Kellerdecke Innendämmung unter Terrasse

Diskutiere Kellerdecke Innendämmung unter Terrasse im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Experten, als Bauherr habe ich eine Frage zur Verarbeitung einer Kellerdecken-Dämmplatte (Schwenk Kellerdecken-Dämmplatte EPS 035 DI,...

  1. #1 Daemmplatte11, 12. März 2012
    Daemmplatte11

    Daemmplatte11

    Dabei seit:
    12. März 2012
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Betriebswirt
    Ort:
    Kiel
    Hallo Experten,

    als Bauherr habe ich eine Frage zur Verarbeitung einer Kellerdecken-Dämmplatte (Schwenk Kellerdecken-Dämmplatte EPS 035 DI, Stärke 50 mm).

    Hier der link zum Produktdatenblatt:
    http://www.schwenk-daemmtechnik.de/...4.7_Kellerdecken-Dämmplatte_EPS_035_DI_01.pdf

    Die Decke unseres neuerbauten, beheizten Kellers (genutzt als Büro) wurde nachträglich von innen mit o.g. Dämmplatten gedämmt. Über dem Kellerbüro liegt direkt die Terrasse, also der Aussenbereich, fachgerecht abgedichtet mit Polymerbahnen.

    Die Dämmplatten sind gemäss Verlegeanleitung im Verband verlegt und jeweils mit mit vier bis sechs Punkten an die ebene Porenbetondecke (Elemente sind 240 mm stark) angeklebt.

    Sachverständige sagten uns nun, dass es bei diesem Aufbau zu einer Hinterlüftung kommen kann, die zu einem Kondensat-Problem (letztlich dann Schimmel) zwischen Dämmplatten und Porenbetondecke führen würde.

    In der Hersteller Produktbeschreibung und im Produktdatenblatt heisst es hierzu auch "Die Verklebung sollte vollflächig im Kammbett erfolgen." Bei der Verlegeanleitung / Klebeverarbeitung, jedoch abweichend: "Kleber punktweise... mit einer Kelle auftragen...".

    Ein weiterer Fachmann sagt nun, dass diese Schwenk Kellerdecken-Dämmplatte EPS 035 DI zwar eine Dämmplatte zur Innendämmung ist, jedoch nur geeignet, um einen kalten (unbewohnten/-unbeheizten) Kellerraum von innen zu dämmen. Wir benötigen für unseren speziellen Fall (innen bewohnt, aussen Terrasse) zur Innendämmung aber Platten, die nicht nur diffusionsoffen, sondern kapillaraktiv sind (Mineralschaumplatte, CaSi-Platte o.ä.).
    Die vorhandene Dämmung könnte aber evtl. verbaut bleiben, wenn eine raumseitige Dampfsperre verbaut wird, um Diffusion und Tauwasser im Bauteilinnern zu verhindern.

    Der ausführende Unternehmer (auch Architekt/Bauing.) weigert sich jedenfalls standhaft, die Dämmung zu verändern, aus seiner Sicht ist alles korrekt.

    Wir sind mittlerweile völlig verwirrt und leider berät uns auch der Hersteller der Platten als Bauherren überhaupt nicht. Ich hoffe deshalb in diesem Forum noch einmal Rat zu bekommen.

    Über eine Rückmeldung würden wir uns sehr freuen, vielen Dank!

    daemmplatte11
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. manno79

    manno79

    Dabei seit:
    18. Januar 2012
    Beiträge:
    357
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    Darmstadt
    Hi,

    also ich kann Dir dazu sagen....der Archi liegt falsch, der SV hat Recht.....Warum ich Dir das so sagen kann....weils bei mir genau so war nur mit Glaswolle, die wir am Ende wieder raus gerissen haben.....


    Gib den Aufbau hier mal ein: http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/ und Du wirst sehen wer Recht hat....

    Sollte natürlich der Terrassenboden eine Aussendämmung haben, sprich wie eine Fussbodendämmung unter Estrich sieht das ganze natürlich wieder anders aus aber ich gehe davon aus dass Aussen nur die Dichtbahn drauf ist so wie geschrieben.....
     
  4. sarkas

    sarkas

    Dabei seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    2.551
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Handwerker
    Ort:
    Burgthann/Nürnberg
    EPS-Platten in Punktverklebung können tatsächlich eine Schimmelzucht provozieren. Selbst eine Punkt-Wulstverklebung würde mir hier Bauchschmerzen bereiten.

    Es ist richtig, dass es (wahrscheinlich) möglich wäre, mit einer vorschriftsmäßig verbauten Dampfbremse dies zu unterbinden,
    für mich ist so etwas (ohne Sorptionsbereich) aber ein Leben in der Plastiktüte.
    Mir ist es unbegreiflich, wie so ein Mist eingebaut werden kann, wenn es (wie Du schon selber schreibst) auf mineralischer Basis viel besser geht.
     
  5. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Warum wurde überhaupt ein Neubau nachträglich von Innen gedämmt?
    Planungsfehler???

    Wer hat das geplant?
    Wer hatte ursprünglich geplant?
    Welche Rechtsbeziehungen bestehen?
     
  6. #5 Daemmplatte11, 13. März 2012
    Daemmplatte11

    Daemmplatte11

    Dabei seit:
    12. März 2012
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Betriebswirt
    Ort:
    Kiel
    natürlich Planungsfehler

    Hallo zusammen,

    erstmal danke für die Antworten, bestätigt ja alles unsere Meinung! Die u-wert- Seite ist ja super!

    Eine Dampfsperre einzubauen scheint ja gar nicht so einfach zu sein, dann wohl doch besser auf Einbau von Calcium-Silikat-Platten o.ä. bestehen?

    Also, geplant hat den Neubau (Anbau mit Keller) wie gesagt der Bauunternehmer selbst (ist auch Archi und Bauing.). Es sind unglaubliche Planungsfehler gemacht worden, die vor allem zu einem Wasserproblem im Keller führten. Folge: Sanierung zieht sich schon über zwei Jahre hin. Das Dämmplatten-Problem ist sozusagen der kleinste Mangel :yikes

    Grüsse

    daemmplatte11
     
  7. sarkas

    sarkas

    Dabei seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    2.551
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Handwerker
    Ort:
    Burgthann/Nürnberg
    Keine CS-Platten (WLG ca. 068) sondern Mineralschaumplatten, weil erheblich günstiger UND bessere WLG (042 - 045)
     
  8. manno79

    manno79

    Dabei seit:
    18. Januar 2012
    Beiträge:
    357
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    Darmstadt
    @Dämmplatte.....

    also ganz ehrlich...wenn sowas ein Archi BauIng was auch immer geplant hat dann gute Nacht......es wird egal sein was Du als Innendämmung verbaust und es ist auch egal ob Du eine Dampfsperre einbaust oder eine Mineralschaumplatte...mit egal welcher Dämmung verschiebst Du den Taupunkt... bei einer Aussendämmung liegt der Taupunkt im Bestfall irgendwo in der Dämmung, da das Mauerwerk von Innenraum her aufgewärmt wird... In deinem Fall ist es egal wo der Taupunkt liegt da es wahrscheinlich immer zum Schadenfall kommen wird...Die Innendämmung verhindert ein ausreichendes Aufwärmen des Betons wodurch die Temp im Beton sinkt und der Taupunkt nach innen wandert, entweder auf die Oberseite der Dämmung die an der Decke anliegt oder bei dünnerer Dämmung auf die Unterseite der Beschichtung auf dem Terrassenboden.....einzige vernünftige Lösung ist auf der Aussenseite zu dämmen!!!

    Du solltest aber wie Julius schreibt die Rechtsbeziehung klären und das evtl als weiteren Punkt für den Anwalt nehmen..

    Das oben geschriebene ist eine Laienmeinung
     
  9. H.PF

    H.PF

    Dabei seit:
    7. Dezember 2005
    Beiträge:
    11.917
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Ort:
    Hückeswagen
    Benutzertitelzusatz:
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Deine Laienmeinung ist irgendwie... Skurril...

    Und Blödsinn... Bauphysikalischer Quark
     
  10. manno79

    manno79

    Dabei seit:
    18. Januar 2012
    Beiträge:
    357
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    Darmstadt
    H.Pf.....

    dann klär mich dummen Laie mal auf....
     
  11. #10 Daemmplatte11, 13. März 2012
    Daemmplatte11

    Daemmplatte11

    Dabei seit:
    12. März 2012
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Betriebswirt
    Ort:
    Kiel
    Anwalt, bitte nicht...

    Hi Leute,

    nun kriegt euch mal nicht in die Haare... Der Planer und Ausführer in Personalunion hats doch vermurkst.

    Nur zur Info: zum Hauptschadenspunkt (Wassereintritt) haben wir uns schon aussergerichtlich verglichen, mit juristischem Beistand. Hätte ich euch das alles geschildert, wäre hier der Teufel los, soviel scheint sicher :respekt

    Nun sind eben noch ein paar Kleinigkeiten (?) zu klären, über deren Ausführung man offenbar aber streiten kann, hm. Irgendwie kommt es mir so vor, als ob das Problem nicht hinreichend gelöst werden kann und alles nur verschlimmbessert wird. Evtl. kann man hier sogar noch eine Minderung einklagen? Doch wieder Anwalt kontakten?

    Problem bei einer reinen Dämmung von oben (aussen) wäre auch, dass nur etwa 6,5 cm Platz sind bis zur geplanten Oberkante Terrassenbelag (das sollten Massivdielen werden, Stärke 20 mm o.ä.) Bringt man also noch eine Dämmung aussen auf, liegt der Belag viel zu hoch. Es bleibt deshalb für uns nur die Dämmung von Innen, wohl mit genannten Nachteilen...

    Frage: was passiert eigentlich, wenn wir von innen und überhaupt gar nicht zusätzlich dämmen? Ich meine, ausser, dass wir zuviel Wärme nach aussen verlieren, sprich Geld fürs Heizen? Der Architekt meinte übrigens, dass durch die Deckenplatten aus Porenbeton (angeblich Wärmedurchlasswiderstand R = 1,50 m quadrat K/W (gefordert nach DIN 4108-2 am Aussenluft angrenzend wohl nur R = 1,20)) der Wärmeschutz ausreicht.

    Liegt er hier auch falsch? Und - festhalten! - Er hat von unten noch nicht einmal die Keilfugen zwischen den Betonelementen zugespachtelt, meinte, ein Verfüllen von oben reicht aus. Wenn auf der Terrasse alllerdings Schnee liegt, zeichnen sich deutlich die Wärmebrücken (als Taustreifen) ab :wow

    Daemmplatte11
     
  12. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. sarkas

    sarkas

    Dabei seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    2.551
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Handwerker
    Ort:
    Burgthann/Nürnberg
    100% Zustimm :28:
     
  14. manno79

    manno79

    Dabei seit:
    18. Januar 2012
    Beiträge:
    357
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    Darmstadt

    Schön das Ihr da einer Meinung seid aber wenn Ihr es besser wisst dann klärt mich doch mal auf.... :bierchen:
     
Thema: Kellerdecke Innendämmung unter Terrasse
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. kellerdecke schwitzt

    ,
  2. kellerdecke unter außen

Die Seite wird geladen...

Kellerdecke Innendämmung unter Terrasse - Ähnliche Themen

  1. Geeignete Innendämmung bei Innenabdichtung

    Geeignete Innendämmung bei Innenabdichtung: Welche Art der Innendämmung ist für Euch bei vorhandener Innenabdichtung eines Kellers (Nasser KS, bindiger Boden außen und keine Außendämmung)...
  2. Innendämmung & Wärmebrücken bei "gutem Bestand"

    Innendämmung & Wärmebrücken bei "gutem Bestand": Die Außenwände unseres fast 40 Jahre alten Hauses wurden bereits mit einem ordentlichen Bimsstein gemauert und haben laut Hersteller je nach...
  3. Markise für Terrasse, ja oder nein?

    Markise für Terrasse, ja oder nein?: Hallo an alle, mein Mann und ich spielen mit dem Gedanken, unsere Terrasse mit einer Markise zu bereichern. Der Sonnenschirm nimmt leider etwas...
  4. Bewehrung der Kellerdecke liegt frei und korrodiert

    Bewehrung der Kellerdecke liegt frei und korrodiert: Guten Tag zusammen, ich würde mich über einige kompetente Meinungen zu folgendem Problem freuen: Wir wollen uns eine Eigentumsimmobilie kaufen,...
  5. Pfusch Hofeinfahrt / Terrasse

    Pfusch Hofeinfahrt / Terrasse: Hallo, ich habe grosse Probleme mit einem Baugeschäft, deshalb brauche ich Euren Rat/Eure Hilfe. Diese Firma hat im Frühling/Sommer unsere...