Kelleraußenwände aus KS, Ziegel, Porenbeton oder Beton ?

Diskutiere Kelleraußenwände aus KS, Ziegel, Porenbeton oder Beton ? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo ! Im Zuge der Planung unseres Häuschens treten so einige Fragen auf, ich werde Euch bestimmt noch häufiger nerven. Jetzt geht´s mir...

  1. #1 Günstigbauer, 27. Oktober 2004
    Günstigbauer

    Günstigbauer Gast

    Hallo !

    Im Zuge der Planung unseres Häuschens treten so einige Fragen auf, ich werde Euch bestimmt noch häufiger nerven.

    Jetzt geht´s mir zunächst mal um die Wahl des richtigen Baustoffs für die Kelleraußenwände.

    Dabei gehts mir vor allem um drei Gesichtspunkte:

    - Abdichtung
    - Kosten
    - Wärmedämmung

    Ich schreib jetzt einfach mal meine Überlegungen runter, und es würde mich freuen, wenn Ihr das lebhaft mit mir diskutieren würdet!

    Beton
    Beton hat auf den ersten Blick den Vorteil der Abdichtung, wobei es ja auch wirksame "schwarze" Abdichtungen gibt, so das ich das nicht als Vorteil werten möchte. Sehr wohl als Vorteil sehe ich allerdings die besseren Sanierungsmöglichkeiten im Falle einer Undichtigkeit, sprich Verpressung. Welche Möglichkeiten gibts eigentlich zur Sanierung einer Undichtigkeit bei einem Mauerwerkskeller? Gibts dafür sowas ähnliches wie eine Verpressung, oder geht beim Mauerwerkskeller nur "aufgraben"?

    Ein weiterer Vorteil von Beton ist auch die Schnelligkeit, wobei das bei einer kleinen Doppelhaushälfte nicht so wahnsinnig entscheidend ist.

    Da wir auf jeden Fall den Keller teilweise als Wohnraum nutzen wollen, müssen die Kellerwände einen Dämmwert aufweisen. Gehts bei Beton nur mit Hartschaumplatten von außen, oder gibts Zusatzmittel, mit denen der Beton wärmedämmende Eigenschaften bekommt, wenn ja welche u-Werte sind möglich, und zu welchem Preis ?

    Leider ist der Beton die teuerste Variante !


    Kalksandstein
    Wenn nicht Beton, dann Kalksandstein. Wärmedämmung wohl nur mit Hartschaumplatten.

    Ziegel / Porenbeton
    Die einzigen Vorteile sehe ich zum einen, das die Steine einen guten Dämmwert haben, so das auf die Wärmedämmung mit Hartschaumplatten möglicherweise verzichtet werden kann? Was ja einiges ausmacht, bei uns kosten 10cm Styrodurplatten liefern und einbauen ca. 15-20 Euro netto/m². Zudem sind die Steine wohl auch noch etwas günstiger als Kalksandsteine, so das insgesamt von der günstigsten Variante gesprochen werden kann.

    Ich weiß aber nicht, welchen Dämmwert die speziellen Ziegel-Kellersteine haben, und ob die normalen Geschoßziegel im Keller verarbeitet werden können, wegen der Druckfestigkeit ?
    Wobei, bei so einem kleinem Häuschen (DHH ca. 6 x 12 m) sind die Anforderungen ja nicht soooo hoch!


    OK, das ist jetzt ne ganze Menge Text geworden. Wie schon gesagt, ich hoffe, wir erleben eine schöne Diskussion, und nicht nur Antworten nach dem Motto "Überleg Dir erstmal, was Du willst". Wie gesagt, soll zur Entscheidungsfindung beitragen.


    Viele Grüsse
    Günstigbauer
     
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  3. Boris

    Boris

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    Ich würde ersteinmal Deinen Statiker fragen! Wie sieht es mit Grundwasser bei Dir aus (weisse Wanne)?

    Aussenwände aus Stein:

    Wenn die Abdichtung und alles was dazu gehört fachmannisch gemacht wird solltest Du keine Feuchtigkeit erwarten. Ansonsten aufgraben.

    Welcher Stein: Wohnräume im Keller? Wenn ja, würde ich Poroton oder Porenbeton verbauen. Meine KG Aussenwände werden in Porenbeton und die Innenwände entweder KS oder Porenbeton.

    Bei uns am Niederrhein ist KS zur Zeit der günstigste Baustoff.

    Vom Mauern her (Zeit) ist der Porenbeton am besten, ob in Eigenleistung oder durch BU.

    Gruß


    Boris
     
  4. #3 Günstigbauer, 29. Oktober 2004
    Günstigbauer

    Günstigbauer Gast

    Was ist los, ich hatte angenommen, mein Beitrag würde für eine lebhafte Diskussion sorgen?
    Aber das denkt wohl jeder Themenstarter von seinem Beitrag...

    Naja, vielleicht sind es einfach zu viele Aspekte, das Ihr alle das lange Wochenende zum überlegen braucht...
     
  5. #4 C. Schwarze, 29. Oktober 2004
    C. Schwarze

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    Was erwartest du?

    Als erstes wäre doch ein Bodengutachten optimal, das schließt das eine oder andere aus (Mauerwerk) oder fordert das andere(besondere Gründung, Stahlbetonwände).

    Die WW an sich birgt m.E. mehr Nachteile als Vorteile.
    Zum einen der Preis, dann der Stahl, die Kosten der Tragwerksplanung, Besonderheiten der Ausführung(Fugenbleche),
    dann muß der Beton noch extra gedämmt werden, wird eine höherwertige Nutzung angestrebt muß gegen Diffusion abgedichtet werden.
    Dann sollte/darf bei bestimmten Wandstärken nicht gebohrt oder gefräst werden(was auch sicher ziemlich schwierig wird)

    Nimmste Mauerwerk( DIN 105 HLzB mit 0,5W/mk) mit Außenabdichtung, haste schonmal zwischen Beton (lt. http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/uwert.htm mit 2,3 W/mk ) nen satten Vorteil. Dazu ein homogenes Innen- und Außenmauerwerk, vielleicht noch mit Verzahnung.

    Von Porenbeton halte ich ebensoviel wie von Anhydritestrich und Gipsputz, da wo es feucht werden kann hat es nichts zu suchen.
     
  6. #5 Carden. Mark, 30. Oktober 2004
    Carden. Mark

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    Von Porenbeton halte ich ebensoviel wie von Anhydritestrich und Gipsputz, da wo es feucht werden kann hat es nichts zu suchen.

    Soll doch garnicht feucht werden.
    Wenn doch ist es ein Mangel Egal was für ein Mw.
    Aber ich mag das Zeug auch nicht.
     
  7. #6 C. Schwarze, 31. Oktober 2004
    C. Schwarze

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    Es sollt ja auch nicht feucht werden, aber wer kann es auf Dauer verhindern?
    Außer undichte Keller gibt es noch Wasserrohrbrüche, eindringendes Oberflächenwasser durch Lichtschächte, defekte Waschmaschienen etc... und dank der Schwerkraft sammelt es sich am tiefsten Punkt-im Keller.
     
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