Keller Innenwände dämmen. Korrekter Aufbau

Diskutiere Keller Innenwände dämmen. Korrekter Aufbau im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Guten Tag Gerne möchte ich die Wände dieses Kellers innen dämmen (Siehe Fotos). Gibt ein Hobbyraum der sporadisch geheizt werden soll. Mit dem...

  1. #1 Creatinside, 26.05.2020
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    Guten Tag

    Gerne möchte ich die Wände dieses Kellers innen dämmen (Siehe Fotos). Gibt ein Hobbyraum der sporadisch geheizt werden soll. Mit dem 45cm Beton wirds aber kaum warm.

    Die Betonwand ist erdberührend. Aussen mit Bitumenbahn (mit Aluminiumeinlage) abgedichtet, Drainage und 13cm Foamglas. Das Fundament ist nicht abgedichtet. Innen ist der Kellerboden bereits mit Bitumen (Alu) abgedichtet für den Bodenaufbau. 15cm Dämmung kommen oben drauf.

    Angedacht wäre Innen:
    - Bitumendickbeschichtung
    - 3cm Holzwolle
    - 10mm Hinterlüftung
    - Fermacell H20 Platte mit Kalkputz

    Was meint ihr. Könnte das funktionieren?

    Danke für alle Tips und Gruss

    Michael Hauser
     

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  2. #2 Fabian Weber, 26.05.2020
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    Bei 13cm Foamglas außen kann ich mir nicht vorstellen, dass es noch sehr kalt ist.

    Ich denke da geht das meiste zur Zeit über den Boden verloren.

    Also Deinen Aufbau innen verstehe ich jetzt überhaupt nicht? Wozu soll die Bitumendickbeschichtung sein.

    Kleb doch innen einfach eine Dämmung aus Multipor an die Wand Und verputz diese.

    Wenn Du genug Platz hast dann nimm 11,5cm Yton Steine, die sind schön billig.
     
  3. #3 Creatinside, 26.05.2020
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    Dämmung weil die Wand so dick ist und unglaublich viel Heizenergie absorbiert bis der Raum einigermassen geheizt werden kann.
    Das Fundament ist nicht abgedichet, das kommt immer noch etwas Feuchtigkeit in die Betonmauer. Desswegen die Beschichtung.
     
  4. #4 simon84, 27.05.2020
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    Wo willst du innen genau abdichten und wo denkst du geht die Feuchtigkeit dann hin ?
     
  5. #5 Wieland, 27.05.2020
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    Ich sehe hier das Problem mit dem heizen besteht in Wirklichkeit nicht. Aufgrund der massigen Keller-Außenwänden,
    wird nun mal eine längere Zeit benötigt um die Wandtemperatur auf Raumtemperatur zu bringen.

    Wenn der Hobbyraum nur 1 mal in der Woche oder im Monat genutzt wird und die Heizung aus Kosten gründen,
    ausgeschaltet ist. Dann wird der Raum bei 2 Stündiger Nutzung eben nicht warm. Die vorhandene Dämmung scheint
    völlig ausreichend. Der Kellerboden bringt einige Verluste, ist aber im Schnitt 12°C+.

    Und nun ein Vorschlag:

    1.Den Hobby-Raum in der Heizperiode, kontinuierlich mit durchheizen. Der Energieverlust ist aufgrund der
    Außendämmung relativ gering. Außerdem dient die Betonwand mit Außen-Dämmung als hervorragender
    Wärmespeicher.

    2.Auf keinen Fall den vertikalen Bitumenanstrich auf die Innenwand bringen. Auch ansonsten ist die genannte
    Lösung keine Option.Weil durch eine hinterlüftete Innendämmung die Gefahr der Kondenswasserbildung,
    mehr als Wahrscheinlich ist.
    Ein Bitumenanstrich auf Innenwände hat im Brandfall fatale Folgen. Hierfür geben das Technische Daten-
    blatt und die Verarbeitungsrichtlinien Aufschluss.

    Praktikabel wäre für die Innenwände, eine kraftschlüssig verbundene Foamglas-Dämmung von 30mm dicke,
    Das führt erstens zu einem Thermoskannen Effekt, Heizung an warm. Heizung aus kalt. Außerdem wäre
    die Wandtemperatur nahezu immer konstant. ( Möglich kontrolliert Lüften ).

    Grüße
     
  6. BaUT

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    Nur mal so ins Unreine gesprochen:

    Rigithermplatten wären die simpelste Lösung und wenn da einer jetzt was von Dampfdiffusion labert, dann kleb halt eine aluminiumkaschierte Tapete drauf.
     
  7. #7 Creatinside, 27.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.05.2020
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    Danke für eure Antworten. Jetzt verstehe ich das Problem etwas besser.

    Die gleiche Mauer führt auch in einen permanent belüfteten Gemüsekeller. Kann die Feuchtigkeit da genug ausdampfen? Die Betondecke wird auch nicht isoliert da nur 13cm dick

    Würde sich die Dickbeschichtung für die Verklebung des Foalmglases eignen? Habs dummerweise schon gekauft. HIER
    steht "Sie kann auch zur Zwischenabdichtung (unter Estrich) von Bodenplatten, Balkonen und Terrassen sowie zur Verklebung von Hartschaum-Dämmplatten auf bituminösen und mineralischen Untergründen im erdberührten Bereich eingesetzt werden." Hartschaum wäre eher was in Richtung EPS/XPS oder?

    Und die wären dann difusionsoffen, so dass die Feuchtigkeit im Beton entweichen kann?

    Gruss und Danke euch

    Michiael
     
  8. #8 Fabian Weber, 27.05.2020
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    Ja die Restfeuchte aus dem Beton würde darüber aufgenommen und langsam abgegeben.
     
  9. #9 Andreas Teich, 28.05.2020
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    Ich hatte ja schon im Fachwerkforum geantwortet..
    Dickbeschichtung kann auch zum Ansetzen von Foamglas verwendet werden, nur auf vollflächiges Einbetten der Platten achten.
    Wenn auf kühle Wände des Gemüsekellers wärmere Luft trifft kann dies zu Kondensat und damit noch mehr Feuchtigkeit führen - ggf mit Taupunktrechner überprüfen.
     
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