Keller säuft ab

Diskutiere Keller säuft ab im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, mal von anderen Problemen im neuen Häuschen abgesehen, läuft uns seit zwei Tagen Wasser in den Keller. Da ich leider noch nicht so...

  1. MasterQ

    MasterQ

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    Hallo,

    mal von anderen Problemen im neuen Häuschen abgesehen, läuft uns seit zwei Tagen Wasser in den Keller.

    Da ich leider noch nicht so fit bin im Baujargon und mir noch nicht angelesen habe, was es alles für Keller so gibt, muss ich auf Euren Rat an [pl]ahnungslose appelieren.

    Der Keller besteht, wie für Fertighäuser wohl typisch aus Betonplatten, die [irgendwie] zusammengefügt sind. Außen schwarz mit Pampe beschmiert und mit einer Hartschaumisolierung verkleidet.

    Die Besichtigung vor dem Kauf ergab keinerlei Hinweise auf Nässe im Keller. Der Betonboden war trocken, zeigte keine Trockungsränder o.ä. In der Wanne für die Öltanks war über der Farbschicht nur Staub und ebenfalls nichts, was auf Nässe hinweist zu sehen.

    Und nun regnet es seit 2-3 Tagen und in der Tankwanne steht Wasser, etwa 1cm hoch.

    Zu allem Übel wurde vor 4 Wochen endlich Estrich gelegt, so dass ich in den restlichen Kellerräumen nicht sehen kann, ob noch an anderen Stellen Wasser reinläuft. Ich habe versucht, in eine kleine Lücke des Estrich in einer Ecke auf den ursprünglichen Betonboden vorzustoßen und habe dort mit dem Versuch ein Wattestäbchen unter die Styroporisolierung zu bringen, keine Nässe festgestellt. Das ist natürlich nur ein wager Hinweis und kein Beweis.

    Da aus anderen Gründen sowieso geplant war, die Tanks vorübergehend auszubauen und die Wanne neu zu verputzen bzw. zu streichen, müssen diese Arbeiten vorgezogen werden. Ich bin gestern in die Wanne gestiegen konnte aber nichts erkennen, denn die Tanks stehen derart nah an der Wand, dass man nicht dahinter kucken kann.

    Gibt es Tipps, was und wie ich feststellen kann, ob auch unter dem Estrich Wasser steht und welche Schritte ich tun muss, um den Keller dicht zu kriegen.

    Der Hinweis, dass keine Nässe vorher zu erkennen war, lässt vermuten, dass der "Schaden" frisch ist und nicht durch den Verkäufer vorsätzlich oder nichtsahnend verschwiegen wurde. Sicher bin ich mir dabei aber nicht.

    Gruß

    MQ
     
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  3. damy

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    Hallo,

    ist es vielleicht das Wasser aus diesem Beitrag

    damy
     
  4. Thomas B

    Thomas B

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    Handlungsbedarf!

    Guten Morgen erst mal!

    Hier besteht Handlungsbedarf! Wenn der Keller undicht ist helfen auch keine kosmetischen Maßnahmen (soviel zum Thema Wattestäbchen), da muß der Estrich eben geöffnet werden (Hammer und Meißel!).

    Es ist natürlich immer schwierig die schadhafte Stelle zu finden, denn die mag irgendwo liegen, das Wasser läuft unter dem Estrich in Richtung Gefälle (ich will mal unterstellen, daß die Bodenplatte evtl. nicht 100%-ig in der Waage ist) und tritt an der tiefsten Stelle zuerst zu Tage.

    Folgende Fragen sollten/müssen gestellt werden:

    1.Gibt es ein Bodengutachten?
    2.Was sagt das Bodengutachten über die Bodenverhältnisse an Ihrem Haus?
    3.Gibt es eine Stellungnahme Ihres Bauträgers zu diesem Schaden (diesen müssen Sie dem GU natürlich anzeigen, sonst meldet der sich nicht von alleine!).

    Da erst jetzt der Estrich eingebracht wurde, ist der Bau wohl noch im Gange. Möglich, daß der Sommer mit den geringen Niederschlagsmengen (verglichen mit Herbst und Frühjahr) zu keinem kritischen Anstieg Ihres Grundwasserspiegels geführt hat, so daß bis dato kein Schaden aufgetreten ist. Dieser muß aber schon immer da gewesen sein, da solche Schäden nicht plötzlich auftreten (außer es kam zwischenzeitlich zu mechanischen Beschädigungen der Abdichtung).

    Grundsätzlich ist es schwer so etwas aus der Ferne zu beurteilen. Aber da die Baumaßnahme offenkundig noch im Gange ist (und somit wohl auch noch nicht vollständig bezahlt worden ist), haben Sie so schlechte Karten nicht Ihren GU zu einer Mängelbeseitigung zu motivieren.

    Letztendlich aber sollte ein Fachmann den Schaden vor Ort in Augenschein nehmen.

    Gruß

    Thomas
     
  5. MasterQ

    MasterQ

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    zunächst zum Posting vorher:

    Das kann es nicht sein, denn dann müsste das komplette Untergeschoss abgesoffen sein. Außer einem kleinen Wasserfleck an der Austrittsseite der Flurdecke sieht man da aber nix. Ich habe grob 50 Liter aus der Ölwanne absaugen können bevor mein Sauger in die Knie ging und es steht noch immer Wasser in der Wanne. Soviel Wasser dürfte aus der Dusche nicht ausgelaufen sein.

    allgemein:

    Das Haus ist 6 Jahre alt und blieb aus hier nicht relevanten Gründen in unfertigem Zustand stecken. Diese Gründen führten dann letztendlich zum Verkauf und zu mir als Käufer.

    zu 1 und 2) Ein Bodengutachten liegt den Kaufunterlagen wohl nicht bei.
    zu 3) aufgrund der 6 Jahre dürfte der sich rausreden. Wie erwähnt war beim Kauf, als der komplette Keller noch keinen Estrich hatte, alles trocken, keine Trockungsränder, einfach nix zu sehen.

    Ich vermute letzteres, warum auch immer und wie sowas kommen kann.

    leider wohl schon. Ich hoffe immer noch, dass ein Abflussrohr gebrochen ist und das die Versicherung übernimmt. Nichtsdestowenigertrotz bleibt die Wanne undicht.

    Das wird heute wohl angeleiert. Der Heizungsbauer schlägte heute mittag auf und dann wird vereinbahrt, wie und wann die Tanks raus kommen. Ich sehe nur so eine Change zu sehen, wo das Wasser reinläuft. Ich werde auch an verschiedenen Stellen den Estrich aufkloppen, um meine "Wattestäbchenmethode" zu verfeinern.

    Danach muss man mal weiter sehen und entscheiden.

    MQ
     
  6. MasterQ

    MasterQ

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    .. ehm, mal ne Frage

    mir ist noch was eingefallen.

    wie sieht Wasser aus, das aus dem Erdreich von außen durch eine defekte Wanne in den Keller eintritt??

    Ist das Wasser klar oder trübe??

    Das Wasser bei mir ist klar, frei von jeglichen Trübungen.

    Mir kommt ein Verdacht, dass ein Abwasserrohr im Nachbarraum bei den Estricharbeiten beschädigt wurde. Dass das Wasser zum selben Zeitpunkt auftrat als es begann zu regnen könnte Zufall sein, denn zum gleichen Zeitpunkt wurde die Waschmaschine in Betrieb genommen.

    Aus Hochwasserzeiten bei meinen Eltern, weiß ich, dass das Wasser damals trübe war mit erheblichem Schlammanteil. Mir kommt jetzt spanisch vor, dass "mein" Wasser sehr klar ist.

    Meine Hoffnung wächst, dass die Wanne OK ist und nur das Abwasserrohr freizulegen und zu erneuern wäre. Keller trockenlegen natürlich auch noch.

    Oder ist meine Hoffnung unbegründet und Grundwasser kann auch klar sein??

    Gruß

    MQ
     
  7. planfix

    planfix Gast

    wasser geht oftmals unergründliche wege.
    laßt mal die rohre alle prüfen, vielleicht ist bei der reparatur was schief gelaufen.
     
  8. #7 Manfred Abt, 4. Oktober 2006
    Manfred Abt

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    hierzu: wenn man es so sieht ist die Hoffnung unbegründet, in der Mehrzahl der Fälle ist Grundwasser klar, letztendlich läuft es seit Monaten, Jahren oder Jahrtausenden durch einen großen Filter.

    Wenn man aber mal alle hier geäußerten Puzzelteilchen im Zusammenhang sieht, spricht für mich einiges für Wasser aus dem eigenen Leitungssystem, Trinkwasser oder Abwasser. Ich würd auch mal bei den Leitungen zu suchen anfangen, bevor ich den Keller aufstemme. Wäre die Tankwanne undicht, dann gäbe es da allerdings noch ein zweites Thema: Grundwassergefährdung.
     
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  10. #8 T9-Liebhaber, 4. Oktober 2006
    T9-Liebhaber

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    hier können

    so viele Ursachen der Grund sein, es sollte vor Ort begutachtet werden...jetzt noch dringender als ich in meinem Beitrag zum anderen Thema vermutet habe. Wenn ein ganzer Raum voller Wasser steht, ist es leicht möglich dass es sich in der Trittschalldämmung der anderen Räume ausgebreitet hat.

    Was mir noch so einfällt. Ist der besagte Kellerraum direkt unter dem Bad? Dann brauchen Sie nur noch einen Leitungsschacht als Verbindung und siehe da die Ursache ist geklärt.
     
  11. MasterQ

    MasterQ

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    Das Bad (OG) liegt nicht direkt über dem Kellerraum, in dem das Wasser steht. Es geht ein Kabelschacht komplett durch alle Geschosse am Kamin entlang und landet somit im Heizungskeller. Doch wenn da Wasser runterlaufen würde, dann würde dieses Wasser jetzt über dem Estrich landen und nicht direkt in die Tankwanne laufen. An den Kellerwänden läuft auch kein Wasser runter, soviel kann man sehen. Einzige Möglichkeit ist somit der Wassereintrag von unten. Und das wäre (Grundwasser wäre der falsche Ausdruck) Regenwasser. Es hat aufgehört zu regnen und es läuft nix mehr nach. Allerdings lief auch die Waschmaschine nicht mehr.

    wie gerade ausgeführt, müsste es Regenwasser sein und kein Grundwasser. Sorry für die Ungenauigkeit


    Da stimme ich zu. Der Heizungsbauer äußerte zwar gestern Zweifel, dass es aus dem Leitungssystem kommt, ich kann mir das aber sehr gut vorstellen, denn dazu müsste nur das Plastikrohr im Nachbarraum geknackt sein. Die Trennwand zwischen der "Waschküche" und der Tankwanne ist gemauert, noch unverputzt und kann sehr leicht kleine Durchgänge für Wasser (und auch Öl!! Gegenmaßnahmen sind schon angeleiert, daher sollten die Tanks sowieso raus) bieten. Wenn da Wasser ausläuft hat es großen Widerstand um unter den Estrich zu laufen (Dämmung und Estrichdecke) und vieleicht weniger durch ein Löchlein in der direkt anliegenden Mauer, die mit der Tankwanne auf der anderen Seite ein großes Reservoir ohne weiteren Widerstand bietet. Auch die geschätzte Wassermenge, die in der Wanne steht, passt etwa zu dem, was man erwarten würde, wenn mehrere Ladungen Waschwasser auslaufen.

    Am Wochenende werden wir die Tanks rausholen und dann sehen wir weiter. Erstmal Danke für die Anregungen.

    Gruß

    MQ
     
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