Kellerabgang und Holztreppe abdichten / Isolieren

Diskutiere Kellerabgang und Holztreppe abdichten / Isolieren im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir wohnen seit ca. 2 Jahren in einem Haus Baujahr 1950, mit einer alten Holztreppe von EG zu OG, die wir nun etwas in Stand...

  1. ynnus

    ynnus

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    Hallo zusammen,

    wir wohnen seit ca. 2 Jahren in einem Haus Baujahr 1950, mit einer alten Holztreppe von EG zu OG, die wir nun etwas in Stand setzen. Der alte PVC und Lack kommt runter und es wird neu lackiert und mit Trittstufen belegt. In dem Zuge ist mir aufgefallen, wie sehr der Kellerabgang doch in die Jahre gekommen ist und auch einige Ecken undicht sind und Zugluft vom Keller in den Flur zieht. Der Flur ist aktuell nur leicht beheizt, Raumtemperatur ca. 17 °C. Der Keller hat ca. 14,5 °C.

    Ich möchte den Flur gerne wärmer bekommen. Einfach nur die Heizung aufzudrehen wird meiner Ansicht nach nur dazu führen, dass wir den Keller indirekt mit heizen. Mein Ansatz ist nun, den Abgang zum Keller und die Treppe vom EG zu OG von unten zu verkleiden und zu dämmen. Oder, falls das keinen Sinn macht, zumindest die undichten Fugen abzudichten.
    Das ist auch schon meine eigentliche Frage: Macht das überhaupt Sinn, hier Zeit und Geld in eine bessere Dämmung zu investieren? Das ganze Haus hat bisher keinerlei Wärmedämmung, es gibt sicherlich zahlreiche Wärmebrücken überall. Wie auf den Fotos zu sehen ist es von außen ganz schön verkleidet, von innen sind es aber nur teils dünne 5mm MDF-Platten und etwas Zeitungspapier dazwischen gesteckt (siehe Fotos). Da kann ich mir schon vorstellen, dass hier jede Menge Wärme verloren geht. Und natürlich sind die Setzstufen auch nur recht dünne Fichtenbretter (ca. 2 cm stark), die kaum Wärmedämmung bringen.

    Mein Gedanke war, die Treppe von unten z.B. mit Holzfaserplatten oder Glaswolle zu verkleiden und ebenso am seitlichen Treppenabgang die Wandstärke nach innen zu erhöhen und mit Glaswolle auszukleiden. Statt Zeitungspapier. ;)

    Der Keller hat natürlich noch andere Problemchen, z.B. die Kellertüre ist ein von den Vorbesitzern irgendwann mal selbst gebautes Konstrukt, welches keine echte Türdichtung besitzt und die Wand ist seitlich auch nicht ganz dicht.

    Klar ist, dass ich dieses alte Haus nicht von null auf sofort komplett isoliert bekomme, z.B. die Kellerdecke komplett mit Dämmplatten bekleben usw. Nur die Treppe ist aktuell sowieso dran und hier sind einfach viele Ritzen, wo die Luft nur so in den Flur zieht. Daher die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, Zeit und Geld in eine Dämmung von Treppe und Kellerabgang zu stecken, oder ob der Effekt wegen der anderen Wärmebrücken zu gering wäre? Würde es eher was bringen, mit einfachen mitteln nur die Ritzen und Fugen abzudichten und mehr würdet ihr mir erst einmal (ohne groß angelegte Kellerisolation) nicht empfehlen?

    Falls das von Bedeutung ist - der Keller ist in zwei Bereiche geteilt. Einer hat eine Beton-Decke, der andere hat eine Stahlträger-Ziegel-Decke. (Im Flur ist es Stahlträger+Ziegel). Darauf ist Estrich und 2 Lagen Fliesen (vlt auch noch alte Balken darunter, das weiß ich nicht genau).

    Danke für eure Ratschläge.
    Viele Grüße,

    Stefan

    IMG_20201204_173707674.jpg
    Der Kellerabgang
    IMG_20201204_173725663.jpg
    Die unterste Setzstufe hat aktuell eine offene Fuge, wo es natürlich zieht (Silikon wurde während der Restaurierung entfernt)

    IMG_20201204_173742649.jpg
    Die Kellertreppe von unten. Rechts an der Wand die dünne Verkleidung
    IMG_20201204_173956693.jpg
    Das ist die besagte Verkleidung, wo einfach 5mm HDF-platten mit Nägeln in Position gehalten werden. Dahinter ist z.T. Zeitung als "Isolation" eingebracht.
    IMG_20201204_174020736.jpg
    Die Zeitung und die dünnen Abdeckplatten

    IMG_20201204_173851135.jpg
    Die unterste Setzstufe von unten. Da sieht man den Spalt zum Flur hin.

    IMG_20201204_174100113.jpg
    Die Selbstbau-Türe zum Keller


    IMG_20201204_174148007.jpg
    Die Wand hinter der Kellertür hat auch einige Ritzen und brüchigen Putz, wo die Holz-Träger nicht mehr sauber verkleidet und isoliert sind

    IMG_20201204_174152494.jpg
    Das ist die gleiche Wand hinter der Keller-Tür, nur weiter unten
     
  2. SvenvH

    SvenvH
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    Das Hauptproblem ist eigentlich nur die Zugluft. Würde die Spalten erstmal mit Acryl abdichten. So groß ist der Temperaturunterschied zwischen Keller und Flur nicht, dass sich der Aufwand lohnt.
     
  3. ynnus

    ynnus

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    Danke für deine Antwort. Die Frage ist nur, ist der Temperaturunterschied so gering, weil der Keller einfach baubedingt so warm ist und eine Isolierung damit kaum Effekt hätte? Oder einfach nur weil so viel Luft ungehindert zwischen Keller und Flur ausgetauscht wird und der Keller durch den Flur mit aufgewärmt wird? Vielleicht wird der Keller ja dann kälter und der Flur wärmer, wenn eine bessere Isolierung besteht?
    Das kann ich einfach schlecht einschätzen, da fehlt mir die Erfahrung.

    Vielleicht hilft es noch zu wissen, dass das Erdniveau etwa 70 cm unter dem Flurboden liegt? Die Kellerdecke ist also zu vlt. 45 cm oberhalb des Erdbodens.
    Aktuell haben wir in der Gegend tagsüber 5 Grad, nachts knapp um die 0 bis leichte Minusgrade. Ich muss die Temperatur Mal beobachten wenn es einige Tage lang im Minusbereich ist. Ob sich der Unterschied dadurch vergrößert.
     
  4. SvenvH

    SvenvH
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    Wie groß ist denn der Keller? Befindet sich dort die Heizung oder ungedämmte Rohre? Wie schauts mit der Kellerdecke aus? Ist ein Estrich mit Dämmung im EG verbaut?
    Wenn nach einer Sanierung ein größerer Temperaturunterschied erwartet wird, sollte auch eine Dampfbremse verbaut werden.
     
  5. #5 ynnus, 05.12.2020
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2020
    ynnus

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    Das Haus ist komplett unterkellert, etwa in 2 Räume mit offenem Durchgang unterteilt. Eine Hälfte ist Betondecke, die andere Stahlträger-Ziegel.
    Die Heizung (Öl) steht im Keller, die Leitungen sind isoliert. Kessel ist recht alt, aber der Brenner und die Steuerung sind mal getauscht worden (ca 10 Jahre alt). (Edit: Der Keller ist ca 13 x 8 Meter lang. Wobei er etwa bei 7 Metern offen unterteilt ist.)

    Der Estrich ist bestimmt nicht gedämmt, da dort unter den Fliesen (ca. 90er Jahre) noch alte Fliesen liegen, die womöglich vom ersten Aufbau aus den 50er Jahren sind. Der Keller war mal ein Kriechkeller, der später tiefer ausgeschachtet wurde. Der Keller ist am Boden gefliest aber nicht ausgebaut, Bruchstein-Wände und Beton-Sockel.

    Zum Thema Dampfsperre: diese muss ja absolut dicht sein. Das werde ich bei einem Treppenabgang wie bei uns aber kaum schaffen. Da sind so viele Rillen und Spalten und ja auch eine Kellertüre, die nie Dampfsicht sein wird. Ich könnte schon die Wände und Treppe mit Dampfsperre verkleiden aber bringt das wirklich etwas, wenn der Dampf ein paar Meter weiter seinen Weg findet? Die ganze Kellerdecke werde ich auch nicht so einfach Dampfdicht bekommen.

    Ist überhaupt mit Tauwasser zu rechnen, wenn ich von geplanten 20 Grad im Flur auf vielleicht 10 Grad im Keller herunter komme?
     
  6. SvenvH

    SvenvH
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    Wenn die Heizung dort ist wird wohl keine merkliche Abkühlung stattfinden.
    Ich würde wie gesagt erstmal die Spalten abdichten, sodass keine Zugluft mehr vorhanden ist. Ob eine Dämmung rentabel ist, bezweifle ich. Die Wärme steigt ja eher nach oben.
     
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