Kaufentscheidung ST/PV

Diskutiere Kaufentscheidung ST/PV im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo "Bauexperten" Ich befinde mich in einer schwierigen Lage was Kaufentscheidung betrifft, hoffe hier ehrliche Meinungen zu hören was mein...

  1. #1 BaustellenMichl, 04.08.2022
    Zuletzt bearbeitet: 04.08.2022
    BaustellenMichl

    BaustellenMichl

    Dabei seit:
    04.08.2022
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo "Bauexperten"
    Ich befinde mich in einer schwierigen Lage was Kaufentscheidung betrifft, hoffe hier ehrliche Meinungen zu hören was mein Anliegen betrifft.
    Ich wohne in Bayern (Franken) in einem Haus was 2001 fertiggestellt wurde (wir haben das Haus 2018 gekauft und 2019 bezogen). Freistehendes EFH mit 5 Personen. Wohnfläche ca. 200m² wobei ich das Dachgeschoss gerade teilweise Ausbaue, kommen nochmal 50m² beheizte Wohnfläche und 50m² unbeheizte Nutzfläche dazu. Was Handwerker betrifft ist es bei mir in der Region wirklich eine Katastrophe.
    Stromverbrauch ~5000KWh/Jahr
    Ölverbrauch ~3000L/Jahr
    *edit* Heizung gemischt mit FBH und Heizkörpern. Zudem zwei Kachelöfen (im UG und EG)
    Ich habe jetzt Angebote (habe mit 10 Heizungsbauern telefoniert, die meisten haben keine Lust/Zeit sowas in den nächsten 6 Monaten durchzuführen) für eine ST Anlage mit Heizungsunterstützung ~10m² Flachkollektor und 800l Pufferspeicher. Kosten ~15k€ (abzüglich Förderung bleiben rund 10k€ übrig) Haben eine Öl-Brenntwertheizung (BJ 2018). Ich sollte laut Heizungsbauer bis zu 1000l im Jahr einsparen können. (Bei derzeitigem Ölpreis Preis knapp 1600€/Jahr).
    Angebote für PV Anlage mit 7,5KW Speicher ~10KWp Modulleistung ~35k€ mit Brauchwasserwärmepumpe, wobei der Techniker sagt die Anlage reiche nicht dafür aus, die WP zu 100% zu betreiben, müsste ich also dennoch Strom dazukaufen und verbrauche dennoch ÖL.
    Satteldach 35° Ost/west Ausrichtung, wobei die Ost Seite im Winter zu 100% im Schatten liegt wegen dem Wald (siehe Bild). Im Sommer ist auf der Westseite schon ab 11Uhr Sonne, bis rund 20Uhr.
    Im Winter kommt selbst auf der West Seite nicht viel Sonne an weil Südlich vom Haus ein Wald-Hügel verläuft.
    Terrassenüberdachung (Alu-Glas 7x3m) mit Süd-Ausrichtung kommt bedingt infrage wegen Belastung (Schnee + Module könnte sehr eng werden).
    Beide Anlagen sind aus Kostengründen definitiv nicht drin. Mir geht es Hauptsächlich darum, laufende kosten zu minimieren, was aber bezahlbar (oder Finanzierbar) sein soll.
    Wir haben zwei E-Bikes, E-Auto ist in absehbarer Zeit nicht in Planung, solange es keine 90% Förderung gibt :mega_lol:
    Ich finde auch die Angebote sind schon sehr sehr "sportlich", sind die Preiserhöhungen wirklich so gravierend derzeit? Was habt ihr für Erfahrungen mit euren Anlagen gemacht (ST & PV).
    Hoffe auf brauchbare Kommentare aus eigenen Erfahrungen die mir die Entscheidung etwas abnehmen in was ich investieren sollte.

    Gruß Michl
    [​IMG]
     

    Anhänge:

  2. #2 titan1981, 04.08.2022
    titan1981

    titan1981

    Dabei seit:
    30.06.2021
    Beiträge:
    109
    Zustimmungen:
    28
    Beruf:
    Ing
    Ort:
    SH
    Ich für mein Teil schreibe seit mehreren Monaten meinen Stromverbrauch auf. Die Ablesung erfolgt einmal morgens nach dem Aufstehen und einmal zu Bett gehen. Die Verteilung ist 16h Tag und 8h Nacht für das einfacheren berechnen der Grundlast über den Tag und die Spitzenlast über Tag.

    Wenn bei dir die Möglichkeit besteht, auch den Ölverbrauch zu auszulesen würde ich das auch machen wie viel Öl für Warmwasser und Heizung verwendet werden

    Dann der Punkt Wasser einmal die Menge an Warmwasser und Kaltwasser sollte auch erfasst werden.

    Zur Berechnung der möglichen gewinnbaren Energiemenge PV/ST musst du den Azimut (Ausrichtung des Daches) und die Dachneigung und die Fläche die sinnvoll nutzbar ist.

    Dann kannst du rein theoretisch dir berechnen was für dich selber unter welchen Bedingungen sinnvoll ist. Bei mir kam raus, dass sich eine ST bei 12cent/kWh nach 11 Jahren rechnet. Die PV nach 21 bzw 23 Jahren. Ohne und mit Speicher.

    Die Ölheizung würde ich nicht raus werfen und so lange nutzen wie es geht und das Geld für andere sinnvolle Dinge nutzen.
     
  3. #3 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Solarthermie hat sich noch nie gerechnet. Das hat man vor 30 Jahren gebaut, als man nichts Besseres hatte. Nicht, weil das System nicht effizient funktionieren würde, sondern weil man die Energie nicht verbrauchen kann. Die ST liefert nur dann, wenn man kein warmes wasser braucht.

    Daher: GESAMTES Dach mit PV voll, Garagen, Carports usw. noch dazu. Lässt man dann den defizitären Batteriespeicher weg, kostet das weniger, als dein aktuelles Angebot. (aktuell etwa 1400,-€ pro kWp ohne Steuer)

    Das gilt generell. Ganz unabhängig von Heizung, Auto und co. Das ist das ökologisch und ökonomisch einzig Vernünftige, wenn man ein Dach hat.

    Der nächste Schritt ist die gezielte und geplante Umrüstung des Hauses auf WP. (Dazu gibt es tausende Threads in viele verschiedenen Foren, schmöker da mal rein.) Wenn die dann durchgeführt ist, ist deine PV gleich nochmal 30% wirtschaftlicher. Und um ein E-Auto kommen wir auch bald nicht mehr herum (außer das Fahrrad reicht), was die Wirtschaflichkeit nochmals steigert.

    Und alles was man dann noch nicht selbst verbraucht, kann man sogar noch verkaufen. Genau deshalb ist für PV genutze Fläche 10 mal sinnvoller genutzt, als wenn ST im Weg wäre.

    Schnippische Randbemerkung: Vielleicht rechnet sich ST aktuell doch, weil die Module zu tausenden kostenlos angeboten werden. Nämlich von denen, die die ST zugunsten der PV runterreißen. ;-)
     
    Piofan und Fabian Weber gefällt das.
  4. #4 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Du hast ST und PV vertauscht. Wobei bei der ST sicher die Wartung und der benötigte Pufferspeicher nicht in der Rechnung ist, die nämlich eine Amortisation ziemlich sicher auf Unendlich verschieben.
     
  5. BaUT

    BaUT

    Dabei seit:
    30.10.2019
    Beiträge:
    4.949
    Zustimmungen:
    3.119
    Beruf:
    BauIng.
    Ort:
    Berlin
    Vor diesem Problem stehen viele:

    Der Solarstrom wird vorwiegend im Sommer produziert und selbst bei großen PV-Flächen und Verwendung eines Pufferspeichers reicht eine PV-Anlage eigentlich nie um den im Winter benötigten WP-Strom komplett selbst zu produzieren und den sommerlichen Überschuss dann ins Netz zu verkaufen.

    Bisher hast du zu wenig Daten zu deiner bisherigen Anlage und du machst den typischen Fehler aller privaten Häuslebesitzer und sparst dir den Ingenieur/Energieberater und holst dir "irgendwelche" Angebote von Handwerksfirmen.

    5.000 kWh Strom ist schon ordentlich. Wofür wird der verbraucht?

    Wie wird TWW derzeit erwärmt?
     
  6. #6 titan1981, 04.08.2022
    titan1981

    titan1981

    Dabei seit:
    30.06.2021
    Beiträge:
    109
    Zustimmungen:
    28
    Beruf:
    Ing
    Ort:
    SH
    Hast du die ST Anlage mal selber berechnet bzw ausgelegt? Ja oder nein? Ich schon.
    Wenn nicht würde ich solche Aussagen nicht pauschal treffen wenn man die Rahmenbedingungen nicht kennt.

    Nein habe ich nicht in der Tat lohnt sich ST eher als PV. Es kommt auf die Rahmenbedingungen an die bei mir anders sind. Somit habe ich geschrieben ab welchem kWh Preis für die konventionelle Wärmegewinnung die ST bei mir lohnt. Das größere Problem ist eher das zeitnahe umgesetzt zu bekommen. Die meisten wenn ich überhaupt ein Angebot erhalten habe sagte vor Herbst 2023 wird das nichts mehr....
     
  7. #7 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Ja. Mein Vater hat sie installiert, ich habe alle Werte von '97 an nachgerechnet und sie daraufhin deinstalliert. Sie war wahrscheinlich gerade so auf null. Die anstehenden Wartungen und die Einbindung in die WP-Anlage hätte sie nie wieder reingeholt.

    Es gibt KEINE ST im Einfamilienhaus (ohne Pool), die sich im Vergleich zu PV rechnet. Wenn Du "andere" Rahmenbedingungen als normale Haushalte hast, solltest Du die Empfehlungen nicht in einem Thread mit "normalen" Rahmenbedingungen abgeben.
     
  8. #8 titan1981, 04.08.2022
    titan1981

    titan1981

    Dabei seit:
    30.06.2021
    Beiträge:
    109
    Zustimmungen:
    28
    Beruf:
    Ing
    Ort:
    SH
    aus dem Grund habe ich nach seinen Rahmenbedingungen gefragt und beschrieben wie er sie bekommt um zumindest die Richtung sagen zu können die er kommen wird. und du sagst du hast die Werte nachgerechnet ;) Meine Frage war ausgelegt und berechnet.

    Ob sich die Aussage halten lässt dass es kein Einfamilienhaus gibt in dem sich ST lohnt lasse ich dahin gestellt. bei mir lohnt sie sich was deine Aussage schon wiederlegt.

    Es sind die Rahmenbedingungen die entscheidend sind.
    Platzangebot im Heizungsraum
    Wie der tägliche/jährliche Warmwasserverbrauch im Haus?
    Anzahl der Personen die Warmwasser nutzen?
    Energiebedarf um dieses täglich zu erwärmen?
    Wie hoch ist die Temperatur des Kaltwassers?
    wie hoch die Temperatur im Speicher eingestellt.?
    wann wird das Warmwasser hauptsächlich benötigt? Morgens und Abends, Morgens, Abends, oder über den Tag verteilt, ggf. Nachts, Frühmorgens (wegen Schichtdienst) ?
    Wird eher geduscht oder auch gebadet?
    Anzahl der Zapfstellen?
    Waschmaschine an einem Warmwasseranschluss?
    wird die Heizung mit einbezogen oder nur Warmwasser?
    Wie ist das Dach ausgerichtet.
    Dachneigung
    Verschattungen
    Wie hoch ist der Gesamtheizbedarf des Hauses nur Heizengerie inklusive anderer Heizquellen. Er hatte 2 Kachelöfen ins spiel gebracht und ca. 30.000kWh Öl Verbrauch wahrscheinlich mit Warmwasserbereitung wir wissen es nicht.
    Heizungsverbrauch in den einzelnen Monaten.

    erst dann käme die Frage nach einem Pool der in den Sommermonaten mit beheizt werden soll

    Ich mag es grundsätzlich nicht wenn man pauschale Aussagen trifft die nicht immer passen wenn man die Rahmenbedingungen nicht kennt. Da kommt auch ein Einfamilienhaus in Frage dass es locker den Rahmen her gibt dass sich ST lohnt und nein es lohnt sich nicht nur in Ausnahmefällen, wie bei mir. Zudem hat er eine "neue" Ölanlage die er ggf. teuer tauschen würde.ggf. kann man da keinen PV Heizstab integrieren um im Winter mit der ebenfalls schmalen PV ausbeute wie er schon sagt auch nicht so viel bringen wird. Somit muss man sich das auch mit der PV sehr genau anschauen, was man da an Ausbeute über die Monate so bekommen kann. denn der Solare Wärmegewinn im Winter wird dann auch praktisch null sein.

    Also muss er erst einmal fakten Sammeln bevor man pauschal etwas ausschließt ohne seine Rahmenbedingungen zu kennen. Das sollte man zumindest einmal machen erst einmal alle Fakten auf den Tisch so ist es auch vom TE gewünscht.

    Somit wäre für PV auch relevant,
    der aktuelle Strompreis den er zahlen muss
    den Strompreis aus der Vergangenheit
    den aktuellen Verbrauch, den abgeschätzten Verbrauch der kommenden Jahre (Home-Office, E-Auto, WP, Klimalagen, Ein und Auszug von Kindern) E-Bike fallen eher weniger ins Gewicht,
    Steuerlast aktuell und in Zukunft (Rente, Elternzeit etc.)
    Zeiten des Stromverbrauchs
    Grundlast und Tageslast
    Den Energieeintrag des Standortes über das Jahr verteilt.
    Das bekommt man über das Photovoltaic Geograpical Information System der EU recht einfach heraus.

    Ich für meinen Teil habe mir PV und ST bis ich 100 bin einmal durchgerechnet und zwar mit Wartung, Austausch Wechselrichter, Speicher, und das mit meiner Steuerbelastung die man auch mit einbeziehen muss wenn man PV ins Netz einspeist. das generiert zusätzliches einkommen und damit steigt auch die Steuerlast.
    Zudem muss man beachten, dass man den Strom nur 20 Jahre zu dem Preis verkaufen kann dann fällt man auf 3-4cent die kWh die man verkaufen kann.
     
  9. #9 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Ja, ich habe STs noch nicht neu berechnet, nur aus der Praxis nachvollzogen.

    Und Du hast zwar sehr viel Richtiges geschrieben, das meiste davon ist jedoch nicht relevant.

    Für ST spielt eigentlich nur der WW-Verbrauch eine Rolle. Der Rest fällt kaum ins Gewicht.

    Für PV spielt nur die aktuelle Einspeisevergütung und der Einkaufspreis eine Rolle. Auch hier ist der Rest egal (da es im Zweifel nur besser als gut werden kann).

    Ich kann gerne mal auf jeden einzelnen Punkt eingehen, aber das sollte in einen eigenen Thread. Da kannst Du dann gerne auch deine Rechnungen vorstellen. Die zu PV sind garantiert falsch (außer Du bist schon über 90 ;-), die lege ich schon seit Jahren selbst aus und Betreibe auch ein paar.
    Die zu ST kann natürlich bei extremem WW-Verbrauch aufgehen. Zukünftig, mit WP und E-Auto aber schon nicht mehr.

    Und doch, ich bleibe ganz pauschal dabei, auf einem normalen E/ZFH ist die Fläche für eine ST sinnvoller genutzt, wenn PV draufkommt. Wie schon erwähnt liegt das nicht daran, das ST was schlechtes wäre. Es liegt nur daran, dass man eben 90% des Potentials der ST nicht nutzen kann, weil man die Energie nicht braucht. Jedes Nahwärmenetz, viele Industrieen und Schwimmbäder sollten definitiv ST installieren!
     
  10. #10 simon84, 04.08.2022
    simon84

    simon84
    Moderator

    Dabei seit:
    11.11.2012
    Beiträge:
    19.504
    Zustimmungen:
    4.927
    Beruf:
    Schrauber
    Ort:
    Muenchen
    Ist doch eigentlich recht einfach zusammenzufassen. Strom kannst du fast für alles verwenden. Warmwasser eigentlich nur zum Duschen :)
    Stromkabel sind problemlos verlegbar, Rohrnetze die sehr heisses Wasser führen nicht so einfach.

    Man kann den PV Gedanken auch weiterspielen, wenn man etwas in sich geht.

    Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner kann man z.B. mit kleinen Verhaltensänderungen auch immer dann laufen lassen, wenn PV Strom da ist :)

    Ich kenne auch Leute die speisen gar nicht mehr ein und es rechnet sich für die trotzdem.
     
    Piofan und Fabian Weber gefällt das.
  11. #11 BaustellenMichl, 04.08.2022
    BaustellenMichl

    BaustellenMichl

    Dabei seit:
    04.08.2022
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Erstmal danke für die Antworten! :28:

    Wir haben zwei kleine Kinder (1 & 3) da läuft min. 1x am Tag die Waschmaschine, im Winter noch der Trockner dazu. Heizstrahler bei der kleinen, fast täglich Essen Kochen, Spülmaschine Wasserkocher usw.
    Großgeräte sind alle an Kaltwasser angeschlossen.

    TWW wird mit der 3 Jahre alten Öl-Brennwertheizung zubereitet.
    Den "Energieberater" hatte ich im Zuge des Dachausbau´s zwecks Dämmung und ST schon bei mir der war allerdings der Meinung das ein ST Anlage "lohnenswert" ist, eine auf eine Einsparberechnung warte ich bis heute.

    5 Personen im Haus, drei Erwachsene zwei Kinder (meine Mutter hat eine ELW im Untergeschoss)
    Aktuell zahle ich ~30cent KWh (EON)
    Ich hoffe das wir zukünftig weniger Strom verbrauchen, da die Kids ja mal größer werden und weniger Wäsche brauchen :motz Wobei dann haben sie Laptop´s, Handy usw. kommt wohl aufs gleiche raus...
    Die Kachelöfen sind eigentlich reine "Liebhaberei" die im Jahr ca. 4 ³m Holz verbrauchen. (Wir haben das Holz/Wald)
    Die Erwachsenen Duschen mehr, die Kids eher Badewanne. Dusche/Bad Abends ab 18Uhr bis 22Uhr.
    Ich arbeite im 3 Schichtsystem, Dusche bei Spät und Nachtschicht immer auf der Arbeit.
    Stromverbrauch über den Tag verteilt, wobei ab September die Kleine in die Kita geht und meine Frau wieder arbeitet, bedeutet also das Vormittags nur die Oma im Haus ist (Rente).
    WW Temperatur im Sommer 43°C
    WW Temperatur Winter 46°C (Wir haben keinen Pufferspeicher, nur ein Durchlaufspeicher mit 200l)
    Verbrauch Warmwasser kann ich nicht Nachvollziehen da ich keine WW Wasseruhr habe.
    Ölverbrauch in den Monaten kann ich nur schätzen (anhand gemachter Striche nach dem Tanken). Öltanks haben leider keine Füllstandanzeige, berechnen ist nicht möglich weil es "Bauchige Kunststofftanks" sind.

    Was mich bei PV abschreckt ist eben,die Aussage das die Anlage nicht ausreicht um die Brauchwasserwärmepumpe zu betrieben.
    Es muss doch möglich sein mit so einer WP über die Sommermonate zu kommen.
    Womit sich die PV um ein vieles mehr für mich rechnen würde, wenn die Ölheizung im Sommer eben aus ist.

    Gruß Michl
     
  12. #12 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Das reicht locker. Anders als ST schafft die PV (mit BWWP) auch den großteil des Winters, das Wasser zu erwärmen. Und wenn Du die PV vernünftig (alle Dächer voll) dimensionierst, kannst Du später auch noch 30% deiner Heizenergie und den größten Teil deiner Mobilität damit abdecken.

    Um es nochmal hervorzuheben: Eine große PV lohnt sich auch schon OHNE WP und E-Auto! Kommt etwas davon hinzu, wirds nur besser.
     
    Fabian Weber und simon84 gefällt das.
  13. #13 titan1981, 04.08.2022
    titan1981

    titan1981

    Dabei seit:
    30.06.2021
    Beiträge:
    109
    Zustimmungen:
    28
    Beruf:
    Ing
    Ort:
    SH
    Stichwort mein Einkaufsstrompreis liegt aktuell bei 22cent/kWh da kann man rechnen wie man möchte mit oder ohne Speicher, voll Einspeisung oder mit Eigenverbrauch.Stromverbrauch bei 3.400kWh/a. also 9,3kWh am Tag, 6,2kwh sind die Grundlast am Tag sprich ~2250kWh im Jahr. sprich 66% des Gesamtverbrauches. Ich kann auch den Stromverbrauch der nächsten Jahre geben mit ein und Auszug von Kindern. und auf das Dach können ca 1036h die Sonne auf die PV/ST direkt scheinen.

    Warmwasserverbauch ist aktuell 47 Liter pro person Kaltwasser bei 61Liter hierfür verwende ich knapp 6.700kWh Gas auf. was dann einem Verbrauch von 18,25kWh am Tag entspricht. Für 7 Personen.

    jetzt bin ich mal gespannt was da nun raus kommt.
     
  14. #14 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Was genau möchtest Du wissen?

    Bzgl. der PV ist es übrigens ganz egal, wie außergewöhnlich billig dein Strom ist. Die geht selbst ohne Eigenverbrauch mal mindestens auf Null. (Natürlich ohne Speicher, die rechnen sich noch lange nicht.) Jede selbstverbrauchte kWh zahlt direkt aufs Haushaltskonto ein.
     
  15. #15 titan1981, 04.08.2022
    titan1981

    titan1981

    Dabei seit:
    30.06.2021
    Beiträge:
    109
    Zustimmungen:
    28
    Beruf:
    Ing
    Ort:
    SH
    du hast gesagt dir reichen die Werte um zu belegen, dass es sich lohnt eine PVanlage zu haben.

    Nur mal als anmerkung er hat eine neue Öl Anlage, wahrscheinlich ist die recht einfach aut eine Anlage mit ST umzubauen. Er wird nicht noch einmal eine Menge geld in die Hand nehmen wollen und damit eine WP jetzt zu kaufen. Er wird weiterhin kWh an Öl benötigen um im Winter zu heizen und Warmwasser zu bereiten. denn da sind wir uns wohl einig, dass weder PV noch ST das schaffen werden, wenn im Winter das Dach nicht von der Sonne angelacht wird. Somit braucht er weiterhin die Ölanlage, diese kann man mit ST ergänzen, da bin ich mir sicher und dann spart er kWh Öl ein so kann er nur Strom einsparen. und wir werden uns weiter einig sein, dass die Preise für Öl und Gas noch weiter und stärker steigen werden als der von Strom....
     
  16. #16 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Dazu brauche ich keine Werte. Es ist unerheblich, welche Werte Du hast. Dass es sich mehr lohnt, je höher der Strompreis und/oder der Verbrauch ist, sollte klar sein. Also wie viel Du zusätzlich von Eigenverbrauch profitierst könnten wir ausrechnen, ich wüsste nur nicht, warum.
    Und selbst bei NULL Eigenverbrauch: Jedes erdenkliche Dach vollmachen! Seit vier Tagen noch viel mehr (die Vergütung hat sich geändert).

    Das hat nicht mehr lange etwas mit "wollen" zu tun... In 15 Jahren müssen wir auf null sein. Da hat die PV noch nicht mal Halbzeit und ist schon locker abbezahlt.

    Ich hab übrigens auch nicht gesagt, dass eine ST nicht helfen würde, Öl zu sparen. Es ist nur einfach zu kurz gedacht.
     
  17. SIL

    SIL

    Dabei seit:
    06.05.2018
    Beiträge:
    7.830
    Zustimmungen:
    2.751
    Beruf:
    M. Sc. Dipl. Ingenieur
    Ort:
    6210
    Ja - teilweise verdoppelt gegenüber dem Vorjahr..

    Eben aktuell und diese 22 sind schon sehr günstig, grobe Orientierung wäre ein aktueller Neuabschluss - denn dort geht die "Reise" hin.
     
  18. #18 Fabian Weber, 04.08.2022
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    11.851
    Zustimmungen:
    4.377
    Beim eigenen Wald ne Ölheizung? Warum keinen Holzvergaser?

    Ansonsten bin ich auch PV-Fan.

    @Deliverer ich finde, dass das Argument, dass sich Speicher noch nicht lohnen in der aktuellen Situation nicht mehr passend. Wenn es hilft durch Speicher auf Gaskraftwerke verzichten zu können, wäre doch schon sehr geholfen.

    Wenn es dann noch technisch möglich wäre, nicht nur den eigenen PV-Strom dort einzuspeichern, sondern vielleicht sogar Windstrom etc., dann hätten wir jetzt z.B. gar keine Atomdebatte.
     
    Piofan gefällt das.
  19. #19 Deliverer, 04.08.2022
    Deliverer

    Deliverer

    Dabei seit:
    24.07.2022
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    80
    Stimmt alles - ist nur einfach mit allen aktuellen Speichern nicht der Fall. Im Gegenteil: Bis jetzt verbrauchen Speicher Strom, den wir ohne sie nicht produzieren müssten.
     
  20. #20 titan1981, 04.08.2022
    titan1981

    titan1981

    Dabei seit:
    30.06.2021
    Beiträge:
    109
    Zustimmungen:
    28
    Beruf:
    Ing
    Ort:
    SH
    Also kannst du nicht sagen dass sich PV pauschal lohnt…. Aber das ist am Thema vorbei der TE hat eine neue Ölheizung aus 2018 da macht es Wirtschaftlich mehr Sinn zu versuchen das Öl einzusparen. Das schafft man mit einer ST. Und auch zu einem deutlich höheren Anteil als der Eigenverbrauch durch PV. Den kann man dich klimpzüge ohne Speicher auf 20% hoch jagen und der Rest muss verkauft werden mit derzeit mit über 8 Cent für 20 Jahre dann dümpeln sie bei 3 Cent rum.
    also muss die Anlage in den 20 Jahren sich lohnen, also den Preis für die Anlage plus den Kredit den man für aufnehmen muss oder das Geld das man 20 Jahre hätte anlegen können. Und man sieht es lohnt sich nicht vor allem wenn man die nicht gleichbleibenden Stromverbräuchen heran zieht. Die gerne bei den Angeboten und der wirtschaftlichkeitsberechnung weggelassen werden..

    du hattest ja gesagt dass man nur den aktuellen Strompreis benötigt ich weiß nicht was für anlagepreise die da zu Grunde legst aber die müssen weit von dem entfernt sein die derzeit aufgerufen werden.
     
    BaustellenMichl gefällt das.
Thema:

Kaufentscheidung ST/PV

Die Seite wird geladen...

Kaufentscheidung ST/PV - Ähnliche Themen

  1. Hilfe bei Kaufentscheidung Brennwerttherme

    Hilfe bei Kaufentscheidung Brennwerttherme: Hallo, möchte gern eure Meinung zu folgender Situation hören: Wir besitzen ein kleines MFH Bj. ca. 1920, teilunterkellert und 240 qm...
  2. Suche Gutachter für Kaufentscheidung - 1930er Altbau

    Suche Gutachter für Kaufentscheidung - 1930er Altbau: Hallo in die Runde, wir interessieren uns für ein EFH aus dem Jahre 1930 (Massivbau, Mansardendach - z.T. Dielenboden- 140qm Wohnfläche). Die...
  3. Kaufentscheidung Gutachten

    Kaufentscheidung Gutachten: Hallo und Guten Abend :winken ich hoffe man kann uns hier weiterhelfen. :think Wir haben eine EG Wohnung in einem 2 Familienhaus besichtigt,...