Kelleraußenwand abdichten - Schritte korrekt?

Diskutiere Kelleraußenwand abdichten - Schritte korrekt? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, unser neuer gartenseitiger Anbau steht und sobald das Wetter wieder über 5 Grad wird, möchte ich gerne die Kelleraußenwand abdichten...

  1. #1 mike0512, 28.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2019
    mike0512

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    Hallo,

    unser neuer gartenseitiger Anbau steht und sobald das Wetter wieder über 5 Grad wird, möchte ich gerne die Kelleraußenwand abdichten lassen. Doch bin ich gerade etwas unsicher über die Reihenfolge und würde gerne fragen, ob diese so richtig ist:

    Kellerwand besteht aus frisch gemauertem Kalksandstein (24er).
    1. Es wird noch ca. 20-30cm von der Fundamentoberkante nach unten ausgegraben
    2. Anschließend wird die Hohlkehle zugemörtelt.
    3. Dann kommt - hier bin ich mir unsicher - Dichtungsschlämme oder Bitumengrundierung (beides dasselbe?), 2 x 2mm, max. aber 5mm Dicke - zweite Schicht erst nach 2 Tagen auf noch feuchten, aber tragfähigen Anstrich
    4. Bitumendickbeschichtung, wieder 2mal, 2. Schicht nach ein paar Stunden
    5. Bituthenenbahn
    6. Noppenbahn
    7. (Perimeterdämmung)
    8. Graben wieder auffüllen - nur mit was? In Foren liest man sehr unterschiedliches. ("Gleiche wie vorher, auch, wenn Lehm", "Nur Kies und dann Füllsand" usw.). Der Bodenaushub war nach der Mutterde sehr, sehr Sandhaltig. Wieder damit befüllen oder eher Kies? Wie weit von der Mauer entfernt?
    Sind diese Schritte in etwa korrekt?

    Danke vorab und Gruß
    Mike
     
  2. #2 Manufact, 29.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 29.12.2019
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    So in etwa.:bierchen:
    Ein paar Sachen durcheinandergebracht, manche Sachen zuviel bzw. mit falschem Timing.

    Die Tücken liegen im Detail.
    Deswegen sind Abdichtungen auch eine der fehlerträchtigsten Bereiche beim Hausbau und bei falscher Ausführung auch eine der teuersten wieder zu behebenden (da können gerne mal 30 - 80 TEuro zusammenkommen)

    Wir haben ja aber auch noch Zeit, denn die Ausführung sollte erst bei stabilen Temperaturen ab 10°C (vor allem auch in der Nacht) vorgenommen werden.
    Sie können die Angebote der Fachfirmen gerne ins Forum stellen, dann können wir Ihnen sicherlich bei der Beurteilung helfen.
     
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  3. #3 C. Schwarze, 29.12.2019
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    Die Noppenbahn weglassen. Die kann mehr schaden als nützen.
    Spätestens dann wenn die Noppen zum Mauerwerk zeigen, und langfristig gesehen durch den Erddruck in den Bitumenanstrich drücken.

    Nach der Dämmung 2 lagen dicke PE Folien anbringen.
    Wenn mit der Zeit die Erde des ausgefüllten Arbeitsbereiches zusammensackt, können diese gegeneinander gleiten und reissen die Dämmung nicht mit...
     
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  4. #4 mike0512, 29.12.2019
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    Vielen Dank für die Antworten.

    Da das Wetter auch in der nächsten Zeit nicht über 10 Grad gehen wird, die Frage: Würde etwas dagegen sprechen, wenn ich vorerst nur die Hohlkehle zementieren lasse und anschließend die Baugrube provisorisch mit Erde/Sand zumache? Ich dachte hier mit Hilfe von Folie/Noppenbahn (Vorschlag mit welcher?), damit die Außenwand nicht verdreckt wird.
     
  5. #5 simon84, 29.12.2019
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    Wieso die Baugrube zumachen ? Nur damit du sie danach wieder ausbaggern musst?
     
  6. #6 mike0512, 29.12.2019
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    Dachte wegen Schutz vor Frost, Regen, Schmutz usw. Und damit der Keller innen etwas wärmer wird.

    Das Ausheben in 4-5 Wochen würde mir nichts ausmachen, ist nur 4 Meter lang und ca. 1,1m Tief. Und Arbeitsbereich wäre dann ca. 80cm Breit.
     
  7. #7 Fabian Weber, 29.12.2019
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    Also in der Liste ist doch einiges doppelt und manches in der falschen Reihenfolge drin.

    Ich würde folgenden Aufbau wählen.

    Bitumenvoranstrich

    Bitumendickbeschichtung 2-lagig mit Gewebe.

    Dann die Dämmung auch mit Bitumenkleber vollflächig kleben

    Vlieskaschierte-Noppenbahn (Noppe weg vom Haus)

    Besonderer Schadenspunkt ist immer der Übergang von Bodenplatte zu Mauerwerk. Hier muss gründlich die Betonschlämme entfernt werden.

    Den Aufbau habe ich auch gerade auf meiner Baustelle zusätzlich zur WU-Wand (siehe Foto).

    Das ganze geht natürlich auch mit Mineralischer Dichtschlämme anstatt Bitumendickbeschichtung, da brauchst Du dann natürlich auch nicht den Bitumenanstrich.

    Warum Du jetzt auch noch Bahnen hattest?!

    Denk dran, dass die Dämmung, die aus dem Boden als Sockeldämmung rausschaut gewaffelt sein muss um verputzt zu werden.
     

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  8. #8 mike0512, 13.01.2020
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    Vielen Dank für die Antwort. Ich werde mich genau an diese Reihenfolge halten, nur eine Frage: Würde es schaden, wenn ich vor dem Bitumenvoranstrich (Bostik P111) und Bitumendickbeschichtung 2K (Bostik W253) noch Dichtschlämme (Bostik W261) auftragen lasse? Ich bin mir nämlich nicht ganz sicher bin, ob das Mauerwerk wirklich vollständig trocken ist ... Würde was dagegen sprechen?
     
  9. #9 Manufact, 14.01.2020
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    Sie können gerne vorher noch eine Dichtschlämme auftragen.
    Dann sollten Sie den Hersteller der DS kontaktieren, ob ohne weitere Untergrundvorbehandlung der weitere Aufbau aufgetragen werden kann.
     
  10. #10 mike0512, 16.01.2020
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    Hohlkehle und Dichtschlämme sind aufgetragen.

    Können morgen an einem einzigen Tag der Bitumenvoranstrich sowie die zweilagige Bitumendickbeschichtung erfolgen? Würde das gerne morgen bei der guten Temperatur abschließen, weil es dann wieder kälter wird.
     

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  11. #11 Fabian Weber, 16.01.2020
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    Wenn die Dichtschlämme bis dahin ausreichend getrocknet ist....
     
  12. #12 Manufact, 17.01.2020
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    Die Dichtungsschlämme muss 30cm über GOK erfolgen, nicht 30 cm unterhalb GOK.
    Die Bitumengrunierung darf nur bis 10 cm unter GOK aufgetragen werden.

    Selbst eine 2K-Bitumenabdichtung braucht bei den jetztigen Temperaturen Minimum 4 Tage Trocknungszeit bis die zweite Schicht aufgetragen werden kann.
    Und dann wieder Minimum 4 Tage bis die Perimeterdämmung erfolgen darf.
     
  13. BaUT

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    1. Es wird noch ca. 20-30cm von der Fundamentoberkante nach unten ausgegraben
    2. Anschließend wird die Hohlkehle zugemörtelt.
    3. Dichtungsschlämme (Vorteil der DS: man darf sie auch auf feuchtes Mauerwerk auftragen und sie bildet nach wenigen Tagen eine gute Grundlage für den anschließenden Auftrag der PMBC (früher KMB genannt)
    4. Bitumendickbeschichtung, wieder 2mal, 2. Schicht nach ein paar Stunden
    5. (Perimeterdämmung)
    6. Folie (Gleitfolie) nur als Verfüllschutz damit beim Verdichten des Verfüllbodens nicht die Dämmplatten abrutschen
     
  14. #14 mike0512, 17.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2020
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    Zu 1.) Es wird noch ca. 20-30cm von der Fundamentoberkante nach unten ausgegraben

    Ist dies notwendig, wenn unterhalb der Fundamentoberkante der Rand noch mit - ich glaube Hartschaumplatte? - verkleidet ist? (aus der Zeit der Verschalung). Muss die Hartschaumplatte noch entfernt werden? Muss entlang der Hartschaumplatte zugemörtelt werden?
     

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  15. #15 Andreas Teich, 18.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2020
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    Perimeterdämmung
    Wenn zwischen Bodenplatte und Wand eine horizontale Feuchtigkeitssperre liegt und der Boden innenseitig abgedichtet wird muß die Außenkante der Bodenplatte nicht abgedichtet werden-
    warum auch wenn der direkt angrenzende Bereich unter der Bodenplatte nicht abgedichtet ist?

    Bei sandigem Aushub kann der wieder zum Verfüllen verwendet werden.

    Perimeterdämmung ist zumindest bei dem 30-50 cm im Boden liegenden Bereich gegen Wärmebrücken sinnvoll.
    Komplettdämmung hängt von der Kellerverwendung ab.

    Ausschließlich XPS oder besser Schaumglasplatten zur Dämmung verwenden-
    keine angeblich verwendbare EPS-Variante! Es gibt schon genug Schadensfälle bei EPS-Flachdachdämmungen.

    In diesem Fall wird auch eine billige Standard Noppenfolie mit den Noppen nach außen genügen.
    Aushub vorsichtig einfüllen, Bruchmaterial entfernen. Evt Geotextil als Schutz zwischenlegen .

    Dafür sorgen, dass die Kellersteine vollfugig vermauert wurden, Löcher mit Mörtel verschließen.

    Ich habe u.a. MB 2K zur Kellerabdichtung und auch für Innenabdichtungen verwendet-
    2 x Aufspachteln genügt, kein Voranstrich o.ä. notwendig, bis 3 mm rißüberbrückend, auch als Abdichtung im Holzbau verwendbar, (vorher angeschliffene) HT/ KG- Rohrdurchgänge können damit abgedichtet werden.

    Andreas Teich
     
  16. #16 mike0512, 21.01.2020
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    Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

    Eine Frage zur Perimeterdämmung: Wir haben die nächsten Wochen Temperaturen um 0-5. Wir würden aber nun aber so langsam dämmen und anschließend wieder verfüllen.

    Würde etwas Kleber (ich glaube, es gibt welche, die bis 0 Grad verwendet werden dürfen) UND Verdübelung sprechen?
     
  17. #17 Manufact, 21.01.2020
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    Jo, spricht gegen.
     
  18. #18 mike0512, 21.01.2020
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    Und wenn es ausschließlich verdübelt wird? Auch dann nicht?
     
  19. #19 Manufact, 21.01.2020
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  20. #20 mike0512, 21.01.2020
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    Jetzt nachdem die Bitumenschicht drauf ist also nur noch Noppenbahn verlegen, dann verfüllen und im Frühjahr erneut ausheben und dämmen?

    Fände ich wirklich frustrierend, wenn es keine andere Möglichkeit geben würde.
     

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