Kanaldichtigkeitsprüfung

Diskutiere Kanaldichtigkeitsprüfung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe von meinem Handwerker/Tiefbauer bei den Kanalanschlussarbeiten für einen Neubau den Hinweis erhalten, dass eine...

  1. patmanu

    patmanu

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    Hallo,

    ich habe von meinem Handwerker/Tiefbauer bei den Kanalanschlussarbeiten für einen Neubau den Hinweis erhalten, dass eine Kanaldichtigkeitsprüfung durchgeführt werden muss.

    Nachdem nun alle Arbeiten abgeschlossen wurden, möchte ich die Prüfung in Auftrag geben.

    Das Tiefbauunternehmen hat nach Aussage des Geschäftsführers auch zwischenzeitlich die Erlaubnis für die Durchführung der Prüfung erworben und bietet diese mir an.

    Allerdings müssen neben dem Kanalanschluss auch die Leitungen unter und im Haus kontrolliert werden. Da wir im EG ein Gäste WC haben und Druck in den Leitungen aufgebaut wird, muss die Abwasserleitungen/WC dicht gemacht werden.

    Hat jemand einen Vorschlag, wie dies gemacht werden kann ohne das WC abzubauen? Wird die Dichtigkeitsprüfung grundsätzlich im Rohbauzustand durchgeführt (keine Endmontage der Sanitärobjekte)?

    Für Antworten vorab vielen Dank.

    Gruß
    patmanu
     
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  3. #2 maxplacid, 29. April 2010
    maxplacid

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    Ich hab zwar keine Ahnung ob die Prüfung normalerweise nur im Rohbauzustand stattfindet aber es gibt Blasen mit denen man normalerweise Leitungen vorübergehend abschließt. Ist nichts anderes als ein "Luftballon", der in das Rohr, in deinem Fall ins WC, eingeführt wird und mit Druckluft befüllt wird.

    Grüße
    Max
     
  4. Julius

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    Und es empfiehlt sich schon grundsätzlich, die Prüfung VOR der Endmontage zu machen.
    Willst Du denn alles wieder aufreißen, nur weil z.B. eine Dichtung sich verschoben hat...?
     
  5. patmanu

    patmanu

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    Hallo Max,

    das hat mir der Unternehmer auch so mitgeteilt. Die Abwasserleitung in der Küche ist derzeit noch frei zugängig, damit kein Problem abzudichten. Ob allerdings diese Dichtung das wandhängende WC dicht machen wird, kann ich nicht beurteilen. Der ausführende Unternehmer klang gestern am Telefon ebenfalls sehr unsicher.

    Die Frage, die sich mir hierbei stellt, hätte der Tiefbauer nach Abschluss der Kanalanschlussarbeiten und Hinweis auf diese Prüfung einen zweiten Hinweis auf die möglichst schnelle Ausführung (vor Abschlussarbeiten im Haus) geben können/sollen/müssen.

    Ja ich weiß jetzt werden wieder die Hinweise auf den unwissenden Bauherrn, der seine Verantwortung auf die Handwerker abwälzt, einsetzen. Aber ein Tipp zum richtigen Zeitpunkt aus der Praxis kann den Bauherrn manchmal vor teuren oder/und aufwendigen Nacharbeiten schützen. Solche Handwerker empfiehlt man gerne weiter.....

    Gruß
    patmanu
     
  6. patmanu

    patmanu

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    eigentlich nicht, daher bin ich nach dem gestrigen Telefonat alles andere als begeistert. Ich hoffe, dass es sich ohnen größeren Aufwand noch erledigen lässt.

    Gruß
    patmanu
     
  7. #6 saarplaner, 29. April 2010
    saarplaner

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    Was sagt...

    ... dein Bauleiter dazu?

    In manchen Gebieten ist es Pflicht, eine Dichtheitsprüfung vor Anschluß an den öffentlichen Kanal vorzulegen!

    Das kommt aber (soweit ich weiß) auf den Leitungsträger an.

    Rein aus Vernunftsgründen empfiehlt sich, bevor man die Rohre verbuddelt ne Prüfung zu machen. Wenn jetzt was undicht ist, kostet das richtig Geld:
    - Leckagesuche
    - Abdichtungsversuche
    - erneute Dichtheitsprüfung
    - Leckagesuche :yikes
    - weitere Abdichtungsersuche
    - ...
    - ...

    Desweiteren ist so ne Ausbesserung immer ein Punkt, wo sich dank Unebenheit immer mal was festsetzt was zur Verstopfung des Abschnittes führen kann.

    Grüße aus dem Saarland!
     
  8. ISYBAU

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    Es besteht in Deutschland nach den Regeln der Technik, und nicht nur hier, die Pflicht, neue Abwasserleitungen auf Dichtheit zu prüfen und mit TV-Kamera untersuchen zu lassen. Im Teil C der VOB ist es sogar vertraglich vorgegeben.

    Der Bauunternehmer muss nicht darauf hinweisen, das ist Sache des bauleitenden Architekten (des Bauherrn).

    Grundleitungen unter der Bodenplatte sind allerdings grndsätzlich zu vermeiden.

    Nach der Endmontage wird die Luftdruckprüfung aufwendiger. Mit den verfügbaren Techniken (Luftüber-/unterdruck, Wasser, laterale Systeme) kann aber meist vollständig geprüft werden. Es wird halt im Nachhinein teurer.

    Von einer eventuellen Schadensbehebung ganz zu schweigen. Aber so wie es aussieht, prüft der Bauunternehmer ja seine eigene Leistung.
     
  9. joegeh

    joegeh

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    Mal davon abgesehen das man solche Prüfungen vor der Endmontage macht... ist es doch nur eine Kleinigkeit das WC zu demontieren :shades
     
  10. Wieland

    Wieland Gast

     
  11. fmw6502

    fmw6502

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    nur für Wieland

    :offtopic:
    Vermurkste full quotes sind Dein völlig unnötiges Markenzeichen hier im Forum. Laß es bitte sein!
     
  12. Wieland

    Wieland Gast

    Ok. bin völlig deiner Meinung. Das gilt auch füe euch.


    Grüsse
     
  13. #12 meisterLars, 29. April 2010
    meisterLars

    meisterLars

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    Ich mach dann mal den Erklärbär, bin gerade dabei, mich bei Herrn Isybau zur fachkundigen Person nach §61a LWG NRW (=Kanaldichtheitsprüfung) fortzubilden... :winken:winken:winken

    Schema Isybau:
    Grundleitungen unter der Bopla sind möglichst zu vermeiden. Statt dessen die von oben kommenden Leitungen unter der Kellerdecke abfangen und durch die Wand nach draußen zum Revisionsschacht leiten. Im Keller dann für Gäste-WC, Waschmaschine, Handwaschbecken etc ein kleines Pumpwerk installieren.
    Hat den Vorteil, dass
    a) für die Dichtigkeitsprüfung nur noch wenig Leitungslänge und im Idealfall nur noch ein Leitungsstrang ohne Abzweige geprüft werden muß und
    b) die teilweise recht kostenintensive Sanierung (die wird irgendwann kommen, und wenns erst in 50 Jahren ist...) im häufig weit verzweigten Leitungsnetz unter der Bopla entfällt.
     
  14. Wieland

    Wieland Gast

    Meister Lars.

    Danke.
     
  15. ThomasMD

    ThomasMD

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    Hattest Du uns gestern abend nicht etwas versprochen?
     
  16. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Einwurf:

    und was machste mit:

    1.) Haus ohne Keller ?
    2.) Keller mit Wellnessräumen vom Whirlpool bis zum WC ?

    irgendwie finde ich solch Zitate von einem Maurermeister
    schon awengerl erbärmlich.

    ergo:

    Grundleitungen unter der Bodenplatte sind kein Problem
    "WENN" man damit umgehn kann (!)
     
  17. gast3

    gast3 Gast

    menno - ich glaub es nicht

    :mauer:mauer

    versprochen ist versprochen

    und: NOCH EINMAL: kapier endlich die Zitierfunktion - kann jeder Schmied

    aber so:
    Qualität und Form in vollendeter Kombination :mega_lol:
     
  18. #17 Manfred Abt, 30. April 2010
    Manfred Abt

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    also:
    1. aus den anderen Beiträgen der TE kann man ahnen, dass es um ein Fertighaus mit Bodenplatte ohne Keller geht
    2. dann wirds auch Grundleitungen unter der Bodenplatte geben müssen
    3. Grundleitungen unter der Bodenplatte eines Kellers sind dagegen zu vermeiden, und wer sich unbedingt so Wellnesskram in den Keller stellen muss, der sollte im eigenen Sinne dafür sorgen, dass die Leitungen unter der Bodenplatte revisionier- und sanierbar sind
    4. Die Beiträge vom Maurermeister Wieland nerven viele, auch mich, und zwar sowohl vom Inhalt als auch von der Technik (Umgang mit Zitaten, fehlende Buchstaben auf der Tastatur?)
    5. Insofern verstehe ich die Enttäuschung von ThomasMD
    6. Aber hier lag die Aussage von Wieland inhaltlich ziemlich nah bei der von Josef, war nur wegen dem vermurksten Zitat nicht erkennbar
    7. Und die Aussage von Robert (:winken Josef), dass Grundleitungen unter Bodenplatten zu vermeiden sind unterstütze ich voll und ganz, nur geht das eben nicht bei Häusern ohne Keller, und das war nur aus diesem Beitrag allein für Robert erstmal nicht erkennbar.
    8. Und wichtig ist auch, was Robert in seinem letzten Satz angedeutet hat: Fremdüberwachung ist ergebnisoffener als Eigenüberwachung
     
  19. Wieland

    Wieland Gast

    Danke Manfred für die Richtigstellung.

    Hatte absolute Probleme mit dem Zitierbottom.


    Grüsse
     
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  21. patmanu

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    Hallo,

    danke für die Richtigstellung und Hinweise. Wie korrekt vermutet, handelt es sich hier um ein Fertighaus mit BPL. Wie schon in einer Antwort auf meine Frage korrekt festgestellt, kontrolliert sich der ausführende Unternehmer für den Kanalanschluss selber (macht das Sinn?!). Das er die Rohre/Leitungen in der BPL noch kontrollieren muss, kann ich noch nachvollziehen, aber der Rest....hat er doch selber gemacht.

    Aber auf die Frage zurückzukommen:
    ich habe die Antworten hier so verstanden, dass trotz Endmontage des Hauses eine Kanaldichtigkeitsprüfung möglich ist halt mit mehr Aufwand. Kann man den das WC ohne Demontage auch so dicht bekommen?

    Danke und Gruß
    patmanu
     
  22. #20 Manfred Abt, 30. April 2010
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    waren wir unverständlich? Eigenkontrolle ist möglich, Fremdkontrolle ist besser. Oder, mit den Worten dieses Forums: Kontrolle nicht durch den wirtschaftlichen Feind.
    Verstehe ich inhaltlich nicht, um welchen Unternehmer gehts, welche Leistungen von ihm, welche von anderen?
     
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