man nicht unbedingt auf die Tilgungsfreie zeit braucht, bekommt man bei den Banken heute deutlich bessere Konditionen.
    Was man auch beachten muß, dass Banken meißtens die Lebenshaltungskosten deutlich höher ansetzen als sie real wirklich sind. Da gehen die auch nicht von ab.

    Trotzdem erachte ich den Backround als vollkommen risikolos.
     
  10. #9 egal1984, 29. Mai 2012
    egal1984

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    Das ist sicherlich ein Punkt. So wie es aber aussieht, dürfte dieser uns im Worst-case auch in 10 Jahren nicht das Genick brechen. Andererseits ist es überwiegend wahrscheinlich, dass in 10 Jahren mein Einkommen nochmals deutlich angestiegen sein wird. Beispiel: für die nächste Gehaltsrunde ist ein Plus von mindestens 10 % schonmal im Gespräch. Allein diese 10% sorgen schon für ein gewisses Polster in der Angelegenheit.
     
  11. R.B.

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    Die Nutzung wird sich definitiv ändern, und Eure Ansprüche auch. Das universelle Haus, das zu jeder Lebensphase passt, gibt es nicht. Man kann nur versuchen ein Haus zu bauen, das jederzeit einen erträglichen bzw. akzeptablen Kompromiss darstellt. Deswegen hatte ich auch wegen der Einliegerwohnung gefragt. Die kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein, aber vielleicht ist es auch nur unnütze Fläche die Geld kostet.

    Die Wohnfläche ist halt so ein Thema. Junge Familie, kleine Kinder, das Haus kann nicht groß genug sein. Irgendwann kommt aber die Zeit, da ist jeder m2 den man zusätzlich putzen und unterhalten muss schlichtweg zuviel.

    Aber das sind Dinge die muss man mit seinem Architekten besprechen. Hier geht es ja um die Finanzierung, und da sehe ich kein Problem.

    Gruß
    Ralf
     
  12. egal1984

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    Genau. Die Planung mit dem Architekten dürfte wohl der wesentlich komplexere Teil werden. Aber ich denke so muss es auch sein...
    ELW ist halt auch ein bisschen der Gedanke dabei: 1. Kind mal rein, 2. super Hobbyraum, 3. wenns Geld mal eng wird auch eine Option zu vermieten.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Und wenn das Kind mal in Hamburg oder München studiert und höchstens mal am Wochenende für ein paar Stündchen vorbei schaut?

    Hängt vom Hobby ab. Etwas viel Aufwand für eine Briefmarkensammlung :mega_lol:

    Da würde ich vorher das Haus verkaufen als eine ELW für ein paar Euro zu vermieten. Wenn´s mal Probleme gibt, dann reichen die paar Euro meist auch nicht.

    Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich habe auch jahrelang ein viel zu großes Haus unterhalten. Momentan ist es eher passend, und was in 10 oder xx Jahren sein wird, darüber kann ich nur spekulieren. Wenn ich aber mein Elternhaus betrachte, in dem mein Vater alleine wohnt, dann kann es gut sein, dass ich mein Haus irgendwann verkaufen werde....oder ich muss eine Putzkolonne engagieren, die die Hütte ständig auf Vordermann bringt.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Oliver82

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    Genau bei diesen Förderungen bin ich auch am überlegen...

    wenn man die beiden auf 30 Jahre laufzeit auslegt spart man sich innerhalb der Zinsbindung ~5000€im verlgeich zu einem normalen Bankkredit mit 20 Jahren Bindung... Die Frage ist eben wie es dann nach 10 jahren mit der Folgefinanzierung aussieht... da können die 5000€ schnell wieder aufgezehrt werden.

    Ein Vorteil ist natürlich die Nachrangige Eintragung was es teilweise ermöglicht mit wenig EK einen besseren Zinssatz für den Hauptkredit zu bekommen...

    Eine Überlegung war auch schon die monatliche Einsparung + Betrag x in einen kleinen Bausparer einzuzahlen der in 10 Jahren genutzt werden kann um die Förderkredite teilweise abzulösen...

    oder den Energieeffizient Bauen Kredit in 10 Jahren volltilgen und dafür den Hauptkredit in den ersten 10 Jahren nur mit 1% tilgen... aber den "günstigsten" Kredit verstärkt zu tilgen ist irgendwo auch nicht so ideal...
     
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  16. egal1984

    egal1984

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    Ich dachte dann auch eher daran, bei dem "teuren" Kredit in der Anfangszeit (erste 5 Jahre) Sondertilgungen vorzunehmen. Und in 5 Jahren sieht man ja schonmal wohin sich das Zinsniveau bewegt hat. Ist im Prinzip auch nicht mehr wie ein Blick in die Glaskugel. Aber ich denke es ist auch besser den großen Kredit möglichst klein zu halten. Das dürfte sich auf die Laufzeit gerechnet schon nochmal deutlicher auswirken.

    Jedenfalls Danke für die vieleln Antworten. Jetzt werden wir mal schauen, ob wir mit diesem Budget auch hinkommen. Über 1.500 EUR Rate will ich nicht kommen.
     
  17. Oliver82

    Oliver82

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    mit 1500€ Rate hinkommen sollte kein Thema sein.. die Frage ist eben bei welcher Tilgung ;)

    Ich nehme an du Planst so mit um die 2%?
     
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