Kabelbefestigung in Steigschacht

Diskutiere Kabelbefestigung in Steigschacht im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Wir haben in unserer DHH einen Steigschacht für Elektro, in dem sowohl Stromleitungen als auch Kommunikationsleitungen (Koax/Cat7) laufen werden....

  1. feelfree

    feelfree Gast

    Wir haben in unserer DHH einen Steigschacht für Elektro, in dem sowohl Stromleitungen als auch Kommunikationsleitungen (Koax/Cat7) laufen werden. Letztere verlege ich selbst. Der Steigschacht selbst wird später mit einer Trockenbauwand verschlossen. Platz ist massig da, denn da laufen auch noch Lüftungsleitungen.
    Der Eli hat die NYY Kabel zunächst im Bündel mit Montageband an die Wand "genagelt". Eigentlich war ausgemacht, dass er zwei Schellen"läufe" in passendem Abstand für 2 Kabelbündel montiert. Das hat er nun - nach meiner Nachfrage - für die Stromkabel auch gemacht - mit sehr zweifelhaftem Erfolg. Die "Kabelschelle" ist nämlich nur eine grobe Kabelführung mit keinerlei Möglichkeit, die Kabel auch zu fixieren. Deshalb die Frage: Wie macht man's richtig?

    Zweite Frage: Würdet ihr die Koax und CAT7 Leitungen im Steigschacht im Rohr verlegen oder nicht? Auf der Rohdecke werde ich Sie mit flexiblem Panzerrohr schützen. Kann man dieses an ein starres Schutzrohr anbinden, so dass im Ernstfall auch ein komplett neues/anderes Kabel eingezogen werden könnte, ohne den Steigschacht öffnen zu müssen?
     
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  3. karo1170

    karo1170

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    Da gibt es einige Möglichkeiten. Kabelleiter (Steigetrasse) z.B., oder C-Schiene und Bügelschelle.
    Die Kabelschelle ist vermutlich ein Sammelhalter?

    Nein. Ich würde am oberen und unteren Ende des Steigeschachtes eine Revi-Öffnung vorsehen.
     
  4. feelfree

    feelfree Gast

    Danke, Kabelleiter war das richtige Stichwort. C-Schiene ist auch noch klar, aber bei Bügelschelle bekomme ich in der Google-Bildersuche nicht so recht das, was ich mir da vorstelle.

    Ja, so ein riesiges rechteckiges Plastikdingens das man auch noch öffnen kann.

    Oben komm ich sowieso dran. Unten ist Wohnzimmer, da gefällt mir eine Klappe nicht wirklich. Aber wenn ich da in XX Jahren dran muss, kann ich das auch ohne Rev.-Öffnung aufmachen ;-)
     
  5. Dieter70

    Dieter70

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    Kommunikationsleitungen gehören auswechselbar verlegt. Am einfachsten, indem man sie verrohrt.
     
  6. nolu13

    nolu13

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    Was spricht dagegen, Leitungen;Kabel mit Lochband in senkrechter Lage mit Lochband zu befestigen?
    Ich vermute er hat Sammelhalterungen montiert,wie karo auch schon vermutet hat.
    Die sind für die Verlegung in horizontaler Lage geeignet.
    Vom Elektro-Chef:Hammerfußschelle in Fachkreisen genannt.
    Fachgerecht montiert mit Gegenwanne.:angel:
     
  7. Fassade

    Fassade

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    Na weil es nicht hält. Ohne den Druck der Schelle rutschen dir die Kabel wieder runter also hast du keine Zugentlastung.

    Das ist richtig aber praktisch kaum realisierbar im EFH. Über 2 Etagen und dann in die Räume funktioniert das nicht. Und Zugdosen will meistens keiner...
     
  8. karo1170

    karo1170

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  9. feelfree

    feelfree Gast

    Die Kabel (NYY) *waren* mit Lochband befestigt, und es hat bombenfest gehalten. Nun sind aber solche Sammelhalter montiert, die rein gar nix halten -> Muss wieder weg.
     
  10. fuchsi

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    Wennst schon mal ein Antennenkabel vom Flachdach 10 Stockwerke an der Hausmauer einfach runterhängend gesehen hast, denkst wegen 2-3 Meter Kommunikationsleitungen ohne Zugentlastung nicht mehr großartig nach. Oben war sie an der Antenne befestigt, die schon mehr schräg als gerade stand (aber noch immer Signal empfing), unten einfach durchs Fenster in die Wohnung.

    Gesehen in unserer Dienstwohnung in Moskau......
     
  11. ralf9000

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    Im Installationsrohr im Schacht hängt das Rohr ja frei nach unten. Ergibt sich nicht aus DIN VDE 0298 Teil 3 "die Zugbelastung darf 50 N/mm² für feste Installationen nicht überschreiten" nicht die maximal erlaubte Länge?

    Für 3x1,5 wären das 225 N. Das heißt ein Gewicht von ca. 23kg darf oben dranhängen. NYM-J 3x1,5 wiegt NYM-J 3x1,5 wiegt 0,135 kg/m, das wären dann 170m! Selbst wenn man den Wert von 15 N/mm² aus DIN VDE 0298 Teil 3 für bewegliche Kabel nimmt, ist man immer noch bei 51m. Also ist man doch im EFH meist auf der sicheren Seite, oder?

    Für Netzwerkkabel sind die zulässigen Zugbelastungen in den Datenblättern der Hersteller festgelegt und reichen meines (Industriewissens) für Cu-Kabel von 180 bis 400 N und bei Lichtwellenleiterkabel von 100 bis 500 N je nach Typ.
     
  12. Julius

    Julius

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    Das Problem ist doch nicht die reine Zugkraft auf dem geraden Abschnitt. Sondern deren schadloses Einleiten am oberen Ende. Dort hapert es zumeist (und dort treten dann die Schäden auf)!
    Außerdem dürfen Leitungen mit ein- oder mehrdrähtigen Adern sowieso nicht über solche Strecken unbefestigt verlegt werden.
     
  13. ralf9000

    ralf9000

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    Richtig, aber da kann man die Durchbrüche in den Betondecken für auslegen (gute Plannung erforderlich!) und Rundungen mit gutem Radius dort in der Schalung dort vorsehen, wo die Kabel/Installationsrohre später auf den Rohbetonboden auslaufen sollen. Das wurde bei uns zumindest so gemacht.
     
  14. karo1170

    karo1170

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    Alles rechnerisch schoen und gut. Warum man aber ein frei im Steigeschacht haengendes Koax oder Cat-Kabel noch in ein Rohr einziehen soll, erschliesst sich mir immer noch nicht so recht.
     
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  16. ralf9000

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    Vielleicht weil man Ende-zu-Ende das Kabel mal austauschen möchte und der Schacht wegen baulichen Gegebenheiten oben und/oder unten keine Revisionsöffnung hat und damit nicht mehr zugänglich ist. Ausserdem hängen die Installationsrohre in den meisten Schächten, die ich kenne, nicht gerade frei, sondern dichtgedrängt.
     
  17. Dieter70

    Dieter70

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    Ich weis ja nicht warum das immer so ein Problem für viele ist:
    Bei richtiger Planung lassen sich solche Leitungen immer verohrt ausführen.
    Wird das Rohr in vernünftigen Radien verlegt, lassen sich dort problemlos Leitungen einziehen und auch austauschen.
    Eine senkrechte Strecke von einer Geschoßhöhe ist dabei kein Problem, und auch über 2 Geschoßhöhen würde ich mir keine sorgen machen. Schliesslich ist die Leitung unten auch befestigt bzw. steht auf dem unteren Bogen auf.
    Bei unseren Installationen werden die Leitungen in der regel erst nach Verputz und Estrich eingezogen.

    Und warum auch im Schacht verohrt werden sollte?
    Ich hab noch keinen Installationschacht im Wohnungsbau gesehen, welcher später problemlos über die ganze Länge geöffnet werden kann.
    Und wer jetzt von einer Reviöffnung pro Geschoß spricht, hält sich beim orakeln über unsachgemäße befestigung besser zurück.
     
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