Kelledeckendämmung - unterschiedliche Stärken?

Diskutiere Kelledeckendämmung - unterschiedliche Stärken? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir haben einen Winkelbungalow aus dem Jahr '59, voll unterkellert. Bisher ist keine Isolierung in der Decke zwischen Keller und...

  1. #1 winkelbungalow59, 12.02.2022
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    Hallo zusammen,
    wir haben einen Winkelbungalow aus dem Jahr '59, voll unterkellert. Bisher ist keine Isolierung in der Decke zwischen Keller und Erdgeschoss. Daher wollen wir die Kellerdecke von unten isolieren. Die Kellerräume werden nur als Abstellfläche/Heizungsraum/Pellets-Lagerkeller genutzt und sie sind recht trocken. Mit den bisherigen Recherchen würde ich als Material Steinwolle (isover, rockwool, knauf insulation) nehmen. Jetzt haben wir an einigen Stellen Leitungen laufen, die wir nicht einpacken dürfen (Gas). An diesen Stellen haben wir Platz für etwa 8cm Isolierung, an anderen Stellen natürlich mehr. Die gesamte Fläche sind etwa 170qm, ich würde schätzen etwa 10% davon sind "beeinträchtigt". Macht es da Sinn verschiedene Dicken zu verwenden (8cm wo nötig, mehr wo möglich)? Falls ja, welche dickere Stärke würdet ihr verwenden? Ansonsten bin ich natürlich auch dankbar für alle weiteren Tipps zu dem Thema.
    VG und allen ein schönes Wochenende!
     
  2. #2 Fred Astair, 12.02.2022
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    Welche Temperaturen herrschen denn im Winter jetzt im ungedämmten Keller?
    Welche Raumhöhe steht zur Verfügung?
    Ansonsten ist es durchaus üblich und unschädlich, Kellerdeckendämmung an Leitungen zu unterbrechen oder dort dünner auszuführen.
     
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  3. #3 winkelbungalow59, 12.02.2022
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    Aktuell gemessen 13 Grad bei 4,4 Grad Außentemperatur. Raumhöhe sind aktuell 2,18m.
     
  4. #4 Fred Astair, 12.02.2022
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    Dann reichen 8 cm Dämmung völlig aus. Die kannst Du dann sogar durchgehend legen.
    Nach dem Dämmen wird dann die Kellertemperatur un 1-2 Grad sinken, weil die Transmissionsverluste von oben fehlen.
     
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  5. #5 winkelbungalow59, 13.02.2022
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    Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten!

    Hat jemand hier Erfahrung mit den genannten Steinwolle-Platten? Die Decke ist eine gegossene Betondecke, die natürlich etwas uneben ist. Sollte man da vorher größere Nasen abschlagen und die Decke vorher einmal mit dem Kleber abziehen, um Unebenheiten auszugleichen?
     
  6. #6 SIL, 13.02.2022
    Zuletzt bearbeitet: 13.02.2022
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    Schau dir mal die TOP DEC oder Ultimate von Isover an , ich finde hier leider nichts was du für einen Oberflächenanspruch hast oder ob du noch verputzen willst etc ..
    Ja.
    Wenn mehr als 5 mm definitiv.

    Edit: überlege ob du einen Schleppstreifen ausbilden willst - dort sind die 'freien' Flächen zwangsläufig zu verschließen, dies gilt auch für die freien Kanten bei Unterbrechung an der Leitungsführung ( Isover )
     
  7. Knebel

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    Wird vermutlich nicht ganz rechen um die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen
    aber immer nicht viel besser als nix...
    Icj habe in meinem Keller auch nur 8cm verklebt an die Decke
     
  8. #8 Fred Astair, 15.02.2022
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    Welche gesetzlichen Vorschriften für eine Bestandskellerdecke?
     
  9. #9 VollNormal, 15.02.2022
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    Kuckst du: Anlage 7 GEG - Einzelnorm (Punkt 6b)
     
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  10. #10 StaebchenHochsprung, 16.02.2022
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    Interessant, danke für den Link. Das heißt zum unbeheizten Treppenhaus müsste ich 80 mm Dämmen. Da bliebe nicht mehr viel Platz ;) Gilt das dann auch, wenn das Treppenhaus innerhalb der thermischen Gebäudehülle wäre, aber unbeheizt?
     
  11. #11 VollNormal, 16.02.2022
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    Dann müsste das TH an der Grenze der thermischen Gebäudehülle entsprechend den dortigen Anforderungen gedämmt werden.
     
  12. #12 Fred Astair, 16.02.2022
    Zuletzt bearbeitet: 16.02.2022
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    Macht @StaebchenHochsprung gar nichts, ist alles in Ordnung. Fängt er aber innerhalb seines Hauses an etwas zu dämmen, kommt der ultimative Arm des Gesetzes?
    Wie sagte Obelix immer? Die spinnen, die Römer.
     
  13. #13 VollNormal, 16.02.2022
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    So steht es im Gesetz. Wobei sich mir die Frage stellt, wer (ausser vielleicht ein mißgünstiger Nachbar) das überhaupt mitkriegen sollte ...
     
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  14. #14 nordanney, 16.02.2022
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    8cm von was? PUR/PIR oder EPS oder Mineralwolle?

    Mit 8cm PUR bekommst Du z.B. wahnsinnig gute Werte hin. Vielleicht mal als Alternative in Betracht ziehen.
     
  15. Knebel

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    nun am Ende sind es immer DEINE Heizkosten bzw. einen kalten oder wärmeren Fußboden..
    Also sinnvoll dämmen macht schon Sinn...unabhängig vom Gesetz...und besonders in Anbetracht der künftigen Energiepreise
     
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  16. #16 simon84, 21.02.2022
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    Und bei 8cm (oder gar teilweise sogar mehr) geplanter Dämmung ist das eine richtig gute Geschichte.
    Ob dann teilweise nur 6cm dranhängen spielt doch bei 10% überhaupt keine Geige !
     
  17. ynnus

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    Kann man für sowas irgendwie berechnen, was man am Ende wirklich sparen kann? Oder gibt es da Erfahrungswerte?
    Also abgesehen von wärmeren Füßen, was sich nicht in Geld quantifizieren lässt, muss man ja schon durchrechnen, wann es sich amortisiert hat, wenn man Dämmmaterial für 170m² kauft und am Ende z.B. nur 100 - 150 € an Gaskosten spart. Allein das Dämmmaterial wird wohl bei ~15 €/m² ca. 2550 € kosten. Wenn man damit nun 100 € Heizkosten spart dauert es 25 Jahre.
    Ist jetzt total aus der Luft gegriffen, daher die Frage, ob man für sowas ungefähre Aussagen zum Nutzen treffen kann? Klar - wenn man eine Fußbodenheizung hätte, würde sich das stark aufdrängen, den Boden zum Keller zu dämmen. Aber wenn das Haus sonst eher keine Dämmung aufweist?
     
  18. #18 simon84, 21.02.2022
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    Ja, selbstverständlich kann man das rechnen.aber es sind halt sehr viele Unbekannte.

    Entwicklung dämmstoffpreise in der Zukunft ?
    Entwicklung Energiekosten in der Zukunft ?

    wobei der Trend eher anzeigt dass eine Verteuerung der beiden Punkte nicht unwahrscheinlich ist

    Am meisten Unterschied wird es wie geschrieben bei FBH und einem VL empfindlichen wärmeerzeuger machen

    Und wenn es mal so betrachtet dass man dann 25 Jahre (fiktiv) warme Füße gehabt hat und keinen Schimmel in den Ecken und die Dämmung noch Dazu im Endeffekt gratis war ? :)

    aber stimmt schon in einem sonst komplett ungedämmten Haus würde ich auch erstmal Dach bzw OGD dämmen und die Leitungen , grade bei hohen VL Temperaturen schon gigantisch wie so ein kupferrote heizt ….
     
  19. Knebel

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    nun pauschal aus der Ferne schwer zu sagen....
    Ob sich sowas 'lohnt' hat immer mehrere Seiten ...
    An den Heizkosten wird sich das vermutlich weniger zeigen.... aber zb. an der Fusskälte im Stockwerk darüber ..
    da merkt man schon ein oder 2 Grad Unterschied an der Behaglichkeit
    Kellerdeckendämmung ist halt was, was man leicht und recht kostengünstig selbst machen kann
     
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