Kabelverlegung in stillgelegtem Kamin

Diskutiere Kabelverlegung in stillgelegtem Kamin im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, nachdem ich im Zuge der teilweisen Sanierung meines Gebäudes schon zu diversen Themen hier stiller Mitleser war, muss ich mich zur weiteren...

  1. #1 Lekoglo, 10.02.2022
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    Hallo, nachdem ich im Zuge der teilweisen Sanierung meines Gebäudes schon zu diversen Themen hier stiller Mitleser war, muss ich mich zur weiteren Klärung der Angelegenheit "Stromkabel" doch aktiv an euch wenden, da mich die Sache umtreibt und ich den aktuellen Zustand nicht guten Gewissens ohne weitere (Fach-)Meinungen hinnehmen kann.

    Vorgeschichte und Rahmenbedingungen:
    Haus aus den späten 50ern gekauft, Elektriker-Betrieb offiziell mit der Sanierung der Elektroinstallation beauftragt. Gebäude hat 2 Kamine, 1 außer Betrieb, dieser sollte als Zugschacht genutzt werden (mein Vorschlag an den Elektriker). Panzerschrank auf dem Dachboden, Verteilung im Keller, dazwischen 1. OG und EG, Deckenhöhe etwa 2,50m (also rund 8m von Einführung Kabel bis Ausführung). Bei der Ausführung der eigentlichen Arbeiten wurde ich weder groß gefragt noch habe ich explizit irgendeine bestimmte Art der Verlegung oder der zu nutzenden Kabel vorgeschlagen - ich bin kompletter Laie und habe mich auf die Expertise des Meisterbetriebes verlassen.
    Decken wurden mit Gipskarton abgehangen, Stromkabel wurden im Kamin in die einzelnen Stockwerke gebracht, Kamin jeweils unter der Decke aufgebrochen, Kabel rausgeholt und in den einzelnen Stockwerken die Kabel verteilt.

    Mit dem Elektriker gab es schon einige Unstimmigkeiten (keine winddichten Dosen verbaut obwohl auf Angebot, erst nach vehementer Nachfrage mit Einsätzen "nachgebessert" (weil an der unverputzten, nur mit dünner Dämmung und Kunstschiefer verkleideten Außenwand aus sämtlichen Dosen ein starker Luftzug wehte)). Beim Setzen neuer Steckdosen ein Regenabflussrohr angebohrt, angeblich nicht gemerkt, die Dosen reingepappt und ich habe mich 2 Monate später beim ersten Starkregen gewundert, wieso Wasser aus der Steckdose kommt - um nur mal die krassesten Dinger zu nennen. Generell kein gutes Gefühl, man wird nicht ernst genommen, keine Kommunikation "auf Augenhöhe", deswegen meine Fragen hier zuerst und nicht direkt an ihn (da ich die Antworten kenne: muss man nicht; ist nicht schlimm; nö, das macht man nie so etc.). Möglichkeit eines Bauleiters zu spät bedacht und mit Gutachter in anderer Angelegenheit auch schlechte Erfahrungen gemacht, der käme dann ins Spiel, wenn der Tenor hier entsprechend ist und ich aktiv werden muss.

    Sachlage / Fragen:
    Die Ausführungen in den einzelnen Stockwerken wurden teilweise nicht wieder verschlossen, weder vom Elektriker, noch vom Innenausbauer. Sie liegen teilweise offen unter der jetzt verspachtelten, gestrichenen Gipskartondecke. Ist das problematisch?

    Der Kamin ist aktuell oben noch offen. Wie sollte er verschlossen werden? Ich hörte luftdicht sei aufgrund etwaiger Feuchtigkeit im Schacht keine gute Lösung, es soll nun ein Orkan-Aufsatz (Abdeckung aus Beton mit Stahldeckel) aufgesetzt werden.

    Hauptpunkt der mich umtreibt: Die Kabel wurden quasi in den Schacht "geworfen". Es wurden unter Garantie Standard-Kabel ohne Stahlseil-Anteil verwendet, sie wurden nicht befestigt, weder an der Innenwand noch an einem Seil etc. Dass dies keine DIN-konforme Verlegung ist, weiß ich mittlerweile. Wie wahrscheinlich / realistisch ist eine Beschädigung der Kabel? Sprich: Muss ich mir die Mühe machen mich mit der Firma auseinander zu setzen oder kann das praktisch so bleiben, wenn es auch von der Theorie her haarsträubend ist? Dazu anbei einige Fotos.
    Ich weiß welche Rechten und Pflichten ich bzw. der Elektriker haben, aber ich bin einfach müde. Es gab so viel Ärger mit Handwerkern, es ist nun kurz vor dem vorläufigen Abschluss, ich will einen "unnötigen" Kampf einfach vermeiden - weil ich weiß, was das bei diesem Betrieb bedeuten wird.

    Danke vorab und viele Grüße :28:
     

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  2. #2 Maape838, 10.02.2022
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    Also das mindeste aus meiner Sicht ist eine Befestigung alle 1,50m.
    Das kommt darauf an wie es an den Ausführungen abgefangen ist. Wenn es über eine Steinkante liegt oder auf ner Spitze ist es blöd. Da kann man dir nix raten ausser das es nicht richtig ist.
    Aber deine Wohnung ist nun fertig?!
    Hättest du da nicht früher reagieren können?
    Auch mit den Löchern verschliessen. Das ist total blöd.
    Warum kommste jetzt erst darauf?
     
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  3. #3 Fred Astair, 10.02.2022
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    Wieviele Wohnungen hat das Haus und wieviele hängen an diesem zum Versorgungsschacht umgewidmeten Schornstein?
     
  4. #4 Lekoglo, 10.02.2022
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    Danke für die Rückmeldung, ich werde mir das oben nochmal genau anschauen und ggf. abpolstern, dass wäre ja noch relativ leicht machbar.
    Natürlich hätte ich darauf eher reagieren können.
    Aber wenn einem alle Handwerker immer wieder versichern: 'Das ist so richtig, das passt so, das ist nicht schlimm, da passiert nichts', dann stelle ich mich nicht bei jedem Arbeitsschritt hintendran und hinterfrage die Sachen 10 mal.
    Ich komme jetzt nicht erst drauf, sondern wieder. Ich habe mich immer wieder mal damit auseinander gesetzt und dann die Auseinandersetzung wieder sein gelassen, weil man zu jedem Punkt im Netz 1000 Meinungen findet und die Handwerker, wie gesagt, stets von der Korrektheit ihrer Arbeiten gesprochen haben. Für mich als Laie war das aber nie wirklich zufriedenstellend bzw. endgültig beruhigend, meine Gedanken darüber sind durch diese Beteuerungen nie ganz verschwunden, waren aber zumindest zeitweise so abgeschwächt, dass ich nicht weiter nachgegangen bin. Das hätte ja in einem Baustopp bzw. Rückbau resultiert plus Ärger mit den betroffenen Gewerken, inkl. entsprechendem Zeitverlust. Wenn ich dann zum 10. Mal erzählt bekomme, ich solle mir keine Gedanken machen, das passe schon alles, dann glaubt man das irgendwann ein bisschen, weil man es glauben will.
    Jetzt im Nachhinein bin ich schlauer, da wäre ein Bauleiter sicher nicht verkehrt gewesen. Aber auch dahingehend hört man ja nicht immer nur Gutes.
    Als Laie ist man einfach angesch***en, egal wie man es macht und im Nachhinein weiß man immer, was man besser hätte tun sollen (in dem Fall eben einen Bauleiter engagieren).
    Es wäre jetzt halt eben der letzte Moment doch noch einmal die großen Kanonen zu benutzen (Nacharbeiten, Gutachter etc.), weil noch keine Rechnung bezahlt ist (zumindest beim Elektriker). Danach wäre dann endgültig alles zu spät.
     
  5. #5 Lekoglo, 10.02.2022
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    Es ist ein Einfamilienhaus mit 2 Etagen (EG und 1. OG). Es verläuft das Kabel vom Hausanschlusskasten vom Dachboden, Kopfhöhe, durch 1. OG, EG bis in den Keller, wieder Kopfhöhe, geht dort auf einer Schiene bis zum Schaltschrank.
    Vom Keller verlaufen die die jeweiligen Stockwerke (EG und 1. OG) versorgenden Kabel nach oben in das jeweilige Stockwerk, werden aus dem Schacht herausgeführt und in den Räumen verteilt.
     
  6. #6 Fred Astair, 10.02.2022
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    EFH: Dann bestehen zumindest keine Brandschutzanforderungen an die Durchdringungen der Schornsteinwangen zur Kabelausfädelung.
    Ordentlich verschlossen sollten die Durchbrüche trotzdem werden. Alte Schornsteine können verdammt stinken.
    Die vermutlich fehlenden Befestigungen im Schornstein sind sicher rügenswert aber werden bei der geringen Bauhöhe kaum zu Schäden führen.
     
  7. #7 Maape838, 10.02.2022
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    Ja das versteh ich. Das betrifft das fachliche. Aber das schliessen der Löcher.... das weiss man doch das
    Machste die Dunstabzugshaube an und ziehst dir den Mief durch irgend eine Ritze da rein. Da solltest du noch was machen. Den Zug oben und unten abdichten meine Meinung.
     
  8. #8 Maape838, 10.02.2022
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    Ps die Steigeleitung da 8m baumeln zu lassen...
    Vielleich kann man noch mittig im Zug 2 Steine rausnehmen und nen Befestigungspunkt setzen im 1. OG um den "Einführungsknick" zu entlasten. Oder is schon Farbe dran?
     
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