Kalkputz vs. Kalkleichtputz

Diskutiere Kalkputz vs. Kalkleichtputz im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, dass das Thema Kalkputz so komplex sein kann, hätte ich nicht erwartet. Unser Neubau aus Kalksandstein (mit großen Formaten 498 mm x 498...

  1. JanSN

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    Hallo,

    dass das Thema Kalkputz so komplex sein kann, hätte ich nicht erwartet.

    Unser Neubau aus Kalksandstein (mit großen Formaten 498 mm x 498 mm) gebaut, soll innen einen Kalkputz erhalten. Gewünscht war von uns ein relativ natürlicher Putz. Nun ist es so, dass unser Rohbauer mit der Firma Baumit zusammenarbeitet. Er würde gerne einen Kalk-Leichtputz verwenden, da der RK38 wohl recht schnell reißen soll, und der KP37 von der Oberfläche her sehr weich sein soll. Jetzt kann ich mich mit einem Leichtputz, aufgrund der doch größeren Menge an Zusatzstoffen, nicht so recht anfreunden.

    Hat jemand Erfahrungen in der Praxis mit dem RK38 und dem KP37 von Baumit?
     
  2. #2 Tilo, 02.07.2023
    Zuletzt bearbeitet: 02.07.2023
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    Hallo Jan
    Beiliegend mal beide Datenblätter.
    Was hattest du bestellt bzw. was ist dir wichtig ?
    Der 38 iger ist weicher, dadurch für Fliesenbeläge ungünstiger, aber vermutlich weniger Risse ....
     

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  3. JanSN

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    Danke für die Datenblätter!

    Mir war es wichtig einen Kalkputz zu verwenden. Einen Putz, mit dem schon Generation groß geworden sind und dem man damit vertrauen kann.
    Gut verarbeitbar sollte er natürlich auch sein, damit den auch jemand verarbeitet.

    Da da jetzt ein RK 38 von der Oberfläche viel zu weich sein soll, so dass man ihn mit der Hand fast abreiben kann und ein KP 37 hinterher Risse hätte, stellt eine vor neue Fragen.

    Der Verarbeiter würde gern den Baumit KlimaLeicht verwenden. Der wäre nicht so weich von der Oberfläche und neigt weniger zu Rissen. Der ist mir aber nicht ganz geheuer...
     
  4. #4 Tikonteroga, 02.07.2023
    Zuletzt bearbeitet: 02.07.2023
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    Hallo,

    nach meinem Verständnis ist ein reiner Kalkputz weicher als ein Kalk-Zement-Putz. Der KP37 und der KlimaLeicht enthalten auch Zement. Ich weiß nicht genau was du willst. Oft wird darauf geachtet, dass im Kalkputz kein Zementanteil und möglichst keine andere Zusatzstoffe enthalten sind, damit die positiven Eigenschaften des Kalkputz nicht verlorden gehen. Dann ist der Putz aber sehr schwer zu verarbeiten (Mischen und Auftragen) und es muss einiges beachtet werden wie z. B. Körnung der Sandkörner, Schichtdicke ist abhängig von der Körnung, Vornässen vom Untergrund, Putz muss nach dem Auftragen bewässert werden, ... Es ist schwierig jemanden zu finden, der dir das macht, weil es sehr aufwändig ist und ein hohes Risiko besteht, dass es schief geht wie z. B. Rissbildung, Putz haftet nicht richtig an der Wand, ...

    Quellen:
     
  5. #5 Fabian Weber, 02.07.2023
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    Der Rohbauer kann es einfach nicht und will darum den anderen Putz. Alles andere ist Geschwafel.

    Ich würde auf den Kalkputz bestehen.
     
  6. JanSN

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    Das wäre dann der RK 38?
     
  7. Tilo

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    Hallo
    Baumit schreibt:
    Kalkputz Klima RK 38 ist aufgrund seiner Festigkeit von kleiner 2,0 N/mm² nicht für die Verlegung von Fliesen und Platten geeignet.
     
  8. JanSN

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    Welcher Kalkputz von Baumit wäre das für Dich? Nur der RK38 oder auch der KP37? Oder würdest Du zu einem anderen Hersteller tendieren?
     
  9. JanSN

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    Also jetzt ist wohl auch der KP37 Mist. Die Verarbeitung wäre sehr kompliziert da unser Untergrund sehr saugend ist. Außerdem ist die Körnung sehr klein.

    Es wird jetzt wohl auf einen klassischen Kalk-Zementputz übergegangen. Baumit KZP 65. Ganz zufrieden bin ich mit der Lösung nicht.
     
  10. #10 Fabian Weber, 11.07.2023
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    Was steht denn eigentlich im Vertrag? Wenn da Kalkputz drinsteht, dann würde ich da auch drauf bestehen.

    Das wäre dann halt der RK 38.

    Wenn da jetzt stattdessen nur ein schnöder Kalkzementputz draufkommt, dann soll er aber die notwendige Kalkglätte wenigstens für umme da draufpacken. Weil ohne Spachtelung kann der ja nicht bleiben.
     
  11. #11 Gast 85175, 12.07.2023
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    RK 39…
     
  12. #12 Tikonteroga, 12.07.2023
    Zuletzt bearbeitet: 13.07.2023
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    ... weil er eine Korngröße von bis zu 3 mm hat?
     
  13. #13 Gast 85175, 13.07.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast


    ... weil er eine Korngröße von bis zu 3 mm hat?[/QUOTE]

    Nö, weil der Bauunternehmer den TE veräppelt und so tut als ginge da nur sein Kalkzement den er halt gerne hätte, was halt nicht stimmt. Ein grober Kalkunterputz verursacht zwar Mehraufwand bei der Schlußbeschichtung/Oberputz, aber es geht halt doch.

    Im Übrigen frage ich mich ja immer was in den Bauverträgen steht, es ist mir ein Rätsel wie man sich über sowas lange nach Baubeginn und kurz vor der Ausführung Gedanken machen kann…
     
  14. #14 Tikonteroga, 13.07.2023
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    Ich wollte dich damit eigentlich fragen, ob du den RK 39 vorgeschlagen hast, weil dieser laut Datenblatt eine Korngröße von bis zu 3 mm hat. Es heißt ja oft bei Kalkputz, dass man die Schichtstärke in Abhängigkeit von der Korngröße nicht zu dick machen sollte. Und die 3 mm wären dann für eine Mindestschichtdicke von 10 mm möglicherweise besser geeignet, als die anderen Putze die im Gespräch waren und soweit ich mich erinnere kleiner Korngrößen hatten.
     
  15. Oehmi

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    Liest sich so, als hätte der Unternehmer sich drauf eingelassen einen reinen Kalkputz in den Vertrag aufzunehmen, ohne sich vorher damit zu befassen, wie er den ans KS-Mauerwerk kriegt, so dass er da auch bleibt.

    Dann dauert es ja auch noch ewig, bis ein reiner Kalkputz durchgetrocknet ist. Das wirft alle Termine durcheinander.
     
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